Hopeless...

Eine hoffnungslose Liebe...

Zerrissen

Sorry, dass es etwas länger gedauert hat, aber ich war mit meiner Klasse in England und mein Laptop war kaputt, aber jetzt geht es endlich weiter *kekse an alle verteil*

Was hat dich so zerrissen,
was hat dich so verletzt?
Was hat dich und dein Leben
und dein Herz so zerfetzt?
Was hat dich so zerrissen...?
Was hat dich so zerrissen...?
Dass du nicht mal mehr weinst,
dass du nicht mal mehr schreist,
dass du nicht mal mehr merkst,
wie dein Leben zerreißt!
(Juli)

Als Tenten erwachte, stand der Vollmond am Himmel. Sie fühlte sich schwach und müde, als hätte jemand ihr die gesamte Lebenskraft ausgesaugt. Doch dann richtete sie sich verwundert auf. Warum lebte sie überhaupt noch? Ein Rascheln in den Büschen hinter ihr ließ sie herumfahren. Im Mondlicht leuchtete ein Büschel rosa Haare auf, die zwischen den Bäumen verschwanden. Yama. Wut aber auch Traurigkeit und eine seltsame Leere überkam sie. Ein Blick auf ihr Handgelenk zeigte ihr, dass der Schnitt verschwunden war und einer schmalen, weißen Narbe Platz gemacht hatte. Yama hatte die Wunde geheilt. Tenten schloss die Augen. Sie war so unglaublich müde. Und sie wollte nicht als sterben. Warum begriff das keiner? Warum wollten alle sie retten, vor dem Tod bewahren? Sie waren alle so glücklich, so verdammt glücklich! Sakura mit Sasuke, Hinata mit Naruto und Ino mit Shikamaru. Und Neji, ihr Neji, gehörte einer anderen. Mit diesen schmerzenden Gedanken stand Tenten auf und wankte in Richtung Konoha. Eine Stunde später ließ sie sich auf ihr Bett sinken und war ein paar Minuten später eingeschlafen.

Die Sonne stand bereit hoch am Himmel, als Tenten erwachte. Sie blieb noch eine Weile liegen und starrte die weiße Decke an. Der gestrige Tag hatte sie noch drastischer verändert, das spürte Tenten, doch sie konnte nicht sagen, wie sie sich verändert hatte. Noch nicht... Bevor sie wieder in ihren selbstzerstörerischen und eifersüchtigen Gedanken versinken konnte, stand sie lieber auf. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie bis kurz vor drei geschlafen hatte. Viel zu lange für ihren Geschmack. Sie zog sich schnell an und verließ ohne zu frühstücken das Haus.

Ziellos lief sie durch Konoha, ohne darauf zu achten, wohin ihre Füße sie trugen. Schließlich stand sie ohne es zu wollen vor Yamas Haustür. Zuerst wollte sie umdrehen, doch irgendwas hielt sie davon ab. Zögernd und ohne es wirklich zu wollen klopfte sie an die Tür und wartete. Niemand öffnete. Fast schon erleichtert wandte Tenten sich um und fand sich plötzlich Auge in Auge mit Neji wieder. Erschrocken stolperte sie zurück, fing sich aber sofort wieder. „Was willst du von mir?“, fragte sie mit abweisender Stimme. „Mich hat nur interessiert, was ausgerechnet DU von Yama willst. Sie ist übrigens auf einer längeren Mission, falls es dich interessiert“, sagte der Hyuuga-Erbe ebenso abweisend, doch Tenten sah in seinen Augen, das diese Kälte nur gespielt war und er in Wirklichkeit tieftraurig war. „Es interessiert mich nicht und ich wäre dir sehr dankbar wenn du mich vorbeilassen würdest“, antwortete sie und wollte sich an ihm vorbeidrängen. Doch er hielt sie am Handgelenk fest. „Lass mich los!“ „Erst wenn du mir erzählst, was mit dir los ist! Verdammt Tenten! Seit Monaten bist du jetzt schon so verändert, so kalt! Und ich will wissen warum! Du bedeutest mir nämlich viel!“ Für einen Moment erstarrte Tenten. Dann bohrte sich die Eifersucht wie ein glühendes Kunai in ihr Herz. Sie, Tenten, war ihm wichtig. Aber Yama war ihm natürlich viel wichtiger. Einen Moment lang war sie wie geblendet von Eifersucht, Wut, Hass und Schmerz. Sie riss sich gewaltsam los und versetzte Neji eine schallende Ohrfeige. „Wenn du nicht verstehst, was mit mir los ist, du verdammter Idiot, dann bist du keine der Tränen wert gewesen, die ich wegen dir vergossen habe! Dann bist du keinen Gedanken wert gewesen, den ich an dich verschwendet habe! Dann bist du kein Wort wert gewesen, das ich zu dir gesagt habe! Und vor allem, bist du meiner Liebe nicht wert gewesen! Du, Neji Hyuuga, bist schuld an allem, was ich mir jemals angetan habe! Für dich habe ich gelebt, dich habe ich geliebt! Aber du musstest dich ja für Yama entscheiden und hast so auch noch unsere Freundschaft zerstört! Verdammt, und dann fragst du mich, was mit mir los ist?! Ich hasse dich, ich hasse dich, ich...“ Tentens Stimme wurde leise, fast unhörbar. „Ich hasse dich, aber ich liebe dich immer noch...“ Dann schlug sie sich die Hand vor den Mund, erschrocken über das, was sie eben gesagt hatte. Sie stieß Neji zur Seite und stürzte an ihm vorbei. Er machte keine Anstalten sie aufzuhalten, dafür war er viel zu entsetzt.

~Nejis View~

Lange stehe ich vor Yamas Haustür und denke über Tentens Worte nach, die mir einen tiefen Schock versetzt haben. Aus Liebe hat sie das alles getan. Aus Liebe zu mir. Ich habe es schon fast vermutet, wollte es aber nicht wahrhaben. Wie konnte ich nur so blind sein? Sie hat es mir mit so vielen Worten und Gesten gezeigt, doch ich habe es nie wahrgenommen, hatte immer nur Augen für Yama. Ich habe mich für Yama entschieden, ja, das stimmt. Doch inzwischen bin ich mir mit meiner Entscheidung nicht mehr so sicher... Yama oder Tenten? Das ist die Frage, die durch meinen Kopf spukt, als ich langsam nach Hause gehe. Schon so lange ist mir klar, dass ich beide liebe, aber ich muss mich für eine von ihnen entscheiden. Yama oder Tenten...?

~Erzählers View~

Weinend lief Tenten durch Konoha. Die Tränen ließen ihren Blick verschwimmen, sodass sie nicht sah wohin sie lief und schließlich mit irgendjemandem zusammenstieß. Durch den Aufprall taumelte sie zu Boden. Doch sie machte keine Anstalten wieder aufzustehen, sie blieb einfach liegen und schluchzte weiter. Erst als sich jemand über sie beugte, registrierte sie, dass sie nicht allein war. Sie wischte sich vorsichtig über das Gesicht und blickte direkt in Lees besorgte Augen. „Tenten? Was ist denn passiert?“ Die Braunhaarige versuchte ihm alles zu erzählen, doch Schluchzer schüttelten ihren Körper so sehr, dass sie kein Wort herausbrachte. „Tenten? Willst du mit zu mir kommen?“, fragte ihr Freund. Unter Tränen nickte sie und ließ sich von ihm aufhelfen. Doch sie weinte so sehr, dass Lee sie vorsichtig hochnahm und mit zu sich nahm.

Zu Hause legte er sie erst mal aufs Sofa, setzte sich daneben. Und wartete darauf, dass Tenten sich etwas beruhigte. Die lag zusammengekrümmt auf dem Sofa, die Hände in den Haare verkrallt und weinte leise und verzweifelt vor sich hin. Lee strich ihr vorsichtig über das zerzauste Haar. Er machte sich Sorgen um sie. Große Sorgen. „Was ist nur mit dir passiert, Tenten...?“

Nach einer Weile verebbten die Schluchzer und Tenten wurde ruhiger. Sie atmete leise und hatte die Augen geschlossen. Lee deckte die schlafende Tenten vorsichtig zu und legte sich auf das zweite Sofa im Raum. Er wollte sie in diesem Zustand keinesfalls allein lassen. Doch trotz aller Versuche wach zu bleiben, fielen auch ihm irgendwann die Augen zu.

Als Lee erwachte, fiel sein erster Blick auf das leere Sofa, gegenüber von ihm. Tenten war verschwunden. Fluchend setzte er sich auf. Da fiel sein Blick auf einen Zettel, der mit Tentens sauberer Handschrift geschrieben war. Sofort begann er zu lesen. Während dem Lesen wurden seine Augen immer größer.

Lieber Lee,
ich gehe weg aus Konoha. Mein Leben hier geht gerade den Bach runter und ich werde noch verrückt in diesem Dorf. Jetzt fragst du dich bestimmt, was mit mir los ist, warum ich mich verändert habe und warum ich wegwill. Ich werde es dir erzählen, weil du eine der wenigen Personen bist, denen ich noch vertraue. Lee, ich habe mich in Neji verliebt. Puh, jetzt ist es raus. Ja, ich habe mich in Neji verliebt. Schon seit ich ihn das erste Mal gesehen habe, liebe ich ihn. Aber er musste sich ja unbedingt für Yama entscheiden und hat damit auch die Freundschaft zwischen Yama und mir zerstört. Ich habe gelebt, weil ich ihn geliebt habe und ich liebe ihn immer noch. Aber ich kann es nicht mehr mit ansehen, wie er Yama statt mich küsst. Ich hoffe, dass du mich verstehst. Ich werde dich nie vergessen..
Deine Tenten

Mit zitternden Händen umklammerte Lee den Brief. Das durfte einfach nicht wahr sein. Tenten konnte doch nicht einfach gehen. Er musste sie aufhalten. Entschlossen sprang er auf. Allein würde er sie nie aufhalten können, doch er wusste, dass es einen gab, der das konnte. Neji... So schnell er konnte, machte er sich auf den Weg zu ihm.

~Tentens View~

Ich werfe einen letzten wehmütigen Blick auf das Dorf, das versteckt unter den Blättern liegt. Wie viele glückliche Tage habe ich hier verbracht. Es ist mehr als einfach ein Dorf, es ist mein zuhause, wo alle meine Freunde sind. Doch ich habe zuviel Kummer erlebt. Ich kann nicht bleiben. Entschlossen drehe ich mich um und mache mich auf den Weg aus dem Dorf. Plötzlich springt jemand vor mir auf den Weg. Erschrocken fahre ich zurück, doch eigentlich habe ich damit gerechnet, dass Lee kommt um mich aufzuhalten. „Geh aus dem Weg. Du kannst mich nicht aufhalten.“ Ich lege all die Kälte in meinem Herzen in diesen einen Satz. „Geh nicht Tenten.“ Moment mal, das ist nicht Lee. Die Gestalt steht jetzt direkt vor mir. „Ich liebe dich.“ Dann spüre ich, wie meine Lippen sanft verschlossen werden und versinke in diesem Kuss. Wie lange habe ich mir das gewünscht...

Hoffe es hat euch gefallen. Bitte um Kommis.
Eure bloody_sakrileg