Shamantournement

angelegt hatte, kam das Mädchen wieder zu sich. Langsam öffnete sie die Augen. “Was ist passiert?”, fragte sie und war überrascht, als sie Antwort bekam, denn sie hatte damit nicht gerechnet. “Hao hat dich gegen die Felsen geschleudert. Danach warst du einige Minuten bewusstlos.”, antwortete Luna. “Hao…”, murmelte das Mädchen, “Wer seid ihr?” “Mein Name ist Luna.” “Ich bin Hana.” “Und mein Name ist Vivalina.”, sagten die drei in richtiger Reihenfolge. “Darf ich fragen, wie du heißt?”, fragte Luna. Das Mädchen, sie hatte langes schwarzes Haar und schwarze Augen, blickte zur Seite. Erst nach einigen Augenblicken antwortete sie. “Mein Name lautet Shay.” “Shay? Das ist ein schöner Name.”, meinte Hana lächelnd. “Ist er nicht!”, meinte Shay etwas gereizt, “Der Name verbindet viel Traurigkeit mit sich.” “Ich finde Hana hat Recht!”, meinte Luna, “Er ist wirklich sehr schön.” “Findet ihr?” Beide nickten, nur Vivalina blieb ernst, “Wer bist du?”, fragte sie hart. “Wie?!”, fragte Shay etwas verwirrt. “Du hast mich schon richtig verstanden. Wer b ist du?” “Hey Vivalina! Warum bist du so ernst? Jetzt lass sie doch erst mal in Ruhe. Oder wie siehst du das Hana?” “Luna hat Recht, Vivalina.” “Ich verstehe dein misstrauen mir gegenüber gut. Ihr wisst nichts über mich.”, sagte Shay, “Aber ich kann und darf euch nichts über mich sagen. Noch nicht.” “Das ist nicht so schlimm.”, meinte Luna, “Wir wissen voneinander auch nicht viel.” “Stimmt.”, bemerkte Hana, “Naja… das kommt mit der Zeit.” “Wie ihr meint.”, seufzte Vivalina und entgegnete kalt, “Aber sollten wir irgendwelche Probleme wegen ihr bekommen, dann sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt!” “Wie bist du denn drauf?”, fragte Hana. “Ich will einfach nur vorsichtig sein.”, meinte Vivalina. Luna und Shay sahen sich kurz in die Augen, dann sahen sie zu den beiden die einen leichten Streit angefangen hatten. “Leute streitet euch nicht!”, sagte Luna. “Aber…”, fingen beide gleichzeitig an, doch sie wurden unterbrochen. “Kein Aber und kein Streit!”, meinte Luna. Hana und Vivalina zuckten mit den Schultern. “Bist du Schamane?”, fragte Luna an Shay gewandt. “Ja… So was in der Art.”, antwortete sie. Vivalina runzelte die Stirn. Hana warf ihr (Vivalina) einen bösen blick zu, doch Luna störte das nicht weiter. “Dann bist du also auf dem Weg nah Dobie-Village, oder?” “Ja.” “Hast du Lust mit uns zu reisen? Wir sind auch auf dem Weg dorthin!” “Ich würde schon gerne, doch ich glaube nicht, dass das so gut wäre.” “Was meinst du damit?” “Es gibt gewisse gefährliche Dinge in meiner Anwesenheit, die euch Schaden würden.” “´Gewisse gefährliche Dinge´ sagst du? Also mir macht das nichts aus. Vivalina, Hana. Was meint ihr?” “Von mir aus gerne.”, freute sich Hana. Doch Vivalina wiederholte nur das, was sie schon gesagt hatte: “Sagt später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!” “Das soll wohl ein ´Ja` sein.”, stellte Luna fest, “Kommst du mit?” “Vielen Dank für das Angebot, ich komme gerne mit.”, antwortete Shay, nickte und stand auf. //Mein Kopf…//, dachte Shay, //Dieser Hao… Er ist doch stärker als ich dachte. Es wird wohl schwerer sein, an Flame heranzukommen, als ich dachte…// “Ich kümmre mich mal um das Essen.”, sagte Hana machte sich an die Arbeit. “Jetzt sind wir schon zu viert.”, lächelte Luna. Vivalina setzte sich zu Hana und half ihm beim Kochen. Luna und Shay setzten sich zu den beiden und halfen ebenfalls mit. Nach einer guten Stunde waren sie fertig und hatten auch schon gegessen. Der restliche Abend verlief ziemlich ruhig. Kaum einer sagte etwas. Vivalina hatte es aufgegeben Shay auszufragen, da sie immer nur ein und dieselbe Antwort gab: “Es gibt Dinge, die sind zu riskant, um sie euch zu sagen.”

Auch die nächsten Tage verliefen verhältnismäßig, zu den Tagen davor, ruhig. Wenn man von Vivalinas kleinem Problem mit Shay absah. Die Gruppe kam sehr gut voran.

Erst am Abend des 5.ten Tages nach Shays Beitritt kamen sie wieder an einige Felsen. Glücklich endlich wieder im Schatten zu sein, lehnte sich Luna zufrieden gegen die Wand um zu verschnaufen. Kurz nachdem sie sich angelehnt hatte, hörte sie Stimmen. “Was?”, fragte sie so leise wie möglich. “Keine Ahnung.”, antwortete Vivalina kopfschüttelnd. “Lass uns nachsehen!”, schlug Hana vor. Luna nickte. Vorsichtig lugte sie zwischen den Felsen hindurch um zu erkennen wer es war. Nach wenigen Sekunden bereits zog sie ihren Kopf zurück, denn in nächsten Moment flogen mehrere kleine Eiszapfen haarscharf an ihrem Kopf vorbei.
“D… das war knapp…”, stotterte sie. “Wow… ganze Arbeit. Hätten die dich getroffen, wärst du tot.”, stellte Shay fest. Vorsichtig nickte Luna, traute sich aber nicht, noch mal zu gucken. Das brauchte sie auch gar nicht, denn in nächsten Moment stand jemand aus der Gruppe neben ihr. “Luna!”, rief diese Person fröhlich. Luna starrte dem Mädchen neben ihr ungläubig ins Gesicht. “T… Tami?” Das Mädchen nickte. “Was? Was machst du denn hier?” “Ich bin mit Anna, Manta, Faust und Run wegen Yo und dir hier.” Tami lächelte. “Komm mit! Die anderen sind alle da drüben!” Tami packte Luna am Arm und zog sie mit sich. Zu Lunas Leidwesen, denn sie befürchtete, es könnten immer noch einige Eiszapfen auf sie zu fliegen. Auch Lunas Freunde folgten Tami zu Anna. Neben Anna stand Yo, was Luna aufatmen ließ, denn das hieß, die Eiszapfen kamen von Horo. “Luna?”, fragte Manta, als sie näher kam. “Manta!”, rief Luna. Tami ließ sie los. “Was machst du denn hier?” “Ich bin mit Anna wegen Yo hier. Freut mich, dass du es auch geschafft hast.”, sagte Manta. “Danke!”, lächelte Luna, Horo?” Ihre Miene verdüsterte sich. “Ja?” “Hast du eben die Eiszapfen geworfen?” Vorsichtig nickte Horo. “DU HAST SIE WOHL NICHT MEHR ALLE!!! DU HÄTTEST MICH DAMIT UMBRINGEN KÖNNEN!!!”, schrie sie ihn an. Yo hatte sich bis gerade mit Anna unterhalten, und meldete sich so erst jetzt zu Wort, “Hallo Luna.” “Hi, Yo.” “Sag mal deine Gruppe hat sich vergrößert, oder? Wer ist sie?” “Mein Name ist Shay.”, antwortete Shay selber. “Interessanter Name.”, meinte eine Grünhaarige junge Frau lächelnd. “Wer ist sie?”, fragte Hana. “Oh, ich bin Run Tao. Rens Ältere Schwester.”, sagte die Frau. “Und mein Name ist Johannes Faust VIII.”, sagte der Blondhaarige Mann der neben Ren stand. “Freut uns euch kennen zu lernen.”, sagte Hana. Alle nickten. Shay starrte die ganze Zeit Yo an. “Was starrst du meinen Verlobtenn so an?”, fragte Anna sie hart. “Er hat Ähnlichkeit mit Hao.”, meinte Shay und starrte ihn immer noch an. “Du kennst ihn?” “Flüchtig. Er wollte mich in seinem Team haben. Ich habe abgelehnt.” Anna beließ es dabei. “Luna, Yo.”, sagte Anna zu den beiden. “Hai?”, fragten beiden. “Es ist Zeit für euch, die wahre Macht und die Geheimnisse eurer Familie kennen zu lernen. Das Großbuch der Schamanen… Es enthält die Kräfte und Mächte des wahren Hao Asakura.”, sagte Anna langsam. “Des wahren Hao Asakura?”, wiederholte Horo fragend. “Ich verstehe…”, meinte Ren. Alle sahen ihn fragend an. Er sprach weiter. “Der Hao, den Lilirara uns gezeigt hat und der Hao, der uns heute so auf die Nerven geht, sind Reinkarnationen des Hao Asakura, der vor 1000 Jahren gelebt hat.” “Hao…”, murmelte Hana so leise, dass niemand es hören konnte.
“Dürfen wir bitte auch die Mächte kennen lernen?”, fragte Ryu. “Nein.”, entgegnete Anna mit einem Ton, der keine Widerworte zuließ. “Biiitttee, Biiitttteee!”, bettelte Horo. “Ein Nein, bleibt ein Nein!”, meinte Anna. “Luna! Yo! Sagt doch auch mal was!” “Ich stimme Anna zu.”, sagte Yo und Luna nickte nur. “Gebt doch zu, dass ihr nicht wollt, dass wir die Geheimnisse eurer Familie kennen.”, meinte Ren und zog seine Hellebarde (? Heißt dieses Lanzending so?) und zielte auf Yo, “Wir fragen euch jetzt ganz nett: Dürfen wir auch die geheimen Kräfte der Familie Asakura lernen?” “Hai!”, sagten die beiden Geschwister gleichzeitig. “Aber…”, wollte Anna einwerfen, doch Run unterbrach sie: “Lass sie doch Anna. Es geht ihnen nicht um die Kräfte, sondern darum, dass sie sich in der Not gegenseitig beschützen können.” Schließlich gab Anna nach: “Gut… Aber ich übernehme nicht die Verantwortung für das, was passiert.” Sie nahm ihre Kette und ging zu einer Höhle und öffnete mit Hilfe des Buches ein Tor. “Geht dorthinein. Dieses Tor bringt euch in eine andere Dimension. Dort werdet ihr alles lernen.” “Wir sollen da rein?”, fragte Luna etwas ängstlich. “Hast du etwa Angst?”, fragte Vivalina. Leicht nickte Luna. Es gefiel ihr gar nicht dorthinein zu gehen. Nachdem ihr Bruder schon drin verschwunden war, nahm sie ihren Mut zusammen und folgte ihm in die Dunkelheit.

Nach einer schier endlosen Zeit, stand die Gruppe von Schamanen, die in der Höhle gewesen war, wieder bei den Felsen. “Yo!”, rief Anna, doch sie bekam keine Antwort. . “Was ist mit ihnen? Was ist los?”, fragte Manta unsicher. “Ich weiß es nicht!”, rief Anna wütend. Sie befürchtete das schlimmste. “Ich weiß es nicht.”. Ihre Stimme klang nun ganz traurig und sie fiel auf die Knie. Plötzlich tauchten die X-Laws auf. “Ihr, die ihr im Dunkeln gewandelt seid.”, sprach Marco, “Gebt Antwort, dass ihr euch nicht dem Bösen angeschlossen habt.” Auch er bekam keine Antwort. “Dann werdet nun Zeugen einer der ehrlichsten Taten, die es je gab!”, rief der blonde X-Law, “Michael! Strafe sie mit der heiligen Klinge!” Der X-Law schoss mit einer Pistole auf die Gruppe von Schamanen. Es gab eine Explosion und alle verschwanden in einer riesigen Staubwolke. “Nein!”, rief