A new adventure

sein, dann entscheidet ihr euch für die Digiritter die bereits in dieser Welt gekämpft haben.“[/i]
Für einen Moment herrschte Stille. Darcemon und Azulongmon schauten Gennai entgeistert an. Nach kurzen Augenblicken kam Darcemon wieder zu Wort und rief mit gehobener Stimme:
„Hab ich doch gesagt! Ha, ich hatte Recht, nun geb’s doch schon zu!“
„Du wirst mein Untergang sein, das weis ich ganz genau Darcemon. Na schön ihr habt vielleicht doch recht wir sollten die alten Digiritter zurück beten. Aber wir müssen vorerst für uns behalten was war.“, erklärte es.
„Warum denn das? Du musst den 5 doch ihre Erinnerungen zurückgeben.“, stellte Darcemon entsetzt fest. Doch Azulongmon schüttelte nur seinen gigantischen Kopf und erklärte weiter:
„Diese Kinder haben damals jegliche Erinnerung an das Geschehene vergessen. Ich finde wir sollten ihnen nur das Nötigste erzählen. Jedoch ihre Digipartner müssen sich an alles erinnern, so können wir ausschließen dass sie sich gegen ihre menschlichen Partner stellen. Die Kinder sollten von alleine herausfinden was ihnen widerfahren ist.“
„Na wenn du das meinst, werden wir deinem Wunsch nachkommen.“, beruhigte Darcemon den Wächter des Ostens. Mit einem leisen Räuspern machte Gennai wieder auf sich aufmerksam. Der Drache schaute hinunter und lächelnd meinte es:
„Ach ja, Gennai, ich bitte dich suche die Digiritter, alle und bringe sie hier her. Außerdem musst du besagte Digieier aus der Stadt des ewigen Anfangs holen. Und natürlich brauchen wir auch die alten Wappen und Digivice für die 5 und die der 8 anderen müssen neu erstellt werden.“
„Ich ahne schon dass ihr euch so etwas wünschen würdet.“, sagte Gennai ehrfürchtig und schloss seinen Satz mit einer tiefen Verbeugung, woraufhin er den Saal verließ.
Der weise Drache schaute einen kurzen Momentlang auf die riesige Eichentür, dann aber wandte er sich schnell wieder Darcemon zu:
„Verrat mir doch mal warum du so hartnäckig darauf bestehst, dass wir diese 5 Digiritter zurückholen?“
„Vielleicht weil ich es leid bin, mir von dir anhören zu müssen, dass wir nie für unsere Fehler gerade stehen. Schön und Gut es mag vielleicht sein, dass ihr es wart die diese Kinder mit Wappen und heiligen Digivices ausgestattet habt, doch bei der Wahl der Digipartner geschah etwas Unvorstellbares. Erinnerst du dich noch?“
„Natürlich wie könnte ich das vergessen. Die einzigen Digimon die auf diese Kinder passten waren, bis auf eins allesamt Digimon des Typus Virus. Ja das war irgendwie schon seltsam, das 5 Digimon die eigentlich für die Dunkelheit kämpfen sollten, nun die Welt vor der Dunkelheit retteten.“, erinnerte sich Azulongmon.
„Ja aber auch nicht ganz ohne Verluste.“, machte Darcemon seinem Gegenüber bewusst, so als erwartete er eine Reaktion seines Gesprächspartners. Die auch wie gewünscht folgte:
„Stimmt, das muss ich euch hoch anrechnen. Diese 5 starben für die Kinder und die beiden Welten. Schade war nur was nach ihrer Wiedergeburt geschah, als das Böse zum zweiten Mal den Weg durch die Feuerwand fand.“
„Ja aber es war nicht die Schuld der 5 und auch nicht unsere. Natürlich stehen wir 4 Digigötter der Schatten dafür ein, dass diese Welt mehr Dunkelheit erfährt, aber trotzdem ist auch uns bewusst, dass niemals das Gleichgewicht der beiden Mächte, Licht und Schatten, gestört werden darf. Denn ohne Licht kein Schatten, doch wo Licht ist wird auch immer Schatten sein, diese beiden Elemente sind nun einmal unzertrennlich, so wie Yin und Yang.“
„Das hast du aber schön gesagt, Darcemon.“, stichelte das Wesen des Lichts.
Doch außer einem gespieltem, beleidigtem Abwinken erhielt er kein Kommentar auf seine Bemerkung. Kurz darauf war Darcemon auch schon verschwunden, es hatte sich wortlos davon gemacht. Darcemon liebte die Theatralik, es trat nie ins Licht, gab sich so gut wie nie zu erkennen und nur eine Handvoll Digimon, hatten jemals die Ehre gehabt ihn in seiner wahren Gestallt zusehen und so hatte ihn auch diesmal wieder keiner erkannt. Azulongmon schüttelte lächelnd den Kopf und verschwand ebenfalls.

„Tai kommst du mal bitte!“, rief seine Mutter aus der Küche heraus.
Etwas missmutig erhob sich der Junge aus seinem Stuhl und gab seiner Mutter antwort:
„Komme sofort.“
Er schaute noch einmal aus dem Fenster und verließ dann das Zimmer. In der Küche angekommen fragte er.
„Was ist denn? Soll ich dir bei irgendetwas helfen?“
„Nein, nein, hier ist nur ein Brief für dich. Der lag im Briefkasten, allerdings ist kein Absender drauf.“
Seine Mutter hielt ihm den Briefumschlag entgegen. Tai griff nach ihm und bedankte sich bei seiner Mutter. Neugierig betrachtete er den Brief und zog sich in sein Zimmer zurück. Auf halben Weg jedoch rief ihn seine Mutter doch noch einmal:
„Ach Tai, ich habe doch noch eine Bitte an dich. Kannst du Karin in ungefähr einer Stunde vom Bahnhof abholen?“
„Stimmt, Karin war ja heute auf einem Schulausflug. Natürlich mach ich das.“, antwortete Tai und verschwand dann hinter seiner Zimmertür.
Die Tür fiel ins Schloss und Tai ließ sich wieder plump in seinen Drehstuhl fallen. Nochmals schaute er sich den Briefumschlag genaustens an, doch war nichts Außergewöhnliches an ihm zuerkennen. Tatsächlich fehlte der Absender, lediglich „An Taichi“, stand auf dem Umschlag. Tai sah ein das langes Grübeln auch nichts brachte und so griff er nach einem Brieföffner.
Heraus zog er einen mit Computer geschriebenen Zettel, auf dem stand:
„Lieber Taichi,
Ich hoffe es geht dir gut, schliesslich ist es lange her, dass wir uns sahen. Und erneut bitte ich euch um Hilfe, dich und die anderen sieben Digiritter. Wieder einmal schwebt die Digiwelt in großer Gefahr und sie kann nur mit eurer Hilfe gerettet werden.
Sorge bitte dafür das ihr alle euch in zwei Tagen an jenem Ort trefft, an dem vor Jahren eure Reise begann. Ich zähle auf euch.
Gennai“

„Das kann doch nicht wahr sein.“, flüsterte Tai fassungslos und las sich den Inhalt des Briefes nochmals durch. Nach dem dritten Lesen stopfte er den Brief in die Hosentasche und griff nach seinem Digivice. In Gedanken versunken sprach er zu sich selbst:
„Das beweist einem nur wieder, dass man nie leichtfertig Wünsche äußern sollte. Aber glaub mir Agumon wenn du meine Hilfe brauchst werde ich kommen.“
Er schaute auf sein Digivice und stellte fest:
„Schon viertel nach sechs. Wenn ich noch pünktlich am Bahnhof ankommen will muss ich jetzt auch schon los. Und dann muss ich danach wohl die anderen informieren.“
Er steckte das Digivice ein, ging zur Tür, losch das Licht und verließ das Zimmer. Im Flur verabschiedete er sich von seiner Mutter:
„Ich geh dann jetzt Karin abholen, bis später.“
„Sei vorsichtig Tai und vergiss nicht einen Schirm mit zunehmen. Es regnet immer noch so doll.“, erinnerte seine Mutter ihn.
„Natürlich, mach dir keine Sorgen.“
Im gehen griff er nach seiner Jacke, warf sie sich über, packte dann den Schirm, der an der Wand lehnte und öffnete die Tür.
Der nasse, kalte Wind blies ihm um die Ohren und ein leichtes Frösteln durchdrang ihn. Ohne weiter Zeit zu verlieren lief er los. Umso schneller er in der U-Bahn säße, desto besser wäre es, dachte er sich.

„Na T.K. ist Matt auch noch nicht da?“, fragte Karin den sich umschauenden, blonden Jungen. Doch der schüttelte nur den Kopf. Karin grinste und aufmunternd meinte sie:
„Tja Tai ist auch noch nicht da, aber wann kommt Tai schon mal pünktlich.“
„Matt hat auch viel zu tun, die Schule, dann noch die Band, aber ich bin mir sicher er wird noch kommen.“, erklärte T.K. und es schien als wolle er sich damit nur selbst gut zureden. Karin empfand dass auch so, weswegen sie ihn nun leicht betrübt anschaute.
„Hallo Karin! Tut mir leid das du warten musstest, die Bahn hatte Verspätung.“, rief ihr Bruder, mit den Händen wedelnd, schon von weitem.
T.K. wie Karin sahen nun beide auf und erkannten Tai der freudestrahlend auf die beiden zulief.
„Hey T.K., Matt gar nicht hier?“, fragte Tai etwas außer Atem.
T.K. schüttelte nochmals mit dem Kopf und Tai sah ein das dies wohl keine all zu gute Frage gewesen war. Um die bedrückende Stimmung wieder zu heben, schlug Karin freundlich vor:
„Tai, wir können T.K. doch mitnehmen und bei Matt zu Hause absetzen.“
„Wenn T.K. das möchte. Warum nicht?“, stimmte Tai mindestens ebenso freundlich zu. Höfflich wie er nun mal war bedankte T.K. sich bei Tai und so machten sich die drei auf den Weg zur U-Bahn.
Gerade als sie die Treppen zur U-Bahn hinunter gehen wollten hörte Tai wie jemand nach ihm rief. Schlagartig drehte er sich um und in dem dichten Menschengewirr, das auf der Straße herrschte, sah er Matt. Schnell gab er T.K. und Karin zu verstehen das sie warten sollten. Völlig fertig und laut keuchend, kam Matt bei den dreien an, nachdem er sich durch eine Horde junger Mädchen gedrängt hatte, die vor einem Schaufenster halt gemacht hatten. Tai sprang regelrecht auf seinen alten Freund zu. Mit einem überschwänglichen Händedruck und einer anschließenden Umarmung, begrüßten sich die beiden Jungen. Zaghaft stupste Karin T.K. in die Seite und meinte:
„Immer noch die besten Freunde. Halt auf ihre eigene Art und Weise.“
T.K. nickte stürmisch und beide begannen sie zu lachen. Nach dem die beiden ihren Lachanfall überwunden hatten, startete Matt mit seinen Erklärungen, obwohl es niemand von ihm verlangte:
[i]„Ich bin echt froh euch noch erwischt zu haben. Durch den starken Regen waren die Bahnen total überfüllt und ich bin nicht raus gekommen. Dann als ich endlich am Bahnhof angelangt