Fanfic: Kingdom Hearts Love Story

Kapitel: Another Day On Destiny Islands

Ein Jahr ist es nun schon her… Sora und Riku sind endlich wieder von ihrer langen Reise zurück. Seitdem ist hier wieder alles normal auf Destiny Islands. Na ja, so normal, wie es mit zwei Chaoten wie Sora und Riku nun mal sein kann! Ich grinste leicht. Ohne die beiden konnte es echt langweilig werden. Seit ihrer Rückkehr ist nun ein Jahr vergangen, doch dieses eine Jahr veging wie im Flug!
Es war früh morgens, aber ich war schon wach. Die Sonne zeigte gerade mal ihre ersten Strahlen. Ich weiß nicht wieso, doch es war einfach eine Gewohnheit um diese Zeit aufzustehen. Obwohl die Ferien gerade begonnen hatten! Sora war im Gegensatz zu mir ein Langschläfer. Wieder grinste ich. Die Vorstellung, wie Sora aussieht, wenn er schläft.... Bestimmt friedlich und total niedlich.....
Ich ertappte mich bei diesem Gedanken und wurde leicht rot. Woran dachte ich da! Um mich abzulenken stand ich auf und ging ich ins Bad. Dann wusch mein Gesicht mit eiskaltem Wasser. Sofort besser! Ich trocknete mein Gesicht wieder ab. Ein wenig wacher als vorher tappte ich zurück in mein Zimmer und sah aus dem Fenster. Ich freute mich schon riesig! Sora, Riku und ich wollten heute auf die Insel rausfahren und dort den Tag verbringen. Außerdem hatten wir geplant zu Zelten. Es hatte all meine Überredungskünste gebraucht um meine Mutter dazu zu bringen, dass ich mit übernachten darf. Sie glaubt allen ernstes, dass Sora und Riku etwas mit mir anstellen würden! Immerhin waren Sora und ich bereits 16 und Riku sogar 17. Meine Mutter fühlte sich bei dem Gedanken, dass ich mit zwei Jungs Zelten gehe, immer noch unwohl, aber was soll schon passieren? Jeder hat sein eigenes Zelt und wir kennen uns schon seit einer Ewigkeit, sie würden doch nicht.... Und was wenn doch?
Ich schüttelte den Kopf, um meine wirren Gedanken loszuwerden. Meinen besten Freunden werde ich doch wohl vertrauen! Ich sah auf die Uhr. Erst 8. Wir hatten uns um 12 am Steg verabredet. Seufzend setzte ich mich aufs Bett. Noch eine halbe Ewigkeit bis dahin!

Die Sonne stand inzwischen hoch am Himmel und ich machte mich auf den Weg.
„Hey Kairi!“, hörte ich Selphie´s Stimme von hinten. Sie lief zu mir und wir gingen nebeneinander her.
„Wohin mit dem ganzen Kram?“, fragte sie mich, auf das Zelt und meinen Rucksack deutend.
„Hi Selphie! Ich fahr mit Sora und Riku zur Insel raus“, erklärte ich.
„Mit dem ganzen Gepäck im Schlepptau?“
„Wir zelten dort.“
„Wie unfair! Ich will mitkommen!“, meinte sie seufzend, „Wird bestimmt voll romantisch, mit zwei Jungs am Lagerfeuer untern Sternenhimmel....“
Ich musste lachen. Aber irgendwo war die romantische Version unseres Vorhabens doch recht reizvoll. „Sora und Riku sind Freunde, mehr nicht!“, ich sah sie an.
„Aus Freundschaft kann schnell mehr werden!“
Als ich dazu nichts sagte, fuhr Selphie grinsend fort: „Aber ich würde nicht Riku nehmen, du würdest dir tausende von Mädels zur Feindin machen!“
„Ich will nichts von Riku, sondern von...“, ich unterbrach mich selber. Ja, von wem eigentlich?
„Sondern von....?“, Selphie starrte mich erwartungvoll an, schien dabei aber trotzdem zu wissen, wen ich meine. Dabei wusste ich die Antwort selber nicht.
„Ist doch auch egal!“ Ich sah Selphie an, dass sie sich mit dieser Aussage nicht zufrieden gab und blickte dann wieder nach vorne. Meine Rettung war da! Der Steg war in Sicht und Riku wartete bereits. „Also Selphie, ich muss los. Bis dann!“, verabschiedete ich mich und rannte das letzte Stück.
Was war heute mit mir los?

„Hi Riku!“, begrüßte ich ihn, als ich am Steg angekommen war.
„Hey Kairi!“
„Sora ist noch nicht da?“
„Sieht es denn so aus?“
„Nein“, gab ich seufzend zu, „aber so lange kann es ja nicht mehr dauern bis er kommt.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher“, antwortete Riku grinsend, worauf ich lachen musste. Dann blickte ich in die Richtung, aus der Sora wahrscheinlich kommen würde.

„Da kommt er ja endlich! Er ist später dran als sonst!“, meinte ich nach einer ganzen Weile, während ich zu Sora rüberwinkte. Er winkte zurück und ich lächelte.
„Morgen Riku, hi Kairi!“, rief er, als wir in Hörweite waren.
„Morgen? Wir haben schon längst Mittag!“, antwortete Riku und ich musste wieder lachen.
„Begrüßt man so seinen Freund?“, Sora sah Riku mit gespielter Empörung an und ich lächelte darüber. Irgendwie süß.
„Gehen wir dann endlich?“, fragte ich etwas ungeduldig und sah beide an. Beide stimmten zu. Also stiegen wir ins Boot, allerdings war es ein wenig eng. Normalerweise passten wir sehr gut rein, aber unser Zeug für die Übernachtung verbrauchte auch Platz. Deswegen war er diesmal eben etwas kuscheliger. Jedes Mal, wenn wir zur Insel fuhren, ruderte Riku am Meisten. Sora half zwar auch mit, aber ich glaube trotzdem, dass Rikus Einsatz uns mehr voranbrachte als Soras. Da wir nur zwei Paddeln hatten, erledigten das immer die beiden. Sie meinten, Mädchen könnten das nicht richtig. Alles nur Vorurteile! Aber in diesem Fall hatte ich nichts dagegen. Was mich an diesem Tag überraschte, war, dass Sora wohl ziemlich übermotiviert war und kräftiger paddelte als Riku.
„Sora! Hör auf! Wenn du so weiter machst, dann kippt das Boot gleich!“, meinte Riku leicht verärgert.
„Jaja schon gut!“, murmelte Sora. Irrte ich mich, oder war da ein kleiner Rotschimmer in seinem Gesicht? Wahrscheinlich blendete mich die Sonne nur, denn sonst wurde ihm so gut wie nie irgendwas peinlich. Bevor die beiden auf die Idee kamen, einen Streit anzufangen, rief ich: „Wir sind bald da!“
Ich freute mich immer mehr.
Aber...
Wenn ich vorher gewusst hätte, in was für einem Chaos das Ganze enden sollte, dann wäre von meiner Vorfreude wohl nicht mehr sehr viel über geblieben.