Fanfic: Severus Snape und die Partenervermittlung
Kapitel: Das Date
Ich denke, ich lade endlich mal das letzte Kapitel von dem hier hoch ^^ Lange gedauert, obwohl ich es schon seit ewigkeiten fertig hab *drop*
Wie auch immer. Hier kommt das Ende und das verquere Date mit Nouelle. Es gibt ein paar Anspielungen, wie zum Beispiel die erwähnung des grauenhaften Spitznamens Schniefelus, wo ich mich in Grund und Boden schäme, ihn benutzt zu haben...
Wie auch immer.
Have fun XD
***
Fröhlich schwebte Severus durch sein Haus. Noch eine halbe Stunde, bis er bei seinem Date in Kapitän Blaubärs Fischrestaurant erscheinen musste.
Vorsichtig holte er einen schwarzen Frack aus seinem Schrank. Er war noch in durchsichtige Folie eingeschweißt und hatte noch gar keine Falten. Bedächtig zog er ihn an und betrachtete sich im Spiegel. Der Frack saß ihm wie angegossen und ließ ihn richtig elegant aussehen. Er war durchgehend schwarz, bis auf das weiße Hemd und den tief dunkelgrünen Kragen. Seinen Zauberstab steckte Severus in die Seitentasche.
Er fuhr sich noch einmal durch seine glänzenden schwarzen Haare und disapparierte in das Restaurant und zu Nouelle.
Als Severus sich wieder zusammen setzte stellte er zu seinem Entsetzten fest, dass er genau auf der Toilette erschienen war. Und die gab krachend unter seinem Gewicht nach. Mit dem Ellenbogen kam er bei seinem Sturz gegen die Spülung, die unter enormen Saugen versuchte, ihn weg zuspülen.
Von nebenan ertönte ein Schrei, der ihn noch mehr entsetzte. Das war kein Männerschrei gewesen. Sollte das heißen, dass er auf der….Er schloss die Augen und schlug die Hände vor die Augen. Er hätte es wissen müssen. Sein erstes Date seit vielen Jahren und es konnte nicht schlimmer in die Hose gehen. Und das konnte man wörtlich sehen.
Er hatte sich seinen besten Anzug mit Toilettenwasser versaut, stank nach WC-Reiniger und Urinstein und steckte doch tatsächlich in einer Damentoilette fest!
An der Tür klopfte es.
„Entschuldigen Sie bitte, ist alles in Ordnung mit Ihnen? Brauchen Sie Hilfe?“
Severus erstarrte in seiner ungünstigen Position.
Verfolgte ihn Maura, oder bildete er sich das nur ein? Diese Frau wollte doch nicht etwa sein Date mit Nouelle versauen? Obwohl, dachte er bitter, das habe ich bereits selber geschafft.
„Nein alles in Ordnung hier!“, piepste er mit verstellter Stimme.
„Sind Sie Sich sicher?“, fragte Maura.
„JA!“, knurrte er. Diese Frau machte ihn wahnsinnig. Er hielt sich an einem Behälter für Toilettenpapier fest und wollte sich hochziehen, doch…KRACH! brach er ab und verstreute seinen Inhalt auf dem Boden. SUPER!, dachte Severus. Besser kann es nicht werden.
Doch da hatte er sich getäuscht, denn Maura stieß nun die Tür auf, vom Helfersyndrom gepackt, und stieß ihm auch noch das harte Holz der Tür gegen seinen Kopf. Vor Schmerz schreiend sprang er auf, befreite sich somit aus seinem feuchten Gefängnis, lief aus der Toilette hinaus und versteckte sich hinter der nächsten Pflanze.
Was mache ich hier eigentlich? Und was habe ich in der Damentoilette gemacht? Und warum, WARUM bin ich so nass? Severus hatte durch Mauras Damentoilettentür-Schlag sein Gedächtnis verloren. Er wusste gar nichts mehr, entschloss sich aber, das beste aus dieser Situation zu machen und ging breitbeinig watschelnd (seine Hose war ja noch nass) in Richtung Männerklo. Dort angekommen stellte er sich unter den automatischen Handtrockner und ließ die warme Luft auf seine Hose pusten. Das sah extrem eigenartig aus, was auch die anderen Männer fanden, die an den Stehbecken, oder am Waschbecken standen.
Nachdem seine Hose trocken war, lief er wieder in das Restaurant und ließ sich auf einem Stuhl nieder. Prompt steuerte eine große, grau-haarige Frau auf ihn zu und ließ sich auf dem Stuhl ihm gegenüber nieder. „Severus! Was für eine Überraschung, dich hier zu sehen! Was tust du hier?“ Severus schaute auf.
„Verzeihung, kennen wir uns?“ Die Frau lachte auf.
„Severus, du und dein Humor! Jetzt tu mal nicht so. Sei mal ehrlich. Was machst du hier? Ich habe hier ein Date mit jemanden, aber er lässt sich nicht blicken…“
Severus starrte sie an. „Wie haben sie mich gerade genannt? Severus? Ist das mein Name?“
Verdutzt erwiderte die Frau seinen Blick. „Sag mal, hast du was getrunken? Ich bin es doch. Deine Kollegin. Minerva McGonagall. Erinnerst du dich nicht?“
Severus dachte angestrengt nach und schüttelte den Kopf.
Ungläubig und besorgt schaute Minerva Severus an. Offensichtlich dachte sie, dass ihr heißgeliebter Kollege nun völlig hinüber war. Severus bemerkte diesen Blick und stand unsicher auf.
„Ich glaube ich gehe dann mal lieber. Guten Tag noch, Mrs. McGonagall.“ Er drehte sich um und schob den Fuß ein Stückchen zu weit heraus.
Ein Kellner, mit einem silbernen Tablett bewaffnet, stolperte über diesen Fuß, schlug der Länge nach hin und schleuderte das Tablett, welches mit Hummer beladen war, hoch in die Luft. Dieses Tablett schlug, wie es der Zufall nicht anders wollte, direkt auf Severus` Kopf auf. Der brach kurz zusammen, rappelte sich aber schnell wieder auf. Angeekelt zog er sich den Hummer vom Kopf. Dann schaute er sich um und erblickte Minerva.
„Was machst du denn hier?“, blaffte er sie an. Minerva blinzelte verwirrt, dann fasste sie sich wieder.
Mit nicht minder unfreundlichen Ton blaffte sie zurück „Ich habe eine Verabredung mit einem Mann, wenn du nichts dagegen hast. Und überhaupt, was spielst du hier eigentlich???“
Darauf wusste Severus nichts zu antworten. Seufzend ließ er sich auf dem Stuhl nieder. „Ich habe ebenfalls eine Verabredung, aber sie lässt sich nicht blicken.“ Warum erzählte er ihr das? Mitleidvoll und verständnisvoll blickte sie ihn an.
„Meine Verabredung ist auch nicht aufgetaucht. Ich weiß nicht mal wie er aussieht. Ich habe mir einen total lächerlichen Namen zugelegt für ihn. Bei der Partnervermittlung habe ich mich Nouelle genannt.“
Severus erstarrte. Minerva? Nouelle? Beide? Gleich? Die selbe Person? Das Schicksal meinte es wirklich nicht gut mit ihm. Schicksal? Nein, das ganze Leben.
Minerva hatte seine versteinerte Miene bemerkt und fragte „Severus, ist irgendwas?“
Er stotterte „Du bist Nouelle? Ach du Schreck!“
Minerva sah ihn eine Weile fragend an und dann weiteten sich auch ihre Augen.
„Du bist mein…Date?“ Severus nickte steif.
„Na wunderbar!“, murmelte Minerva und sie schien das gleiche zu denken wie er: Warum nur ich? Was habe ich getan?
Minerva war die erste, die wieder den Mund aufmachte „Nun, also, vielleicht sollten wir das beste draus machen.“, schlug sie vor und Severus setzte in Gedanken dazu: Oder es einfach sein lassen und fluchtartig den Raum verlassen, ehe jemand ernsthaft zu Schaden kommt.
Bevor er Minerva seinen Plan erklären konnte, kam Maura auf ihren Tisch zu. Mit siegessicherer Miene baute sie sich vor den beiden auf. „Da bist du ja endlich, Mausebärchen!“
Severus erstarrte das Blut. MAUSEBÄRCHEN???
Minerva sah ihn und Maura erschrocken an. „Wer ist das?“, fragte sie.
Nun war es eine tatsächlich, schreckliche Situation. Obwohl Minerva nicht begeistert davon war, mit ihm den Abend zu verbringen, schien sie noch weniger über das begeistert zu sein, was ihr Kopf sich beim Anblick von Maura zusammen braute.
„Wer ich bin?“, fragte Maura spitz. „Ich bin seine Verabredung.“
Vollkommen fertig mit den Nerven und der Welt, ließ Severus den Kopf in seine Hände fallen. Selbst jetzt merkte er noch den eisigen Blick von Minerva. Zaghaft schaute er auf und in ihr Gesicht. Wenn Blicke töten könnten…
Die Frau ist wirklich gut. Die macht mir Konkurrenz, dachte er, als er sie betrachtete. Schade, dass er sich darüber nicht freuen konnte.
„Du hast zwei Verabredungen zur gleichen Zeit? Du Mistkerl!“, fauchte Minerva und stand auf. Severus setzte an, sie zu beruhigen und wollte erklären, dass das alles ein Missverständnis sei und Maura eine irre Stalkerin, aber dann besann er sich anders. Was sollte er sich die Mühe machen?
Minerva hatte mittlerweile die Aufmerksamkeit des ganzen Restaurants auf sich gezogen und schluchzte mit übertrieben lauter Stimme „Du bist der gemeinste Kerl, der mir je begegnet ist. Ich mach Schluss, Severus!!!“ Und damit wirbelte sie herum und verließ mit großen Schritten das Restaurant.
Ob ihr überhaupt bewusst war, dass wir noch nicht einmal zusammen waren?, fragte Severus sich und drehte sich um. Vor ihm stand Maura mit triumphierender Miene und von allen anderen Seiten kamen eisige Blicke. Offenbar, war er hier der böse.
„Fiesling!“, kam irgendwo von Rechts.
„Hintergeher!“, kam von Hinten.
„Betrüger!“
Es kamen noch ein paar weitere üble Beschimpfungen, aber als letztes kam etwas, welches das gemeinste war, das man Severus an den Kopf knallen konnte.
Jemand rief: „Schniefelus!“ (Sorry, musste sein, bitte nicht hauen)
Vor Wut bebend wirbelte Severus um. Er suchte in der Menge irgendjemanden, den er für das eben gehörte bestrafen konnte. Er bedauerte es, dass Harry nicht in der Menge saß. Er bemühte sich um seine Selbstbeherrschung, doch leider klappte das nicht so ganz. Bevor irgendetwas schlimmes passieren konnte, entschied er sich lieber dieses Restaurant zu verlassen.
Auf dem Weg zur Tür hinaus, hatte er einen genialen Einfall. Er würde zu seinem treuen Fanclub gehen (es war ja noch nicht zu spät an diesem Freitag) und allen, die sich dort versammelt hatten, Nachsitzen bei ihm aufbrummen.
Still grinste er in sich hinein. Ja, jetzt war ihm klar, was er eigentlich schon die ganze Zeit wusste. Er brauchte keine Partnervermittlung. Die Kerkerschwestern liebten ihn, und er liebte sie, jede einzelne. Beschwingt ging er in den Sonnenuntergang. Bevor er in den Kerker apparierte, dachte er an die letzten zwei Wochen zurück, und ihm wurde klar
NIE WIEDER!