Liebe mit Vergangenheit
wird nicht mehr an sie zu denken, besonders nach dem Kuss. Denn jetzt verlangt sein Herz so wie sein Körper noch stärker nach ihr. Er legt sich noch einmal genießerisch über die Lippen, wo er noch etwas von ihrem süßen Geschmack schmecken kann. Doch etwas anderes, als warten bleibt ihm nicht übrig. Der Wind weht plötzlich in eine andere Richtung. Sesshoumaru nimmt Rauch vom Dorf wahr. Doch da ist noch ein
anderer Geruch. Tränen. Rin und Shippo haben es wohl sehr getroffen. Er macht sich auf den Weg zum Dorf, um Rin etwas mit seiner Anwesenheit zu trösten, denn er weis, das ihr das hilft.
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Kagome wird durch ein starkes Rütteln wach. Benommen öffnet sie die Augen und erblick die ersten Sonnenstrahlen. Es wird langsam Morgen und ihre Mutter ist die ganze Nacht durch gefahren. Trotzdem scheint sie aber nicht müde zu sein. Kagome schaut zu ihrem Bruder rüber. Der hängt fast mit dem Kopf auf dem mittleren Sitz und schnarcht vor sich hin. Sie muss grinsen. Wirklich süß der Kleine. Sie sieht wieder nach draußen. Sie sind in keiner Großstadt mehr, nur manchmal sieht man ein Haus. Die Landschaft ist mit großen Steinen übersät. Viele Berge und Tiere sind zu sehen. Das ist wirklich wunderschön hier! Sie fahren gerade an einem Berg vorbei. Hinter diesem ist zu sehen das glänzende Meer.
Von weitem kann sie schon ihr Ferienhaus sehen, was genau vor dem glitzernden Ozean liegt. Das Haus ist auf einem riesigen Felsen gebaut, das zum Meer führt. Sie rüttelt an der Schulter ihres Bruders. Er öffnet langsam seine Augen und blickt sich um. „ Sind wir schon beim Haus? “, fragt er nach. „ Ja. “, antwortet Kagome nur. Ihre Mutter parkt vor dem Gebäude. Kagome steigt aus dem Auto und schaut sich
ihr neues Heim an. Sie schultert ihren Rucksack und zieht den Koffer hinter sich her, zur Tür.
Sie sind da!
Ihre Mutter holt den Schlüssel hervor und schließt die Tür auf.
Kagome treten ein und bestaunt die Zimmer. Das Haus ist sehr groß und mit warmen und hellen Farben angestrichen. Außerdem ist es sehr geräumig! Das 16-jährige Mädchen ist nun vor ihrem alten
Kinderzimmer angekommen. Kurz zögert sie ehe ihre Hand den
Türknauf nach unten drückt. Sie muss die Augen zusammen kneifen, da durch das Fenster die Sonne genau auf sie scheint. Als sie sich dann endlich umgucken kann kommt ihr ein schönes, in hellgelb gestrichenes Zimmer zu Gesicht. Das Bett ist genau für ihre Größe bestimmt, denn ihr Vater hat ihr schon damals, weil sie es so wollte ein großes Bett geholt. Kurz überlegt sie was sie jetzt machen soll, ehe sie sich dafür entschließt ihren Koffer erst einmal aus zu räumen. Ihren Bruder hört sie draußen laut kreischen. Ein bisschen kann sie sogar raus hören, wie:
“ Is dat geil hier! “ oder „ Wieso sind wir nicht schon früher hier hin gefahren? “ Kurz gesagt: Er ist einfach nur total Happy!
Nachdem ihr gesamter Schrank nun voll ist, beschließt sie ein wenig an die frische Luft zu gehen. Unten in der Küche entdeckt sie ihre Mutter, die damit beschäftigt ist den Kühlschrank mit Hapa Hapa zu füllen. Kagome muss über ihre fleißige Mama lächeln. Sie gönnt sich nur selten etwas. Kagome öffnet die Haustür und wollte sie schon hinter sich schließen, als sie die Stimme ihrer Mutter vernahm. „ Wohin so eilig?“, fragt sie mit voller Interesse. „ Ich will nur etwas am Meer spazieren gehen, um mir die Beine zu vertreten, da die Fahrt ja ziemlich lange war. “
Ihre Mutter lugt mit dem Kopf durch die Küchentür. „ Aber pass auf und geh nicht zu nahe an die Klippen, sonst könnten dich die Wellen verschlingen. “ Die Hausfrau grinst ihre Tochter frech an. Kagome
lacht auf. Das hat sie, als sie klein war auch immer gesagt. Da sich die Wellen an den Felsen brechen hat sie meistens eine deftige Ladung an Wasser abbekommen. Sie muss grinsen über die alte Erinnerung. Sie fand es immer toll wenn das Salzwasser an den Klippen hinauf steigt. In Gedanken versunken an ihre Kindheit schreitet sie über den großen Hof des Hauses, bis sie dann an den Klippen angelangt. Der Wind peitscht ihr heftig ins Gesicht. Ihre Haare werden mit schwundvollen Bewegungen hin und her geweht. Sie geht auf eine schmale Klippe zu
und kommt vor dem Ende zum stehen. Ihre rehbraunen Augen sind auf das strahlende Meer vor ihr gerichtet. Ist schon lange her, dass sie es gesehen hat. Sie schaut den Wellen dabei zu, wie sie von dem Wind angetrieben werden, bis sie sich neben ihr am Felsen brechen. Jeder Mann wäre von diesem Anblick begeistert gewesen, so wie dieser, der sich am Waldrand versteckt und sie betrachtet. Sie geniest einfach
nur dieses Gefühl von Freiheit. Sie geniest diesen Meeresduft, der sich langsam in ihrer Nase breit macht und sich wohltuend in ihrer Lunge festsitzt. Oh ja, das tut ihr gut hier zu sein! Das hat sie gebraucht!
Sie beschließt wieder zurück zum Haus zu gehen, da sie von ihrer Mutter noch erfahren will warum sie nun eigentlich hier sind. Man hört das Klacken ihrer Schuhe, als sie über den Innenhof schreitet.
Plötzlich bleibt sie stehen. Ihr fällt ein, das sie noch gar keine Zeit gefunden hat um sich mal um zu sehen. Zwar kennt sie alles hier aber
es gibt Einzelheiten, an denen sie sich nicht mehr erinnert. Sie weis nur noch das Gröbste. Sie schaut sich um. Neben dem Haus steht so zu sagen eine kleine Sporthalle. Man sieht es an der rechteckigen Form. Eine sehr große Tür dient zum eintreten, was sie auch gleich tut. Der Boden der „Sporthalle“ ist mit Laminat belegt. Die Wände sind aus Holz und an manchen Stellen schön verziert. In der Mitte der Halle steht
ein langer, schmaler Balken, der von zwei anderen gestützt wird. Wenn man auf dem Balken stehen würde, wäre der Boden etwa 2 Meter von dir entfernt.
Etwas weiter im Raum steht fast dasselbe, nur das es eine Stange ist, die 4 Meter über dem Boden hängt. Ebenfalls wird sie von zwei dicken Holzbrettern gehalten. Sie schaut sich weiter um. An einer Wand ist
ein Boxsack befestigt. Er sieht schon ziemlich alt aus. Man hat fast angst, dass er platzen würde, wenn man draufhaut. Außerdem ist er mit viel Staub bedeckt, so wie alles hier. Als sie sich alles angesehen hat, entschließt sie sich zum Haus zurück zu gehen, da sie schon richt, das ihre Mutter das Mittagessen vorbereitet. Mit schnellen Schritten macht sie sich auf den Weg zu Haupthaus. Plötzlich kommt ihr ein kleiner Tempel ins Blickfeld. Sie stoppt in ihrem Tun. Sie weis genau was da drin ist. Sie grübelt eine Weile ob sie jetzt ins Haus oder in den Tempel gehen soll. Ein tiefes Seufzen ist von ihr zu hören, ehe sie ihre Schritte zum Tempel lenkt. Er ist zwar klein aber wundervoll verziert. Überall sind kleine Engel, Elfen und Feen abgebildet, so wie schöne Zeichen und Muster. Mit ihren zarten Finger berührt sie ein Symbol, das in das Eichen holz eingeschnitzt ist. Sie drückt die zwei Schiebetüren aus einander und tretet in den Tempel ein. Es ist sehr düster in dem kleinen Raum, so das man kaum was sehen kann. Schnell nimmt sie ein Streichholz, was neben einer Kerze steht und zündet dieses an. Sie hebt sie in die Höhe, so dass das Licht den Raum besser erhellen kann. Es steht nichts im Raum außer zwei Kerzenständer, die neben einer Treppe stehen, die 5 Stufen hat. Kagome geht zu den Kerzenständern hin und zündet die beiden an ehe sie die, die sie noch in der Hand hält auspustet und abstellt. Die zwei Kerzenständer reichen vollkommen aus um den gesamten Raum zu erleuchten. Vorsichtig geht sie die Treppen hoch und bleibt auf der letzten stehen. Vor ihr hängt ein großer eiförmiger Spiegel. Der Rahmen ist aus Gold und mit Edelsteinen und Diamanten geschmückt. Der Spiegel selbst ist so groß, das Kagome sich komplett sehen kann. Sie schätzt ihn auf 2 Meter hoch und 1,5 Meter breit. Dieser Spiegel ist kein gewöhnlicher Spiegel! Sie weis von seinen besonderen Fähigkeiten. Man nennt ihn nicht um sonst den Spiegel der Zeit. Sie hat ihn früher mal benutzt, doch jetzt wird das nicht passieren! Erst wenn es nötig ist wird sie ihn verwenden.
Sie betrachtet noch einmal ihr Spiegelbild, geht die Treppe herunter und pustet die Kerzen aus. Sie schreitet zum Ausgang des Tempels und schließt die Tür hinter sich. Als sie mit stolzer Haltung über den Hof marschiert fühlt sie sich beobachtet. Sie bleibt stehen und dreht sich um. An einem Holzbogen, der als Eingang dient sieht sie einen jungen Mann.
Er scheint nicht viel älter zu sein als sie. Mit seinen dunkel roten Haaren fällt er einem direkt ins Auge. Er hat einen leicht verwirrten Gesichtsausdruck. „ Oh, du wohnst hier? Ich dachte das Grundstück sei unbewohnt. “, spricht er, während er sich mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen nähert. Mit den Händen in der Hosentasche schaut er sie
mit graßgrünen Augen an. Mit seinem Blick könne er so manch eine Frau verzaubern. Doch Kagome mustert ihn eher skeptisch.
Was will der von ihr? Nun steht er vor ihr und erwartet wohl eine Antwort von ihr. „ Meiner Familie gehört das Haus! “, sagt sie ohne viel Lust jetzt ein Gespräch an zu fangen.
„ So? Schön! Dann hab ich ja jetzt Nachbarn! Übrigens, ich heiße Yoran.“, stehlt sich der Junge vor. „ Mein Name ist Kagome! “
„ Ein wirklich wundervoller Name! “ Er lächelt sie an wobei sie ein wenig rot wird. „ Ähm, danke, aber ich muss noch ein paar Dinge erledigen! Vielleicht sehen wir uns noch mal. “ Sie winkt ihm zu während sie zurück zum Haus läuft. Yoran blickt ihr nach. Ein wirklich schönes und interessantes Mädchen! Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass sie sich wieder sehen. Er geht vom Hof. Kagome schließt die Tür hinter sich. Ein merkwürdiger Typ, dieser Yoran! Doch sie macht sich jetzt keine Gedanken mehr um ihn, sonder widmet sich das was sie vorhatte. Sie geht in die Küche, wo ihre Mutter gerade das Gemüse