Shamantournement
du die beiden kleinen Indianer-Mädchen die so friedlich bei meiner Tasche schlafen?” Sie nickte. “Kannst du die beiden nach Dobie-Village bringen? Bevor ich dorthin gehe muss ich noch etwas Dringendes erledigen, deswegen kann ich nicht ständig auf sie aufpassen. Tust du mir diesen Gefallen?”, fragte Nichrom. “Kann ich machen. Wenn die beiden damit einverstanden sind.” “Danke!” Er ging zu den beiden und weckte sie sanft. Mit ihnen kam er wieder zu ihr. Die drei setzten sich zu ihr. “Also Luna. Das Mädchen zu meiner Linken ist Lip, das zu meiner Rechten ist Rap. Lip, Rap dies ist Luna. Ihr wisst ja, dass ich, bevor ich nach Dobie-Village gehe noch wichtige Dinge zu erledigen habe, deswegen wird sie euch den Rest des Weges begleiten. Seid ihr damit einverstanden?”, sagte der Braunhaarige zu den kleinen Patchee. Lip und Rap sahen genau gleich aus. Beide hatten kurze braune Haare, in denen eine Feder steckte. Sie trugen ein Kleid mit traditionellen Patchee- Mustern darauf. Sie waren ziemlich klein. “Ist gut Ni-chan!”, sagten beide. “Dann gehe ich jetzt besser und lasse euch allein. Bis bald!”, sagte Nichrom und verließ darauf die Höhle. “Hallo!”, sagte Lip an Luna gewandt, “Ich bin Lip und das ist meine Zwillingsschwester Rap. Du sollst uns also nach Dobie-Village begleiten.” “Scheint so.”, lächelte Lu. “Wir haben Angst…”, meinte Rap plötzlich. “Angst?”, fragte die Schamanin, “Vor wem?” “Er ist ein sehr starker Schamane. Er beherrscht die 5 Elemente. Wenn er Schamanenkönig wird sind alle verloren.” Aus Angst vor diesem mächtigen Schamanen kuschelten sich die beiden eng unter den Umhang an Lu. “Wenn ihr bei mir seid, braucht ihr keine Angst zu haben, ich werde euch beschützen.” ,beruhigte sie die ängstlichen kleinen Mädchen. Diese schliefen in ihre Arme gekuschelt ein.
Sie wurden am nächsten morgen durch einen gewaltigen RUMS geweckt. Schnell öffnete Luna die Augen und reagierte. Die Höhle stürzte ein. Sie beschwor ihren Over-Soul und konnte Lip, Rap und sich gerade noch retten. Die anderen waren schon geflohen. Der aufsiestürzende Felsen wurde gerade noch rechtzeitig gestoppt und in kleine Stücke zerteilt. Dabei knickte Luna mit dem Fuß um, stand aber sofort wieder auf. Die beiden Patchee schliefen noch tief und fest. //Phu das war knapp!//, dachte die Weißhaarige, //Ein Berg stürzt doch nicht ohne Grund einfach zusammen. Was ist da passiert?// “Vermisst du nicht etwas?”, hörte sie Hao fragen. Schnell drehte sie sich um. Hinter ihr stand Hao. “Doch meine Tasche.” Hao legte diese neben sich auf den Boden und kam auf die junge Schamanin zu. Diese wich zurück, sie hatte keine Lust erneut geküsst zu werden. Aber bereits nach einigen Schritten knickte sie nach hinten um. Nun saß sie auf einem Felsen. //Autsch!// Vor ihr angekommen kniete Hao nieder. Er griff nach ihrem Fuß, zog ihren Schuh aus und verband ihren schmerzenden Knöchel mit einem Halstuch. “Du solltest besser aufpassen.”, sagte er. “Warum tust du das?”, fragte Luna, dessen Knöchel plötzlich nicht mehr schmerzte. “Warum nicht?”, gab ihr gegenüber zurück, “Gib Acht! Ich werde wiederkommen. Entscheide dich bis dahin, ob du mit mir kommen wirst oder nicht.” Er nahm ihre Hand und küsste diese zum Abschied, dann verschwand er in einer Kugel aus Flammen. Die Weißhaarige, dessen Gesicht mal wieder eine leichte Rötung angenommen hatte, sah ihm etwas perplex nach. Lip und Rap, die bis gerade geschlafen hatten, kamen nun langsam auf die perplexe Schamanin zu. “Luna… Das… das war er. Der, vor dem wir solche Angst haben.” “Hao? Ihr habt vor Hao Angst? Na gut nach der Nummer mit der Feuerkugel gerade kann ich das verstehen. Aber vor ihm brauch man doch keine Angst zu haben.” (Naives Mädchen… Aber man bedenke: bisher war er immer nett zu ihr.) “Aber…” “Wenn ich bei euch bin braucht ihr keine Angst zu haben.” Die beiden nickten nur. “Wir sollten jetzt weiterreisen, bis nach Dobie-Village ist es noch weit.” Mit diesen Worten stand sie auf. “Kommt ihr mit? Oder soll ich Nichrom oder Silver bitten euch dorthin zu bringen?” “Nein wir kommen schon…”, sagte Rap. Sie und Lip folgten Luna in die Wüste. Nach etwa 3 Tagen endloser Wüstenreise war noch immer keine Stadt in Sicht. Die beiden kleinen liefen mal wieder voraus. Gerade als Luna ihnen etwas zu rufen wollte, fing die Erde an zu beben. “Ahhhhhhhhhh…”, riefen Lip & Rap, “Hilfe!” Die beiden verschwanden in einer riesigen roten Hand. Lu rannte nach vorne. “Lip! Rap!”, rief sie, “NEIN!!!” “Hol uns hier runter Luna!”, rief Lip. “Es ist so eng!”, lief Rap. Die Weißhaarige wollte gerade zur Over-Soul Vereinigung ansetzten, als sie eine Stimme hörte: “”Lass es lieber sein! Sonst sind die beiden Geschichte!” Sie hielt inne, ging einen Schritt zurück, sah nach oben und erschrak. “Hao…”, murmelte sie. “Genau!” “Was hast du mit ihnen vor? “ “Ach gar nichts.” Haos Geist drückte fester zu und die beiden schrieen. “Was ist kommst du nun mit?” “Warum sollte ich?” Der Geist Haos drückte seine Hand noch etwas fester zu. ”Verstehe…”, murmelte Luna, rief aber dann nach oben: “Lass die beiden frei!” Ihr Gegner antwortete nicht. Aber sein Geist antwortete, indem er Lip & Rap nur noch mehr wehtat. “Nein!”, schrie die 15jährige und fiel auf die Knie, “Hao! Ich flehe dich an! Lass die zwei frei…” “Das hätte ich nicht von dir erwartet.”, meinte dieser. “Ich flehe dich auf Knien an: Lass die zwei frei!” “Du weißt, was ich hören will.” “Schon gut… Du hast gewonnen…” “Geht doch”, meinte Gewinner und sein Geist setzte die beiden Patchee ab. “Was ist nun? Komm her!” “Tut mir Leid, aber ich kann nicht mit dir kommen, ich muss Lip und Rap…” “Wie bitte!”, rief Hao wütend. “Es tut mir Leid…”, sagte Lu leise. “Geist des Feuers! Schnapp dir Lip und Rap, wir verschwinden!”, rief Hao laut. “NEIN!”, rief die Weißhaarige. Plötzlich fing Lunas schwarzer Saphir an zu leuchten. Ein riesiger blauer Geist erschien. Dieser griff Haos an. Spirit of fire schnappte sich erneut die beiden kleinen Mädchen und verschwand. Kurz darauf löste sich der blaue Geist in Luft auf und Luna landete bewusstlos im heißen Sand.
Als sie wieder zu sich kam lag sie nicht mehr im heißen Sand, sondern in einem bequemen Bett. Sie öffnete die Augen, setzte sich auf und sah sich um. Das Zimmer war nicht sehr klein. An der einen Wand standen Schränke, an der anderen ein Schreibtisch und ein Kamin. Der Raum hatte zwei Fenster. //Wo bin ich?//, dachte sie, //Was ist mit Lip und Rap? Hoffentlich geht es ihnen gut…// Nun ging die Tür auf. Herein kam ein Mann, etwa 30 Jahre alt, er hatte lange schwarze gewellte Haare und trug Patchee-Kleidung. “Du bist aufgewacht.”, sagte er. “Scheint so…”, antwortete die junge Schamanin, “Wo bin ich? Wer sind Sie?” “Mein Name ist Kalim. Ich komme vom Schamanenkampfkomitee. Du bist in einem Haus, dass uns gehört.”, antwortete Kalim, “Ich fand dich heute Mittag bewusstlos in der Wüste. Ich brachte dich hierher. Sag mal hast du Durst oder Hunger?” “Ja danke”, meinte Lu. Kalim stellte ein Tablett vor Luna auf das Bett. “Sag mal Kalim, kann man hier Vorräte einkaufen?”, fragte sie. Kalim nickte: “Im Supermarkt in der Dorfmitte kann man Lebensmittel und andere nützliche Dinge kaufen. Kann ich mir deine Saphir-Kette ausleihen? Nur Heute.” Sie nickte und gab dem Schwarzhaarigen die Kette. “Was ist eigentlich in der Wüste passiert?” “Lip, Rap…”, murmelte sie. “Lip? Rap?”, fragte der Mann, “Was ist mit ihnen?” “Scheiße… Hao… Er… Er hat sie mitgenommen! Nichrom hatte mich gebeten die beiden nach Dobie-Village zu bringen… Jetzt hat Hao sie…”, schluchzte Luna. Sie weinte nun. “WAS? Wieso hat er sie?”, fragte er und schüttelte sie. “Er hat sie einfach mitgenommen…”, antwortete sie. Mittlerweile rannen ihr die Tränen über die Wangen. Kalim ließ sie los. “Hör auf zu weinen…”, sagte er langsam, “Du sagst Nichrom hätte dich gebeten? Das ist sehr merkwürdig… Nichrom vertraut eigentlich sonst niemanden…” “Ich muss sie finden…”, murmelte Lu perplex und stand auf. “Wohin willst du?”, fragte der Patchee und hielt sie fest. “Ich muss sie finden! Ich hab versprochen sie dorthin zu bringen…” “Du gehst nirgendwo hin!”, meinte Kalim stur, “Es ist Mitten in der Nacht! Du wirst dich schön ausruhen! Morgen kannst du sie suchen gehen, aber nicht jetzt!” “Ist gut… Aber… Ich… Lip… Rap…” “Leg dich schlafen, Luna. Das mit Lip und Rap wird sich schon klären. Ich werde den Rat vorerst nicht informieren.” Luna nickte nur und setzte sich zurück aufs Bett. Kalim verließ den Raum. Eigentlich hatte sie vor heimlich abzuhauen. Doch sie war viel zu müde. Nach einer Weile war sie auch schon eingeschlafen.
Es war bereits hell, als sie wieder aufwachte. Lu ging zum Fenster, öffnete es, sah nach draußen und gähnte verschlafen. Sie zog sich um, nahm ihre Tasche und ihr Schwert und ging nach unten. Kalim war in der Küche. “Guten morgen!”, sagte die Weißhaarige. “Guten Morgen!”, sagte Kalim, “Setz dich frühstück ist fast fertig.” “Ähm… Kalim?” “Ja? Was ist?” “Ich wollte mich bei dir bedanken… Also dafür, dass du mich aus der Sonne geholt hast… Vermutlich wäre ich gestern sonst gestorben… Vielen Dank!” “Du brauchst dich nicht zu bedanken das war doch selbstverständlich! Du bist eine Teilnehmerin des Turniers und du hattest keine Kraft mehr.”, meinte der schwarzhaarige. ”Trotzdem Danke!” “Schon gut.”, murmelte er und stellte das Essen auf den Tisch. Anschließend setzten sich die beiden an den Tisch und begannen zu essen. Nach dem Essen half Luna beim Abwasch und wollte dann gehen. Vorher gab Kalim ihr