Die Zeit wird es zeigen

KagoxInu

Die Bitte um Vergebung

Die Bitte um Vergebung

Seit dem Ereignis Mit Midoriko sind 4 Tage vergangen und Kagome hat sich während dieser Zeit gut erholt. Inu Yasha hat, mit der Erlaubnis von Kagome, den Anderen Von Kagomes Visionen erzählt. Trotz das diese sehr eigenartig sind glauben sie ihr und halten zu ihrer Freundin. Kagome ist über diese Unterstützung sehr dankbar und bekommt ein immer größeres Gewissen, das sie ihnen nicht alles erzählt hat. In den Nächten ist oft Inu Yasha bei ihr und bleibt wach um über sie zu wachen, denn die Angst, dass sie noch mal so einfach verschwindet ist zu seinem Verwundern sehr groß. Nach dem 3 Tag dürfe Kagome dann wieder aufstehen und herumlaufen, doch sagte ihr Kaede ständig, dass sie sich nicht übernehmen soll. Seit der Nacht wo Inu Yasha bei ihr war hatte sie keine Visionen mehr und auch sonst keine Anzeichen von Midorikos Anwesenheit bekommen.
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Kagome schreitet mit Kiara und Shippo auf einen von den vielen Wegen um das Dorf herum. Sie brauchte mal unbedingt wieder ein bisschen Freiraum und hat sich entschlossen sich mal einen kleinen Spaziergang um das Dorf zu gönnen. Zuerst wollte Inu Yasha sie nicht gehen lassen und hat dauernd gebrummt und gemeckert. Bis sich Sango und Miroku eingemischt haben. Die beiden haben den Vorschlag gemacht, dass Kagome mindestens Shippo und Kiara mit nimmt um diese notfalls zu beschützen.
Inu Yasha hat sich mit einem Brummen umgedreht und sich schließlich auf einen Baum zurückgezogen. Das konnte man darunter verstehen, dass er wohl einverstanden war.
Kagome seufzt. Wenn das so weiter geht, dann steht sie ja den Rest ihres Lebens unter Beaufsichtigung. Das wäre ja furchtbar. Einen kurzen Augenblick sieht sie sich wie sie Selbstmord begeht. Doch das verwirft sie ganz schnell. Sie schaut nach vorne zu Shippo und Kiara die wild in einem Blumen Meer spielen und vor Freude strahlen. Sie lächelt leucht bei dem Anblick und denkt daran wie schön es im Mittelalter doch ist. Doch schon nach wenigen Sekunden schwirren ihr ganz andere Gedanken im Kopf umher. Gedanken, die sie schon seit Tagen beschäftigen: Midoriko, Inu Yasha, Ihre Freunde, Naraku und über sie. Was hat die große Kriegerin und Erschafferin des Juwels der vier Seelen nur mit ihr vor? Was meinte sie als sie sagte: „ Du musst dem Gefühl folgen, wenn es so weit ist!“ ? Und wann wird sie Midoriko wieder sehen? In Kagome kribbelt es schon bei dem Gedanken sie zu treffen. So aufgeregt ist sie.
Doch…was soll sie dann Inu Yasha und ihren freunden sagen?
Sie werden nicht von ihrer Seite rücken und wie soll sie dann die Kriegerin sehen? Es wird ihnen sicher auffallen wenn sie wieder verschwindet und dann muss sie etwas dazu sagen! Kagome sucht vergeblich eine Lösung. Sie beschließt es einfach auf sich zukommen zu lassen. Dann kann sie darüber nachdenken. Ihre Schritte wurden wären ihrer Gedankenzüge langsamer und ihr Blick schleifte zu Boden, doch jetzt wo sie dies bemerkt nimmt sie wieder eine angemessene Kopfhaltung und normale Schnelligkeit wieder ein. Sie blickt sich um. Shippo und Kiara sind schon weit vor und haben bis eben noch gespielt, doch dann ist ihnen ihre Begleiterin wieder eingefallen und schauen sich nun nach ihr um, als Shippo sie entdeckt schreit er nach Kagome und diese nimmt die Beine in die Hand und rennt lachend zu ihren kleine Weggefährten. Zusammen schmeißen sie sich ins Blumenbeet und Kagome kann für diesen Moment ihre Sorgen loslassen.
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Aus dichtem Gezweige und grünen Blätter beobachten goldene Augen die drei fröhlichen Wesen. Er sitzt hoch in einem Baum versteckt und beobachtet kritisch die Situation. Seine Augen verengerten sich, als er sieht wie sich Kagomes Schritte verlangsamten. Ein Knurren entweicht seiner Kehle. Shippo scheint dies überhaupt nicht zu bemerken! Das macht ihn rasend! Er sollte doch auf Kagome aufpassen! Er sieht zu Kagome rüber und stellt fest, dass sie vollkommen in Gedanken versunken ist. Ihre Augen kann er aus dieser Entfernung nicht erkennen und auch wenn er direkt vor ihr gestanden hätte, könnte er ihr nicht ins Gesicht blicken, denn ihr Pony verdeckt dieses. Vom einen auf den anderen Moment nimmt sie aber wieder gerade Haltung ein und lauft den Beiden entgegen, die sie schon gesucht haben. „ Glück gehabt, Shippo! “, fährt es durch seine Gedanken, als der Halbdämon doch noch sieht, das Shippo Kagome nicht vergessen hat. Als er sieht wie ausgelassen die Drei in der Blumenlandschaft spielen und herumtollen, zucken seine Mundwinkel kurz zu einem Lächeln in die Hohe. Kagome war schon lange nicht mehr so voller Energie und Lebensfreude! Seit sie ihm das mit der Vision erzählt hat war sie eher etwas stiller geworden. Inu Yasha, nun doch etwas zufrieden, macht sich nun doch noch auf den Weg zurück zu den Anderen, um dort auf Kagome, Shippo und Kiara zu warten.
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„ Ich finde mir geht es wieder soweit gut, das wir Morgen aufbrechen und Naraku weiter suchen können! “, sagt das fünfzehnjährige Mädchen voller Elan. Ihre Freunde mustern sie eher skeptisch. „ Bist du dir ganz sicher, Kagome?“, fragt Sango sorgenvoll nach. Ein heftiges Kopf heben und senken ist ihre Antwort darauf. „ Nun gut, ich denke Kagome können wir sowieso nicht umstimmen! Also im welche Richtung sollen wir denn Morgen aufbrechen?“, fragt Miroku, während er bei dem ersten Satz ein tiefes Seufzten ertönen lässt. „ Entscheidet das schon mal, ich muss noch ganz kurz in meine Zeit!“ Kagome stellt sich hin, schnappt sich ihren gelben, großen Rucksack und schmeißt ihn sich über ihre Schulter. „ Ich muss nur kurz noch Verbandszeug holen gehen. Ich komm sofort wieder!“ Sie dreht sich um, ohne auf eine Antwort zu warten, und geht zum Ausgang. Doch Inu Yasha stellt sich vor diesen. Er hat sich zu seiner vollen Größe aufgerichtet und schaut sie mit einem ernsten Blick an. „ Beeile dich! Es wird bald dunkel!“ Kagome nickt und sprintet an ihm vorbei aus der Hütte. Inu Yasha sieht ihr nach. Er hat kein gutes Gefühl sie jetzt alleine gehen zu lassen. Doch er vertraut ihr! Sie wird nicht wieder abhauen und sich nicht, wie auch immer die entstanden sind, wieder solche Verletzungen zufügen! Das weiß er einfach! Sein Blick wechselt zum verzweifelten. Das hofft er zumindest.
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Kagome rennt durch den Wald auf den Weg zum Brunnen. Ihr fällt es nicht schwer dieses tempo bei zu behalten, denn der Sack auf ihrem Rücken ist leichter, als wenn er frisch aus ihrer Zeit ins Mittelalter kommt. Trotzdem kann Kagome es nicht vermeiden, dass ihr Atem schwerer wird. Sie muss sich beeilen. Die Sonne bleibt nicht mehr lang zu sehen.
Endlich kommt sie an der großen Lichtung an, wo der Brunnen steht. Sie lässt vor Glücklichkeit da zu sein einen leisen Freudenschrei ertönen. Ihre Schritte werden langsamer, desto näher sie den Brunnen kommt und bleibt schließlich vor diesem stehen.
„ Erst…verschnaufen!“, gibt sie röchelnd von sich. Sie schmeißt den Rucksack neben den Holzbrettern des Brunnens und stützt sich auf ihrer Knie ab. Sie atmet kräftig ein und aus, wobei sich ihre Brust hebt und senkt. Plötzlich hält sie den Atem an und reist erschrocken die Augen weit auf. Ein heftiger Schauer macht sich in ihr breit und lässt ihren Körper kurz erbeben.
„ Kann…das sein? Dieses Gefühl…“, flüstert sie zu sich selbst. Sie richtet sich auf und wären sie dies tut leuchtet der Splitter des Juwels in ihrer Bluse. Ihre Hand wühlt in ihrem Oberteil und ergreift schließlich das Gläschen mit dem Juwelen Splitter. Ihre Hand öffnet sich und das Licht strahlt ihr entgegen. Kagome ist wie gebannt. Das Licht ist genauso angenehm und betörend wie das Leuchten des Wassers vom Teich Midorikos. Wie der geht ein Schauer durch ihren Leib und sie erkennt, dass dieses Beben vom Splitter kommt. Was will er ihr sagen? Plötzlich bekommt sie wieder dieses Gefühl laufen zu müssen und da versteht sie. Doch kann sie wirklich jetzt gehen? Inu Yasha vertraut ihr und er hat sie alleine zum Brunnen gehen lassen, wenn sie jetzt wieder abhauen würde, ohne ein Wort zu sagen, wäre dieses Vertrauen zu ihnen gebrochen! Was soll sie nur tun? Sie hat doch schon darauf gewartet, dass Midoriko ihr ein Zeichen gibt. Ist dies das Zeichen? Aber woher soll sie das wissen? „ Ja, auf diesen Weg bist schon mal zu ihr gekommen!
Du hast dich von deinen Gefühlen leiten…“, sie bricht augenblicklich ab in ihren Gedankenzügen.
Natürlich! Wieso ist sie nicht sofort darauf gekommen? Ihre Gefühle!!! Sie erinnert sich an den Satz der Kriegerin:
„ Du musst dem Gefühl folgen, wenn es so weit ist!“
Dieses Gefühl zu rennen, nicht stehen zu bleiben und an nichts anderes mehr zu denken. Das kommt von dem Splitter der bei ihr ist und dieser ist mit Midoriko verbunden, da ist sie sich ganz sicher! Plötzlich wieder ein Schauer, darauf ein Beben ihres Körpers. Sie versucht sich gegen diese Verlangen, in ihr, zu wehren, das sie zum gehen auffordert.
Sie kann Inu Yashas Gefühle nicht einfach so missachten! Dafür liebt sie ihn zu sehr! Als wenn jemand sie kontrolliert bewegt sich eines ihrer Beine zittern vor, will sie fort tragen, sie zu dem Ort der größten Kriegerin der Welt führen. Doch ihr Herz sträubt sich dagegen. Es will das Vertrauen beibehalten, des Jenigen, den es liebt.
Kagome steigen die Tränen auf. Sie will nicht, sie darf nicht! Sie kann ihn nicht verraten und ihr versprechen brechen. Sie muss sich doch beeilen muss vor Sonnenuntergang zurück sein. Sie muss zu ihm zurück!
Doch alles hilft nicht ihr Beine bewegen sich vom Brunnen weg in Richtung Schlucht. Immer schneller tragen sie sie von ihrer Heimat weg. Und Kagome weiß das nun alles verloren ist. Das Vertrauen