Shamantournement

Als Asakura hat man es nicht leicht...

Das Turnier, Die Zweite

Nach einigen Wanderstunden durch die Nordamerikanische Wüste kamen sie an eine Bushaltestelle. Sie beschlossen dort auf einen Bus zu warten und setzten sich. Als nach zwei Stunden immer noch kein Bus kam, wurde Horo langsam ungeduldig. “Wie lange dauert das denn noch?”, nörgelte er. “Nur weil das eine Bushaltestelle ist, heißt das noch lange nicht, dass hier ein Bus kommt, oder siehst du hier eine Straße oder einen Weg?”, sagte Ren. Die beiden fingen an sich zu streiten. Luna setzte sich zu Lyserg in den Schatten. “Wie kann man so viel Zeit verschwenden?”, murmelte er, “So werden wir nie nach Dobie-Village kommen, geschweige denn Hao besiegen. Ich kapier nicht wie Yo nur so ruhig bleiben kann.” “Yo ist immer so. Das ist seine Art. Genau das bewundere ich so an ihm.”, antwortete Luna und der Grünhaarige sah sie verwirrt an, “Er verliert nie schnell die Nerven”; fuhr sie fort , “Er ist immer ruhig und gelassen, nimmt das Leben locker und ist trotzdem für alle da. Ich wäre auch gern so ruhig, wie er.” “Aber durch seine Ruhe, Gelassenheit und Hilfsbereitschaft verlieren wir eine Menge Zeit.”, sagte Lyserg. “Ich weiß. Aber überleg mal: Was wäre dir lieber: Ohne Probleme gleich am Ziel zu sein oder einen langen harten Weg hinter dich zu bringen und so stärker geworden zu sein?”, fragte die Weißhaarige. Der Engländer überlegte eine Weile: “Stärker geworden zu sein.” “Mach dir um meinen Bruder keine Sorgen. Er weiß, was er tut.”, “Trotzdem verlieren wir Zeit.” Plötzlich fing sein Pendel an zu leuchten. Er sprang auf. “Jemand ist auf dem weg hierher!”, rief er. Ren und Horo hörten augenblicklich auf zu streiten. Nun spürten alle die näher kommende Gefahr. Die Erde fing an zu beben. Ein riesiger Stein-Koloss erhob sich aus der Erde. Auf ihm saß ein Junge. Dieser griff ohne Vorwarnung an. Diese wichen aus. Als die 6 vor dem Steinkoloss standen wurde Lunas Bruder von 20 überdimensionalen Footballspielern eingekreist. Eine Geistform. Während Yo versuchte da wieder herauszukommen kämpften die anderen Gegen den Jungen. “Was willst du!”, rief Ren, “Wer bist du!” “Ich bin Basel. Meister Hao schickt mich euch zu töten, alle bis auf Yo!” “Was will er von Yo?”, fragte seine Schwester, “Warum wird er beschützt?” “Er will ihn in seinem Team haben, um eine Welt nur für Schamanen zu errichten.” “Warum wird er dann beschützt?”, fragte Ryu. “Hao will nicht, dass seinem Nachfahren etwas geschieht.” Die beiden Asakuras zuckten vor Schreck zusammen. Auch die Freunde der beiden zuckten bei diesen Worten zusammen. //Ich bin also eine Nachfahrin von ihm… Aber? Warum hat er dann…?// Sie dachte an den Kuss, den er ihr verpasst hatte. Endlich konnte Yo sich befreien. Jetzt kämpften sie gemeinsam gegen Basel. Lyserg dachte nach. Beinahe wäre er von Basels Geist zerschmettert worden, wurde aber noch in letzter Sekunde von Ren gerettet. “Warum kämpft ihr für Haos Nachfahren?”, fragte er. “Es ist mir egal woher sie kommen.”, meinte Ren. “Na endlich! Da Yo die Geistkontrolle durchbrochen hat, kann ich ihn töten.” Er wollte gerade angreifen, als er eine weiße Feder vor sich sah. Dann wurde er von einem weißen Lichtstrahl durchbohrt. Er wurde getötet. Basel verschwand ins Nichts. Jetzt erschien eine weißgekleidete Gruppe. “Wer seid ihr?”, fragte Yo. “Wir sind die X-Laws. Wir sind gekommen, um Hao und seine Leute endgültig auszulöschen. Schließt euch uns an, bevor es zu spät ist.” “Verschwindet!”, rief Yo, “Wir brauchen eure Hilfe nicht!” “Jetzt vielleicht nicht, aber ihr werdet uns noch brauchen.” Darauf verschwanden sie wieder. Bevor auch nur einer etwas zu dem gerade geschehenen sagen konnte, kam der Bus. Die 6 stiegen schweigend ein. Während der Fahrt unterhielten sie sich weiter. “Mannomannomann! Wem soll man da noch glauben?”, fragte Ryu. “Das ist eine gute Frage…”, meinte Horo. “Also ich”, meinte Lyserg, “Glaube den X-Laws.” “Ich weiß nicht Recht…”, meinte Luna, “Hao und die X-Laws verfolgen ihre Ziele auf die falsche Weise…” “Du hast Recht Luna.”, sagte Yo nur. Nach ein paar Minuten weiterer Fahrt hatte der Bus eine Panne und alle mussten aussteigen und zu Fuß weitergehen. Nach einigen Stunden Fußmarsch kamen die 6 ein paar Felsen. Yo und Ren, die ganz vorne gingen, blieben plötzlich stehen. “Was ist los? Warum halten wir?”, fragte Horo. “Hao…”, antwortete Yo. “Waas? Wo?”, fragte Ryu erschrocken. “Da vorne!” , antwortete Ren. Luna sah in die Richtung, in die er gezeigt hatte. Tatsächlich da vorne saß er, mit dem Rücken zu ihnen an einem Lagerfeuer. “Hao…”, murmelte Luna, die ein paar Schritte nach vorne getreten war. “Was ist denn los mit dir?”, fragte Ren. “Nichts.”, wehrte sie ab. Hao drehte sich nun um. Er kam lächelnd auf die Gruppe zu. Einige Meter vor ihnen blieb er stehen. “Hast du dich nun entschlossen, Luna?”, fragte er. “Wo sind Lip und Rap?”, fragte diese nur. “Du meinst die beiden kleinen? Ja die sind hier.”, antwortete er, “Lip! Rap!” Ängstlich kamen die beiden angelaufen. “Jjjjaaa?”, fragten sie. Hao nickte in Lus Richtung. Die beiden sahen hin. Als sie Lu erblickten liefen sie auf sie zu. Sie fingen an zu weinen, als sie sich in ihre Arme kuschelten. “Nicht weinen… Ich bin ja wieder bei euch.” “Dafür wirst du büßen!”, rief Luna zu Hao. Dieser kam nur langsam auf sie zu. “Hast du dich entschieden?”, fragte er noch mal. “Ich werde nicht mit dir kommen!”, antwortete sie. “Bist du dir da sicher?”, fragte er. Vorsichtig tätschelte er Lips Kopf. “Lass sie in Ruhe!”, wehrte die weißhaarige ab. “Warum sollte ich?”, gab Hao zurück und tätschelte weiter an Lips Kopf herum. “Bitte, sie hat Angst. Lass sie in Ruhe” “Hast du nicht gehört!”, sagte Ren, “Sie will nicht!” “Misch dich nicht ein!”, schnauzte Hao ihn an. “Dann komm mit mir Luna. Du weißt was ich will.” “Ja ich weiß, aber ich werde nicht mit dir kommen. Ich kann nicht.” Lyserg knirschte zornig. Der Wind wurde immer stärker. Ein Sandsturm kam auf die Gruppen zu. Er war viel zu schnell, so dass sie sich nicht mehr in Sicherheit bringen konnten. Der Sandsturm riss sie alle mit. Die Gruppen wurden getrennt. Während des Sturms. Als die Weißhaarige wieder zu sich kam, lag sie im Sand. Sie setzte sich auf und sah sich um. Ein paar Meter neben ihr lag Lip, einige Meter weiter Lyserg und neben ihm ein kleines Mädchen aus Haos Gruppe. Sie stand auf und ging zu Lip. Vorsichtig nahm sie, sie hoch. Plötzlich lag eine Hand auf ihrer Schulter. Die junge Schamanin erschrak und drehte sich um. Hinter ihr stand Lyserg. “Hast du mich erschreckt…”, atmete sie auf. “Wa… Was ist passiert?”, fragte er. “Scheint, als hätte der Sandsturm unsere beiden Gruppen vermischt. Wir sollten versuchen, mit Yo und den anderen Kontakt aufzunehmen.”, meinte sie. Der Engländer nickte: “Du hast Recht, aber wie?” “Das ist eine sehr gute Frage.”, sagte Lu. Das kleine Mädchen war nun ebenfalls wach. “Was? Wo bin ich? Wo ist Hao-sama?”, fragte sie. “Wo Hao ist, weiß ich nicht. Und wo wir sind auch nicht.”, antwortete Luna. Auf einmal fing ihr Handy an zu läuten. Sofort hob sie ab am Telefon war Yo. “Hey Yo! Wo seid ihr?”, fragte sie. “Wir sind in der Nähe von Eagle-City du findest sie auf der Karte im Orakelpager.”, antwortete Yo, während er weiter sprach, öffnete seine Schwester die Karte und suchte die Stadt. “Wer ist bei dir? Wir sind zu viert: Ren, Hao, Rap und ich.” “Also ihr seid bei Eagle-City… Wir sind auch in der Nähe. Am besten wir treffen uns dort. Ach ja: bei mir sind Lip, Lyserg und ein kleines Mädchen aus Haos Team.” “Gut.”, meinte Yo, “Dann treffen wir uns in Eagle-City. Bis später dann!” Yo legte auf. Nachdem Luna das Handy weggesteckt hatte, sagte sie zu den anderen: “Wir müsse nach Eagle-City, dort werden wir die anderen treffen. “ “Dann sollten wir uns sofort auf den Weg machen.”, sagte Lyserg und stand auf. Luna tat es ihm gleich. Mit Lip auf dem Arm und Opacho im Schlepptau, machte sich die Gruppe auf den Weg nach Eagle-City. “Warum bist du so freundlich gegenüber ihr?”, fragte der Engländer die Japanerin und zeigte auf die kleine Afrikanerin (Zungenbrecher… XD) “Sie ist auch nur ein Mensch, genau wie wir alle. Auch Hao ist nur ein Mensch…”, antwortete Lu, aber der Grünhaarige hatte ihr gar nicht zugehört, denn er war vorgelaufen, da sie bereits Eagle-City erreicht hatten. Im Park trafen die 4 auf Yo, Hao und co. Diese erwarteten sie schon. Hao verschwand wortlos, nachdem alle seine Leute wieder beisammen waren. Lip und ihre Schwester waren überglücklich wieder in Sicherheit zu sein. “Lip, Rap ich finde ihr solltet bei einem Priester bleiben und von ihm nach Dobie-Village gebracht werden. Ich glaube, es wäre viel zu gefährlich weiter mit mir zu Reisen. “Sie hat Recht.”, mischte Yo sich ein. “Wissen wir…”, sagte Lip. Rap meinte: “Wir haben schon mit Silver Kontakt aufgenommen. Er wird gleich hier sein.” “Gut.”, sagte Luna, “Ich hoffe ihr seid nicht allzu enttäuscht von meinen Leistungen während unserer gemeinsamen Reise.” Sie schüttelten mit dem Kopf: “Du hast uns das Leben gerettet. Dafür werden wir ein gutes Wort für dich einlegen.” “Das war nichts besonderes…”, meinte die 15jährige etwas verlegen. Dann kam Silver. “Lip, Rap wir sollten los.”, sagte er. Yos Schwester traute sich erst gar nicht ihn anzusehen, bis er sie ansprach: “Luna!” Die junge Schamanin sah auf: “Ja?” “Sobald du in Dobie-Village bist, melde dich bei dem Priester, der dir aufgetragen hat die beiden nach Dobie-Village zu bringen. Und: Melde dich auf jeden Fall bei Goldva, unserem Häuptling!”, sagte er laut, bevor er sich verabschiedete und mit den beiden