A new adventure
war, sagte man mir das T.K. mit euch mitgegangen sei. Da rannte ich sofort in Richtung U-Bahn, tja und wie man sieht hatte ich noch Glück.“[/i]
„Das kann man wohl sagen. Ach wir haben uns ja schon Ewigkeiten nicht mehr getroffen.“, stellte Tai lachend fest und warf seinen Arm um Matts Schultern. Dieser sah seinen ungewöhnlich gutgelaunten Freund kritisch, aus den Augenwinkeln heraus an.
„Is ja schon gut. Hab mich halt nur gefreut dich noch anzutreffen, heute…, ich brauch nämlich deine Hilfe bei etwas.“, flüsterte Tai in Matts Ohr.
„Na dann, werd ich mal versuchen dir zu helfen. Worum geht’s denn?“
„Das sag ich dir gleich, lass aber die beiden nichts hören.“, antwortete Tai und wies dabei auf T.K. und Karin.
Matt sah zwar immer noch leicht verwirrt aus, vertraute seinem Freund aber und so gingen sie etwas langsamer und ohne davon etwas zumerken liefen Karin und T.K. weiter die Treppen hinunter, wobei sie lachten und erzählten.
Als Tai der Meinung war das ihre beiden Geschwister weit genug entfernt waren, griff er in seine Hosentasche. Heraus zog er einen Zerknüllten, vom Regen leicht feuchten Zettel. Sorgfältig begutachtete Matt das Stück Papier, doch nur von der Rückseite des Blattes erhielt er nicht viel Aufschluss. Aber er merkte, wie Tai etwas zögerte, ihm zu erzählen worum es ging.
„Tai, was ist mit dir?“, fragte Matt und riss ihm den verknüllten Zettel aus den Händen. Sorgfällig las er sich den Inhalt des Briefes durch, wie auch Tai schon vor ihm. Und ebenso geschockt war der Gesichtsausdruck den Matt nach beenden des letzten Satzes hatte.
„Das ist mein Problem.“, fügte Tai hinzu.
„Ja…, neue Probleme…“, nuschelte Matt vor sich hin, ohne dabei wirklich auf die Worte seines Kumpels zuhören. Was dieser natürlich auch mitbekam und so nochmals auf seine Situation aufmerksam machte:
„Matt, hilfst du mir denn nun, die anderen zu benachrichtigen?“
„Was?“, fragte Matt überrascht, so als wäre er gerade erst aus einer Art Trance aufgewacht und nochmals wiederholte Tai, diesmal mit leicht genervtem Unterton, seine Bitte.
„Ob du mir hilfst die anderen zu benachrichtigen?“
„Du würdest also wirklich zurück in die Digiwelt gehen?“, gab dieser eine Gegenfrage, auf die aber keine Antwort kam.
Nachdenklich schaute Tai durch die langen, hell erleuchteten Gänge der U-Bahnstation. Ohne Matt in die Augen zu schauen fragte er ihn:
„Würdest du Gabumon denn nicht helfen, wenn es dich brauchen würde?“
Matt blieb stehen, seine Faust ballte sich und wütend schimpfte er:
„Was für eine dumme Frage ist das denn! Natürlich würde ich ihm helfen!“
„Die Frage war mindestens ebenso dumm wie die deine, Idiot.“, schrie Tai zurück und mit wütenden Blicken schauten die beiden Jungen sich an. Es sah aus als würden sie sich gleich an die Gurgel springen und auch die Menschen um sie herum waren stehen geblieben und stierten sie neugierig an. Doch trotz aller Erwartungen, begannen die beiden zu lachen und umarmten sich, dann liefen sie sofort wieder hinter T.K. und Karin her. Die beiden kannten die Allüren ihrer Brüder schon und so war es für sie eigentlich ganz normal, dass Tai und Matt plötzlich begannen sich zu Streiten, sich aber genauso schnell auch wieder vertrugen.
In der U-Bahn dann erklärten Tai und Matt ihren Geschwistern was geschehen war. Sie zeigten ihnen den Brief und letztendlich kamen auch die beiden zu dem Schluss dass sie ebenfalls zurück in die Digiwelt gehen würden, wenn wieder Gefahr drohe.
Matt und Tai machten aus, dass sie T.K. und Karin nach Hause bringen würden und sich dann eine halbe Stunde später bei Izzy treffen würden.
Tai wurde erst relativ spät bewusst, dass er mit einer halben Stunde wohl etwas geizig gewesen war. Schliesslich wohnte Izzy mittlerweile am Ende der, doch recht langen, Straße und ihm bescheid sagen, das er und Matt kommen würden musste er ja schliesslich auch noch. Langsam aber sicher begann er in Panik zu verfallen uns so zog er Karin unsanft hinter sich her während er immer wieder versuchte sie zum laufen zu bewegen. Karin aber war so geschafft von dem Ausflug, dass sie froh war, dass ihre Füße sie überhaupt noch trugen.
Als Tai und Karin zu Hause ankamen, blieb Tai nur noch eine viertel Stunde. Er lief in die Küche, meldete sich bei seiner Mutter zurück, griff während des Laufens nach einem Apfel, schob sich den tief in den Mund hinein, so als hätte er vor ihn mit einem Bissen zu verschlingen. Tatsächlich nahm er einen riesigen Bissen, würgte diesen hinunter und ging dabei wieder zurück in den Flur, zielstrebig aufs Telefon zu. Wie von selbst wählte sich Izzys Nummer. Das Freizeichen ertönte und gerade noch rechtzeitig schluckte Tai einen weiteren Happen Apfel hinunter.
„Koushiro, ja?“, meldete sich eine Jungenstimme.
„Wie gut du bist schon dran Izzy. Ich bin’s Tai.“, antwortete Taichi.
„Ich weis deine Stimme erkenn ich unter Tausenden. Worum geht’s denn?“
„Matt und Ich kommen nur gleich bei dir vorbei. Wir müssen dir was Wichtiges zeigen. Hab auch gar keine Zeit mehr, also bis gleich, tschau.“
„He Tai, warte mal…, Tai…!!!“, kam es noch aus dem Hörer gerufen, doch Tai legte auf ohne auf Izzys Rufe zu achten. Rasch schlüpfte er in seine Schuhe zog sich seine Jacke an und rief seiner Mutter zu:
„Mama ich geh noch mal schnell zu Izzy, bin bald wieder da.“
Noch bevor seiner Mutter jegliche Widerrede möglich war, fiel die Tür bereits wieder ins Schloss und Tai stürmte die Treppen hinunter.
Der Regen hatte glücklicherweise auch nicht wieder eingesetzt und auf dem Weg zu Izzys Haus standen überall, gelbliches Licht spendenden, Laternen, die Tais Sicht minimal verbesserten. Irgendwie war ihm unwohl, doch er wusste nicht warum und so dachte er nicht weiter drüber nach, sondern steckte all seine Energie ins Rennen.
Ca. 5 Minuten später kam Tai vor Izzys Haus an. Laut keuchend, schaute er sich nach Matt um, doch der war weit und breit nicht zu sehen. Stutzig machte ihn das schon ein wenig, aber er dache sich nichts weiter und beschloss erstmal rein zu gehen und dort auf Matt zu warten.
Mittlerweile hatte sich seine Atmung wieder normalisiert und so war er bereit zu klingeln. Er setzte seinen Zeigefinger auf den Klingelknopf und leise hörte er das Läuten im inneren des Hauses. Nur wenige Sekunden später öffnete sich die Tür und Izzy stand vor Tai. Sein grimmiger Gesichtsausdruck verriet, dass er alles andere als erfreut war, doch dafür war nach Tais Ansicht keine Zeit.
„Vielen Dank Izzy, dass wir zu dir durften. Ist Matt schon da?“, fragte Tai während er sich, ohne auf Antwort zu warten, an Koushiro vorbei zwängte.
Kopfschüttelnd sah Izzy seinen Kumpel an und meinte:
„Dreist wie eh und je… und nein Matt ist noch nicht gekommen. Aber vielleicht kannst du mir jetzt ja schon mal sagen, worum es denn nun geht.“
„Ach ja…, natürlich kann ich das. Warte…, hier!“
Tai hatte den Brief wieder aus seiner Hosentasche gezogen und streckte ihn Izzy entgegen. Prüfend sah auch er den Fetzen Papier an, das mittlerweile noch zerknitterter war. Nachdem er seine Prüfung beendet hatte, sah er sich den Inhalt des Schreibens genauer an. Als er zum Schluss gekommen war und mit seinen Augen vom Brief wieder zu Tai wanderte fragte er ungläubig:
„Das ist aber nicht wieder einer deiner dummen Scherze?“
„Izzy!“, rief Tai höchst empört, woraufhin er noch mal flüchtig einen Blick auf seine Uhr warf.
„Matt wird dir sicher auch gleich versichern können, dass es sich hierbei keines Falls um einen Scherz handelt!“, fügte Tai, mit merkbarer Nervosität hinzu. Gerade wollte Tai nochmals zum Gespräch ansetzen, da klingelte es an der Tür.
Noch vor Izzy war Tai zur Tür gesprungen und hatte diese auch bereits weit aufgerissen. Doch war die Enttäuschung und auch die Überraschung bei Tai groß als nicht Matt vor der Tür stand und bei Izzys Mutter, das ihr nicht der Sohn sondern sein Freund die Tür öffnete. Nach dem ersten Schock kamen Tais Manieren schnell zurück und Respektvoll verbeugte er sich vor Izzys Mutter und klärte die Situation rasch auf, wenn auch nicht ganz wahrheitsgetreu:
„Endschuldigen sie mein spätes erscheinen, doch ich habe eine wichtige Arbeit zuschreiben und ich dachte Izzy könnte mir vielleicht helfen. Aber wenn ich störe gehe ich natürlich wieder.“
„Nein, nein Tai, du störst keines Falls. Im Gegenteil, es ist doch ganz schön wenn Freunde von Izzy mal zu Besuch kommen.“, entgegnete sie lächelnd und verschwand dann Richtung Wohnzimmer.
„Wahnsinn als ob du zwei Gesichter hättest.“, spottete Izzy und musste auf Tais entsetzten Gesichtsausdruck hin laut lachen. Tai aber, der nochmals auf seine Uhr schaute, war gar nicht nach Lachen zu mute. Immer noch war Matt nicht aufgetaucht, dabei war er fast schon eine drei viertel Stunde überfällig. Tai war zwar von Matt gewohnt, dass er nicht gerade der Pünktlichste war und sonst machte ihm das ja auch nichts aus, doch Heute war irgendwie anders. Überall spürte er Gefahr, überall überkam ihn ein seltsames, beklemmendes Gefühl, das er nicht eher wieder loswurde, bis er im Licht stand. Tai war tief in seinen Gedanken versunken und so hörte er noch nicht einmal wie Izzy seinen Namen rief, erst als plötzlich dessen Hand auf seiner Schulter aufsetzte, schreckte Tai aus seinen Gedanken heraus und reagierte wieder auf Izzys Rufe.
„Ist alles in Ordnung mit dir Tai?“
„Was? Ach so…, ja ’türlich.“
„Okay dann lass uns jetzt zu Matt gehen.“
„Was?“
[i]„Tai du bist irgendwie seltsam. Ich hab dir doch eben vorgeschlagen, schnell zu Matt zu gehen und nach dem