Kingdom Hearts Twilight
den Herzlosen total umzingelt war.
"Ich komm ja schon", er ließ sein Schlüsselschwert erscheinen und gemeinsam kämpften sie nun gegen die Herzlosen.
Nach kurzer Zeit waren sie alle besiegt und alle waren erleichtert, dass es vorbei war.
"Okay, das hätten wir. Und weiter?", Riku deutete auf Niemand und die Person, die bei ihr war.
Der Fremde kniete neben Niemand. Sein Gesicht blieb unter einer Kapuze verborgen.
"Bin ich dir jetzt was schuldig?", fragte er Niemand.
Diese sah ihn wütend an und drehte dann ihr Gesicht weg.
"Wäre dieser Idiot nicht gewesen, wäre ich nicht hineingesprungen."
Mit einem Blick, der töten könnte, sah sie zu Sora.
"Wenn du ihn nicht unter Kontrolle bekommst werde ich ihn wieder einsperren!", sagte sie wütend.
"Wen meinst du?", fragte Sora total verwirrt.
"Wen ich meine? Na Roxas! Hast du noch nicht einmal bemerkt das er deinen Körper wieder übernommen hat? Ignorierst du ihn etwa?"
Sora fiel die Kienlade runter.
"Was? Roxas? Aber ..."
"Was aber?", fiel Niemand ihm ins Wort.
"Aber... wieso sollte Roxas das tun?", wollte Sora wissen.
"Er ist immerhin ein Teil von dir", meinte Kairi. "Da möchte er sich bestimmt auch mal zeigen."
Riku schien besorgt: "Und was, wenn Naminé das Gleiche bei dir versuchen wird?"
"Das... weiß ich nicht", musste Kairi zugeben.
"Das könnte durchaus passieren", meinte Niemand, "Aber sicher bin ich mir da nicht." "Echt?", Sora, Kairi und Riku sahen sie besorgt an.
"He? Und was ist jetzt mit mir? Habt ihr mich jetzt vergessen?", machte sich Roxas bemerkbar. "Wie?", die 3 schauten zu ihm rüber.
Er ging nun auf Sora zu, nahm seine Kapuze ab und schaute ihm tief in die Augen. "Du hast wirklich nicht bemerkt, dass ich deinen Körper übernommen habe? Wie schade", sagte er zu Sora und hatte einen finsteren Blick drauf.
Sora schluckte und nickte nur. "Ach ja, Riku, so heißt du doch, oder? Wie geht es denn eigentlich Axel?", fragte er plötzlich Riku, der ihn nur verdutzt ansah.
"Was? Axel? Woher soll ich das denn wissen?", er verstand nur Bahnhof. "Na, weil er doch dein Nie...", wollte Roxas sagen. Aber Sora schaltete sofort ein und hielt ihm dem Mund zu. "Nein, du darfst es nicht sagen!", schrie Sora.
"Sora, was hat das zu bedeuten?", Kairi und Riku verstanden gar nichts mehr.
Dann bleibt mir keine andere Wahl... Ich muss es ihm doch sagen..., überlegte Niemand.
"He Grauhaar!", rief Niemand zu Riku. Dieser sah sie wütend an.
"Meinst du etwa mich?", fragte er beleidigt.
"Ja, dich meine ich! Hör zu deine dunkle Seite ist nicht Xehanort sondern Axel!"
Mit dieser Ankündigung schaffte Niemand ein langes Schweigen, das von Sora unterbrochen wurde.
"WARUM HAST DU ES JETZT DOCH GESAGT?"
Gleich darauf bekam er von Riku eine Kopfnuss geschenkt.
"Heißt das, du wusstest es?"
"Aua, das tat weh," flennte Sora, "Ja, ich habe es gewusst. Aber die da hat ja gesagt, dass ich es dir nicht sagen soll. Aber jetzt hat sie dir es ja doch gesagt. Warum auch immer."
"Ach so ist das", verstand Riku nun.
"Das glaube ich nicht", Kairi war immer noch geschockt.
"Es ist aber die Wahrheit", versicherte Roxas mit verschränkten Armen.
"Na gut. Aber wieso hat sie es mir denn nicht gleich gesagt?", Riku schaute zu Niemand rüber.
"Weil es dafür einen guten Grund gab", antwortete sie und schaute ihn an.
"Aha, und welchen bitte?", rief Riku ein bisschen beleidigt.
Wenn das so weitergeht fangen sie gleich an zu streiten, dachte Sora nur. Roxas nickte, als wüsste er, was Sora gerade gedacht hatte.
Niemand überlegte, ob sie den Grund nennen sollte oder nicht. Schließlich sagte sie: "Denk nach und rate."
"Wieso beantwortest du mir meine Frage nicht? Wieso soll ich raten?", wollte Riku wissen.
Niemand schwieg einfach nur.
"Anscheinend müssen wir selber überlegen, es sei denn jemand von euch sieht eine bessere Möglichkeit, die Antwort zu bekommen", meinte Kairi.
Sora und Riku seufzten.
Also dachten sie alle drüber nach und nach kurzer Zeit fingen ihre Köpfe schon an zu rauchen.
"Also, ich habe keine blassen Dunst und ihr?", schaute Sora zu den Anderen rüber. Die schüttelten nur ihre Köpfe. -"Na toll."
"Man, wir wissen es nicht. Also spuck es endlich aus", rief Riku wütend.
"Ein bisschen mehr Respekt, ja? Schließlich sprichste hier mit ner Dame", sagte Niemand nur als Antwort.
"Na und, schließlich biste nur ein Niemand. Also zählt das nicht", Riku wurde noch wütender.
"Ach ja? Ich bin auch nur ein "Niemand". Also pass auf was du sagt, ja?", mischte sich Roxas ein.
"Wie bitte?" Riku schaute mit finsterem Blick zu Roxas rüber. Dieser schaute ihm ebenfalls mit so einem Blick an.
"Wenn das so weitergeht gibst hier gleich echt ne Prügelei", seufzte Sora. Kairi nickte zustimmend.
"Du solltest wirklich aufpassen, was du da sagst", meinte Roxas.
"Das Gleiche rate ich dir auch", gab Riku als Antwort. Weiterhin sahen die beiden sich mit einem finsteren Blick an. Am liebsten würden sie sich jetzt gegenseitig aufspießen.
"Anderen nachplappern kann ich selber!", rief Roxas, "Kannst du sonst nichts besseres?!"
Kairi mischte sich jetzt ein, da es ihr einfach zu viel wurde: "Regt euch doch ab!"
"Halt du dich da lieber raus!", riefen Roxas und Riku gleichzeitig.
"Aber... aber ich wollte euch doch nur helfen", Kairi bekam Tränen in den Augen. Sora tröstete sie, während Riku und Roxas noch weiter stritten.
Das reicht..., dachte Niemand, die vorher nur untätig zuschaute und schrie darauf die Beiden an: "Hört jetzt endlich auf mit dieser Streiterei! Das bringt doch gar nichts!"
"Ach ja? Aber du hast doch angefangen", meinte Riku und sah zu ihr rüber.
"Ja, du hast ja Recht. Aber jetzt vergessen wir das erst mal und kommen zum eigentlichen Thema zurück..."
"Na gut, wenn es unbedingt sein soll", waren sich Riku und Roxas einig. "Na dann, wir hören... Warum hast du mir oder besser gesagt uns, nicht früher gesagt, dass Axel mein Niemand ist?", fragte Riku noch mal ausführlich.
"Also, das ist so... Axel befindet sich zur Zeit an einem sehr gefährlichen Ort...", fing Niemand an, "Aber um da wieder wegzukommen braucht er dich, Riku. Doch für dich und deine Freunde ist es dort viel zu gefährlich. Darum hat Axel darauf bestanden, um euch zu beschützen, dass ich nichts darüber sagen soll, dass er dein Niemand ist. Er war davon überzeugt, dass du ihm helfen willst."
Roxas sah Niemand erschrocken an.
"Axel...", flüsterte er leise und wandte sein Gesicht ab.
Niemand schien das zu nerven.
Sie ging auf Roxas zu und packte ihn beim Kragen.
"Du hättest dich da erst gar nicht einmischen sollen! Wenn du so was noch mal machst kann das Konsequenzen haben. Also vergiss Axel, kapiert?"
Wütend sah Roxas den Boden an. Er erinnerte sich daran wie oft Axel ihm schon geholfen hatte, und jetzt? Jetzt sollte er nur tatenlos zu sehen?
"NEIN!", rief er plötzlich wütend und löste sich aus Niemands Griff.
"Was hast du vor?", sagte Niemand zu Roxas, welcher nun auf Sora zulief.
"Was?! Nein!", schrie Niemand, doch es war zu spät.
Grinsend sah Roxas Sora an.
"Du kommst doch mit, Sora?"
Sora grinste nur.
"Logo! Freunde lässt man nicht im Stich!"
"Gut", Roxas war erleichtert das zu hören.
"Nein, das dürft ihr nicht tun!", schrie Niemand, aber die Beiden waren nicht mehr umzustimmen.
"Tut uns Leid. Aber es geht nicht anders", entschuldigte sich Sora bei Niemand. Diese sah ihn nur geschockt an.
"Dann wollen wir mal...", meinte Roxas.
Ob das gut geht?, dachte sich Niemand und wandte den Blick ab.
"Und ab durch die Tür!", rief Roxas und ging auch prompt darauf zu.
Doch Niemand stellte sich ihm in den Weg.
"Wag es ja nicht", sagte sie böse. Doch Roxas sah sie gleichgültig an.
"Du vermisst ihn doch auch. Warum stellst du dich mir in den Weg?"
Beschämt sah Niemand zur Seite.
"Ich hab versprochen das dir nichts passiert. Und ich halte meine Versprechen."
"Aber wie kannst du Schuldgefühle haben wenn du doch kein Herz besitzt?"
Erschrocken zuckte Niemand zusammen.
Roxas fuhr fort.
"Bei mir, Axel und Naminé ist es anders als bei dir. Unsere Herzen exestieren noch. Du jedoch musst deins erst wieder finden. Gehe aus den Weg!"
Roxas Worte haben Niemand ziemlich getroffen und sie machte den Weg jetzt doch frei.
"Danke", sagte Roxas nur und griff nach der Türklinge. "Das wird kein Spaziergang. Ich hoffe, ihr seid bereit?", fragte Roxas. Riku und Kairi nickten zustimmend.
"Okay, dann los...", er öffnete darauf die Tür und sie sprangen sofort durch. "Ich hoffe, dass ich diesen Schritt nicht bereuen werde", überlegte Niemand und sprang hinterher.
Doch kaum waren sie alle angekommen merkten sie schon, wie gefährlich es werden würde. Denn kurze Zeit später tauchte eine Schar von Herzlosen und Niemanden auf.
"Genau, das war einer der Gründe warum ich euch nicht hierher lassen wollte", meinte Niemand als sie die vielen Herzlosen und Niemande erblickte.
"Keine Sorge. Damit werden wir schon fertig", versicherte Roxas. Niemand war aber nicht fest von seinen Worten überzeugt und seufzte nur.
Als sie gerade anfangen wollten sich gegen ihre Feinde zu behaupten erschien plötzlich ein seltsames Licht und sie wurden alle voneinander getrennt.