True Identity

größte Sorge war, ob Izayoi und ihr Sohn anständig behandelt werden würden. Sie hatte keine große Hoffnung dafür.
„Aber versprecht Ihr mir, dass Ihr mich und meinen Sohn beschützt?“, fragte die junge Mutter schon etwas unsicherer. Kimiko lächelte ihre Gesprächspartnerin an und versprach ihr das. Immerhin hatte sie dieses Versprechen auch schon Inu Taishou gegeben und jeder Youkai und jede Youkai mit einem Fünkchen Ehre im Leib, hielt sich an ein solches Versprechen.
Auf einmal hörte man ein lautes Weinen aus einem der Zimmer. Anscheinend war der kleine Hanyou erwacht und verlangte nach etwas. Izayoi raste nach oben und versorgte ihren Sohn. Kimiko blieb in Gedanken versunken sitzen und das sollte sie auch bis zum Morgen.

Am nächsten Morgen frühstückten sie alle und begannen dann sich auf den Weg zu machen, auf den Weg in eine schmerzvolle Zukunft. Wie am Abend zuvor trug die Youkai die Mutter und den Jungen auf ihrem Rücken und lief über die Landschaft. Dabei durchquerten sie mehrere Wälder und Lichtungen. Die Menschendörfer mieden sie wie die Pest, denn sie brauchten keinen weiteren Stress.
Gegen Mittag legten sie eine Pause ein, die der Kleine dazu nutzte um von seiner Mutter das Essen zu bekommen. Die Frauen aßen auch gemütlich unter einem großen Baum in einem Wald. Am Nachmittag erreichten sie dann das Schloss der Gegend. Kurz vor den Toren kam Kimiko zum Stehen und gab Izayoi zu verstehen es erstmal alleine zu probieren. Wenn es nicht funktionieren sollte, würde die Youkai zur Hilfe kommen. Izayoi sammelte ihren Mut zusammen und klopfte an die Schlosstore.
Nach einiger Zeit kam ein Soldat hinaus und betrachtete die Frau vor ihm skeptisch bis er sie dann ausfragte.
„Was wollt Ihr hier?“, fragte der Soldat ruppig. Solchen Ton war die ehemalige Prinzessin nicht gewohnt, doch musste sie sich wohl dran gewöhnen.
„Bitte, mein Herr. Ich suche eine Bleibe für mich und meinem Sohn. Ich würde auch die niedrigsten Arbeiten verrichten. Bitte nehmen sie mich auf!“, flehte die junge Mutter. Der Soldat wollte ihr schon Einlass gewähren, doch dann sah er, dass das Kind Hundeohren hatte. Das würde bedeuten…
„Ihr habt mit einem Youkai verkehrt! Hinaus mit Euch! Macht, dass Ihr Land gewinnt mit der Mistgeburt!“, schrie der Soldat der Frau entgegen. Diese wich ein Stück zurück. Ihr Herz schmerzte sehr. Kimiko, die in der Nähe war, biss die Zähne zusammen um dem Mann nicht den Kopf abzureißen. Da trat der Schlossherr zu dem Soldaten und schaute diesen fragend an. Der Soldat verbeugte sich tief, zeigte auf Izayoi und sprach hasserfüllt zu seinem Herren über die Frau.
„Mein Herr, verzeiht mir diesen Ton, doch diese Frau hat nach einer Bleibe für sich und ihren Sohn.“ Das Letzte sagte er mit großer Verachtung, doch bevor sein Herr etwas sagen konnte, sprach der Mann weiter.
„Ich wollte sie gewähren lassen, doch dann entdeckte ich das. Ihr Sohn ist ein verdammter Hanyou.“ Der Gesichtsausdruck des Schlossherren verdunkelte sich stark und sah Izayoi wütend an.
„Macht, dass Ihr hier fortgeht oder Ihr werdet getötet!“, drohte der Schlossherr der armen Frau. Diese wollte sich natürlicherweise davon machen, als die Youkaiprinzessin sanft neben ihr auf dem Boden aufkam und die beiden Männer böse anfunkelte. Die Youkai hatte jetzt eindeutig genug. Sie musste jetzt endlich einschreiten!
Die beiden Männer wichen ein Stück zurück und sie riefen die restlichen Soldaten. Bald darauf waren Izayoi, InuYasha und Kimiko umzingelt, doch die Youkai störte es nicht.
„Warum verwehrt Ihr dieser Frau die Arbeitsstelle und die Bleibe? Und was macht es schon, dass ihr Sohn ein Hanyou ist? Immerhin habt ihr doch mit der Prinzessin des Feindes ein Kind, nicht wahr Lord Takemaru?“, fragte Kimiko den Schlossherren eindringlich. Sie kannte durchaus einige Geheimnisse der Menschen und dies war eines davon.
Lord Takemaru zog heftig die Luft ein. Woher wusste diese Youkai das? Was sollte er jetzt tun? Seine Soldaten sahen ihn überrascht an.
„Und wenn schon? Das ist akzeptabler als ein Hanyou!“, ging der Lord in die Offensive. Die Soldaten staunten nicht schlecht. Ihr Lord hatte ein Kind mit dem Feind?
„Sagt mir, warum Ihr euch die Prinzessin ausgesucht habt“, forderte die Youkaiprinzessin. Izayoi war verwundert. Was hatte Kimiko vor?
„Ich liebe sie halt. Ist das ein Verbrechen?“, fragte Lord Takemaru herausfordernd, doch dann ging ihm ein Licht auf. Die Youkai hatte ihn nun in der Hand.
„Liebe also… Diese Frau liebt auch den Vater des Kindes. Also sagt mir, ist das ein Verbrechen? Doch Ihr sagtet bei euch, es sei kein Verbrechen. Also ist es hier auch keins. Nehmt diese Frau auf und behandelt sie gut. Und ihren Sohn ebenfalls. Dafür steht dieses Schloss unter meinem Schutz“, redete Kimiko ohne eine Pause einzulegen.
Der Lord war einige Zeit still, doch dann fragte er Kimiko etwas.
„Wer seid Ihr?“ Es war eine einfache Frage, doch gab es einige Antworten. Doch die Antwort, die er erhielt schockte ihn bis auf sein Mark.
„Ich bin Kimiko. Thronerbin der Youkailordschaft des gesamten Landes“, sagte die junge Youkai selbstbewusst.
Allen lief ein kalter Schauer über den Rücken. Kimikos Kraft war sehr bekannt in dieser Gegend und man sollte sich nicht mit ihr erzürnen.
„Wir nehmen die Frau und den Hanyou auf, doch nur wenn wir wirklich Schutz erhalten“, meinte der Lord dann. Kimiko nickte und fügte hinzu.
„Wenn Ihr euch an die Abmachung haltet, dann halte ich mich auch dran.“ Der Lord und Kimiko schüttelten die Hände und Kimiko beschützte das Schloss. Izayoi bekam ein Zimmer mit InuYasha und arbeitete manchmal in der Küche. Doch die Zukunft hielt für sie noch schmerzvolle Dinge bereit.

Sesshoumaru verfolgte den Geruch Kimikos und war bald an der Hütte angekommen, doch konnte er es nicht betreten. ‘Ein Bannkreis!‘, dachte der Lord des Westens wütend. Da er aber die drei nicht mehr dort drin riechen konnte, folgte er der Geruchsspur, obwohl diese nur noch schwach war. Irgendwann war die Spur völlig weg. Der Wind hatte den Geruch zu weit verstreut, selbst für Sesshoumarus Nase.
Der Lord fluchte stark und versuchte Informationen zu bekommen, doch das sollte ihm jetzt noch nicht gelingen.

Und Schluss!!!!!
Das war es wieder fürs Erste.
Sagt mir wie es fandet.
Falls das jemand noch liest.

HEGDL
Himi-chan