Chaotic Holidays
Der Urlaub kann beginnen!
Nach 2 Stunden hatten sie ihr Ziel erreicht: Mallorca.
Seto steuerte auf einen Landeplatz zu.
Er war sichtlich froh, dass dieser Horrorflug mit diesen Freaks vorbei war.
Er seufzte auf und brachte den Helikopter sicher zum stehen. Fünf Minuten später stieg er aus dem Fluggerät.
Yami war schon auf den besten Wege nach draußen, als er eine raue Stimme hinter sich hörte.
„Komm beweg die Hüfte du Minipharao!“ Kura konnte es sich einfach nicht verkneifen ihn zu necken und grinste dabei schadenfroh.
Na ja, irgendetwas musste ja kommen. Schließlich hatte er den Rest des Fluges seine Klappe gehalten.
„Wen nennst du hier Minipharao, du billige Kopie eines Grabräubers?!“
Yami knurrte Bakura böse an. Er hatte seine Stichelein entgültig satt!
Kiru konnte es langsam auch nicht mehr hören. Das ständige Gestreite wegen Bakuras Kinderkram, musste wirklich nicht sein.
„Könnt ihr zwei es nicht mal lassen?“
„Er hat angefangen Kiru!“
„Yami!“
Jetzt kam sie sich wirklich vor wie im Kindergarten! Wie alt waren sie denn? Fünf? Sie schüttelte den Kopf.
Bakura half Nancy aus dem Helikopter. Anscheinend hatte diese die Aktion von vorhin schon wieder vergessen, oder wollte sie vergessen.
Nancy wirkte außerordentlich glücklich.
Es lag wohl an den warmen Sonnenstrahlen, die sanft auf ihr Gesicht schienen.
Seto sah sich um.
Die Gegend schien gar nicht so schlecht zu sein. Der Strand war nicht soweit weg.
Er ignorierte die verzweifelten Versuche von Kiru, die den Streit zwischen Yami und Bakura zu schlichten versuchte, weil diese es einfach nicht lassen konnten sich gegenseitig hoch zu ziehen. Plötzlich trat Nancy an seine Seite.
„Vielen Dank Seto, dass du uns hier her gebracht hast!“ Sie lächelte ihn an.
Seto murrte und flüsterte ihr ein paar Worte zu:
„Du bist die Einzige, die hier noch normal ist und keine Probleme macht.
Komm, lass die mal streiten, gehn wir lieber zum Strand!“
Was war denn mit Seto los?
Die Schwarzhaarige legte den kopf schief.
So kannte sie ihn gar nicht, aber ihr sollte es nur Recht sein. Wahrscheinlich war Seto Kaiba gar nicht so kühl wie er immer tat. Nancy hoffte, dass er hier in der Sonne mal ein bisschen auftauen würde.
„Äh okay!“
Sie willigte ein und unaufmerksam gingen sie und ließen Kiru, Yami und Bakura zurück.
Diese schienen sich darum zu streiten, wer wohl damals der bessere Pharao gewesen wäre, obwohl dieses Thema eigentlich so gut wie geklärt war.
Hätte Bakura Yami nicht so zur Seite gestoßen, dass Seto und Nancy in seine Blickrichtung fielen, wäre es ihm noch nicht einmal aufgefallen, dass die beiden sich gerade aus den Staub machten.
Es gefiel ihm gar nicht, dass Nancy mit Seto weg ging.
Schnell nahm er die Beine in die Hand und ließ einen verblüffenden Yami zurück.
„Komm zurück, ich war noch nicht fertig mit dir du....!“
„Ich bekomm hier noch nen Nervenzusammenbruch!“ sagte Kiru jammernd.
Sie rieb sich die Stirn. Fand das Grauen gar kein Ende, oder hatte es gerade erst angefangen?
Bakura vertrat Nancy und Kaiba den Weg.
Böse schaute er zu Seto.
„Wo willstn du hin mit ihr?“
Kaiba hob eine Braue, dann legte er einen Arm um Nancys Schulter.
„Weißt du was? Das geht dich nen feuchten Dreck an Bakura!“
Nancy war kurz davor ihn weg zu stoßen wie sie es mit Bakura getan hatte, als dieser sich zu Wort meldete und ihr die Worte aus dem Mund nahm.
„Nimm deine dreckigen Kriffel von ihr!“ Kura fauchte ihn böse an. Wie konnte er sich es wagen, Nancy anzufassen?!
Diese konnte es nicht glauben. Es schien so, als sei Bakura eifersüchtig!
Bakura und eifersüchtig....irgendwie passte das nicht, aber es schmeichelte ihr. Wahrscheinlich mochte er sie ja richtig. Den Anschein hatte er noch nie gemacht. Im Gegenteil, mit seinen ständigen Genecke hatte sie manchmal das Gefühl, dass er sich nur über sie lustig machte.
Kiru spitzte die Ohren.
War das ..., konnte das? Ja es konnte anscheinend wahr sein. Bakura stritt sich mit Seto um Nancy.
Sie lachte auf und klopfte Yami auf die Schultern.
„Hehe, das scheint ja mal sehr interessant zu sein, findest du nicht?“
Yami nickte nur, er überlegte wie das Gespräch wohl enden würde. Gebrochene Rippen, herumfliegende Körperteile ... er ließ sich überraschen.
Als Seto immer noch nicht den Anschein machte, nen Abflug zu machen, drängelte Bakura sich zwischen ihn und Nancy.
„Du solltest wissen, dass das mein Platz ist, und es wird auch immer meiner bleiben!“
So leicht, ließ sich doch ein Seto Kaiba nicht abservieren! Jetzt war er mal dran. Es wäre ein leichtes, den Spieß mal umzudrehen um Bakura ein wenig auf die Palme zu bringen. Schnell schnappte er Nancys Arm und zog sie zu sich.
„Denkste, die is jetzt meins!“
Nancy fing innerlich an zu kochen ... vor Wut. Wer war sie denn? Einer dieser idiotischen Duellmonsterskarten, die man von überall herum reichen konnte, wie es einem passte? Sie gehörte niemanden! Absolut keinem von den beiden!
Kiru schaute gespannt zu. Sowas war aufregend! Sie konnte sich im Moment nichts besseres vorstellen. Auch Yami hatte Interesse gefunden. Endlich würde es einer mal diesen fiesen Räuber zeigen.
„Los Seto! Würg dem ollen Grabräuber eins rein!“ rief er energisch und machte ein paar Bewegungen mit seinen Fäusten.
„Okay, jetzt wird’s albern!“ sagte Kiru und verleierte die Augen. Sie war ein wenig enttäuscht. Gerade war es noch so schön gewesen. Aber Seto und Kura wurden sich nicht gerade einig, wen Nancy mehr mochte und die Arme stand zwischen den beiden und wusste nicht was sie sagen sollte.
„Sie mag mich mehr!“
“Tut sich nicht!“
“Tut sie doch!“
“Tut sie nicht!“
“Tut sie doch!“
...
Kiru ging auf die beiden Streithähne zu, zog sie auseinander und schubste sie nach vorne.
„Ab zum Strand, aber ein bisschen zackig!“
Die beiden grummelten noch irgendwas gingen aber dann aber brav weiter.
„Man ey Nancy! Du bist wie´n schlechter Magnet...ziehst nur Vollidioten an!“ sagte das braunhaarige Mädchen und folgte den beiden Jungs.
„Tut mir Leid, das ist nicht meine Absicht!“ gab die Angesprochene naiv zurück.
Yami trottete zu Nancy.
„Komm, lass uns gehen!“ Er nahm sie bei der Hand und zog sie ungedultig hinterher. Bei den anderen angekommen, ignorierte er die Blicke.
Nancy ließ Yamis Hand los. Bakura sollte nicht schon wieder ausflippen. Dieser aber wollte gerade wieder zu einem seiner fiesen Sätze ansetzen, als Yami ihn die Worte abschnitt.
„Sag nichts, ich bin der Meinung sie hat so oder so was besseres verdient als dich!“
Bakura hob die Nase.
„Es gibt nichts besseres als mich!“
Abrupt blieben alle stehen und fingen laut an zu lachen.
„Das war der beste Witz den du je gerissen hast Kura!“ Kiru wischte sich die Lachtränen weg und wendete sich zu Yami der immer noch prustete.
„Du Yami, gehst du mit mir schwimmen?“ Sie wollte sich endlich mal um etwas anderes kümmern, als um diesen dämlichen Bakura. Schließlich hatte sie sich so sehr gefreut auf diesen Urlaub ... und auf Yami.
„Hehe, aber gerne doch!“ gab dieser zurück und lächelte das Mädchen an. Freudig henkelte sich Kiru bei ihm ein.
Bakura schaute zu den beiden.
„Ihr habt doch nicht mehr alle Kugeln am Christbaum! Na ja, sind bestimmt noch die Restbestände vom Orichalcos...“
„Komm schon ...“ versuchte Nancy ihn zu beruhigen und zog ihn mit sich. Hoffentlich konnte Bakura mal wenigsten für fünf Minuten die Klappe halten.
Seto beobachte alles stumm. Wäre nicht diese hinreißende Gegend, hätte er sich womöglich längst wieder aus dem Staub gemacht. Was hatte er sich überhaupt dabei gedacht? Er musste eine Firma leiten und kein Urlaub machen! Nun ja, jetzt war es zu spät.