Drachengeist

Außerhalb der Mauern

Also, ich hoffe, das dritte Kapitel gefällt euch!^-^ Ich hab zwar schon mehr fertig, aba das wird zu viel wenn ich das alles auf einmal hochlade, sry, aba ich mach demnächst wieder eins rein!!^-^

Drittes Kapitel:
Außerhalb der Mauern

Irgendwann erwachte sie und hörte eine Stimme ihren Namen rufen.
„Bin ich tot, bin ich im Himmel?“
Sie öffnete die Augen und setzte sich auf. Neben ihr kniete Jáy. Anscheinend hatte er versucht sie wiederzubeleben und das Wasser aus ihr herausgepumpt.
„Jáy, wo sind wir? Waren wir nicht in dem See?“
„Ja, aber wir sind wieder in ein Portal gekommen, dass in dem Loch, in dem der Diamant steckte, war.“
„Sind wir immer noch in dem Garten?“
„Nein, ich glaube wir sind auf der anderen Seite der Klippen“.
„Sind wir schon von den anderen Wesen entdeckt worden?“
Jáy antwortete:„Ich glaube nicht, weil die meisten feindlich sind und uns schon längst angegriffen hätten.“
„Mhhm...“, sagte sie nachdenklich. „Hey! Wo ist eigentlich der Diamant?“
Sie sah sich um und suchte in ihren Taschen nach ihm. Da war er!
Sie zog ihn heraus und betrachtete ihn. Dann sagte sie:„Er ist schön, aber was hat es mit ihm auf sich?“
„Vielleicht kann ich dir diese Frage beantworten“.
Sie schreckte auf und sie sahen sich um.
„Was war das? Wer ist da?“
Plötzlich kam ein Mann hinter einem Baum hervor und ging auf sie zu. Er war groß und schlank, etwa 20 Jahre alt, hatte strähniges, zerzaustes Haar und abgetragene Klamotten.
„Wer sind sie? Was wollen sie? Können sie uns wirklich sagen, was es mit diesem Diamanten auf sich hat?“, fragte Jessica aufgeregt.
Der Mann antwortete: “Ja, ich weiß, was das für ein Diamant ist. Dieser Diamant gehört zu den
´7 Drachengeist-Kristallen´. Er besitzt sehr viel spirituelle Kraft ; also er ist sehr mächtig.“
„Was erzählt dieser Mann da? Der Diamant hat sozusagen ´Zauberkräfte´? Das meint der doch nicht ernst, oder?“
„Ich weiß genau, was du meinst“, flüsterte Jáy ihr ins Ohr.
„Und wo sind die anderen sechs Diamanten?“, fragte Jess schließlich.
„Sie sind irgendwo in dieser Welt versteckt, aber ich glaube, sie werden nicht alt zu weit von einander weg sein, da sie so etwas wie eine Verbindung zu einander haben. Ihr könnt mithilfe dieses Diamanten die anderen aufspüren“.
„Und warum sollten wir das tun? Was nützt uns das?“, fragte Jáy dazwischen.
„Nun, mithilfe aller sieben Kristallen könnt ihr, oder besser gesagt du“, er deutete auf Jessica, „deinen inneren Taiya, deinen ´Tiergeist´ erwecken; mit ihm kannst du ein Portal erschaffen, mit dem ihr wieder auf die Erde kommt. Ich habe solange darauf gewartet, dass du, die Auserwählte und dein Gefährte, kommt. Ihr müsst wissen, die Zeit hier vergeht sehr, sehr langsam. Ich bin jetzt wahrscheinlich mehrere 100 Erdenjahre alt, trotzdem bin ich jetzt erst 26. Aber seid gewarnt, wenn ihr euch auf die Reise begebt, um alle Diamanten zu sammeln, es wird nicht leicht! In dieser Welt gibt es unzählige Gefahren und wenn ihr nicht aufpasst, könntet ihr sterben!“
Er drehte sich um und wollte gehen. Da sagte er noch: „Ach ja, falls ihr einmal Hilfe braucht, setz deinen Taiya ein, Jessica. Du wirst wissen, was zu tun ist.“
Er griff in seine Tasche, holte etwas heraus, warf es auf den Boden und löste sich in einer grauen Rauchwolke auf.

Fassungslos standen sie da. Jessica konnte keinen klaren Gedanken fassen.
„Was hat dieser Mann erzählt? Etwas von einer Auserwählten? Ein Tiergeist?“
„Jáy, glaubst du, dass was der Mann gesagt hat stimmt? Es hört sich alles sehr merkwürdig an, aber wir sind ja auch in einer merkwür-digen Welt. Was meinst du: Sollten wir nach den restlichen sechs Diamanten suchen. Wenn wir sie gefunden haben, wenn uns dieser Mann nicht angelogen hat, können wieder zurück in unsere Welt; auf die Erde“.
„Ich weiß nicht... doch, wir sollten es versuchen! Ich glaube auf jeden fall, dass du auch irgendwann eine Fähigkeit beher-rschen wirst; ich habe ja auch etwas gelernt.
Aber zuerst sollten wir uns hier ein Lager
für die Nacht aufbauen, denn wenn wir
jetzt noch losgehen wird es dunkel sein, wenn wir ein Stück gewandert sind und wir uns dann irgendwo einen Platz zum Übernachten suchen müssen“.

Während Jáy versuchte mit etwas trockenem Holz, das er gefunden hatte, ein Feuer zu machen, ging Jessica auf die Suche nach Früchten, Pilzen oder einem Fluss, an dem sie Fische fangen konnte.
Nach ungefähr einer halben Stunde kam sie mit ein paar Pilzen Früchten und Beeren zurück. Jáy saß am Feuer und briet einen Vogel.
„Schau her, was ich gefangen habe, Jess!“, rief er ihr zu.
„Ich habe auch ein paar Nüsse, Beeren, Früchte und Pilze gesammelt!“, antwortete sie ihm.
Mittlerweile verstanden sich die beiden immer besser- und trotzdem fürchtete sich Jessica vor Jáy, seit er wieder von seiner Gabe gesprochen hatte, die sie fast wieder vergessen hatte.
Doch inzwischen interessierte sie sich eher dafür, was der Mann gesagt hatte. Wenn Jáy etwas gelernt hatte, würde sie vielleicht auch bald etwas können; oder meinte er damit, dass sie schon jetzt etwas konnte? Musste sie nur lernen diesen Tiergeist zu benutzen oder einsetzen zu können? Immer mehr Fragen flogen ihr durch den Kopf. Was, wenn sie diesen Tiergeist nicht hatte oder nicht einsetzen können würde? Was, wenn sie die restlichen Diamanten nicht finden konnten? Was, wenn sie versagen würden, wenn sie sterben würde? Währen Jáy und alle anderen Menschen, die hier von der Erde waren, für immer gefangen? War sie die einzige, die so einen Tiergeist hatte?
Schließlich setzte sie sich hin und überlegte weiter.
„Was ist das eigentlich; ein Tiergeist? Wie sieht er aus; oder besser gesagt, wie sieht meiner aus?“
Ihre Gedanken wurden von schrillen kreischenden lauten durchbrochen. Sie hielt sich die Ohren zu und suchte die Umgebung nach der Quelle dieses Lärms ab. Sie konzentrierte sich darauf, herauszufinden, woher dieser Krach kam, schloss die Augen, hielt sich nicht mehr die Ohren zu und lief los. Ohne zu wissen, wohin sie ihre Beine führten rannte sie weiter. Sie wusste nicht, was sie da tat, aber eine neue Kraft in ihr trieb ihre Beine an. Sie lief immer schneller und weiter. Das Kreischen wurde immer lauter und schriller, bis es zu einem quietschen wurde, das so klang, als würde etwas zerkratzen. Sie öffnete die Augen, um zu sehen, wohin sie lief, doch plötzlich stand sie vor einem Abgrund und ihre Kraft, ihr Antrieb wich. Stattdessen fühlte sie etwas anderes in sich: Angst. Große Angst. Es war ein völlig anderes Gefühl, dass sich schnell in ihrem Körper ausbreitete und dass andere Gefühl abrupt verdrängte. Sie stand nur eine halbe Handlänge weit von dem Abgrund entfernt. Sie konnte nicht sehen, wie tief es hinunterging; es war so tief, dass sie nur schwarzsah.
Vorsichtig ging sie mit kleinen Schritten rückwärts. Sie konnte nicht mehr weit über die Klippe sehen, als es geschah: Der Boden unter ihren Füßen brach. Ein Teil des Felsens stürzte in die tiefe und Jessica mit ihm. Sie versuchte sich an der Klippe fest zu halten. Ihre Finger berührten den kalten Stein und sie versuchten irgendwo halt zu finden und krallte ihre Finger krampfhaft in den Felsen, doch sie rutschten ab. Jessicas Körper prallte mit voller wucht gegen die Felswand und schabte an ihr hinunter. Jessica versuchte sich an irgendwas fest zu halten, stürzte aber weiter in die Tiefe. Sie schien wie in Zeitlupe zu fallen. Ihr schien es, als würde sie bis hinunter in die Finsternis stürzen, aber plötzlich knallte sie hart auf einen Vorsprung und blieb regungslos liegen.