Hinata und die Macht der Finsternis
Eine unheimliche Nacht!
Der Regen schien noch stärker geworden zu sein. Schließlich beschloss Hinata, das Radio anzustellen, um die Wettervorhersage für den nächsten Tag zu hören. Nicht auszudenken, wenn sie auf die Mission keine Regensachen mitnehmen würde!
Der Empfang ihres Lieblingssenders „Konoha Rock Radio“ war durch das Unwetter gestört. Sie drehte langsam am Empfangsknopf, um einen anderen Sender zu suchen. Schließlich fand sie ein Programm mit klassischer Musik und lauschte den letzten Takten eines Orchesterstücks, das ihr irgendwie bekannt vorkam!
Die sanften Klänge beruhigten ihre Nerven. Nachdem Hinata mit den letzten Vorbereitungen für morgen fertig war, fühlte sie sich ausgelaugt. Der Streit mit Naruto und der lange, harte Tag hatten sie erschöpft. Sie fürchtete, dass sie bei den einschmeichelnden Radioklängen einschlafen könnte. Um Wachzubleiben, rieb sie sich die Augen und fuhr sich mehrmals mit den Händen durchs Haar.
Noch einmal ging sie die Liste durch und dachte nach was sie schon eingepackt hatte. Ein Mann mit wohlklingender Stimme begann die Elf-Uhr-Nachrichten zu verlesen. Sie hörte nur mit halbem Ohr zu, bis der Sprecher sagte: „Und hier noch eine Mitteilung der Hokage Tsunade. Gesucht wird der 35-jährige Takeru der heute Nacht aus der Nervenheilanstalt in Suna ausgebrochen ist. Er gilt als allgemeingefährlich. Er hat in Suna und Umgebung mehrere Menschen ertränkt und versucht Katzekage Gaara umzubringen. Die Hokage geht davon aus, dass er sehr gut im Umgang mit Taijutsus ist. Er soll sich zur Zeit in der Gegend von Konoha aufhalten. Sachdienliche Hinweise...“
Unwillkürlich erschauerte Hinata. Der Mörder war in Konoha!
Sasuke saß vor dem Fernseher als sie diese Meldung rausgaben. Mit gemischten Gefühlen lauschte er dieser Ankündigung. Einerseits war er froh, dass es mal wieder Abwechslung gab...doch andererseits hatte er Angst um seine Freundin Sakura! „Naruto!“, rief er seinen besten Freund. „Hmm....?“, war die gedämpfte Antwort aus seinem Zimmer.
Sasuke seufzte und sprang von der Couch und rannte in das Zimmer seines blondhaarigen Freundes. Er machte keine Anstalten anzuklopfen sondern trat einfach hinein.
Naruto war schon wieder ganz woanders. Er wollte morgen mit Hinata sprechen und sie um Verzeihung bitten. Gerade als er aufstehen wollte um sich einen Plan zurechtzulegen (Typisch Jungs tzzz) dröhnte Sasukes Stimme von unten: „Naruto!“ Er wusste nicht was er antworten sollte also grummelte er nur ein unverständliches „Hmm....?“
Er hörte, wie Sasuke die Treppe mit schnellen Schritten heraufrannte und dann eine Tür die aufgerissen wurde: seine Tür! „Was ist denn los?“, fragte er erstaunt. „Ich habe dir Nachrichten gesehen...“, sagte er und begann von dem Irren und dass er hier war zu erzählen.
Naruto hatte den gleichen Gedanken wie er, dass konnte Sasuke in den Augen des Freundes sehen. Sie schimmerten vor Vorfreude doch auch er hatte Angst um ein bestimmtes Mädchen: Hinata! „Sag mal...wieso hast du dich von ihr getrennt, wenn du sie noch liebst?“, begann er zaghaft. „Weißt du, ich wollte das nicht sagen doch es schien mir so als würde jemand andres meine Gedanken kontrollieren! Ich versuchte die ganze Zeit zu schreien: Hinata ich liebe dich doch! Aber es ging nicht ich hatte keine Kontrolle über meinen Mund!“, antwortete dieser zornig. Doch Sasuke wusste, dass er nicht auf ihn sauer war.
Entschlossen machte sie sich ans Essen zusammenrichten. Doch da ihre Gedanken ständig zu dem Mörder zurückkehrten, überhörte sie sogar den Wetterbericht.
Ohne das Radio abzustellen, machte sie sich schließlich zum Schlafengehen fertig. Sie wollte lieber früher aufstehen und dann das Essen herrichten. Jetzt war sie einfach zu müde dazu.
Hinata schlüpfte unter die rosa Bettdecke und zog sie sich über den Kopf. Im Bett fühlte die sich sicher und geborgen. Außerdem beruhigte es sie, dass ihr Vater im letzten Jahr nach einer Serie von Einbrüchen alle Türschlösser des Hyugaanwesens und Fensterriegel hatte erneuern lassen.
Hinata lauschte auf die beruhigenden Klänge aus dem Radio und wartete auf den Schlaf, der sie von ihren unangenehmen Gedanken erlösen sollte!
Schließlich fielen ihr die Augen zu.
Naruto wanderte unruhig in seinem Zimmer umher. Der Regen hatte schon seit einer ganzen Weile nachgelassen doch seine Unruhe und sein Unbehagen waren geblieben. Sasuke saß auf seinem Schreibtisch verkehrt rum drauf und beobachtete seinen Freund genervt.
Die beiden hatten vorher überlegt, was sie tun könnten um die Mädchen zu beschützen! Doch keinem der beiden war eine vernünftige Idee gekommen.
Seitdem schritt Naruto sein Zimmer auf und ab und brachte so seinen besten Freund in Rage.
Nach einer Weile lies Sasuke ein herzhaftes Gähnen ertönen und machte sich auf den Weg in sein Zimmer jedoch nicht ohne zuvor noch ein „Nacht!“ zu nuscheln.
Naruto wünschte ihm ebenfalls eine gute Nacht und lies sich dann in sein Bett fallen!
Doch schlafen konnte er nicht! Er musste immerzu an Hinata und das was heute passiert war denken!