Shamantournement
Tag des Kampfes gekommen war, kam die langhaarige schon am Morgen zum Kampfplatz, obwohl das Match erst nachts stattfinden sollte. Dieser See war einer ihrer Lieblingsplätze ihrer so ungemütlichen Heimat. Die junge Schamanin liebte die wunderbare klare Bergluft und den warmen Sonnenschein auf ihrer Haut. Schutzgeist und Schamane lagen den ganzen Tag schlafend unter einem Baum. Nachdem Luna endlich aufgewacht war, war es bereits Nacht. Sie sah auf die Uhr. In einer halben Stunde würde der Kampf beginnen. Sie ging zum Seeufer (bitte nicht Säufer lesen, das passiert mir öfters ^^´) hinunter, setzte sich in das Gras und sah in den Himmel. Es war sternklar. Sie war schon wieder ganz in Gedanken versunken, als sie plötzlich angesprochen wurde. “Die Sterne sind heute Nacht wunderschön, nicht wahr?” Luna drehte sich erschrocken um. Hinter ihr stand ein Junge, etwa in ihrem Alter, er hatte lange braue Haare. (Man hat die gute Augen! Die will ich auch, dann bräuchte ich keine Brille mehr T^T) “Ja sind sie. So schön waren sie schon lange nicht mehr.”, antwortete sie, “Du bist also Hao, oder?” Sie stand auf und betrachtete ihren Gegner. “Ja und du bist Luna” Schon kündigten die Pager der beiden Kontrahenten den Fight an, worauf dieser begann. Während Luna ihren Schutzgeist in ihr Schwert befahl, brauchte ihr Gegenüber gar nichts zu sagen. Plötzlich befand sich in seiner Hand ein Flammenschwert. Der Kampf hatte begonnen. Luna griff Hao zuerst an, aber dieser wich allen Angriffen spielend aus. Nun griff auch er an. Angegriffene konnte ihm nur knapp ausweichen. “Du bist gut”, murmelte sie mehr zu sich selbst als zu ihrem Gegner. Schließlich griff sie wieder an - und traf. “Volltreffer!”, rief sie. Aber Hao hatte ihren Angriff doch abgefangen. “Das gibt es nicht ich hab ihn doch voll erwischt, er hat nicht mal einen Kratzer???” “Mein Spirit of fire hat deinen lahmen Schwerthieb abgefangen.” Hao griff gnadenlos an. Bei ihrem Ausweichmanöver landete Luna rückwärts im eiskalten Bergseewasser. Den Over-Soul Zustand löste sie trotz des Schrecks nicht. Schnell kletterte sie an Land. Ihr war eiskalt. Sie war durchnässt bis auf die Knochen. Vorsichtig stand sie auf. “Lass uns weiterkämpfen.” Mit diesen Worten griff sie an. Durch das Wasser, das sich in ihre Kleidung eingesogen hatte wurde sie deutlich langsamer. “Wenn du mich treffen willst, solltest du mehr auf meine Bewegungen achten”, meinte Hao. “Du bist wirklich gut…”, sagte Luna “Und du schwach!” “Ich weiß. Ich weiß. Aber du bist viel stärker, als du tust.” Hao startete eine Reihe von Gegenangriffen. Langsam wurden Luna´s Schmerzen sichtbar (Kratzer, schmerzhaftes aufstöhnen…). Trotzdem griff sie weiter an, diesmal achtete sie auf seine Bewegungen. Sie traf ihn diesmal wirklich, aber nur leicht am Arm. “Gut gemacht du hast mich getroffen.”, lobte er (jeder andre würde davon nur träumen) “Aber jetzt ist Schluss mit lustig!” Die Angriffe des braunhaarigen waren diesmal viel stärker, als zuvor. Nach wenigen Hieben ging Luna zu Boden. Sie kniete schwer atmend, nass, zitternd und blutend vor Hao. //Ich kann nicht mehr. Ich hab verloren...//, dachte sie. Ihr Gegner kam auf sie zu, nahm ihr das Schwert aus der Hand und hielt es ihr an die Kehle. “Gib auf! Du hast verloren. Solltest du dich weigern, wirst du sterben”, sagte er in einem Ton, bei dem es Luna eiskalt den Rücken runterließ. Sie löste ihre Furyoku und gab somit auf. “Es hätte keinen Sinn gemacht, jetzt weiterzukämpfen… “, murmelte sie. Langsam und vor allem vorsichtig stand sie auf. Dabei stützte sie sich, eher ungewollt, an ihrem Gegner ab, denn dieser half ihr hoch. “Danke...”, murmelte sie schmerzhaft. Langsam ging sie an Hao vorbei nach Hause. “Ciao…” Es grenzte schon an ein Wunder, dass es Luna heil (?) Heim geschafft hatte. Dort nahm sie erst mal ein heißes Bad und versorgte ihre Wunden. Anschließend legte sie sich schlafen.
Als die junge Schamanin am nächsten Morgen aufwachte, schmerzten ihre Glieder noch sehr (vom Kampf). Obwohl sie sich kaum bewegen konnte, stand sie trotzdem auf. Langsam zog sie sich um und ging danach zum Frühstücken in die Küche. Dort saßen schon ihr Großvater Yomei Asakura und seine Schülerin Tamao Tamamura. “Guten Morgen”, sagte Luna freundlich. “Guten Morgen Luna!”, meinte Tamao- kurz Tami -freundlich. “Guten morgen”, sagte Yomei. Schmerzhaft setzte sie sich zu den beiden. “Wie lief der Kampf gestern?”, fragte ihr Großvater. “Wie man´s nimmt. Ich hab´ zwar verloren, aber ich glaube ich kann froh sein, dass ich noch lebe. Mir tut jetzt noch alles weh.”, antwortete seine Enkelin kleinlaut. “Ohhh… verstehe…”, murmelte Yomei. “Deine Verletzungen sehen gar nicht gut aus, Luna.”, meinte Tami, “Soll ich sie mir gleich mal ansehen?” “Das wäre wirklich sehr nett.” “Wer war dein Gegner?”, fragte der alte Asakura. “Sein Name war Hao.”, antwortete das weißhaarige Mädchen, “Er ist wirklich sehr stark… Ich hatte keine Chance gegen ihn.” Der alte Onmyo murmelte etwas, das die beiden Mädchen nicht verstanden. Dann stand er auf und verließ den Raum. Nachdem die zwei fertig mit frühstücken waren und abgeräumt hatten gingen sie auf Luna´s Zimmer. Dort verband Tami ihrer Freundin die noch immer stark blutenden Wunden neu und verordnete ihr strikte Bettruhe, damit die Verletzungen überhaupt eine Chance zum Heilen hatten. Einige Tage musste sie im Bett bleiben, bevor sie endlich wieder aufstehen durfte. Zuerst ging sie in die Küche. Sie hatte Hunger. Luna staunte nicht schlecht, als sie in der Küche ihren Bruder Yo und dessen Verlobte Anna erblickte. “Y… Yo? Anna? Was macht ihr denn hier?”, fragte sie erschrocken. “Hallo Lu. (Lu = Luna´s Spitzname) Wie geht es dir? Ohh du siehst ja ganz schön angeschlagen aus. Was ist denn passiert?”, fragte dieser zurück, “Ich bin hier, weil ich trainieren muss, für das Schamanen-Turnier. Aber: Was ist passiert?”, entgegnete der braunhaarige. “Ich hab einen Kampf verloren und mein Gegner hat mich ziemlich demoliert.”, antwortete seine Schwester. “Kampf? Nimmst du am Turnier teil?”, fragte Anna. Gefragte nickte:” Jep.” “Und? Wie weit bist du?” “Den ersten hab ich “gewonnen”. Den zweiten nicht. Und selbst?” “Auch. Den ersten gewonnen, den zweiten nicht.” Plötzlich piepte einer der beiden Pager die sich im Raum befanden. Beide sahen hin. Luna´s hatte gepiept. Sofort rief sie die eingegangene Nachricht ab. Es waren die Nachrichten über ihren nächsten Kampf und über den Verbleib ihres vorletzten Gegners. Ihre Gegnerin Marika wurde tot in der Nähe des Kampfplatzes gefunden. “Ach du…”, murmelte Luna perplex. “Was ist denn passiert?”, fragte Yo vorsichtig. “Meine erste Gegnerin des Turniers ist nicht zum Kampf erschienen, jetzt weiß ich auch warum: Sie ist tot!”, antwortete seine Schwester etwas zögerlich. “Tot?”, hakte der braunhaarige noch mal nach. Diese nickte nur. Um von diesem Thema abzulenken meinte sie: “Mein letzter findet in einigen Tagen in Tokio statt.” “Viel Glück”, murmelte Anna nur und Yo nickte zustimmend. Die letzten Tage trainierte sie fleißig, schließlich wollte sie dieses Match nicht auch noch verlieren. An besagtem Abend schließlich war Luna am Tokio-Tower, dem Kampfplatz, und wartete auf ihren Gegner. Dieser ließ nicht lange auf sich warten. “Luna Asakura!”, brummte jemand hinter ihr. Sie drehte sich um, “Und du bist Yuala, richtig?” “Genau. Und von einer drittklassigen Schamanin wie dir lass ich mich niemals besiegen!”, meinte Yuala. “Das werden wir ja noch sehen!” Dann begann der Kampf. Nachdem nun beide im Over-Soul Zustand waren, griff Yuala als erstes an. Aber Angegriffene wich ihren Attacken, trotz den Schmerzen die noch vom letzten Kampf waren, spielend aus. Nun griff Luna an. Das Training zahlte sich aus. Nach wenigen kräftigen Hieben war Yuala am Boden, aber sie war noch nicht besiegt. Das Mädchen stand wieder auf Gnadenlos griff sie ihre Gegnerin an. Die schwarzhaarige Yuala drängte das Asakura-Mädchen immer weiter in eine Ecke. Nach weiteren Hieben ihrer Gegnerin war auch die Weißhaarige ziemlich geschwächt. Mit einem Finalen Angriff schaffte sie es doch noch zu gewinnen. Yuala hatte kein Furyoku mehr. Yuala war geschockt sie hatte verloren. Erschrocken lief sie weg. Perplex über ihren Sieg ging sie zurück in das Hotel. Bereits am darauf folgenden Morgen fuhr sie mit dem Zug zurück nach Izumo.
Die erste Person, die Luna zu Hause antraf, war Tami. “Hallo Tami!”, begrüßte sie ihre Freundin. “Luna du bist zurück! Und wie war dein letzter Vorrundenkampf? Bist du in der nächsten Runde?”, bombardierte die Rosahaarige ihre Freundin. “Ja ich hab gewonnen. Ich bin in der nächsten Runde!”, antwortete gefragte. “Juhuuu!”, freute sich die kleinere (Tami). Anschließend ging sie mit Luna in das Haus. Drinnen im Wohnzimmer saßen Yo und Anna. Wieder wurde die junge Schamanin nach Ausgang des Kampfes gefragt. Wieder wurde sie beglückwünscht. Da Anna etwas Wichtiges mit Yo besprechen wollte, ging Tami in die Küche um das Mittagessen zu kochen und die weißhaarige Schamanin trainierte mit den Shikigami ihres Großvaters den Kampf. Nach einer Weile bekam sie Gesellschaft. Es war ein etwas kleinwüchsiger Junge mit dunkelblondem Haar. Sie hatte ihn mit einem Angriff gegen die Shikigami erwischt (merke: komme niemals einem Schamanen im Training zu Nahe^.^). Sie brach ihr Training sofort ab um dem kleinen Jungen zu helfen. Sie lief zu ihm hin. “Geht’s dir gut? Tut mir Leid, dass dich mein Angriff erwischt hat.”, fragte sie etwas besorgt. “Ja alles okay bei mir.”, antwortete der Kleine. Als dieser wieder auf den Beinen stand, kam Yo nach draußen. “Hey Manta! Was machst du denn hier?” “Hallo Yo! Ich dachte ich komm´ dich