Fanfic: Naruto Love-Story

Sorgen…Bis morgen Sensei…"
Sie verneigte sich vor ihm, und verließ dann das Haus.

Auf dem Heimweg war sie in Gedanken versunken. Sie dachte immer wieder darüber nach, was gerade passiert war. Ihre Füße trugen sie einfach durch die Straßen, ohne das sie darauf achtet wo sie hinging. Ehe sie sich versah, stand sie auch schon vor Satomis Haus. Satomi war eine Partnerin Urikos gewesen, als diese noch Chu-Nin war. Und mit der Zeit, wurde Satomi ihre beste Freundin. Sie war vier Jahre älter als Uriko, und dennoch verstanden sie sich ohne Worte. Sollte sie Satomi darüber erzählen? Darüber, dass sie sich Hals über Kopf in einen Mann verliebt hatte, der mindestens zehn Jahre älter war als sie? Und, dass dieser Mann auch ihr Lehrmeister wurde? Sollte sie Satomi erzählen, dass jener Mann sie umarmt hatte? Dass sie sich bei ihm ausgeheult hatte? Und vor allem, sollte sie Satomi sagen, dass es Kakashi Hatake war, in den auch Satomi seit vielen Jahren verliebt war?
Satomi war schon immer sehr eifersüchtig gewesen. Würde an dieser Sache, ihre Freundschaft zersplittern? Uriko wollte es nicht vor ihr geheim halten. Und sie würde es auch nicht geheim halten können, falls sie mit ihrer Vermutung richtig lag. Mit der Vermutung, dass Kakashi sich auch ein kleines bisschen in Uriko verliebt hatte. Sie seufzte, und klopfte.
Das goldene Licht, dass die Wohnung erleuchtete, fiel auf die Straße. Satomi steckte den Kopf aus der Tür, und sah Uriko an.
"Uriko! ", rief sie freudig, und umarmte sie.
"Satomi…ich muss mit dir reden…"
"Und wie du das musst! Du hast bestimmt viel erlebt, bevor du zurückkamst! Komm rein."
Sie trat zur Seite, und ließ Uriko eintreten. Die Beiden gingen ins Wohnzimmer, und Uriko setzte sich Satomi gegenüber.
"Was wolltest du mir jetzt erzählen? ", fragte sie.
Uriko hob den Kopf und sah sie an.
"Ich…ich habe mich verliebt…", antwortete Uriko.
"Das ist doch wunderbar! "
"Nein, ist es nicht! "
"Wieso? "
Satomi sah sie fragend an.
"Er ist mindestens zehn Jahre älter! "
Sie zuckte mit den Schultern.
"Ja und? Solange du ihn wirklich liebst…"
"Er ist mein Lehrmeister…"
"Das ist doch Klasse! Dann bist du in seiner Nähe, ohne dass es aufdringlich wirkt." "Mir ist es peinlich, wenn ich in seiner Nähe bin. Ich habe mich schon zweimal bei ihm ausgeheult. Und heute, hat er mich einfach ohne Grund umarmt. Ich bin angelaufen wie eine Tomate, und hab Nasenbluten bekommen…"
"Wenn er dich einfach umarmt, dann heißt das, dass er dich mag. Das ist doch gut…Aber sag mal, wer ist denn ER? "
"Kakashi Hatake…"
Auf einmal war es still. Satomi starrte Uriko an. Uriko sah Satomi an.
"Satomi, es tut mir Leid…", ihr liefen die Tränen übers Gesicht.
"Ich wollte mich nie in denselben Mann wie du verlieben, und jetzt ist es passiert. Und ich habe Angst, dass unsere Freundschaft daran zerbricht! "
Satomi ging zu Uriko und nahm sie in den Arm.
"Ist doch schon Gut. Du kannst da nichts für. Außerdem habe ich doch gesagt, dass unsere Freundschaft nicht wegen so was zerbricht. Und Kakashi scheint auch gewählt zu haben. Ich habe noch nie gehört, dass er ein Mädchen umarmt haben soll. Er muss dich sehr mögen, wenn es das tut…"
Uriko sah Satomi an, und wischte sich die Tränen weg.
"Danke, Satomi…"
"Schon gut. Du solltest jetzt gehen. Es ist spät…"
Uriko nickte und stand auf.
Als sie zu Hause ankam war es bereit 22:00 Uhr.

Sie öffnete die Tür, und schloss sie hinter sich ab. Uriko zog die Chucks aus, und stellte sie in den Schuhschrank. Dann hörte sie Schritte. Sie drehte sich um, und Sakura stand vor ihr. Sie sah sauer aus.
"Wo warst du so lange? "
"Tut mir Leid, Sakura. Aber der Sensei wollte das ich zu ihm komme…"
"Aber das dauert doch nicht bis 22 Uhr! "
"Ich war noch bei Satomi, tut mir Leid Sakura…"
Sakura schüttelte den Kopf.
"Mach das nicht noch mal! Mutter und Vater sind da, und wenn ich die ganze Zeit allein hier rum hock, werd ich wahnsinnig! "
Uriko lachte. Sakura konnte nicht anders. Sie begann auch zu grinsen.

Uriko hatte sich umgezogen und kam ins Wohnzimmer. Sakura lag auf dem Sofa und sah fern. Sie setzte sich neben ihre Cousine.
"Und? Wie war’s? ", fragte Sakura und sah ihre Cousine an.
"Wie war was? "
"Der Besuch bei Sensei Kakashi. "
Uriko sah sie an.
"Du hast ihm diesen Trick verraten, oder? "
"Welchen Trick? ", fragte Sakura und tat so, als ob sie nicht wüsste wovon Uriko sprach.
"Das mit dem Dackelblick…"
"Ha! Hat er dich damit doch rumgekriegt?! Er wollte mit ja nicht glauben…"
"Also hat er das doch von dir…Du weißt was das heißt…? "
"NEIN! GNADE!!! ", bat Sakura, doch zu spät.
Uriko hatte sie im Schwitzkasten und verpasste ihr eine Zwiebelquetsche.
Plötzlich läutete es an der Tür. Uriko ließ Sakura los und sah auf die Uhr.
"Wer kommt denn um so eine Uhrzeit noch vorbei? "
Sie stand auf, ging zur Tür und öffnete. In sekundenschnelle errötete sie. Und ihr gegenüber auch, als er sie so sah.
Kakashi stand vor der Tür und starrte Uriko an.
"T-tut mir Leid, falls ich störe, aber du hast was vergessen…"
Er hielt ihr ein Kettchen entgegen. Uriko erkannte es sofort, und nahm es an sich. An dem Kettchen hingen ein Glöckchen, und ein Anhänger. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie es verloren hatte.
"Es lag bei mir im Trainigsraum…Ich geh dann mal…", sagte er steif und drehte sich um, um zu gehen.
Uriko sah ihn kurz an, dann umarmte sie ihn.
"Danke…", flüsterte sie, als er verdutzt stehen blieb und sich wieder zu ihr umdrehte.
"U-uriko? "
Uriko sah zu ihm hoch und lächelte. Der Wind fegte um die Ecken, und Uriko fiel auf, wie kalt es war. Zudem stand sie im Nachthemd, in der Tür. Sie ließ Kakashi los, und trat zur Seite.
"Komm rein…es sieht nach Regen aus…", sagte sie.
Kakashi sah zum Himmel, der mittlerweile pechschwarz war, und nickte. Dann folgte er ihr ins Haus. Uriko schloss hinter ihm die Tür. Kaum war die Tür geschlossen, ging auch das Unwetter los. Sakura kam aus dem Wohnzimmer, und sah Kakashi an.
"W-was? Uriko! "
"Was sollte ich denn machen? Es ist ein ziemliches Stück bis zu ihm, und er wäre klatschnass geworden…", besänftigte sie ihre Cousine, und Kakashi zog die Schuhe aus. Uriko drehte sich zu ihm um.
"Die kannst du da hinten in die Ecke stellen…", sagte sie und ging in die Küche. Sakura stand mit Kakashi allein im Flur, und er lächelte verschmitzt.
"Wo sie Recht hat, hat sie Recht…", murmelte Sakura, und führte ihn ins Wohnzimmer.
"Wo sind deine Eltern? "
"Die haben einen Auftrag, und kommen erst nächste Woche wieder. "
Uriko kam mit einem Tablett in das Wohnzimmer, und stellte es auf dem Tisch ab. Sie hatte Tee gekocht. Sakura stand auf.
"Ich geh ins Bett. Mir wird das zu spät…"
Uriko nickte, und brachte ihre Tasse wieder in die Küche. Als sie zurückkam saß Kakashi mit überschlagen Beinen auf dem Sofa, und las sein Icha Icha Paradise.
//-_- Dieser…!//
Sie ging auf ihn zu, und riss ihm das Buch aus der Hand.
"Was…? ", Kakashi sah sie sauer an, "Gib es mir zurück! "
"Nö. Keine Lust…"
Sie klemmte sich das Buch unter dem Arm, und setzte sich aufs Sofa. Kakashi drückte sie ins Sofa.
"Gib es zurück! "
"Nein! Lass mich los, du tust mir weh! "
Kakashi machte keine Anzeichen, ihrer Anweisung zu folgen. Er versuchte viel mehr, ihr das Buch abzunehmen, was sie ihm nicht gerade leicht machte. Aber wegen der Kraftverhältnisse schaffte er es am Ende doch. Er setzte sich wieder auf, und wollte anfangen zu lesen, aber Uriko war ihm schon auf den Schoß geklettert, und sah ihn an.
"Was ist? ", fragte er.
"Ich will nicht, dass du diese Bücher liest! Die sind total pervers! "
"Ich brauch mir von dir nichts sagen lassen…"
"Du gemeiner Kerl! "
Sie sprang von seinem Schoß und setzte sich beleidigt in den Sessel. Kakashi sah sie an.
"Was ist denn jetzt schon wieder? "
"Als Lehrer hast du eine Vorbildfunktion! Und vor deinen Schülern solche Bücher zu lesen kommt nicht gut! Diese Bücher sollten sowieso verboten werden…"
Er lachte.
"Du bist wirklich sehr emanzipiert! Aber ich lese das Buch trotzdem, auch wenn es…", er verschwieg den Rest.
"Pah! -3- "
Uriko trank schweigend den Tee. Kakashi versuchte sie mehrmals in ein Gespräch zu verwickeln, aber sie ignorierte ihn. Es gewitterte immer noch. Uriko sah auf die Uhr. Es war bereits fast Mitternacht.
"Du kannst hier schlafen, wenn du willst…"
Kakashi sah sie an.
"Es wird wohl das Beste sein…"
"Du kannst mein Zimmer haben. "
"Ach was. Ich schlaf auf dem Sofa."
Uriko zuckte mit den Schultern.
"Wenn du meinst…"
Sie stand auf, kramte ein paar Decken aus dem Schrank und legte sie auf den Tisch.
"Gute Nacht. "
Sie drehte sich um und ging in ihr Zimmer.

Kakashi wurde am nächsten Morgen durch ein Klirren geweckt. Er richtete sich auf, und sah sich um. Im Wohnzimmer war es noch dunkel, doch in der Küche brannte schon Licht. Er ging in die Küche. Uriko, die bereits ihre Uniform trug, war gerade dabei die Scherben eines heruntergefallenen Tellers aufzuheben.
"Guten Morgen. "
Uriko fuhr herum.
"Oh, äh, guten Morgen. ", sie lächelte ihn an, und schmiss die Scherben in den Mülleimer.
"Tut mir Leid, ich wollte dich nicht wecken…"
"Schon gut. "
Er setzte sich auf einen Stuhl, und wollte sein Buch lesen, als es ihm auffiel.
"Wo. Ist. Mein. Buch? ", fragte er ziemlich beherrscht. Uriko drehte sich zu ihm um.
"Welches Buch? "
"Mein. Buch. ", er war immer noch recht beherrscht, und dank des Stirnbandes konnte man die Stressader nicht sehen.
"Meinst du etwa dieses Icha-Icha-Paradise? "
"Ja. "
"Ich hab’s nicht. "
"Sicher? ", erklang ziemlich sauer, und Uriko wurde etwas klein.
"Ich hab’s nicht mehr…"
"Nicht mehr? "
"Ähm…na ja, ich hab’s weg…geworfen…"
"DU HAST WAS?! "
Sie zuckte zusammen, doch dann fing sie sich wieder, und baute sich vor ihm auf.
"Ja! Und ich hatte einen guten Grund dafür! "
"DER WÄRE?