Fanfic: Valentinsparty

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Kapitel: Teil 4: NejixTenten

Teil 4: NejixTenten

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Die anderen sahen alle so gut aus. Traumhaft. Für jedes männliche Wesen ein Hingucker.
Wieso musste ich immer so…konservativ gekleidet sein?
Okay, der Schlitz ließ schon einen guten Blick auf mein Bein frei, aber als ob meine Beine jetzt die schönsten wären!
Aber wen wollte ich mit einem aufreizenden Outfit rumkriegen?
Mr. Mein-Clan-ist-der-beste-Eisklotz?
Das wäre ja eine ganz tolle Taktik…
Obwohl…er war auch nur ein Mann.
Und konnte Man(n) einem schönen prallen gut sichtbaren Dekoltée widerstehen?
Nein…
Bei Hinata oder Ino würde es wenigstens etwas bringen einen tiefen Ausschnitt zu wählen, aber mir Flachbrett?
Nee, das würde auch nichts bringen.
Seufzend lauschte ich noch weiter Hinatas Worten.
Sakura war auch schon längst weg.
Wahrscheinlich wieder in Gedanken bei Sasuke.
Das war auch so einer von Nejis Kaliber.
Arrogant und kalt.
Und Hinata?
Die redete fast nur wirres zeug.
Sie dachte sicherlich auch wieder nur an einen Typen.
Naruto so wie ich sie kannte.
Die Arme tat mir auch leid.
Seit Jahren war sie in diesen Volltrottel verliebt, doch der merkte es nicht ,mal!
Und dann war er immer so vertraut mit Sakura…
Dieser Idiot liebte die anscheinend immer noch! Und Hinata tat er weh!
War der so blöd oder tat der nur so?
Ich tippte eher auf ersteres…

Aber was zermalmte ich mir nun schon wieder den kopf mit den Liebes-Problemen der anderen?
Über Ino hat ich noch nicht nachgedacht…
Das war auch so eine…ARGH!!!!
Wenn ich nicht gerade Hinata irgendeine Antwort gegeben hätte, ich glaub es war so eine Frage mit: „Freust du dich auf Inos Party?“ oder so, hätte ich mir selbst eine geklatscht.
Wer konnte bloß nur so selbstlos sein wie ich es war?
Ungewollt schweifte mein Blick zu meiner Laufnachbarin.
Dunkle Blaue haare…
SIE war noch selbstloser…
Als ich sie betrachtete fiel mir auf dass sie gar nicht mehr redete.
Und ich merkte auch bald den Grund wieso.

Wir standen bereits vor Ino’s haus, und wenn Hinata und ich nicht Sakura aus ihrer Traumwelt zurückgeholt hätten, würde Sie jetzt mit ihrer Stinrn an der Tür kleben .Ino machte uns sogleich auf.
Sie sah wohl am besten aus.
Ihre kurzen blonde Haare, offen auf ihren Schultern hängend, dazu ein wirklich sehr kurzes Wollkragen-Pullover-Kleid, aus ganz feiner Wolle.
Wie ein Engel.
Und dazu hatte sie sich kaum geschminkt, sie trug flache weiße Stiefel.
Das rundete ihren Look perfekt ab.

Sie sagte uns wir sähen spitze aus.
Aus Höflichkeit bedankte ich mich ebenfalls.
Sonst wäre wieder der
Ich-sehe-gar-nicht-toll-aus/ach-quatsch-tust-du-Streit
ausgebrochen, und darauf hatte ich wahrlich keinen Bock.

Kurz nachdem Hinata und Ino wieder verschwunden waren, standen Sakura und ich wie bestellt und nicht abgeholt im Flur herum.
„Komm…“ sagte ich und nahm Sakura dabei an der hand, „lass uns mal ansehen was sich Ino dieses Jahr ausgedacht hat!“
Und bevor sie protestieren konnte, hatte ich sie schon mitgeschleift.
Überall, und zwar wirklich überall, selbst auf der Toilette, hingen Herzen, Rosen und anderes Kitsch-Zeugs.
Selbst das Klopapier war mit Herzchen versehen.
Ino hatte wieder mal übertrieben.
Doch irgendwo fand ich es auch süß…

Es waren schon fast zwei Stunden voll einseitiger und monotoner Dialog, vergangen ,da holten Sakura und ich uns etwas zu essen, an jeder Ecke standen Tabletts mit kleinen Häppchen, und zu trinken. Von der Alkohol-Bowlen-Bombe ließen wir lieber die Finger.
Und mit dieser Rumschleif-Aktion hatte ich eigentlich bezwecken wollen auf andere Gedanken zu kommen. Nur leider ging dieser Schuss nach hinten los.
Ich dachte wieder nur an ihn…
An meinen gefühlskalten Teamkollegen Neji Hyuga.
Ich fragte mich wirklich wieso er eigentlich so kalt war.
Er hatte sich nach dem Kampf mit Naruto vor sechs Jahren geändert, doch auch nur minimal, und dies hauptsächlich in der Hinsicht gegenüber Hinata.
Mir sagte er jedes mal aufs neue, falls wir denn mal wieder zusammen trainierten, was uns des öfteren von der Hokage gesagt wurde und Lee uns immer wieder dazu überredete (Moment mal: Neji ließ sich überreden?!),wie schwach und nutzlos ich doch sei.
Wie sehr ich ihn behinderte und wie sehr er darüber erleichtert war nicht mehr mit mir in einem Team zu sein.
SEHR aufbauend diese Worte, wirklich.
Musste ich schon sagen.

Doch was sollte ich denn tun?
Egal wie sehr ich auch versuchte ihn zu hassen, es ging nicht, je mehr ich probierte ihn zu hassen desto stärker wurde die Liebe zu ihm.
Verdammt, so ähnlich musste es doch eigentlich auch Sakura gehen.
Ich blickte zu ihr, doch die starrte nur an mir vorbei.
Ich folgte ihrem Blick und mir blieb der Bissen den ich gerade schlucken wollte im hals stecken.
Da war ER.
Und tanzte.
Mit einer anderen.
Irgendwas brannte da in mir durch.
Irgendetwas riss in diesem Moment, wo ich ihn da so tanzen sah.
DAS konnte doch wohl nicht war sein!
Am Rande bemerkte ich noch wie Sakura mir zunickte, als ich auf diesen miesen Verräter zustürmte.

Damals fiel mir gar nicht auf, wie gequält der Hyuga aussah.
Das Mädchen war recht gut gebaut. Vor allem oben rum.
Wieder war da so ein kleiner Stich in meinem Herzen.
Sie drückte sich förmlich an ihn, schmiegte sich an ihn und riss ihn andauernd herum.
Auch sah dieses Herumreißen in diese Moment als tanzen an, ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich über diesen Anblick schlapp gelacht.

Als ich hinter dem wehrten Herrn stand, packte ich ihn an der Schulter und wirbelte ihn zu mir herum.
Er war größer als ich, doch das störte mich nun wirklich nicht.
„Tenten dan-…“
Ich ließ ihn nicht zu ende reden.
Er sah verblüfft und doch erleichtert aus.
Das Mädchen zeterte irgendwas Unverständliches vor sich hin.
Hasserfüllt blickte ich ihm in die weißen Augen.
Doch konnte ich die Tränen kaum zurück halten.
Mit einem Mal holte ich aus und schlug zu.
Mitten in nejis Gesicht, der Schlag musste heftig gewesen sein denn ein sehr roter Abdruck war nun auf seiner linken Wange zu sehen, auch taumelte er etwas.
„ICH HASSE DICH NEJI HYUGA!!!!!!!!!!“
Und weg war ich.
Drückte mich durch die Paare.
Wollte nur weg.
Doch irgendwie verlor ich die Orientierung in dem Gewühl.
Schließlich fand ich mich in einer angelegen Ecke wieder.
Mit einer Couch.
Ich ließ mich auf diese fallen und weinte in meine Hände hinein.
Ich merkte gar nicht wie jemand zu mir kam.

Erst als ich spürte wie die Couch runtergedrückt wurde, schreckte ich auf.
Schnell wischte ich mir die Tränen weg und drehte mich zur anderen Seite.
„Was willst du Neji…?“
Meine Stimme war brüchig, rau und nicht mehr als ein Flüstern.
Ich konnte sie einfach nicht fest klingen lassen, innerlich war ich ja total aufgelöst.
„Ich weiß nicht so genau. Ich bin dir einfach hinterher.“
„Verschwinde wieder. Ich möchte dich nicht mehr sehen.“
Nun klang ich nicht nur rau sondern auch gereizt.
Und das war ich auch.
„Wieso Tenten?“
Wieso? WIESO?????????
Das war doch wohl nicht sein Ernst?
„Bist du so blöd oder tust du nur so?“
Irgendwie hatte ich das Gefühl diesen Satz schon einmal gesagt zu haben.
„Also so tun tu ich nicht…von daher eher das erste.“
Moment mal, Neji ließ sich verarschen?
Vorsichtig drehte ich mich zu ihm um.
„Wer bist du?“
„Was?“
Er war sichtlich verwirrt.
„Wer bist du? Was ist mit Neji passiert? Wo hast du ihn hingebracht?“
Wenn er mich nicht vorher verletzt hätte, hätte ich bei dem Gesichtsaudruck den er daraufhin machte laut los gelacht.
Er sah mehr als einfach nur belämmert aus.
„Ich weiß nicht was du meinst?“
„Neji Hyuga, der Eisklotz in Person neben dem uchiha, würde sich nie, niemals, so etwas gefallen lassen.
Neji Hyuga hätte wütend umher gebrüllt oder hätte etwas Abwertendes erwidert oder geschwiegen aber sich nicht darauf eingelassen.“
Mit dieser Aussage war er entweder überfordert oder überfordert.
Ich tippte mal auf letzteres.
„Ich bin Neji Hyuga, höchstpersönlich. Und wieso sollte ich abwertend zu dir sein?“
„Weil du es immer bist!“
Ohne zu überlegen hatte ich geantwortet.
Und mich gleich dafür erschlagen können.
Da hatte ich ihm doch glatt beinahe offne gestanden dass mich das was er sagte verletzte. Wie viel Pech kann ein Mensch eigentlich an einem Tag haben?!

Ich merkte wie er tief Luft holte.
„Tenten ich…“
Er fing noch mal an. Was sollte das denn jetzt werden?
„Egal was ich jemals zu dir gesagt habe, so war es nicht gemeint. Ich wollte nicht so zu dir sein. Ich wollte dich nicht verletzen…ich…“
War er betrunken?
Ja das musste so sein. Denn die Person die vor mir saß, hatte definitiv nicht die Verhaltens- und Sprechweisen wie NEJI HYUGA!
Ich schätzte mal auf 6, 0 Pro Mille.
Anders konnte es nicht sein…
„Bist du betrunken?“
Wieder sprach ich meine Gedanken laut aus ohne es zu wollen.
„Nein. Vollkommnen nüchtern und jetzt hör mir gefälligst mal zu und nimm mich ernst!“
Okay, DAS war Neji Hyuga.
„Ich…“ er machte dort weiter wo ich ihn unterbrochen hatte.
„ich liebe dich!“ und zog einen Strauß weißer und lila Rosen hinter seinem Rücken hervor.
Nein.
Das glaubte ich jetzt mal nicht.
War das eben tatsächlich aus NEJIS Mund gekommen?
Ich konzentrierte mich und versuchte herauszufinden ob jemand vielleicht Henge benutzte, doch das war nicht so.
Da saß wirklich Neji vor mir und hatte mir gerade gesagt er liebte mich!
Ich war baff…
Und überglücklich.
„I-ist das dein ernst?“
„Nein! Weißt du ich zieh immer so eine Show ab und blamiere mich immer wieder gerne!“
Ohne zu realisieren was ich tat warf ich mich ihm um den hals.
„Verdammt du Idiot! Wieso hast du mir es dann all die letzten Jahre so schwer gemacht?“
„Ehm…nächste frage?“
„Du machst mich wahnsinnig und ich liebe dich