Drachengeist
Das alte Haus
Also*räusper* wie schon gesagt ist das meine erste ff. In der ganze Story kommen heufig die Gedanken oder Gefühle von Jessica vor,also nicht wundern, das es manchmal vielleicht etwas komisch ist... Hoffe sie gefällt euch^-^
Erstes Kapitel:
Das alte Haus
Eines Nachmittag geht Jessica von der Schule nach Hause. Sie nimmt nicht ihren gewohnten Weg, sondern macht einen Umweg, damit sie später nach Hause kommt. Sie denkt noch nach. Über sich. Und ihr Leben.
Jessica ist 15 Jahre alt, mittel groß und schlank. Sie hat lange blonde Haare, die wild in ihr Gesicht wehen, wenn Wind bläst und azurblaue Augen, in denen sich der Ozean zu spiegeln scheint. Sie ist hübsch, sportlich, gutmütig, hat immer Zeit für Probleme anderer und setzt sich auch viel für andere ein.
Sie wohnt in Rosewood, einer kleinen Stadt im Süden Englands und geht in die neunte Klasse des „Stormwind“ Gymna siums, an der sowohl Mädchen, als auch Jungen am Unterricht teilnehmen. Sie ist sehr beliebt; und zwar nicht nur in ihrer Klasse, sondern auch bei anderen Schülern und Schülerinnen. Sie versteht vieles vom Unterricht und hat gute Noten.
In ihrer Freizeit spielt sie Tennis, geht reiten, macht Karate und Leichtathletik und fechtet ab und zu. Wenn sie gerade nicht mit Sport beschäftigt ist trifft sie sich mit Freundinnen, geht Schoppen, schreibt Geschichten oder zeichnet.
Doch plötzlich bemerkte sie etwas und bleibt stehen: Es schien alles so wie sonst, doch als sie zu dem alten, verlassenen Haus in einer dunklen und dreckver-schmutzten Straße kam, das ihr sonst nie aufgefallen war, musterte sie es neugierig. Irgendetwas war anders als sonst: In ihr spürte sie Kälte und sie meinte, Stimmen zu hören.
„Es kann ja nicht schaden mal rein zu gehen“. Ein mulmiges Gefühl im Bauch sagte ihr, dass etwas vielleicht nicht stimmte, aber ihre Neugier verdrängte dieses Gefühl.
„Vielleicht irre ich mich und es ist nichts in dem Haus. Aber was auch immer dort passiert, ich will es wissen.“
Sie ging zur Tür und sah sich um, ob jemand in der nähe war, doch die Straße war wie leergefegt. Keine Autos fuhren, keine Fußgänger oder Walker waren unterwegs und auch keine Skadeborder, die man in solchen Gegenden öfter antraf. Absolut niemand! Sie drückte den Hebel der Tür herunter. Zu ihrem Erstaunen war sie offen. Sofort ging sie hinein, schloss die Tür vorsichtig hinter sich und sah sich um. Hier sah es nicht sonderlich seltsam oder merkwürdig aus: Alle Sachen die herum standen oder lagen waren verstaubt und meist kaputt, denn seit dem die alte, pflegebedürftige Frau, die hier gelebt hatte verstorben war hatten ihre Kinder, die sich jeden Tag um ihre Mutter gekümmert hatten, alles wertvolle mitgenommen. Es sah aus, als hätte die alte Frau nie kostbare Sachen besessen. Sie wurde tot auf der Couch aufgefunden und alles war so durchwühlt und umher geschmissen, wie es jetzt war. Manche meinten es wäre hier eingebrochen worden, aber die meisten glaubten, dass sie einfach nach ihren sechsundneunzig Jahren an Herzversagen gestorben war. Aber nichts wurde bewiesen und irgendwann hatte man den Fall aufgegeben oder die Polizei und die anderen, die mit dem Fall zutun hatten haben nur vertuscht, wodurch die Frau
gestorben war.
Jessica wollte sich schon umdrehen und wieder gehen, als ihr ein Schimmern aus einem der Zimmer im oberen Stock entgegen leuchtete. Sie ging vorsichtig die abgenutzte Treppe hinauf und hörte seltsame Geräusche wie ein Lied in einer anderen Sprache.
Langsam wurde der Gesang lauter und das Schimmern deutlicher. Nun stand sie vor einer geschlossenen Tür. Das Licht drang durch die Spalten zwischen der Tür, dem Rahmen und dem Boden.
Vorsichtig öffnete sie die Tür. Sofort schlossen sich ihre Augen, da das Licht sie blendete. Als sie sich an das Licht gewöhnt hatten öffneten sie sich wieder.
Mitten im Raum war ein Gewirr aus blauen und weißen Farben, die sich in einem Oval drehten.
„Was ist das denn?“
Fasziniert blickte sie sich um, ging langsam auf das Gewirr aus Farben zu und streckte ihre Hand aus um es zu berühren. Es war ihr, als fühlte es sich kalt und warm zugleich an. Es glitzerte und ihre Hand schimmerte auch in blau.
Plötzlich wurde es rot und versuchte alles in sich hinein zu saugen. Mit aller Kraft versuchte sie stehen zu bleiben und stemmte sich zurück, doch der Sog war zu stark; sie hatte keine Chance. Der Sog wurde immer stärker und schließlich konnte sie sich nicht mehr halten und stürzte hinein.
Sie sah nur noch, dass sie in einer riesigen Farbspirale war; dann wurde ihr schwarz vor Augen…
Sie erwachte und fühlte Gras unter sich.
Sie setzte sich auf und schaute verwirrt umher. Hier sah es aus wie in einem großen Garten: Überall waren Blumen und Bäume mit exotischen Früchten. An den Seiten des Gartens ragten steile, hohe Klippen empor. Von einer Klippe floss ein plätschernder Wasserfall in einen kristallklaren See.
„Was ist passiert? Wo bin ich hier?“ Langsam erinnerte sie sich wieder: „Ich war in diesem Haus gewesen, wo ein Portal war. Dann wurde ich hinein gesogen und ohnmächtig.“
Um sie standen und saßen viele kleine Wesen, von denen manche wie Tiere aussahen und an Stofftiere erinnerten, mit Knopfaugen, Stupsnasen und flauschigem Fell- und zwischen ihnen ein Junge etwa in ihrem Alter. Er war groß, schlank, hatte strähnige, blond-braune Haare und abgetragene Klamotten. Seine Augen waren leuchtend grün. Er trug eine schwarz-silbernen Stachelkette um den Hals, ein schmutzig aussehendes und zu großes T-Shirt, zerrissene und ausgeblichene Shorts, rote Schuhe und blaue Schweißbänder um die Gelenke. Um in herum liefen die Wesen und kommuni-zierten mit seltsamen Lauten, während
der Junge sie aufmerksam musterte.
„Wer bist du und wo kommst du her?“, fragte der Junge.
„Ich bin Jessica und komme aus Rosewood, und du?“, entgegnete sie kühl.
„Ich heiße Jáy und komme aus New Scorlland. Wie bist du hier her gekommen?“
„Das kann ich dich genauso gut fragen. Ich wollte von der Schule Heim gehen, als mir dieses alte Haus aufgefallen ist. In ihm war so etwas wie ein Portal, das mich eingesogen hat und mich hierher befördert hat. Und wie bist du hier her
gekommen?“
„Also, ich war in der Schule und bin in einen Raum gegangen, in den der Zutritt verboten war. Dort war auch ein Portal. Wann das war weiß ich nicht mehr, nur das ich schon eine ganze Weile hier bin“.
„Was sind das für Wesen?“
„Das weiß ich auch nicht genau, nur das ihnen dieser Garten gehört und das sie hier vor Gefahren geschützt sind. Sie pflegen ihn und pflanzen diese Bäume und kümmern sich um sie“.
Eine ganze Weile redeten sie nicht und saßen nur so da. Dann fragte Jessica den merkwürdig erscheinenden Jungen: „Kann hier eigentlich kein anderes Wesen von der anderen Seite der Klippen hin? Dort Draußen ist sicher irgendetwas, oder?“
„Eigentlich nicht, denn die Wesen auf der anderen Seite wissen, dass sie hier nicht mehr raus kommen würden, denn selbst wenn sie fliegen könnten wäre es zu weit, dort oben auf die Klippen zu fliegen. Selbst wenn sie es schaffen könnten würden sie es nicht versuchen, weil sie wissen, dass sie womöglich vorher abstürzen würden- außer… ach, ist schon gut!“.
„Und gibt es hier keinen Geheimen Schacht oder so?“
„Nein, ich habe keinen gefunden und die Wesen kennen auch keinen, nicht war?“, er wendete sich an ein kleines Einhornwesen neben ihm. „Nata“, sagte es mit leiser Stimme und musterte Jessica neugierig. Es ging auf sie zu und schnupperte an ihrer Hand. Dann krabbelte es auf sie. Jessica streichelte ihm den Kopf, nahm es in den Arm und sagte: „Du bist aber süß! Ich bin Jess!“ Vorsichtig setzte sie es auf die Erde und streichelte ihm noch mal den Kopf.
„Bi tatu laka!“, sagte das kleine Wesen.
„Das heißt soviel wie: Du bist nett.“
Sie stand auf und ging zu den anderen kleinen Wesen. Auch manche von ihnen streichelte sie. Das eine hielt eine Frucht hoch und sagte:“ Ta füh tula!“
„Oh, das ist für mich? Danke!“
Sie streichelte dem Wesen den Kopf und nahm die Frucht.
„Was ist das für eine Frucht?“
„So welche gibt es in unserer Welt nicht, aber sie schmeckt so ähnlich wie eine Orange.“
Sie betrachtete die Frucht noch einmal und probierte sie.
„Gar nicht schlecht!“
„Sag mal, was meinst du, können wir je wieder zurück, ich meine in unsere Welt?“
„Ich weiß nicht. Ich habe noch keinen Weg zurück gefunden, sonst wäre ich ja nicht hier. Aber ich glaube schon, so sehr ich diesen Garten und seine Bewohner mag, hoffe ich, dass wir irgendwann wieder zurückkommen, aber hör jetzt mal auf zu fragen. Es wird dunkel. Wir müssen uns verstecken!“
Er stand auf, packte sie am Arm und rief zu den Wesen: „Kommt! Wir müssen weg!“ Schnell lief er, mit Jessica im Schlepptau zum Wasserfall.
„Was ist denn los? Was machen wir jetzt?“
Jáy berührte die Wand hinter dem Wasserfall und sie schob sich beiseite. Schnell liefen sie hinein und warteten auf alle kleinen Wesen. Dann schloss sich die Wand wieder und sie liefen weiter in die Höhle hinein.
„Was ist denn los? Was machen wir hier?“
„Das erkläre ich dir, wenn es vorbei ist!“
„Was soll vorbei-“ plötzlich bebte die Erde und Jessica stolperte und stürzte. Jáy half ihr hoch. Sofort rannten sie weiter und kamen zu einem Torbogen. In ihm war eine Wand aus grün-blauem Licht, durch das sie traten. Dort bebte es nicht mehr.
„Was ist hier los? Weshalb hat die Erde gebebt?“, fragte Jessica ängstlich und erschrocken.
„Beruhige dich! Also… ich habe doch