Die Zeit wird es zeigen

und gutmütige Mädchen aus der Neuzeit. Und jetzt? Was ist nur los mit dir? Siehst du nicht das sich die anderen sorgen machen…das ich mir sorgen mache? Ist dir das egal? “ Seine Stimme wird leiser: „ Ohne dich, da wäre ich noch immer dieser bösartige und wertlose Halbdämon, den alle Menschen fürchten!“, er lacht kurz auf. „Da würde ich immer noch am Baum hängen! Bitte, verändere dich nicht. Du warst doch sonst auch immer so fröhlich und hast dich durch Nichts und Niemanden unterkriegen lassen! Wieso jetzt? Was ist passiert? Bitte, erzähle es mir. Erzähl mir deinen Traum! “
Gespannt hat sie jedem seiner Wörter gelauscht und hat sich gefreut als sie so was von ihm hörte. Hat er den soviel Vertrauen zu ihr?
Sie hat aufgehört zu weinen. Ihr Körper hat sich unter seinen Worten beruhigt. Ihr Atem ist wieder gleichmäßig geworden. Doch immer noch bringt sie kein Wort über die Lippen.
Was solle er denn noch tun, damit sie endlich redet? Er will doch nur, dass sie genauso glücklich ist, wie er sie kennen gelernt hat!
„ Es war kein Traum! “ Inu Yasha hebt verwundert den Kopf.
„ Was? “, gibt er verblüfft von sich. „ Es war kein Traum! “, wiederholt sie. „ Es war eine Vision! “ Er schaut zu ihr runter. Kagome schließt kurz die Augen, bis sie weiter redet:
„ Ich erzähle dir alles, aber du musst mir versprechen, dass du mir glaubst! “ Er fängt an zu lachen. „ Warum sollte ich dir nicht glauben?“ Sie schaut zu ihm rauf. „ Versprich es! “ Sie meint es ernst! Seine Gesichtzüge werden es auch. Ein Nicken von ihm und sie fängt an zu reden: „ Ich habe in der letzten Zeit immer die gleiche Vision! Ich lauf durch eine dunkle Welt, in der es nichts gibt. Ich weiß nicht warum ich laufe, nur dass ich eine große Angst verspüre weiß ich. Plötzlich sehe ich diese Bilder vor meinen Augen. “ Inu Yasha hat sich während der Erzählung an die Wand gelehnt. Kagome hat er immer noch im Arm und hat in der nächsten Zeit auch nicht vor sie wieder los zu lassen.
Er sitzt im Schneidersitz auf dem Holzboden und Kagome hat es sich auf seinem Schoss bequem gemacht. Mit den Kopf zu Seite gedreht liegt dieser auf seiner Brust. Ihr Blick ist auf die Matte gerichtet, die eine Art Tür darstellen soll. Inu Yashas Hand, die ihren Arm rauf und runter fährt, schenkt ihr ein magisches Gefühl der Geborgenheit. Seine andere Hand, die auf ihrer Hüfte ruht, wo nur der Daumen über den Stoff des kurzen Kimonos wandert verpasst ihr eine angenehme Gänsehaut. So redet sie mit ihm über ihre Vision wobei er ihr aufmerksam zuhört. „ Ich sehe einen großen Krieg, wobei viele Menschen, Dämonen und Monster ihr Leben lassen. Auch dich und die Anderen waren da. Ihr habt überall Wunden, kämpft aber trotzdem weiter, als wenn es um euer Leben ging. Und dann………“, sie hält kurz inne. „ Ja? “, fragt Inu Yasha ruhig. „ Und dann ist da so eine Frau, die in einen schwarzen Mantel gehüllt ist. Ihr Gesicht kann ich nicht erkennen! Nur ihr Grinsen und ihr unheimliches Lachen, lassen darauf schließen, dass sie nichts Gutes im Schilde führt. Zum Schluss hab ich gesehen, dass Naraku das zuerst reine Juwel mit böser Energie gefüllt hat und dann hast du mich wach gemacht. “ Ihre Erzählung ist zu Ende.
Sie schaut zu ihm rauf und erwartet, dass er seine Meinung dazu äußert. Er überlegt einige Zeit lang, bis er sich entscheidet erst einmal eine Frage zu stellen: „ Woher weißt du das, was du siehst eine Vision ist? “ Mit der Frage hat sie schon gerechnet. Nur weiß sie immer noch nicht was sie darauf Antworten soll. Soll sie ihm die Wahrheit sagen? „ Ich………“ Er schaut sie erwartungsvoll an. „ Ich weiß es nicht! Ich hab einfach so ein Gefühl! Außerdem hab ich es jetzt schon zweimal geträumt! “ Sie fühlt sie schlecht dabei ihn an zu lügen! Sie wendet den Blick von ihm ab. Dabei vertraut er ihr doch! Und sie wagt es ihn auch noch an zu lügen. Es tut ihr so unendlich leid, doch sie kann das mit Midoriko noch nicht erzählen. Die Angst ist zu groß doch noch von ihm ausgelacht und als verrückt da gestellt zu werden. Nervös zeichnet sie mit einem Finger Kreise auf den Boden. Inu Yasha betrachtet sie genau. Etwas weiß sie noch was er nicht erfahren soll. Etwas enttäuscht belässt er es dabei. Wenigstens hat sie ihm etwas erzählt. Das reicht fürs Erste! Wenn es stimmt was sie sagt und sie hat wirklich eine Vision, dann müssen sie sich auf eine gewaltige Schlacht vorbereiten. Also ist morgen Training angesagt! Er richtet seine Aufmerksamkeit Kagome wieder zu. Diese fühlt sie anscheinend nicht ganz wohl in ihrer Haut. Nur ab und zu riskiert sie einen Blick in sein Gesicht, um dann gleich wieder auf den hölzernen Boden unter ihr zu schauen. Er erhebt seine Stimme: „ Du solltest jetzt schlafen und dich gut erholen! Deine Verletzungen sollen schnell heilen, damit du wieder fit bist für diesen großen Kampf, den du gesehen hast. “
Kagome nickt ihm nur schwach zur Antwort. Er will aufstehen, doch Kagome krallt sich krampfhaft in seinen Umhang. Er schaut sie verwirt an. Mit flehendem Blick sieht sie in seine Augen. Pure Angst kann er sehen. „ Bitte, geh nicht! Ich habe Angst, dass ich wieder diesen Traum habe! Äh…Vision, mein ich!
Kannst du nicht bei mir bleiben? “ Er überlegt. Wenn sie so sitzen bleibt, wird sie nie einschlafen. Sie brauch aber Schlaf!
„ Pass auf! Wir machen es so: Du legst dich hin und ich setzte mich neben dich. Ok?“ Sie überlegt.
Zwar fand sie es so schöner, aber ihm zu widersprechen kann sie sowieso nicht! „ In Ordnung! “ Sie geht von ihm runter und legt sich auf ihre Schlafmatte. Inu Yasha ergreift diese und zieht sie ihr bis zum Kinn hoch. Dann setzt er sich an ihr Kopfende. Sie schaut leicht zu ihm hoch, ehe sie den Blick geradeaus richtet und ins leere starrt. Ihre Hände haben sich inzwischen in die Decke gekrallt. Langsam gewöhnt sich ihr Körper an diese Liegestellung und sie wird müde. Ihre Augen werden schwer und ihr Körper versucht sich zu entspannen, doch sie kämpf krampfhaft dagegen an. Sie darf nicht einschlafen. Mit Sicherheit bekommt sie dann wieder eine Vision, die ihr die schlimmsten Dinge zeigen. Das will sie nicht! Ihre Augen versuchen zu zufallen, doch Kagome bleibt stur und lässt das nicht zu. Die Furcht ist zu groß. „ Kagome! “ Sie schreckt zusammen. „ Schlaf! Du bekommst keine Vision, ich bin doch bei dir! Hab keine Angst! “ Kagome blickt ihn an. Er wirkt ernst. Anscheinet meint er seine Worte ehrlich. Sie beruhigt sich so langsam und schließt nach einer Weile die Augen. Die Müdigkeit macht sich in ihrem gesamten Körper breit. Noch einmal versucht sie die Augen zu öffnen, doch sie hat keine Kraft mehr. Sie entspannt. Die Angst ist wie verschwunden. Inu Yasha und ihre Freunde sind bei ihr, egal was kommt. Die Träume oder Visionen machen ihr nichts mehr aus, denn in ihrem Inneren weiß sie, dass Inu Yasha sie immer beschützen wird. Sie ist nicht allein! Auch wenn die Visionen noch so schrecklich sind, eigentlich helfen sie ihr ja sich für das Kommende vor zubereiten.
*** *** ***
Inu Yasha sieht in ihr Gesicht. Es zeigt ein zufriedenes Lächeln. Ihr gleichmäßiger Atem sagt ihm, dass sie bereits im Land der Träume ist. Die kühle Nachtluft von Draußen weht in die Hütte und umschmeichelt sein Gesicht. Nun ebenfalls zufrieden lehnt er sich an die Wand zurück, schaut sie aber weiter an. Sie ist schon etwas Besonderes! Sei Herz hat sie geheilt und lässt es wie wild schlagen, wenn sie ihn fröhlich anlacht. Sie ist mehr, wie eine bloße Widergeburt Kikyos.
Vom Aussehen sind sie fast nicht zu unterscheiden, aber von den inneren Werten und vom Charakter sind sie vollkommen unterschiedlich. Kikyo ist die Ruhige und Ernste.
Sie lächelt fast nie und bleibt in schwierigen Situationen gelassen. Kagome dagegen ist eher die Fröhliche und Verspielte. Lachen scheint ihre Tägliche Gewohnheit zu sein, kann aber genauso bei manchen Sachen zickig, stur und aufbrausend wirken. Die Beiden sind sich gar nicht so ähnlich, wie Jeder vielleicht denken mag.
Mit einem strahlenden Sonnenschein kündigt sich der nächste Morgen an. Doch in der kleinen Hütte Kaedes ist es noch einigermaßen dunkel und kein Mucks ist zu hören. Kagome ist noch in einem traumlosen Schlaf gefangen und Inu Yasha wacht über sie. Seine Augen sind geschlossen, sein Kopf leicht auf seiner Brust gestützt und die Arme um sein Schwert verschränkt. Auch wenn es so aussieht als ob er schläft, dies tut er gewiss nicht. Seine Ohren fangen jeden Atemzug von ihr ein. Das leichte Rauschen des Windes, wenn es durch die Strohmate an der Tür weht und sachte über seine Lauscher streicht lassen diese ab und zu zucken. Kagome stoppt kurz ihr gleichmäßiges Atmen, als sie sich noch etwas mehr in ihrer Decke kuschelt und sich zusammen rollt. Kurz ist ein leichter Schmerz in ihrem Gesicht zu sehen, da ihre Verletzungen ihr nicht ganz die Bewegungsfreiheit lassen, die sie gern hätte. Doch ihr Körper gewöhnt sich schnell an ihre Haltung und lässt sie beruhigt weiter schlafen. Inu Yasha beobachtet sie interessiert. Sein Gesicht zeigt das er mit den Gedanken woanders ist. Weder scheinen sie wütend noch traurig zu sein. Er starrt einfach nur mit festem Blick auf die zierliche Gestallt vor ihm. Verfolgen jede Bewegungen ihres Körpers. Von heben und senken ihrer Brust bis zu den leicht zuckenden Augenliedern. Das erste Mal fällt ihm auf, wie zerbrechlich sie in dieser Lage aussieht aber wie stark und mutig sie in Wirklichkeit ist. Sie ist nicht so wie andere! Halt……ganz besonders! Ein Gähnen holt ihn aus seinen Gedanken und lässt seinen Blick nun wieder fest auf das Mädchen neben ihn richten. Kagome ist aufgewacht und hält sich die Hand vor dem Mund und gähnt ein `Guten Morgen´, ehe sie sich ausgiebig streckt. Schmerz kommt