Fanfic: My December♥My Love
Kapitel: My december, my love
My December -
My Love
Manchmal hast du das Gefühl, nicht geliebt zu werden und alleine zu sein.
Du gibst fast auf, doch bevor du endgültig in das schwarze dunkle Loch in deinem Inneren verschwindest, hilft dir jemand, hinaus zu steigen und ins Leben zurück zu kehren. Mit einem Lächeln und ohne Tränen. Diesen jemand wirst du dankbar sein, und mit der Zeit wirst du merken, wie sehr du ihn liebst- und er dich.
This is my December
This is my time of the year
This is my December
This is all so clear
This is my December
This is my snow covered home
This is my December
This is me alone
Mit müdem Blick ging das junge Mädchen durch die Straßen.
Es war klirrend kalt und sie zog ihren braunen Mantel enger um ihren Körper.
Ihre zierlichen Hände waren rot und geädert, da sie ihre Handschuhe nicht dabei hatte.
Mit ihren traurigen und verletzten Augen besah sie sich ihren Atem, wie er als weißer Rauch vor ihr einen Moment zu sehen war.
//Als würde ich rauchen.//, dachte sie sich mit einem leichten Schmunzeln.
Früher hatte sie den Winter sehr gemocht, hatte jedes Jahr mit glänzenden Augen auf die ersten Schneeflocken gewartet und diese dann beobachtet, mit ihrer Zunge aufgefangen.
Ja, früher. Die Gedanken daran schmerzten das junge Mädchen.
Früher, das war gewesen, bevor für sie den Winter verfluchte.
Er weckte so viele schlechte Erinnerungen in der Seele des Mädchens.
Im Dezember war ihre Mutter vor drei Jahren gestorben, zwei Jahre darauf ihr Vater, auch im Dezember.
Und jetzt war es wieder Dezember, als ihr Herz erneut gebrochen wurde.
Ein gequältes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie auf den Boden sah und einzelne Tränen ihre geröteten Wangen hinab liefen.
Sie ging, ging immer weiter, wusste gar nicht wohin genau. Ihre Sicht wurde durch die immer mehr werdenden Tränen verschwommen, doch es interessierte sie nicht einmal wohin sie ging.
Sie war alleine. Wie schon so oft.
Sakura wusste nicht wie lang sie gegangen war, oder wo sie war, als ihr schwarz vor Augen wurde und sie auf den Boden fiel.
Sasuke war einfach nur genervt. Wieso musste er auch noch an Weihnachten einkaufen gehen?
//Weil der Kühlschrank leer ist und die nächsten zwei Tage kein einziges Geschäft offen hat…//
Er seufzte schwer. Er hasste Feiertage und er mochte kein Weihnachten. Fest der Liebe, pah, wer brauchte so was schon?
Es war offensichtlich, dass es dem jungen Mann doch nicht so egal war, denn sein Blick war ungewohnt verletzt und abwesend auf den Boden gerichtet.
Die Wahrheit war, dass er seit Jahren solche Feiertage alleine verbrachte. Seine Familie war seit langer Zeit tot, bei einem Unfall umgekommen, und sein älterer Bruder kümmerte sich einen Dreck um ihn. Wutschnaubend kickte er eine leere Coladose von sich weg.
Er wollte nicht an so etwas denken, sich seine ‚Schwäche’ eingestehen, auch wenn es nur schwer zu verdrängen war.
And I give it all away
Just to have somewhere to go to
Give it all away
To have someone to come home to
This is my December
These are my snow covered dreams
This is me pretending
This is all I need
Sein Weg führte ihn durch den Park, wie immer. Doch als er wie gewohnt auf dem schmalen Weg entlang ging, sah er etwas hinter einem Baum liegen. Bei näherem Betrachten stellte sich heraus, dass es die Beine eines Menschen, eines Mädchens wahrscheinlich, waren.
Schnell stellte der Uchiha die Einkauftüte ab und rannte zu der Person.
Als er sie erblickte, stockte er kurz. Das war doch seine Klassenkameradin, Sakura Haruno.
Ihre Lippen waren bereits leicht blau und ihre Haut unnatürlich weiß.
//Wie gebrochen sie doch aussieht…so hilflos und Schutz bedürftig.//
Er kniete sich neben das junge Mädchen und schüttelte es sachte an den Schultern, doch es rührte sich nicht. Immer energischer schüttelte er, doch es brachte nichts.
Als er aufgab und seine Hand an ihre Wange legte, erschrak er. Sie war eiskalt!
Etwas hilflos sah er sich um. //Was soll ich denn jetzt tun? Sie einfach liegen lassen? Nein, das kann ich nicht. Aber sie wacht nicht auf…Ich weiß ja nicht einmal wieso sie hier liegt und was wohl vorgefallen ist…da bleibt wohl nur eine Möglichkeit.//
Zähneknirschend schob er seinen einen Arm unter ihren Nacken, den anderen unter ihre Kniekehlen.
Mit einem Ruck hob er sie hoch, ging dabei selbst wieder in die Höhe und stellte dabei verwundert fest, wie leicht sie doch war.
Mit einem Lächeln ging er schnell zu seiner Tasche zurück, nahm diese noch mit in die eine Hand und machte sich dann auf den Weg nach Hause, auf dem seine Gefühle und Gedanken verrückt spielten, und nur um das Mädchen auf seinen Armen kreisten.
//Wieso fühlt es sich so gut an, sie zu tragen? Lässt sie mein Herz so schnell schlagen? Wieso bin ich so aufgeregt oder gar…nervös? Ist das ihr Verdienst? Ich lass mich doch sonst nicht aus der Ruhe bringen und dieses Mädchen schafft es bloß mit ihrer reinen Anwesenheit? Was hatte sie überhaupt hier gemacht? Warum lag sie auf dem Boden? Verdammt Sakura, was ist passiert, dass es dich so aus der Bahn wirft?//
Es stimmte, nicht nur ihn kannte man als ‚stark’, auch die Rosahaarige galt als nicht schwach und durchsetzungsfähig.
Niemand hatte sie je traurig oder gar weinen gesehen, auf jeden Fall wusste er nichts davon, und dann lag sie am Weihnachtstag mitten im Park, weit weg von ihrem Haus? Ja, er wusste wo sie wohnte, doch das war auch das einzige, wie ihm in dem Moment auffiel. Was wusste er eigentlich über die Haruno? Sie war 17 Jahre alt, hatte rosa Haare und grüne Augen, galt als taff und frech. Aber weiter? Wer waren ihre Eltern? Hatte sie Geschwister? Dass sie seit knapp 6 Monaten mit Neji Hyuga zusammen war, wusste er auch.
Wieso hatten ihre Eltern sie nicht gesucht oder Neji?
Der junge Mann war so tief in Gedanken versunken, dass er gar nicht mitbekam wie er bereits Zuhause ankam. Verwundert blickte er auf seine Wohnungstür. Wie sollte er die denn aufbekommen?
Er musste wohl oder übel Sakura absetzen um aufzuschließen. Mit einem tiefen Seufzen lehnte er Sakura gegen die Hauswand, kramte seinen Schlüssel aus der Hosentasche, schloss auf und stellte erstmal die Tüte an die Seite, dann nahm er Sakura auf die Arme und trug sie ins Haus. Elegant schlug er die Tür mit einem Fuß zu.
Sein Ziel war sein Schlafzimmer.
Dort angekommen legte er das Mädchen vorsichtig auf das Bett und zog ihr den dicken Mantel aus, sowie die Schuhe und deckte sie zu.
Wie friedlich sie doch schlief, wie ein kleiner, verletzter Engel.
//Moment! Was denke ich da?! Sakura sieht nicht wie ein Engel aus…nein sie ist viel schöner…Nein, verdammt Sasuke hör auf!//
Der junge Mann krallte seine Hände in seine Haare. Er war echt verzweifelt, wieso brachte ihn dieses Mädchen so aus dem Konzept?
Es fiel ihm schwer sich von ihr abzuwenden, doch zwang er sich dazu und ging mit schnellen Schritten, um ja nicht doch zurück zu kehren, aus dem Raum. Er musste sich ablenken. Einkäufe einräumen. Ja, das war doch eine gute Idee.
And I
Just wish that I didn’t feel
Like there was something I missed
And I
Take back all the things I said
To make you feel like that
And I
Just wish that I didn’t feel
Like there was something I missed
And I
Take back all the things I said to you
Sakura spürte etwas Warmes auf sich liegen.
Sie wollte gerne sehen, was es war, da es sich so weich anfühlte, doch ihre Augenlieder waren bleiern schwer.
Sie spürte, dass ihre Beine eingeschlafen waren.
Als sie sich aufrichten wollte, kam ein Duft an ihre Nase. Er betörte sie und gab ihr ein Gefühl von Geborgenheit.
Also blieb sie liegen auf dem fremden Bett, als welches sie dieses weiche und warme unter ihr identifizierte.
Was war noch mal passiert?
In ihrem Kopf war ein einziges großes Loch, doch dann kam ihr ein Bild vor Augen.
Ihr Freund mit ihrer besten Freundin, in ihrem Bett. Nackt. Sich küssend.
Die Schwere ihrer Lieder war vergessen, panisch riss sie die Augen auf.
Schloss sie doch sogleich wieder, da ihr schwindelig wurde und sich alles drehte.
Nach einigen Sekunden versuchte sie es erneut, und sie nahm ein Zimmer wahr, in dem sie vorher noch nie gewesen war.
//Wo bin ich bloß? Wie bin ich hierher gekommen? Autsch, mein Knochen Schmerzen furchtbar…//
Sie stöhnte leicht auf, als sie sich aufsetzte.
Noch einmal betrachtete sie das Zimmer. Es war nicht außergewöhnlich, ein Schrank, ein Schreibtisch, zwei Bücherregale. Ein Fernseher und ein CD-Player, eher Stereoanlage und ein riesiger CD-Ständer.
Ein Poster von irgendeiner Fußballmannschaft hing an der Tür.
Das junge Mädchen runzelte die Stirn. Das war wohl eindeutig das Zimmer eines männlichen Geschöpfes. Aber von wem?
Ihr Blick schweifte nach rechts, wo eine Balkontür war.
Sie wusste nicht wieso, doch auf einmal überkam sie das Verlangen, nach draußen zu gehen.
Die Rosahaarige warf die Decke zurück und stand auf.
Ihre Schuhe waren nicht mehr an ihren Füßen, und ihren Mantel entdeckte sie auf der Heizung hinter dem Bett.
Schnell schnappte sie die darunter stehenden Schuhe und schlüpfte hinein.
Ihre Beine wackelten noch etwas, als sie zur Tür ging, und ihre Hand fuhr locker durch ihre zerzausten Haare.
Mit ihrer zierlichen Hand öffnete sie die Tür und wurde sogleich von einem kalten Luftzug empfangen.
Sie erzitterte doch schloss die Tür wieder und trat ganz hinaus in die kalte Winterluft.
Der Wind spielte mit ihren rosanen Haaren und das junge Mädchen schloss genießerisch die Augen.
Für einen kurzen Moment vergaß sie das Geschehene, doch dann fiel ihr es wieder ein.
Es traf sie wie ein Blitz, durchfuhr ihren Körper und ließ sie schwanken, sodass sie sich am Geländer des Balkons fest halten musste.
Der Rosahaarigen wurde schwindelig, schwarz tauchte vor ihren Augen auf und sie lief nach hinten.
Sie erwartete schon den Schmerz des Aufpralles,