True Love

Der lange und steinige Weg zum Verständnis

2. Teil

*reinkulla*
So, da bin ich wieder ^^
Und hier ist, wie versprochen, der zweite Teil ^.^
Über die Kommis hab ich mich riesig gefreut, und auch darüber, dass dieser OS so gut angekommen ist *freu*
*knuddl u all*
Ich hoffe er gefällt euch weiterhin ^.^
Dies ist der zweite Teil, er ist diesmal ein wenig länger geworden, aber ich hoffe das macht euch nichts aus.
Und bevor ihr alle hier noch sabbernd einschlaft, lass ich euch lieber lesen!
Vorhang auf für:
Tataaaaaaaaaaaaaaaa!
Teil 2
^.^
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+~+Normal PoV+~+

Unruhig lief Tyson durch den tiefen Schnee Moskaus, durchsuchte jede Straße, jedes noch so kleine Versteck, in dem sich sein Freund versteckt halten konnte. Aber er fand ihn einfach nicht!
//Verdammt, wo ist Kai nur? Er kann doch nicht einfach vom Erdboden verschwunden sein? Verdammt!//
"Kai! Kai, wo bist du denn? Verdammt noch mal, antworte doch! Ka~ai!", brüllte Tyson laut in die Gegend, aber er bekam keine Antwort. Die bekam er schon seit drei Stunden nicht, um genau zu sein.
Tyson war schon eiskalt. Seine Hände spürte er kaum noch, und er nieste in einer Tour, aber das hielt ihn nicht davon ab, weiterhin daran zu glauben, dass Kai hinter der nächsten Ecke auftauchen und ihm verzeihen konnte.
Aber nach einer weiteren Stunde vergeblichen Suchens gab Tyson es auf und machte sich auf den Weg zurück ins Hotel. Er hatte zwar voll das schlechte Gewissen, und immer wieder schlichen sich Bilder in seinen Kopf, wo Kai halb erfroren im Schnee lag und noch immer darauf hoffte, dass man ihm half.
//Verzeih mir, Kai, aber ich kann wirklich nicht mehr! Ich werde die anderen einweihen, vielleicht helfen sie mir ja... sonst muss ich morgen weitersuchen! Bitte, bitte verzeih mir!//
Aber Kai war schon seit geschlagenen drei Stunden wieder im Hotel. Er war wortlos an seinen verwirrten Freunden vorbeigestürmt, hatte die Stiefel auf seinem Weg im Flur verteilt und war auf sein Zimmer gerannt, um dort die Tür mit Lautstärke hinter sich zu zu werfen und abzuschließen. Und seitdem hatte er es nicht mehr verlassen und kämpfte noch immer mit seinem Gewissen.
//Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll! Entweder darüber hinwegsehen und so tun als wäre nichts geschehen, oder mich Tyson weiterhin öffnen, um endlich diese schwere Last loszuwerden, die meine Seele bedrückt. Verdammt...//
Bedrückt vergrub Kai das Gesicht in den Händen und seufzte auf. Er hatte sich auf sein Bett fallen lassen, kaum dass er das Zimmer betreten hatte und sich auch noch nicht von einem der inzwischen getrockneten Kleidungsstücke befreit, dazu konnte er sich im Moment einfach nicht aufraffen.
Er hörte, wie es an seiner Zimmertür klopfte.
Sofort legte er wieder seine kalte, eiserne Maske auf, richtete sich auf, und rief: "Herein"
Es war Ray, der schließlich hineinkam. Besorgt blickte der Schwarzhaarige seinen Freund an und setzte sich zu ihm auf die Bettkante, was Kai - ganz gegen seine Gewohnheit - stumm geschehen ließ.
"Hey Kai, was ist denn nur los mit dir? Man ist es ja gewohnt, dass du so schweigsam bist und uns öfters aus dem Weg gehst, aber drei Stunden lang in deinem Zimmer eingeschlossen zu sein, das kennt man nun wirklich nicht. Bedrückt dich irgendetwas?", fragte Ray leise und blickte dem Silberhaarigen tief in die Augen.
//Ja, und zwar die Tatsache, dass ich nicht in der Lage bin, euch mein Vertrauen und meine Freundschaft entgegenzubringen, obwohl ich das so dringend möchte!//, dachte Kai im Innern, aber stattdessen antwortete er sachlich und mit sehr kühler Stimme: "Nein, was sollte sein?"
"Ich dachte bloß...", murmelte Ray bedrückt und stand wieder auf.
"Übrigens, Tyson ist immer noch nicht wieder da. Weißt du vielleicht, wo er sein könnte?", fragte Ray noch leise, als er sich zur Tür wandte.
Kai schwieg, und sah ihn nicht einmal an.
Aber schließlich antwortete er doch, als Ray schon fast geglaubt hatte, eh keine Antwort mehr zu bekommen.
"Woher soll ich denn das wissen? Wenn es nach mir geht, dann sollte dieser Idiot von Fresssack am besten gar nicht mehr auftauchen!"
Ray seufzte fast unmerklich und verließ das Zimmer des Gleichaltrigen. Die Spannung zwischen Kai und Tyson war schon seit Wochen fast fühlbar, und jetzt schien es zum Ausbruch gekommen zu sein. Denn sonst würde Kai niemals so abfällig und wütend über den Kameraden reden, auch wenn er es sich selbst nie eingestehen würde, was bei Kai aber auch nicht verwunderlich war.

Nachdem Ray gegangen war, saß Kai noch immer stumm auf seinem Bett, aber jetzt dachte er über etwas anderes nach. Und zwar über Tyson. Ob er es sich eingestehen wollte oder nicht, aber in Wirklichkeit machte er sich Sorgen um den Jüngeren, sogar sehr große Sorgen.
//Hoffentlich ist ihm nichts passiert...ich mach mir jetzt schon ziemliche Vorwürfe, weil ich ihn einfach stehen gelassen habe. Dieser Tollpatsch bringt sich immer wieder in schwierige Situationen, und manchmal kommt er ohne Hilfe nicht mehr raus... STOP! Verdammt noch Mal, dieser Typ hat mir voll wehgetan, und was mache ich? Ich jammere ihm hinterher, weil er seit drei Stunden draußen in dieser Eiskälte im Schnee herumläuft und sich etwas getan haben könnte! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Seit wann mache ich mir denn um ihn Sorgen? Der kann gut auf sich selbst aufpassen!//, verwies Kai seine inzwischen schon wieder durchdrehenden Gedanken in seine Schranken und stand mit einem Ruck auf.
Ohne auf die Uhr zu sehen, befreite er sich hastig von seinen Klamotten, schmiss sie unordentlich in eine Ecke, zog sich ein langes T-Shirt an, welches er immer zum Schlafen benutzte, und legte sich ins Bett.
Und wie er es geplant und gehofft hatte, driftete er schon nach wenigen Minuten, erschöpft von dem plötzlichen Gefühlsausbruch vom Nachmittag, ins Land der Träume ab.

Zitternd, mit klammen Fingern, schloss Tyson die Haustür auf. Seit Stunden war er durch die Gegend getaumelt, jetzt war er am Ende seiner Kräfte.
Ray, von dem Geräusch aus dem Flur aus seinen Tagträumen aufgeschreckt, war der erste, der im Flur auftauchte.
"Tyson, da bist du ja endlich! Wir haben uns schon furchtbare Sorgen um dich gemacht!", rief Ray erleichtert und blickte seinen Freund strafend an. Tyson war leichenblass, seine Lippen und die Hände blau, er zitterte am ganzen Körper. Seine sonst strahlenden, dunkelblauen Augen waren jetzt stumpf und glasig.
"Tyson...Hey, geht es dir nicht gut? Du siehst total krank aus!" Jetzt war Ray doch besorgt um seinen Freund.
"Kai...", murmelte Tyson mit zitternder, schwacher Stimme und wollte einen Schritt in Richtung Kais Zimmer taumeln, aber hätte Ray nicht rasch zugegriffen, wäre er wohl oder übel mit dem Boden kollidiert.
"Mein Gott, Tyson, leg dich bloß ins Bett! Du hast Fieber!", tadelte Ray den Japaner, und schliff ihn auf dessen Zimmer. Dort zog er Tyson dann umständlich die nassen Klamotten aus, und rief einen Arzt, der Tysons Fieber behandeln sollte. Der Japaner war bewusstlos geworden und bekam nichts mehr mit, aber er murmelte ab und zu noch den Namen "Kai" in wirren Fieberträumen vor sich hin.
"Was ist mit Ty, Ray?", fragte Max, der inzwischen auch auf Tysons Zimmer gekommen war, besorgt.
"Fieber. Und zwar ziemlich hohes. Ich habe schon einen Arzt angerufen, er wird in wenigen Minuten vorbeikommen.", antwortete Ray mit müder, tonloser Stimme. Sanft strich er dem Japaner über die heiße Stirn.
"Dann sollten wir abwarten und sehen, ob es sich bessert oder nicht.", murmelte Max bedrückt und setzte sich auf den Stuhl. Ray nickte stumm.

"Kai, wie hast du dich nur so gehen lassen und verlieren können? Du weißt, dass ich das nicht dulde! Zur Strafe bekommst du eine Woche lang nichts zu Essen und sämtliche Freizeit fällt auch aus! Mal schauen, ob das hilft, dass du endlich lernst, meine Befehle zu befolgen!", schnarrte Voltaire wütend, als Kai nach der ersten WM in Japan zurückgekommen war. Er war schmählich von so einem neuen, blutigen Anfänger namens Tyson besiegt worden! Dafür hasste Kai sich beinahe selbst.
"Du wirst mich nie unterwerfen können, wie oft soll ich das noch sagen?", antwortete Kai genervt, wandte sich trotz des harschen Befehls, Stehen zu bleiben, zur Tür um und schloss sich auf seinem Zimmer ein.
Und jenes verließ er eine geschlagene Woche nur noch, um ins Bad zu gelangen, das praktischerweise sogar an seinem eigenen Zimmer mit angebaut worden war. Aber wenn Voltaire glaubte, sein Enkel ließ sich so leicht einschüchtern, dann hatte er sich geirrt. Denn der damals noch Zwölfjährige Russe brütete bereits einen neuen Plan aus, wie er dem Gefängnis seines Großvaters Voltaire entkommen konnte.
//Ich werde mich diesen Schlappschwänzen von Bladern anschließen, auch wenn mir das gehörig gegen den Strich geht! Die sind immer noch besser, als hier abkacken zu müssen und nichts essen zu können! Ich werde aus ihnen starke, Furcht einflößende Blader machen, und immer wenn jemand über sie spricht, wird man sich an meinen Namen erinnern, denn ich war derjenige, der sie trainiert und zu dem gemacht hat was sie sein sollen!//

Kampflustig rieb Kai sich die Hände.
Ja, das würde er tun. Er würde sein elendiges, schwarzes Leben hinter sich lassen und ein neues beginnen. Ein ganz Neues! [/i]
Aber was war passiert? Er hatte ein neues Leben angefangen, ja, aber im Nachhinein unterschied es sich nicht sonderlich von seinem alten. Gut, er wurde nicht mehr ständig herumgeschubst und gequält, dafür scheuchte er jetzt 'sein' Team herum, so gut es ging. Aber freier fühlte er sich dadurch nicht. Obwohl er innerlich immer gehofft hatte, endlich seine Maske ablegen und die wahren Gefühle zeigen zu können, gelang es ihm nicht! Er war trotzdem so eiskalt und stur wie immer, konnte zu seinem Team einfach keine richtige Bindung aufbauen.
Obwohl er genau wusste, mit seinem Team konnte er jederzeit über alles