Shamantournement

Als Asakura hat man es nicht leicht...

Das Turnier, die Erste

Shamantournement

Nun war es wieder soweit. Es war Winter. Februar um genau zu sein. Aber nicht irgendein Wintertag mit Eis und Schnee. Nein, es war ihr Geburtstag. Der Geburtstag der jetzt 15jährigen Luna Asakura. Ihrer Meinung nach dem schlimmsten Tag im Jahr. Wie an jedem normalen Tag auch, ging die hellblauhaarige am morgen zur Schule. Bis ihre `Freundin` Kira in die Klasse kam fühlte sie sich noch ganz gut. Kira kam ohne Umwege direkt auf sie zu. Sofort ging das los, was die junge Schamanin schon befürchtet hatte: Ihre, ebenfalls blauhaarige, ´Freundin´ schrie sie an: “Du… Du elende Hexe! Mörderin! Schamanin!” Kira holte kurz Luft. “Erst bringst du meine Schwester um und dann kommst du noch an ihrem Todestag in die Schule! Ich hasse dich, Luna!” Das junge Mädchen holte aus und verpasste Luna einen Schlag ins Gesicht. Diese flog durch die Wucht des Schlages beinahe vom Stuhl. Sie ließ ihren Kopf auf der Seite. “Kira…”, sagte Luna ruhig, ”Ich bin nicht Schuld an Lillys Tod… Ich war noch nicht mal dabei… Selbst wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich alles daran gesetzt es zu verhindern. Glaub´ mir doch…” Angesprochene setzte zu einer scharfen Antwort an, konnte sie aber nicht mehr aussprechen, denn in diesem Moment kam Herr Yoshi, ihr Klassenlehrer, hinein. Also war Kira gezwungen sich ihre Antwort aufzuheben. Herr Yoshi beendete die Stunde diesmal früher als sonst. Vor der Pause kam Kira erneut zu Luna. “Du elende Lügnerin! Ich hasse dich! Lillys Tot ist allein deine Schuld! Warum bist du damals nicht gestorben?! Mörderin! Irgendwann bring ich dich um!!” Luna nahm ihre Tasche und verließ die Klasse. Jeder wusste genau wohin sie nun gehen würde: zum Friedhof.

Als die Schamanin endlich beim Friedhof angekommen war, hatte es bereits zu schneien begonnen. Vor einem Grab blieb sie stehen, kniete sich hin, zündete ein paar Räucherstäbchen an und betete. Nach einer Weile bekam sie Besuch. Es war Kira. (Wer sonst?) “Was willst du hier?”, fragte diese gereizt. Aber Luna gab keine Antwort. “Antworte mir gefälligst! WAS willst du hier?” Als die kniende noch immer keine Antwort gab, packte Kira diese am Arm, zog sie hoch und warf sie in den hohen Schnee. Luna stand auf und sagte ruhig: “Kira… Bitte lass mich doch einfach in Ruhe… Ich habe echt keine Lust mich mit dir zu streiten.” “Meister Luna. Jemand ist hier… Er ist stark.”, sagte Yuriko, Luna´ s Schutzgeist, plötzlich. “Wo ist er?”, fragte diese. “Direkt hinter dir.”, beantwortete jemand ihre Frage. Erschrocken drehte sich die weißhaarige um: “Wer sind Sie?” “Mein Name ist Silver. Ich komme vom Schamanenkampfkomitee um dich zu prüfen.”, antwortete gefragter. “Verstehe… Das Turnier.”, murmelte Luna, dann sagte sie zu Silver: “Gut ich bin bereit. Was muss ich tun?” “Du musst mich innerhalb von 3 Minuten einmal treffen, dass ist alles.” “Wann kann´ s losgehen?” “Sofort! Die Zeit läuft!” Kira, die nicht Recht verstand, was hier los war, ging in Deckung. Schnell schnappte sich Luna einen auf dem Boden liegenden Holzstab und vereinigte ihren Schutzgeist Yuriko mit sich selbst. Dann griff sie an. Sämtliche Angriffe prallten an ihm ab. Sie wich zurück, um zu überlegen. // Was? Wieso klappt es nicht?? Was mache ich falsch?// überlegte sie //Moment er verkörpert seine Geister in Gegenständen. Dass heißt, um ihn zu treffen, muss ich Yuriko auch in einem Gegenstand verkörpern… Ich hab’s ich muss den Stab als Medium verwenden!// Luna löste ihre Geistkontrolle. “Was ist los?”, fragte ihr Schutzgeist. “Um ihn schlagen zu können müssen wir das Medium in den Stab verlagern und dann angreifen, dass ist unsere einzige Chance!”, antwortete die Schamanin, “Bereit?” Yuriko nickte. “Yuriko in den Holzstab!”, sagte Luna und vereinigte ihren Geist mit dem Stab. Nun griff sie an. Tatsächlich schaffte sie es diesmal Silver zu treffen. Sie zerteilte sein Stirnband in 2 Hälften. “Bestanden.”, meinte besiegter lächelnd. “Ich.. Ich hab´ bestanden…?”, murmelte Luna ungläubig. Ihr Gegner nickte. “Richtig. Hier dein Orakelpager. Über ihn erhältst du alle Informationen über das Turnier und deine Gegner. “ Silver gab ihr den Pager. “Auf Wiedersehen Luna Asakura.” Dann verschwand er. “Auf wieder sehen!”, sagte Luna. “Ich.. Nein WIR haben’s geschafft Yuriko!” “Gut gemacht, Luna”, meinte Yuriko, “Wir sollten nun nach Hause gehen.” “Du hast Recht lass uns gehen.” Nachdem ihr Schutzgeist in seiner Totentafel verschwunden war, machte sie sich auf den Weg nach Hause. Kira sagte gar nichts mehr.

Auf ihrem Heimweg wuchs der Schneefall zu einem Sturm heran. Ganz durchnässt und halb erfroren kam das junge Mädchen nach Hause. Froh endlich im Trockenen zu sein, ging sie in das Haus. Als sie am Wohnzimmer vorbeiging hörte sie ein paar vertraute Stimmen. Es waren ihr Großvater und ihre Eltern. Obwohl sie gerne hineingegangen wäre, beschloss sie sich erst einmal umzuziehen, damit sie keine Erkältung bekam. In Ihrem Zimmer zog sie sich um. Gerade als Luna fertig war, klopfte es an der Tür. “Ja?”, fragte sie. Dann öffnete sich die Tür und herein kam ihre Mutter Keiko. “Hallo, Luna.”, wurde sie von ihrer Mutter begrüßt. “Mutter…” “Freust du dich mich zu sehen?” “Und wie…” Keiko kam auf ihre Tochter zu und nahm diese in die Arme. “Alles Gute zum Geburtstag, meine kleine.” “Danke, Mama.” “Hier meine kleine. Ich hab´ auch noch was für dich.” Keiko gab ihrer Tochter ein Päckchen in die Hand. Diese setzte sich mitsamt Paket auf ihr Bett. “Vielen Dank, Mutter.” Langsam öffnete Luna ihr Geschenk. In diesem waren eine Kette mit einem schwarzen Saphir und ein Kimono enthalten. “Wow… Wunderschön… Der Kimono… und die Kette erst.. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll… Aber ich hab´ auch noch eine Überraschung für dich.” “So? Was ist das denn für eine Überraschung?”, fragte Luna´s Mutter. Luna zeigte ihrer Mutter den Orakelpager. “Du… Du bist Teilnehmerin am Schamanenkampf??” Ungläubig sah Keiko ihre Tochter an, dann rief sie ihren Mann. “Mikihisa! Kommst du mal!” Luna´s Vater Mikihisa kam sofort. “Ist etwas passiert?”, fragte er. “Unsere Tochter ist eine offizielle Teilnehmerin am Schamanenturnier.” “Das heißt sie hat die Prüfung bestanden…”, sagte ihr Vater, “Hör mir gut zu, Luna. Du musst sehr gut auf dich aufpassen. Es gibt Schamanen, die nichts Gutes mit ihrer Macht im Sinn haben. Sie sind gefährlich.” “Ich pass schon auf, keine Angst.”, sagte Luna. “Gut… Dann: Alles Gute zum Geburtstag!”, meinte Mikihisa. “Danke” Plötzlich piepte der Orakelpager der 15jährigen. Diese rief die Nachricht sofort ab. Es waren die Wettkampfregeln des Turniers und die Paarung ihres ersten Kampfes. “Und? Was haben sie dir geschrieben?”, fragte Keiko. “Die Vorrundenregeln und die erste Turnierpaarung.”, antwortete Luna. “Dann: Viel Glück!”, meinte ihre Mutter.

2 Wochen später:
Es war eine sternklare und eiskalte Märznacht. Luna wartete im Park auf ihre Gegnerin. Mittlerweile war es 3 Uhr. Der Kampf hätte eigentlich schon um 2 Uhr beginnen sollen. //Wo bleibt sie denn?//, dachte die Wartende, als sie plötzlich angesprochen wurde. “Luna!” Es war Silver. “Du hast kampflos gewonnen, da dein Gegner nicht erschienen ist.” “Pardon??”, fragte Luna. Sie hatte gerade nicht richtig zugehört. Silver wiederholte, was er gerade gesagt hatte noch mal. “ Du hast kampflos gewonnen, da dein Gegner nicht erschienen ist.” “Kampflos gewonnen… “, wiederholte die Siegerin, “Eigentlich Schade.” Das Mädchen gähnte. “Am besten ich geh´ jetzt nach Hause.” Sie setzte zum Gehen an. “Luna warte! Ich bring´ dich nach Hause.”, sagte Silver und ging neben ihr her. “Wer war eigentlich das Mädchen, das damals auch auf dem Friedhof war?”, fragte der Patchee nach eine Weile. Abrupt blieb Luna stehen. “Pardon?” “Ich fragte wer das Mädchen auf dem Friedhof war.”, antwortete Silver. Luna ging wieder weiter. “Ihr Name ist Kira Kimura.”, antwortete Luna ohne es selbst zu registrieren erzählte sie weiter, “Kira ist die Zwillingsschwester meiner besten Freundin Lilly… Sie hasst mich. Wegen Lilly war ich auch auf dem Friedhof. Das Grab an dem ich stand… war ihres. Sie starb vor 5 Jahren… Damals waren wir im Park verabredet… Ich kam zu spät… Als ich endlich ankam waren schon eine Menge Polizisten im Park. Ich fragte eine Polizistin, was denn passiert sei. Sie antwortete mir, dass ein junges Mädchen ermordet worden sei… Lilly… Der Mann, der mir die Sicht versperrt hatte, bewegte sich und so konnte ich einen Blick auf die Mädchenleiche werfen… Augenblicklich sank ich auf die Knie. Tränen rannen mir über die Wangen… Ich konnte es kaum glauben: Lilly war Tot. Die Polizistin, die ich gefragt hatte, brachte mich sofort nach Hause. Sie gab´ mir etwas, dass Lilly bei sich gehabt hatte. Es war ein Päckchen, mein Geburtstagsgeschenk. Es war ein Medaillon mit einem Foto. Seit damals glauben alle ich hätte Lilly getötet. Alle außer meiner Familie..” “Verstehe…”, murmelte Silver, “Tut mir Leid, dass ich dich daran erinnert habe.”
“Schon O.K.” Nun standen die beiden vor der Haustür des Asakura -Anwesens. “Also dann: Gute Nacht, Luna.”, sagte Silver und verschwand. “Ciao Silver!”, sagte Luna und ging ins Haus.

Kurz nachdem sie sich hingelegt hatte, piepte ihr Orakelpager erneut. Da sie noch wach war las sie die Nachricht sofort. Die zweite Kampfpaarung war entschieden. //Hao heißt also mein Gegner...//, dachte sie sich, // Der Kampf findet am Mirakel-See in den Bergen Izumo´s statt… Wenn ich gewinne bin ich eine Runde weiter.// Sogleich darauf schlief Luna ein. In den 3 Monaten bis zum nächsten Kampf trainierte sie fleißig. Als der