Ein neues Leben,eine neue Liebe!

die Uhr. Kurz nach 12.
“Ob es der Direx ist?”, frage ich mich und hebe ab.
“Hallo? Hier ist Yukari Miwamoto. Wer ist am Apparat?”, frage ich schließlich nach leichtem Zögern. Doch die Stimme hört sich ganz und gar nicht nach dem Direktor. Es ist eine dumpfe und gefährliche Stimme, als ich das Lachen höre.
“Wer ist da?!”, wiederhole ich, doch derjenige schweigt.
“Tut mir Leid, aber mir geht es nicht so gut, dass ich den ganzen Tag hier stehen kann.”, sage ich und will gerade auflegen, als sich derjenige doch zu Wort meldet.
“Leg bloß nicht auf, Yukari! Du würdest es bitter bereuen!”, zischt er.
“Wer ist denn da?!”, frage ich mit schriller Stimme. Ich frage leicht zögernd, was er von mir will und wieso ich es bereuen sollte.
“Kakyo Koday!”
“Was!?”, reagiere ich überrascht. Ich wiederhole nochmal den Namen, doch er sagt, dass nicht Kakyo am Apparat ist, er aber Kakyo bald umbringen wird, wenn ich mich nicht von ihm fernhalte.
“Du musstest genug leiden, Yukari! Oder willst du Kakyo auch noch verlieren?! Yuzuki war leicht rumzukriegen!”, lacht er in den Hörer hinein. Ich stehe wie versteinert da und rühre mich nicht. Fast wäre mir bei seinen Worten der Hörer aus der Hand gerutscht, aber ich umklammere ihn dann so fest, dass schon meine Hand wehtut. Soll das heißen, dieser Typ hat...
“Wir verstehen uns, Yukari?!”
Somit legt er einfach auf und ich fange an am ganzem Körper zu zittern. Wieso hat er es auf mich... Nein, auf Kakyo abgesehen?! Wer war das? In diesem Moment gehen mir über 1000 Fragen im Kopf herum, die ich nicht beantworten kann. Ich lege ganz langsam den Telefonhörer zurück und schlendere in mein Zimmer hinauf. Als ich meine Tür zumache, lehne ich mich gegen sie und rutsche langsam hinunter.
Ich weiß nicht, wieviele Minuten ich da saß, aber ich höre plötzlich Stimmen. Ich erkenne sofort die liebevolle Stimme meiner Mutter und gleich darauf die meines Vaters. Ah, wie gerne würde ich es ihnen sagen, doch ich kann nicht! Sie sollen sich nicht um mich sorgen. Sie haben genug wegen mir gelitten. Die Fußstapfen meiner Mutter werden immer lauter und ich merke, dass sie zu mir ins Zimmer kommen wird. Schnell springe ich auf und lege mich aufs Bett. Zum Glück liegt immer ein Buch neben dem Bett, dass ich mir schnappe und anfange drin zu lesen.
“Hallo, mein Spatz!”, sagt meine Mom nach dem Klopfen und schaut zu mir aufs Bett.
“Hallo, Mama.”
“Wie war die Schule?”
“Ganz gut. Danke der Nachfrage.”, antworte ich, ohne mir etwas anmerken zu lassen. Sie fragt mich noch, ob ich Hunger habe und schließt wieder die Tür, nachdem ich ihr sage, dass ich keinen habe. Ich lege das Buch zur Seite und schaue auf die Uhr. Es sind nicht nur Minuten, sondern Stunden vergangen. Es ist schon 16.40 Uhr und ich weiß nicht so recht, was ich eigentlich an der Tür gemacht habe. Ich sehe zur Tür hin und bemerke, dass sie ja ganz nass ist. Erst verwundert mich das etwas, aber dann merke ich schnell den Grund. Meine Augen schmerzen, sodass ich in den Spiegel schaue und sehe, dass meine Augen total rot sind. Ich muss wohl geweint haben, ohne es zu merken. Ich habe nicht mal gemerkt, dass soviel Zeit vergangen ist und ich über soviel nachgedacht habe. Es kam mir so vor, als wäre es ein Traum. Alles ein ganz schlimmer Albtraum! Ob es Mom gesehen hat, glaube ich nicht. In der Ecke, wo mein Bett ist, ist alles so dunkel. Ich schaue zum letztem Mal auf meine Schultasche und lege mich hin. Wie mit einem Fingerschnipsen bin ich eingeschlafen, denn ich wache erst am nächsten Morgen auf und sehe, dass ich schon zu spät in die Schule kommen würde. So bleibe ich zuhause und verkrieche mich weiter unter meiner Decke. Ich versuche all meine Gedanken von mir wegzuschütteln, doch es klappt nicht. Plötzlich höre ich schon wieder das Telefon. Ich befürchte, es ist wieder dieser Psychopath von gestern, der mir solche Angst gemacht hat, dass ich nicht rangehen werde.
“Mann!”, schreie ich wütend auf und stampfe zum Telefon. Schnell hebe ich den Hörer auf und fange all meine Wut da reinzuschreien.
“Hör zu, du Psychopath! Es kümmert mich ein Scheißdreck, was du sagt! Selbst, wenn ich Kakyo mag... Ich liebe nur Yuzuki, alles klar!?! Und du wirst Kakyo gefälligst kein Haar krümmen! Wenn du das tust, kannst du mich auch mit in den Tod reisen, hast du mich verstanden, du Dreckskerl!!?”
“Aha?”, lacht jemand am anderen Ende der Leitung.
“Hö?”, frage ich leicht verwirrt über die Reaktion und stelle fest, dass ich nicht mal gefragt habe zu fragen, wer am anderen Ende der Leitung ist.
“Schön, dass du so gesund bist und mich so gern hast, dass du auch nach mir sterben würdest. Aber das brauchst du echt nicht. Aber, dass du mich Psychopath nennst finde ich überhaupt nicht nett, Yukari.”
“Ka... Kakyo?!!”, brülle ich überrascht in den Telefonhörer. Mit ihm habe ich nun gar nicht gerechnet und jetzt weiß er ALLES!! Ich sinke mit dem Hörer zu Boden, weil meine Knie nachlassen und sage kein Wort mehr.
“Ähm... Yukari?”, höre ich ihn meinen Namen rufen.
“J... Ja?”, stottere ich vor mich hin, mein Blick immernoch geradeaus gerichtet.
“Und? Was ist jetzt mit diesem Psychopath?”, fragt er mich so ziemlich direkt.
“Ich... Nichts!”, brülle ich wieder und lege einfach auf. Nach meinem Auflegen klingelt das Telefon noch mehrmals, aber weil es mir peinlich ist, hebe ich auf keinen Fall ab. Nach dem Anruf bin ich sofort auf mein Zimmer gerannt und habe mich eingeschlossen. Ob ich mich dadurch sicherer fühle, weiß ich nicht so recht. Aber besser, als wenn jemand in mein Zimmer eindringt.
“Oh mann... Wie peinlich das ist.”, sage ich zu mir selbst.
“Was ist dir denn peinlich?”
“Was!?!”, drehe ich mich in meinem Schreck so hastig um, dass ich fast umfalle und bemerke eine Gestalt auf meinem Bett. Ich sehe nur die Umrisse und etwas glänzt in seiner Hand. Es ist ein Messer, wie ich feststelle. Als ich mich vorsichtig an den Lichtschalter rantaste und die Lampe anschalte sehe ich es genau. Ein Kerl sitzt auf meinem Bett und schaut mich wütend an.
“Du hast also mit Kakyo telefoniert? Wie reizend! HAB ICH DIR DAS NICHT UNTERSAGT!!?”, schreit er mich an und kommt auf mich zu. Er trägt ein Maske, aber trotz dieser sehe ich, dass er ziemlich wütend ist. Es ist der Psychopath! Ich habe keinen Ausweg. Die Tür meines Zimmers habe ich geschlossen und aus dem Fenster wäre es der sichere Tod!
“Was mach ich jetzt bloß!!?”, denke ich verzweifelt, während ich von seinem Gesicht zu der Waffe hinuntergucke...

//bitte gedulden ^^ fortsetzung folgt :p eure Lilu ^^//