A little Mistake
Warm, Weich, Kuschelig
Kapitel 2: Warm, Weich, Kuschelig
Mitten in deinem Zimmer blieb ich stehen, hörte, wie die Tür gerade ins Schloss viel.
Danach kamen Schritte, immer näher auf mich zu.
Knapp hinter mir, verstummten sie, setzten aber nach einigen Sekunden ihren Weg fort.
Du stelltest dich vor mich, sahest mir in mein zum Boden geneigtes Gesicht.
Ein Lächeln schlich sich auf deines, zwar konnte ich dies nicht sehen, oder hören, doch wusste ich es.
Ich kannte deine Art genau, wie du dich bewegtest, wie du lächeltest, alles an dir...
Du sahest mich noch einige Minuten stumm an, denn ich machte keine Anstalten mich auch nur ein kleines bisschen zu bewegen.
Stumm und starr sah ich auf den Boden unter uns.
Wünschte mir, ich wäre nicht hier, sondern irgendwo anders, nur nicht hier... ja sogar nachsitzen wäre mir wesentlich lieber gewesen, als bei dir zu sein...
Aber nun konnte ich nichts mehr daran ändern, ich war schon hier...
Noch vor wenigen Minuten hätte ich mich anders entscheiden können, aber nein... ich tat es nicht... ich musste ja unbedingt das tun, was von mir verlangt wurde...
Nun hatte ich auch noch das letzte Fünkchen Stolz verloren…
Tiefer könnte ich wohl kaum sinken...
Du seufztest, gingst einige Schritte rückwärts und ließest dich auf dein großes Bett fallen.
"Komm her.", fordertest du und klopftest mit deiner linken Hand neben dir auf das Bett.
Ich seufzte leise und ging, wenn auch nur widerwillig, deiner Aufforderung nach.
Bereits einige Sekunden später saß ich neben dir auf dem Bett und seufzte erneut.
"Ist dir nicht warm?", fragtest du kurz darauf mit einem Blick auf meine Jacke und legtest deine Hand auf meine Schulter.
"Ein bisschen...", murmelte ich.
"Dann zieh sie doch aus. Ich bin mir sicher du hältst es nicht mehr lange mit Jacke hier drinnen aus.", lachtest du, "Es wird wärmer werden..."
Etwas widerwillig nickte ich, und streifte die rote Jacke von meinen Schultern.
Sie lag nun in meinen Armen.
"Du kannst sie da drüber über den Stuhl hängen, wenn du willst.", sagtest du, mit einem üblichen Lächeln.
Ich nickte, stand auf und ging zum Stuhl.
Nachdem ich meine Jacke drüber gehängt hatte, kam ich zurück zu dir und setzte mich wieder.
Du lagst immer noch wie zuvor auf dem Rücken in deinem Bett und beobachtest mich.
Noch immer vermied ich es dich anzusehen, ich konnte es einfach nicht...
Mit einem gewaltigen Ruck wurde ich plötzlich nach hinten auf das Bett gezogen.
So kraftvoll dieser Ruck auch gewesen sein mag... ich landete sanft und weich, wie eine Feder in deinem, ich muss zugeben weichem, Bett.
Die Bettdecke, auf der ich lag, war wirklich schön weich.
Ich zog die Beine etwas an, rollte mich auf die Seite und kuschelte mich hinein.
So was Weiches hatten wir nicht, deswegen genoss ich es mich in die Decke kuscheln zu können.
So weich... so schön... so kuschelig...
Du hattest dich mit deinen Armen etwas abgestützt und beobachtest mich.
Ein Lächeln schlich sich mal wieder auf dein Gesicht.