Vogel
Vogel
Es war ein Tag wie immer. Ein Vogel sang sein Lied. Ein Lied von Freude, von Liebe und von Wärme. Etwas weiter entfernt blühten zahlreiche Blumen und liesen ihre Düfte, harmonierend mit dem Gesang der Vögel, durch die Luft schweben. Ja, es war ein wunderschöner Tag.
Im Schatten einer Linde saß ein junges Mädchen und ließ ihre Beine im klaren Wasser des kleinen Baches, der sich durch das Tal wand, baumeln. Leise summte sie ein Lied. Es war das Lied der Vögel. Ja, die Vögel. Wie gerne würde sie einer sein. Sich mit ausgebreiteten Schwingen in die Lüfte erheben, die Welt von oben ansehen, zu den Wolken fliegen! Sehnsüchtig reckte das Mädchen die Arme gen Himmel. Sie schloss die Augen.
Frei.
Das wollte sie sein. Ihre Freundinnen missachteten diesen Wunsch, da sie meinten, frei sein würde nur Unglück bringen. Man wäre nicht mehr geschützt und müsste alles alleine regeln. Man wäre auf sich allein gestellt und außerdem wäre sie ja schon frei.
Aber was bedeutete schon finanzielle Freiheit? Und die ganzen Abenteuer, die Risiken, die machten ihr nichts aus. Sie wollte leben! Ihr Leben und nicht das eines wohlerzogenen Mädchens. Sie wollte frei sein, wie ein Vogel.
Lächelnd legte sie sich in das Gras. "Frei...", murmelte sie.
Und was dann geschah, spielte sich leider nur in ihrer Traumwelt ab.
Sie stand an einem See. Das Wasser glitzerte und glänzte, als wäre es der einzige Tag, an dem es dies tun könne. Die Schuppen vieler Fische schimmerten unter der Wasseroberfläche und satte grüne Bäume und Schilf säumten das Ufer. Sie trat an das Wasser heran. Blickte in ihr Spiegelbild. Sie konnte sich nicht mehr davon abwenden. Sie sah anders aus. Schöner. Unglaublich schön und seltsam zugleich.
Ihre sonst braunen Haare hatten waren dunkelblau und fielen locker um ihre Schultern. Ihre Augen strahlten in einem Meerblau und hatten keinen gedämpften Braunton mehr. Ihre ganze Statur war zierlicher geworden, dennoch spürte sie die Kraft in ihren Flügeln. Flügeln? Ja, statt Armen hatte sie nun starke Schwingen und anstelle von Füßen waren Krallen. Ihre Beine waren, genau wie ihre Flügel und ihr Brustkorb, mit blauen Federn bedeckt. Fast alles an ihr war zum Vogel geworden. Sogar im Inneren war sie zu einem geworden. Aber kein Gartenvogel, sie war ein starker Raubvogel. Eine Schönheit, eine gefährliche Bestie, ein einfaches Mädchen, ein Vogel. Sie hatte die Fähigkeiten eines Raubvogels, die ausgezeichnete Sehkraft und in den Bienen sowie in den Flügeln, das fühlte sie, schlummerte eine ungeheure Energie, die nur darauf wartete, freigesetzt zu werden.
Langsam löste sie sich von ihrem Spiegelbild uns schaute empor. Eine Schar Vögel kreiste am Himmel. Auch ihr Gefieder war blau. Nur hatten sie die Größe einer Dohle. Sie scheinen sie zu locken.
Das blaugefiederte Mädchen wartete nicht lange und breitet vorsichtig die Schwingen aus. Sie lief einige Schritte, schlug mit den Flügeln und schwang sich hinauf.
Die Kraft, die so lang in ihr geschlafen hatte, erwachte auf ein Mal und wuchs ins Unendliche. Fröhlich lachend flog sie über den See, umrundete ihre waren Freunde und machte sich mit ihnen auf den Weg zu den Wolken.
ich hoffe die geschichet hat euch gefallen...
seht bitte über die rs fehler weg^^""
eure haku
würd mich über kommis freuen^^