Die Zeit wird es zeigen

nach Hause bringen. Doch etwas macht ihn stutzig. Ihre Augen. Sie sind voller Angst und Hilflosigkeit. Was hat sie denn?
Langsam weicht sie einen Schritt zurück und schaut weiter in seine Richtung, mustert ihn von oben bis unten. Erkennt sie ihn etwa nicht?
Ein lang gezogenes Stöhnen verlässt seine Lippen, so dass es aber Kagome nicht hören kann. Stimmt, sie hat ja nicht so gute Augen und wie es aussieht steh er noch im Schatten der Bäume.
„Dann werde ich sie jetzt mal zur Rede stellen! “, ist sein Gedanke, ehe er die Grenze zwischen Mondlicht und Schatten überquert.

************************Rückblickende************************

„Hey was ist los?“
Kagome schaut Inu Yasha aus ihren rehbraunen Augen etwas verwundert an. Was hat er denn plötzlich das er so in Gedanken versunken ist?
Inu Yasha schreckt hoch als er ihre sachte Stimme vernimmt und sieht jetzt wieder mit festem Blick in ihre Augen.
„ Kann es sein das dieses Licht auch von dem Splitter kam?“
Kagome verwundern diese Worte.
„ Licht? Welches Licht? Vielleicht……… hat Midoriko etwas damit zu tun!“ Nun ist Inu Yasha der, der verwundert die 15jährige Schülerin betrachtet. „ Wieso Midoriko?“
Kagome zögert erst aber dann holt sie tief Luft und beginnt ihre aufregenden Tage zu schildern. Immer wieder muss sie Inu Yasha ausführlicher die Sache erklären, wovor sie sich eigentlich drücken wollte. Unser Halbdämon hat das natürlich gleich durchschaut und hat absichtlich nachgehakt. Dann kam sie Geschichte mit Kikyo.
„Also war Kikyo nur sozusagen gebraucht worden um das Juwel zu beschützen?“ Inu Yasha war skeptisch und etwas entsetzt, dass konnte man deutlich spüren, hören so wie sehen.
„ Nein, sie war doch nicht nur da um auf das Juwel aufzupassen, so ist es ganz sicher nicht gemeint. Sie hat schließlich, noch bevor sie das Juwel hatte, ihr Dorf beschützt. Nein, ich glaube nicht, dass sie einfach nur so da war für das Juwel. Sie war für ihr Dorf, ihre Schwester…“ Kagome hebt den Blick und schaut Inu Yasha tief in die Augen. „…Und für dich da!“ Sie lächelt leicht um ihren Wort den Glauben zu schenken, denn sie für Inu Yasha brauch.
Der Hanyou hebt seinen Blick und schaut in den bereits schwarzen Himmel und sein. Harte Regentropfen prasseln ihm ins Gesicht. Doch seine Gedanken sind bei den Worten des Mädchens das neben ihm steht. Ist es wahr was Kagome da sagt oder hat sie sich vielleicht doch den Kopf angeschlagen? Doch irgendwie sind ihre Worte glaubhaft für ihn. Wieso sollte sie ihn anlügen? Außerdem würde damit endlich alles einen Sinn ergeben. Warum sie einfach so abgehauen ist, warum sie nicht mit ihm über alles geredet hat, warum sie nicht tot war als sie von der Klippe gestürzt ist, alles würde zusammenpassen! Lügen ist ausgeschlossen! Doch warum hat sie ihm nicht gleich die Wahrheit erzählt? Nur wegen der Sache mit Kikyo?
Wie töricht!
Wut steigt in ihm auf! Nur wegen dieser reinen Dummheit, diese eine scheiß Sache hat er sich sorgen gemacht?
Sein Kopf schießt nach unten und sieht das vor ihm stehende Mädchen aus bösen Augen an.
„ Nur deswegen hast du nichts gesagt, hast dich verkrochen in deinem Schneckenhaus? Nur deswegen? Wieso? Fandst du es lustig, wie wir uns alle Sorgen gemacht haben oder was?“
Kagome schüttelte während dieser Worte immer wieder den Kopf und versuchte das Wort an sich zu reisen und die Sache zu erklären, doch er blieb energisch und schrie praktisch seine Wut heraus, bis er endete. Sein Atme rast, sein Körper hebt und senkt sich stark, seine Augen sind verbissen auf die leicht verängstigte Miko vor ihm gerichtet, seine Seele schreit nach einer Antwort.
Kagomes Körper verkrampft sich stark, ihre Nägel schneiden ihr in die Handinnenfläche.
„ Ich hatte Angst,…“, sagt sie und schluckt „ …dass du so reagierst,………wie jetzt!“
Inu Yashas Augen sind weit aufgerissen.
Augenblicklich ist all die Wut, all der Zorn vergessen und nichts außer diese Gefühl von einem beißenden Gewissen und einen Fehler begangen zu haben vorhanden. Ihm tut es plötzlich leid, dass er ihr das alles unterstellt hat, dass er sie so angeschrieen hat.
„ Kagome…“
Hauchdünn kommt dieser Name von seinen Lippen und Kagome weiß, dass er sich nun schuldig fühlt.
Ihr Blick, der sich während der Vorwürfe Inu Yashas auf den Boden gerichtet hat, hebt sich nun wieder. Ein leichtes Lächeln ist auf ihren Lippen abgezeichnet.
„ Nein, nein, ist schon gut, Inu Yasha. Ich weiß das es dumm war euch nichts zu erzählen,…besonders nicht dir!“ Hastig kommen diese Worte aus ihr heraus und wollen die Trauer verbergen. Neben bei wischt sie sich noch mit dem Ärmel die Tränen weg, die sich mit dem Regen vermischt haben. Trotz dieser Worte hängen die Ohren des Halbdämonen schlaf runter. Sein Gewissen kann sie dadurch nicht bereinigen.
„Komm! Lass uns zu den anderen gehen!“
Sie geht an Inu Yasha vorbei, Richtung Dorf. Der Wind lässt ihre nassen Haare über den Rücken peitschen und der Regen schlagt ihr, wie kleine Eiskristalle, ins Gesicht. Sie muss die Augen zusammen kneifen um überhaupt was zu sehen.
Langsam schreitet sie voraus. Inu Yasha betrachtet sie, ehe er ihr nach rennt und sich mit dem Rücken vor sie stellt. Er geht leicht in die Hocke, damit sie versteht was er von ihr verlangt.
Ohne Widersprüche steigt sie auf seinen Rücken und presst ihr Gesicht in den durchgeweichten Rattenumhang.
Ein einzelner Blitz und ein darauf folgendes Grollen jagen über die Lichtung. Inu Yasha sprintet los. Seine Haare wehen in Strähnen nach hinten, streifen Kagomes Wange und kitzeln sie leicht. Aus ihrem bleichen Gesicht zeichnet sich die Müdigkeit heraus.
Schnell läuft Inu Yasha Kaede und seinen Freunden entgegen.
Auf dem Weg ins Dorf…
„Midoriko? Kagome kann Kontakt mit Midoriko aufnehmen?“, fragt Sango verblüfft.
„Ja, Kagome ist ihre Wiedergeburt nicht die von Kikyo!“
Inu Yasha hat Kaedes Hütte erreicht und klärt seine Freunde über Kagomes Lage gründlich auf.
Miroku grübelt vor sich hin. „Das erklärt natürlich einiges!“
Kaede blickt auf die Gestallt in Schlafsack. Kagome war schon eingeschlafen als Inu Yasha im Dorf ankam. Sie wirkte völlig erschöpft. Die alte Miko dreht sich wieder den momentanen Bewohnern dieser Hütte zu. „Wir sollten uns jetzt zu Ruhe legen! Morgen haben wir sicher noch genug Gelegenheit weiter zu reden. Kagomes persönlicher Bericht wird uns sicher besser zu verstehen geben!“ Die Anderen sind damit einverstanden und legen sich hin. Allein Inu Yasha bleibt wach, obwohl er genau weiß, dass Kagome heute nicht mehr abhauen wird. Nahe bei ihr betrachtet und beschützt er sie in der dunklen Nacht…

danke fürs lesen, schreibt mir bitte wie es euch gefallen hat...