Shamantournement
hör mir mal zu: Ich habe tagelang in diesem Körper verbracht endlich weiß ich wie ich hier rauskomme und ihr verweigert mir meinen Köper! Ich werde ihn mir zurückholen! Und zwar jetzt gleich!” Wütend stapfte sie an Marco vorbei, zu Hao. Er war an einem Felsen angekettet, mit Handschellen. Sie beugte sich zu ihm herunter und rüttelte dran. Doch sie gingen nicht auf. “Warum tauscht du denn nicht erst unsere Körper?”, fragte Hao. “Ganz einfach: Woher soll ich denn wissen, dass du mich dann befreien würdest?”, fragte sie zurück. “Komm schon würde ich dich jemals zurücklassen?” Hao setzte einen Dackelblick auf. Luna achtete erst gar nicht darauf sondern versuchte es erfolglos weiter. Marco hatte währenddessen seine Waffe auf sie gerichtet. Den kalten Stahl der Pistole spürte sie im Hinterkopf. //Nein… Das darf doch wohl nicht wahr sein…//, dachte sie panisch, //Okay Hao… Du hast gewonnen, aber wehe du befreist mich nicht… Dann kannst du was erleben…// Vorsichtig beugte sie sich nach vorn und legte die Kette nun auch um Haos Hals. “Du hast gewonnen…”, flüsterte sie. Marco drückte nicht ab, denn er wusste im Moment nicht, ob dies nun Gut oder Schlecht war. Hao und Lu wurden von einem weißen Lichtstrahl eingehüllt. Beide bekamen ihre richtige Seele zurück. Als der Strahl verschwunden war, befand sich Luna gefesselt an dem Felsen und Hao beugte sich zu ihr. “Danke!”, lachte er, drehte sich um und sah Marco ins Gesicht. Luna verzog das Gesicht vor Schmerz, denn diese Handschellen waren verdammt eng. “Aah..”, stöhnte sie schmerzhaft, “Jetzt hol mich hier raus!” Hao antwortete nicht, sondern sah Marco nur weiter grimmig an. “Hao?”, fragte Luna, “Würdest du mich BITTE hier RAUS holen!?” Wieder bekam die junge Schamanin keine Antwort. Sie versuchte sich durch rütteln zu befreien. Aber statt sich zu lösen, schnitten sie nur noch fester in ihre Handgelenke. Sie spürte schon warmes Blut hinunterlaufen. “Aahh bitte… mach… mich… ahh… endlich… los… aahh…”, stöhnte Luna. Neben dem Lunas Blut fanden auch einige Tränen ihrerseits ihren Weg zu Boden. Keiner bemerkte dies. Alle waren zu sehr damit beschäftigt, den Blickkrieg der beiden Anführer zu beobachten. “Bitte… macht mich los…”, murmelte sie, “Es tut… sooo weh… Aaaaahhhhh…” Erst jetzt kam jemand auf die Idee Luna mal von den Handschellen zu befreien. Es war ein Junge, etwa in ihrem Alter. Er hatte blonde etwas verwegene Haare. Luna fand, dass er fast so aussah wie Yo. Mit einem Schlüssel öffnete er die Schlösser und holte ihre Hände vorsichtig heraus. “Geht es dir gut?”, flüsterte er. Sie nickte vorsichtig, “Bis auf die Tatsache, dass meine Handgelenke schmerzen, schon…” Der Junge half ihr beim Aufstehen. Luna klaute sich ihre Tasche, die neben Hao stand und schlich sich aus dem Lager. Der Junge, der sie befrei hatte, hatte ebenfalls seine Tasche geholt und war ihr gefolgt, was Lu aber erst bemerkte, als sie sich nach etwa dreißig Minuten an einer anderen Felsengruppe hinsetzet um dort über Nacht zu bleiben. Er setze sich zu ihr. Luna bekam einen riesigen Schreck, als er ihr Handgelenk fasste u es mit einem leichten Verband zu umhüllen und die Blutung zu stoppen. “Was machst du hier?”, fragte sie erschrocken. “Das siehst du doch: Dir helfen.”, kam es von dem Jungen. “Und warum?”, fragte Luna. “Sore wa himitsu des.”, meinte der Junge, “Das erfährst du später. Aber jetzt lass mich erst mal mit dir kommen.” Luna nickte nur, “Danke…” “Wofür?”, fragte der Junge, “ Das mit der Rettung? Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken. Und die Wundversorgung war nötig, sonst würdest du wohlmöglich noch verbluten.” “Trotzdem Danke…”, sagte Luna, “Wie heißt du eigentlich?” “Mein Name ist Hana.”, antwortete er, “Deinen kenne ich ja schon, Luna, oder?” “Ja.”, nickte Lu. “Wir sollten uns schlafen legen.”, meinte Hana, “Es ist schon spät.” Luna nickte, kramte etwas kleines aus ihrer Tasche hervor, zeigte es aber nicht Hana, verschwand kurz hinter einem Felsen, kam zurück und setzte sich an das Feuer, das Hana mittlerweile entfacht hatte. (Jeder aufmerksame Leser weiß, was sie getan hat…^^) “Was?”, fragte er nur, doch sie winkte ab, “Sore wa himitsu desu.” Hana nickte und legte sich mit dem Rücken zu ihr hin. Luna nahm noch schnell zwei Tabletten ein, bevor auch sie sich schlafen legte.
Luna wachte am nächsten Morgen erst spät auf. Hana war schon wach gewesen und hatte Frühstück zubereitet. “Morgen.”, murmelte Luna und stand auf. “Guten Morgen!”, begrüßte Hana sie freundlich, “Gut geschlafen?” Sie nickte, “Ja hab ich. Und selbst?” “Och ganz gut. Komm her Frühstück ist fertig.” “Was gibt’s denn?” Sie stand auf und ging zu ihm. “Hmm? Wo hast du denn Brötchen aufgetrieben? So mitten in der Wüste.” “Sagen wir mal so: Ich hab sie gestern mitgehen lassen, als wir von den X-Laws abgehauen sind.” “Sind die denn noch frisch?” “Ja. Wir haben sie gestern in der Stadt gekauft. Es sind Aufbackbrötchen aus der Tüte. Ich hab sie eben auf dem Feuer warm gemacht. Sollten sie doch nicht schmecken, übernehme ich die Verantwortung.” “Wie du meinst, Hana. Wie du meinst.” Sie begann etwas zu Essen. “Ist gar nicht mal so übel…” “Sagt ich doch. Übrigens sollten wir uns bald auf den weiteren Weg machen, sonst werden wir vermutlich nicht in den drei vorgegebenen Monaten dort ankommen.” “Du hast Recht. Wir haben insgesamt schon viel Zeit verloren.” Luna nickte. Nach dem sie gegessen und ihre Sachen zusammengepackt hatten, machten sie sich auf den Weg. Diesen und auch die nächsten zwei Tage irrten die beiden durch die Wüste. Erst am dritten Tag kamen sie in eine Stadt. Wieder einmal war das erste, was Luna tat, ein Hotel aufsuchen um endlich wieder duschen zu können. Danach ging es ihr besser. Erst gegen Abend traf sie wieder auf Hana, denn die beiden hatten ausgemacht, sich diesen Tag um jeweilige andere Angelegenheiten zu kümmern. Luna hatte Vorräte eingekauft, denn sie hatte kaum noch etwas. Schließlich musste erst ihre Vorräte mit Hao teilen und nun mit Hana. Dabei traf sie auf Hao. //Oh nee… Nicht schon wieder…//, dachte sie und schlich sich an ihm vorbei. Auf dem Weg ins Hotel schnappte sie ein Gespräch auf. “Aber Hao-sama, ich… ich will nicht gehen…”; hörte sie ein Mädchen sagen. “Es muss sein Vivalina. Anders geht es nicht.”, sagte Hao zu ihr. “Ihr habt so viel für mich getan… Und jetzt schickt ihr mich einfach so weg?”, fragte Vivalina. “Ich sagte doch, dass es sein muss. Du kennst den Grund gut genug. Und nun geh!” “Aber…” “Ich sagte: Verschwinde!” “Aber…” “Geh oder du wirst meine Macht zu spüren bekommen!” Luna hörte Schritte in ihre Richtung. Schnell versteckte sie sich inter einem Baum. (Okay ich weiß Hao hätte Vivalina eigentlich gegrillt, aber warum er es nicht getan hat wird noch erklärt, versprochen ^.~) Nachdem das Mädchen und Hao aus Lunas Sichtweite waren, ging sie weiter zurück ins Hotel. In der Lobby traf sie erneut auf sie. Das Mädchen saß auf einem Sofa und weinte. Eigentlich wollte Luna erst gar nicht mit ihr reden, doch als sie an ihr vorbeiging, schluchzte sie so erbitterlich, dass Luna nicht anders konnte, als zu ihr zu gehen um sie etwas zu trösten. Sie stellte die Taschen auf den Boden und setzte sich zu dem Mädchen auf das Sofa. “Darf ich fragen, was passiert ist?”, fragte Luna. Das Mädchen schluchzte noch immer, nickte aber. “Und? Was ist passiert?” “Ich reiste mit einer Gruppe von Schamanen. Aber…” Wieder schluchzte sie. “Aber sie haben mich rausgeschmissen… Einfach so… Ohne Grund… Er sagte, ich wüsste warum… aber das tue ich nicht…” Das Mädchen lehnte sich nach vorne, legte ihr Gesicht in die Hände und fing an zu weinen. (Wieder, obwohl sie noch nicht mal richtig aufgehört hatte.) “Jetzt bin ich ganz alleine… Wie soll ich je nach Dobie-Village kommen?” “Mach dir keine Sorgen”, beruhigte Luna die weinende, “Du kannst, wenn du willst, mit uns reisen. Ich muss nur noch Hana fragen, was er davon hält.” Vivalina sah auf. “Meinst du das ernst? Kann ich wirklich mit euch kommen?” “Naja… schon… sobald ich es mit Hana geklärt hab… Müsste aber klar gehen.” Vivalina wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sah ihre Gegenüber mit strahlenden Augen an. “Vielen vielen Dank! Danke, dass ich mit euch kommen kann!” “Jaja ist schon gut. Komm am besten mit nach oben, dort können wir alles Weitere besprechen. Mein Name ist übrigens Luna und du bist?” “Ich bin Vivalina. Kurz Viva oder auch Lina.” “Gut… Viva. Dann komm mit.” Luna stand auf, nahm ihre Tasche und ging mit ihrer neuen ´Freundin` nach oben auf das Zimmer. Die beiden setzten sich an einen Tisch. Kurz darauf kam Hana. Er setzte sich etwas perplex dazu. “Was macht sie hier?”, fragte er. “Sie wird uns von nun an begleiten. Wenn du nichts dagegen hast.”, sagte Luna. “Doch das hab ich!”. meinte dieser. “Und warum wenn ich fragen darf?” “Sie gehört zu Hao!”, bekam sie als antwort, “Das ist doch wohl Grund genug!” “Was soll ich denn sagen? Du bist ein X-Law!”, kam es prompt von Vivalina. “Wenigstens bringen wir nicht jeden um der uns im Wege steht! Das tut ihr nämlich!”, konterte Hana, “Mit jemandem wie dir werde ich niemals zusammenreisen!” “Ich auch nicht!”, meinte Vivalina. “Darf ich mal was dazu sagen?”, warf Luna ein. Beide sahen zu ihr. “Also… Nachdem was ich weiß töten die X-Laws jeden der ihnen im Weg steht… Und Haos Leute sind da auch keine Ausnahme. Basel und Boris wollten uns auch in seinem Auftrag killen…” Beide warfen Luna vernichtende Blicke zu. “Ich gehöre keiner der beiden Gruppen an. Mein Bruder seine Freunde und ich sind sozusagen