Vermisst
Eins
Eins
Ich muss schleunigst hier weg! Aber wohin? Wie komme ich von hier weg ohne aufzufallen?
Plötzlich hörte Claire einen Hubschrauber starten.
Irgendwo hier muss ein Flugplatz sein! Aber wo? Es kommt aus dieser Richtung.
Claire folgte den Geräuschen, und als sie um die nächste Ecke rannte, lag ein kleiner Flugplatz vor ihr. In einem der Hubschrauber saßen vier Männer mit Waffen in den Händen.
Bevor Claire sich hinter eine Hauswand ducken konnte, wurde sie von einem der Männer entdeckt.
Claire konnte nicht fliehen, denn als sie auf stand, waren die Männer schon längst aus gestiegen und feuerten auf sie.
Bamm...
Ah! Was ist das für ein Schmerz? Ich spüre meinen linken Arm nicht mehr!
Sie fasste sich an den linken Arm und fühlte eine dickliche, warme Flüssigkeit. Es war Blut, einer von ihnen hatte sie getroffen.
Vor Schmerz klappte sie in sich zusammen.
„Wir müssen hier weg! In fünfzehn Minuten fliegt hier alles in die Luft!“ sie saßen im Hubschrauber und warteten nur noch auf den Piloten.
Wir sind die letzten vier lebenden auf dieser Insel! Und ich wollte eigentlich noch lebend zu meiner Familie zurück!
Alexander Graham war erst seit einem Jahr bei Umbrella, doch er wußte immer noch nicht richtig was Umbrella eigentlich macht. Aber er wusste eins, es war nichts gutes.
Endlich kam der Pilot und startete den Hubschrauber.
Smith sah sich noch einmal in der Gegend um und stieg dann auch ein.
„Hey, da ist jemand!“, Smith zeigte auf ein junges Mädchen, das sich hinter eine Hauswand duckte.
„Los! Schnappt sie euch!“, sagte Sam Williams, der Gruppenführer.
Smith schoss auf sie.
Was ist, wenn sie von Umbrella ist? Ober ein Feind? Das arme Mädchen!
Als er schoss, blieb sie stehen und das Blut spritzte. Sie brach zusammen.
Er rannte auf sie zu, sie lag da, ganz regungslos. Er kniete sich neben sie und fühlte ihren Puls, sie lebt noch. Als er ihren schlaffen, ohnmächtigen Körper aufhob, sah er, dass sie auf ihrem Uniformärmel drei Sterne hatte.
Alexander brachte sie zum Hubschrauber.
„Was machen wir mit ihr?“
„Sie ist eine von den Feinden! Wahrscheinlich wird sie im Lager eingesperrt! Und sie werden versuchen alles aus ihr herauszubekommen, was sie vorhaben!“
Vorsichtig öffnete Claire ihre Augen.
Sie war in einem Hubschrauber. Sie sah aus dem Fenster.
Sie waren hoch in der Luft.
Wo bin ich? Und wer sind diese Männer? [/i]
Plötzlich fühlte sie wieder den Schmerz in ihrem linken Arm.
„Ahh!“, die drei Männer erschraken durch ihren lauten, schmerzenerfüllten Aufschrei.
„Wie geht es dir?“, fragte sie einer der Männer.
„Was interessiert sie das? Wo bin ich und wer sind sie?“
Einer der Männer stand auf und fesselte Claire an einen der Sitze.
„He, was machen sie da? Machen sie mich wieder los!“, Claire wehrte sich, doch der Mann war stärker als sie.
Während dem ganzen Flug sagte niemand mehr was.
Sie landeten auf einem Flugplatz, am Rand einer kleinen Stadt.
Dort wurden sie von einem kleinen Van abgeholt.
„Wen habt ihr da mitgebracht?“, fragte der Mann, der vor dem Auto auf sie gewartet hatte.
Er war groß, dunkel und hatte eine Narbe auf der Wange.
Er nahm Claires Kinn und drehte ihren abgewandten Kopf zur Seite.
Sie wich ihm aus und sah ihn mit einem bösen Blick an.
„Nicht so zickig, kleine Schönheit!“
Er führte Claire zu dem Auto und setzte sich neben sie.
Sie fuhren mit dem Wagen weg von der Stadt.
[i] Ich bin verloren! Wie soll ich mitten in der Pampa fliehen? Und das auch noch alleine?
Der Wagen hielt vor einer verlassenen Fabrik.
Einer der Männer stieg aus und öffnete das Stahltor und schloß es wieder hinter dem Wagen.
Sie zerrten Claire aus dem Auto und brachten sie zu einem Eingang, der unter die Erde führte.
Sie kamen an Laboren vorbei und Zellen mit Hunden und anderen Tieren.
Sie brachten Claire in einen großen Flur, an dessen Seiten überall Zellen waren.
In einer von ihnen saß ein junger Mann in der Ecke.
Sein Kopf war gesenkt und ihm vielen die längeren schwarzen Haare ins Gesicht.
Er sah auf, als Claire und die Männer vor der Zelle stehen blieben.
Einer der Männer nahm Claire die Fesseln ab und schubste sie zu ihm in die Zelle.
Sie schlug mit den nackten Knien, vor ihm auf dem Boden auf.
Ich sitze jetzt schon seit einer Ewigkeit hier alleine drin. Und es passiert nichts.
Kevin, ein gefangengenommener Polizist, saß nun schon seit einem Monat bei Umbrella fest.
Als, wie jeden Tag, die Arbeiter auf dem Weg zur Mittagspause an seiner Zelle vorbeikamen, bekam er mit, wie manche von ihnen über einen Gefangenen sprachen.
„Sie sind eben gelandet und hatten ein Mädchen in einer S.T.A.R.S.- Uniform mit! Sie bringen sie hier her!“, sagte einer von ihnen.
Nach dem alle weg waren, kamen vier Männer und ein junges Mädchen in den Flur.
Sie war gefesselt und ihre kurzen roten Haare hingen in ihrem bräunlichen Gesicht.
Ihre Augen waren geschlossen und ihr schönes Gesicht wirkte traurig und ängstlich.
Als sie stehen blieben, hob sie den Kopf und er sah ihr in die grau grünen Augen.
Einer der Männer schloß die Zelle auf und löste die Fessel.
Er schubste sie in die Zelle und sie fiel mit ihren Knien auf den harten Boden.
Als die Männer weg waren, sackte sie in sich zusammen.
Kevin stand auf und ging auf sie zu, setzte sich neben sie und er griff nach ihrem Kinn und schob ihren Kopf nach oben.
Aus ihren schönen glänzenden Augen liefen Tränen, die in dem schwachen Licht glänzten.
Mit einer kurzen Handbewegung wischte er ihr die Tränen weg.
„Ich heiße Kevin! Und du?“
Sie war ungefähr drei Jahre jünger als er, knapp neunzehn.
„Ich heiße Claire, Claire Redfield!“, ihre stimme zitterte, entweder weil sie Angst hatte, oder weil ihr kalt war.
Sie hat ja grade mal gar nichts an! Dann ist es ja klar das sie friert, so dünn wie sie ist! Ich würde ihr ja gerne mein Shirt geben aber dann habe ich nichts mehr an!
„Ist dir kalt?“
Sie nickte “Aber es geht schon!“, sie lächelte leicht.
Er griff nach ihrem rechten Arm, zog sie auf die Beine und dann in eine Ecke der Zelle.
Er setzte sich und zog sie dann zu sich runter und nahm sie vorsichtig in seinen Arm.
Am Anfang war sie etwas verspannt und steif, legte sich dann aber auf seinen Schoß und zog ihre Beine nah an ihren Körper.
Als Kevin ihr mit seinen kalten Händen ihren recht warmen Bauch fasste, durchflutete sie ein Schütteln.
Sie schlief schnell ein und Kevin beobachtete sie die ganze Zeit.
Sie hat einen tollen Körper! Was sie wohl mit denen zu schaffen hat? Sie ist ein S.T.A.R.S Mitglied, die arbeiten gegen Umbrella! Mein Bruder Arbeitet auch für sie, seit dem, was in Raccoon City passiert ist!
Mitten in der Nacht wachte er auf, Claire saß neben ihm und hielt ein silbernes Kreuz in der Hand.