Sometimes Dreamers
Warum tut sie das?
Kapitel 4: Warum tut sie das?
Noch lange hatte Hinata auf dem Baum gesessen und einfach nur den Wald betrachte, ohne ihn jedoch zu sehen. Irgendwann war sie dann doch nach Hause gegangen. Sie konnte ja nicht die ganze Nacht draußen bleiben.
~Narutos Part~
Unruhig wälzte der Kitsune sich im Bett hin und her. Schon eine halbe Ewigkeit lang, versuchte er ihr Gesicht zu vergessen und endlich zu schlafen, doch es gelang ihm nicht. Die blasse Haut, das Ebenholzschwarze Haar und diese schönen lavendelfarbenen Augen konnte er nicht vergessen.
~Am nächsten Morgen~
~Hiashis Part~
Zusammen mit anderen wichtigen Mitgliedern des Clans beriet Hiashi Hyuga über ein paar wichtige Dinge.
„Hinata wird immer rebellischer. Es wird Zeit etwas dagegen zu unternehmen.“ Legte das Clanoberhaupt die Lage offen.
„Was gedenkst du zu tun?“ fragte ein Anwesender.
„Sie ist 15. Alt genug verlobt zu werden.“
~Hinatas Part~
Die Proben waren ziemlich lustig, denn so ziemlich alles ging schief. Bei Sasuke und Neji machte sich der Stimmbruch bemerkbar, Ino nörgelte an den Kostümen rum und Tsunades Geduld war am Ende.
Ziemlich vergnügt machten sich am Abend alle auf den Weg nach Hause. Nur Hinata blieb noch vor den halbfertigen Kulissen stehen und schaute betrübt. //Was sage ich nur Vater? Ich kann es ja nicht ewig geheim halten. Ich muss es einfach erzählen!// Gerade wollte die Erbin sich umdrehen und nach Hause rennen, als sie voll in ein grelles Orange lief. Sie war gegen Naruto gerannt.
„Oh. Gomen Naruto-kun…“ murmelte sie verlegen und war schon halb vorbei, als er sie am Handgelenk ergriff und zurück zog. Überrascht drehte sie sich herum und blickte ihn fragend an. „Ähm…H-Hinata…Kann ich dich was fragen?“ stotterte der Blonde herum. „Klar. Was…gibt’s den Naruto-kun?“
„Also…ich…ähm…also…nächste Woche ist doch das Sommersonnenfestival und ich wo…wollte dich fragen…eh…ob du mit mir …naja…dahin gehen willst…“ brachte er stottert hervor. Erst einmal war die Hyuga total überrumpelt und dann sprachlos. Naruto fasste das als Nein auf. „Oh, du musst nicht…“ begann er, doch die Schwarzhaarige unterbrach ihn. „N-Nein, ich…würde gern…m-m-mit dir hingehen…“ meinte sie leise, doch der Uzumaki strahlte übers ganze Gesicht. (Mit dem stottern können sie bald eine Selbsthilfegruppe aufmachen ^.^) „Gut. Dann bis dann!“ rief er und rannte aus dem Theater.
Seid dieser Unterhaltung schwebte die Hyuga-Erbin auf Wolken. Naruto, der Naruto Uzumaki wollte mit ihr ausgehen! Gedankenverloren blickte sie in den Nachmittagshimmel. „HINATA!“ Erschrocken zuckte die Dunkelhaarige zusammen. Ino starrte sie böse. „Hast du überhaupt ein Wort von dem gehört, was ich gesagt habe?“ Fragte sie vorwurfsvoll.
Hinata saß mit Sakura, Tenten und Ino in einem kleinen Eiscafe. Etwas verwirrt blickte sie ihre blonde Freundin an. Es ist aber auch echt hart mit seiner rosaroten Traumwolke auf die Realität zu treffen.
„Äh…t-tut mir leid Ino-chan“ brachte sie, noch immer etwas benebelt, hervor.
„Komm sag schon! Was ist passiert?“ fragte Sakura neugierig. Ihre grünen Augen leuchteten und blickten die Hyuga an.
„Also…wisst ihr…Mhm…Naruto hat mich auf das…Sommerfest…eingeladen!“ gestand sie schließlich. Die Augen ihrer Freundinnen wurden groß wie Teller und ein wissendes Grinsen machte sich auf den drei Gesichtern breit.
„Ich geh mit Sasuke!“ platzte Sakura gleich los.
„Du Breitstirn! Was fällt dir ein?“ zickte Ino.
„Du gehst doch sowieso mit Shika-kun!“ konterte die Rosahaarige gleich.
„Ja da hast du Recht!“ stimmte die Blonde zu und beide setzten sich wieder.
„Ich hab Neji gefragt…“ TenTen sah niedergeschlagen aus.
„Und?“ fragten ihre drei Freundinnen gleichzeitig.
„Er hat gesagt ´Ich hol dich um sechs ab’!“ strahlte die Braunhaarige.
„Und wir dachten er hätte abgelehnt!“ schrieen Sakura und Ino los.
Zur Strafe wurden Ten-chans Haare zerstruppelt.
…
~Eine Woche später~
//Toll! Was will Vater denn jetzt schon wieder?// fragte sich Hinata genervt, während sie durch die dunklen Gänge des Hyuga-Anwesens schritt. Hiashi hatte sie mal wieder zu sich gerufen. Hinata hatte den halben Tag auf ihrem Bett gelegen und vor sich hin geträumt. Morgen Abend würde das Sommersonnenfestival beginnen und Naruto würde sie abholen.
Mit einem flauen Gefühl im Magen klopfte sie an die Tür des Versammlungsraumes und wurde gleich herein gebeten. Ihr Vater sah nur streng und emotionslos auf seine älteste Tochter hinab.
„Hinata, ich will dich nur wissen lassen, dass wir deine Verlobung arrangiert haben!“
Hinatas Augen weiteten sich vor Schock. Nicht mehr fähig einen klaren Gedanken zu fassen starrte sie ihren Vater an. War der den total übergeschnappt?
„Meine w-was?“
„Bist du taub? Deine Verlobung! Du heiratest in zwei Wochen!“
Die ganze Nacht hatte sie geweint. Mit leeren Augen schritt Hinata die Straßen entlang. Das Herz war ihr schwer und jeder Schritt schien seelisch zu schmerzen. Sie suchte Naruto. Um ihm zu sagen, dass sie heute Abend nicht mitkommen konnte, um ihm zu sagen, dass sie sich wohl nicht mehr treffen würden können, um ihm zu sagen, dass es vorbei war…
Total in Gedanken versunken lief sie in jemanden hinein und als sie hoch sah, erkannte sie Naruto.
„Oh hi Hinata! Was machst du hier?“ grinste der Blonde sie an. Die Augen der Schwarzhaarigen weiteten sich und das Blut rauschte in ihren Ohren.
„Ich…Ich…Ich muss…dir was sagen…Naruto-kun…“ stammelte sie.
„Aha und was?“
Gott! Kann der Typ nicht aufhören zu grinsen? Das macht die Sache auch nicht leichter! Es war ja schon schwer genug ihm das Herz brechen zu müssen, oder?
„Ich kann heute Abend nicht mitkommen, Naruto-kun…“ flüsterte Hinata und hatte den Blick gen Boden gesenkt. Tränen sammelten sich in ihren Augen, doch sie riss sich zusammen; sie wollte ihm nicht auch noch ihre Tränen zumuten…
„Aber warum nicht? Du hast dich doch so gefreut?“ Der Kitsune war wirklich verwirrt. Warum sagte Hinata das so plötzlich? //Kann ich ihm das wirklich erzählen? Kann ich ihm wirklich so etwas antun? Nein…aber er muss es wissen!//
Der Blonde legte seinen Arm um das Mädchen, das so verloren und auch irgendwie verängstigt vor ihm stand. Inzwischen hatte sie begonnen zu zittern wie Espenlaub.
„Naruto…ich…ich…werde…bald…ich…werde bald…“ Tränen bahnten sich wieder ihren Weg über die blasse Haut und fanden auf dem Boden ihren Tod.
„Was wirst du Hinata-chan?“ fragte er wieder. Ihre Tränen blieben ihm nicht verborgen. Warum weinte sie nur so bitterlich?
„Ich werde in…zwei...Wochen heiraten, Naruto-kun…“
Als hätte ihn ein elektrischer Schlag getroffen ließ er Hinata los und starrte sie entsetzt an. Was sagte sie da? Heiraten? Zwei Wochen? Sein Gehirn schien sich zu sträuben diese Information zu verarbeiten…
„Naruto…es t-tut…mir ja so…so schrecklich leid…“ flüsterte sie und ein schmerzhafter Stich machte sich nahe ihrem Herzen bemerkbar. Sie kam sich so elend vor. Als hätte sie Naruto verraten, ihm bloß etwas vorgespielt, doch das schlimmste war die Gewissheit ihn verletzt zu haben…
„Aber warum…hast du mir dann gesagt, du willst mit mir ausgehen. Warum hast du mich so belogen?“
Entsetzten machte sich in Hinatas Körper breit. Sie wollte ihn doch nicht belügen und hat es auch nie getan! Seine Worte schmerzten…sehr sogar…
„Aber…aber…“
„Spar dir bitte das aber…“ meinte der Junge leise.
„Du hättest mich nicht belügen sollen, du hättest ehrlich sein können, Hinata-san…“
Naruto erinnerte sich an die Einsamkeit seiner Kindheit, an die Lügen der Dorfbewohner an ihn…
Ein schmerzhaftes Pochen machte sich in den Schläfen des Mädchens breit. Dieses „-san“ schmerzte viel heftiger als seine anderen Worte. War sie jetzt wirklich eine Fremde für ihn? Warum wollte er ihre Erklärung nicht hören? Dachte er etwa das sie das freiwillig tat…?
Ohne auf ihn zu achten, ohne auf ihr Schwindelgefühl einzugehen rannte sie davon…
//It’s funny when you find yourself
Looking from the outside
I’m standing here
But all I want is to be over there
Why did I let myself believe
Miracles could happen?
`Cause now I had to pretend
That I don’t really care….\\
Sie wollte einfach nur weg. Weg aus dieser Welt, weg aus Konoha, weg von Naruto und am liebsten raus aus ihrem Leben. Ein schrecklicher Gedanke brannte sich in ihr Gedächtnis…Sie musste ihren Zukünftigen irgendwann ja wohl küssen, ihn berühren, …Übelkeit machte sich bemerkbar.
//I thought you were my fairytale
My dream when I’m not sleeping
A wish upon a star that’s coming true
But everbody could tell
That I confused my feelings with the true
When there was me and you…\\
Warum dachte Naruto nur, sie hätten ihn angelogen? Warum traute er ihr so etwas zu? Tränen liefen ungebremst ihre weiße Haut entlang, über ihre Wangen, bis sie ihren Tod im freien Fall zu Boden fanden. //Manchmal, da wünschte ich, dass meine Liebe zu dir wie diese Tränen im Boden versinkt…//
//I swore I knew the melody
That I heard you singing
And when you smiled
You made me feel
Like I could sing along
But then you went and changed the words
Now my heart is empty
I’m only left with used-to-be’s
And once upon the song…
I know You’re not a fairytale
And dreams are meant for sleeping
And wishes on a star
Just don’t come true
`Cause now even I can tell
That I confused my feelings with the truth
Because I liked the view
When there was me and you…\\
Endlich stoppte sie ihren Lauf und erkannte wo sie sich überhaupt befand. Sie stand direkt vor drei größeren Baumstämmen und erinnerte sich wieder. Hier war sie kurz vor der Chu-nin-Auswahlprüfung Naruto begegnet und