Vampir-Story
Wer die Wahl hat...
So das 3. Kapitel geht online! Freut mich, dass du (Mal wieder?) vorbeischaust^^ Ich würde mich über Kommis freuen^^
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Wer die Wahl hat…
Als ich diesen Abend aus meinem Sarg stieg, saß Edward neben Ceredas auf dem Boden und wartete auf mich. „Heute wird nicht trainiert.“ Sagte er. „Jedenfalls nicht so wie sonst. Komm mit, ich will dir was zeigen.“ Ich schaute ihn überrascht an. „OK“
Ich folgte ihm, als er zu einem der Wachtürme ging undhinauf kletterte. Oben angekommen grüßte er den Vampir, der gerade wache hielt. Ich grüßte ihn ebenfalls kurz und wandte mich wieder Edward zu der in einer Ecke des Wachturmes stand. „Von hier aus, kannst du fast alles sehen, darum würden wir es schnell merken wenn Werwölfe auf dem Vormarsch wären. Bisher wurden wir nie angegriffen, da unser Clan sich ein ziemlich abgelegenes Revier gesucht hat, sie haben uns noch nicht gefunden, doch das kann sich ändern. Aus diesem Grund, haben wir auf jeden der Türme Waffen.“ Er öffnete eine versteckte Tür in einem der Balken des Turmes, er war hohl und darin lagen mehrere Schwerter, Dolche und ein Bogen. „Wenn wir angegriffen werden und du unbewaffnet bist, lauf hier hoch und hol dir eine Waffe.“ „Und warum haben wir dann die ganze Zeit unbewaffnete Kämpfe geübt?“ unterbrach ich ihn. „war das alles umsonst?“ „Nein war es nicht, wenn du entwaffnet wirst musst du dich schließlich auch verteidigen können.“ Erwiderte Edward gelassen. Der Vampir auf dem Turm verfolgte unsere Unterhaltung mit einem Grinsen. Ich hatte also geschlagene 2 Monate damit verbracht mich darauf vorzubereiten entwaffnet zu werden. Also war es im Grunde doch für die Katz. WENN ich entwaffnet werden würde, dann würden mir meine Fähigkeiten im unbewaffneten Kampf auch nicht mehr viel bringen… aber um entwaffnet zu werden brauchte ich erstmal eine Waffe… „Genau darum geht es jetzt.“ Edward hatte schon wieder meine Gedanken gelesen. Ich hasste es wenn er das tat und das wusste er ganz genau, aber ich hatte keine Lust jetzt mit ihm darüber zu diskutieren. „Komm mit!“ ich kam mir langsam vor wie ein Hund, aber dennoch folgte ich ihm als er den Turm wieder hinabstieg und zu Toms Hütte ging. „Warum gehen wir hier hin? Ich dachte es geht um eine Waffe und nicht um einen Sarg?“ wollte ich wissen.
„Du unterschätzt mich, Mädchen!“ tönte es aus der Hütte. Als wir eintraten stand Tom vor uns, beladen mit verschiedenen Schwertern, Dolchen, Äxten, Bögen, einem Köcher mit Pfeilen und noch einigem mehr. Seine Ohren waren wohl doch besser als ich gedacht hatte. Tom wankte an uns vorbei und lief stolpernd und ächzend voran, hinter die Burg, wo sich eine ebene „Grünfläche“ befand. Wenn man es so nennen konnte, denn grün war übertreiben, aber es gab hier doch noch mehr Pflanzen als sonst wo auf dem Plateau. Stöhnend ließ er die Waffen in das spärliche Gras fallen. „Wenn du einen Werwolf töten willst, musst du ihn so stark verletzen, dass er die Wunden nicht mehr heilen kann, ein kleiner Kratzer heilt bei einem Werwolf nahezu sofort.“ Erklärte Tom. „All diese klingen sind mit einer dünnen Schicht Silber ummantelt, da diese Waffen den Werwölfen viel stärker zusetzen als andere.“
„Aber ich dachte wir können es auch nicht berühren?“ fragte ich überrascht.
„Darum sind die Griffe ja auch nicht aus Silber.“ Grinste Edward.
Edward drückte mir einen Bogen in die Hand und hielt mir den Köcher mit den Pfeilen vor die Nase. Ich schnallte ihn mir um und legte den ersten Pfeil an. An einem der wenigen Bäume war eine Zielscheibe befestigt. Ich visierte sie an, spannte kurz den Bogen und ließ die Sehne nach vorn schnellen. Ich traf gerade mal den äußersten Rand der Zielscheibe. Ich hatte zwar in meinem sterblichen Leben das ein oder andere mal einen Bogen in der Hand gehabt, doch dieser Bogen war viel zu schlapp bespannt. Ich griff nach einem anderen und legte einen neuen Pfeil an. Diesmal war es merklich schwerer die Sehne zu spannen, doch noch bevor ich losgelassen hatte, wusste ich, dass ich diesmal treffen würde. Tom pfiff durch die Zähne. „So schnell hat das noch kaum eine geschafft!“ Er lächelte anerkennend. Doch in Edwards Gesicht las ich mal wieder keine Regung. Ich verschloss noch die restlichen Pfeile und als ich mich umwandte stand Edward bereits mit erhobenem Schwert vor mir.
„Mal sehen ob du mit dem Schwert genauso gut umgehen kannst wie mit dem Bogen. „Sagte er und reichte mir ebenfalls eines. Es wog schwer in meiner Hand, im Gegensatz zu dem Bogen hatte ich mit Schwertern keinerlei Erfahrung. Ich blockte den ersten Schlag von Edward und kam mir ziemlich unbeholfen vor. Edward griff noch einige male an, natürlich immer so, dass er mich nicht ernsthaft verletzen würde und immer entging ich dem Hieb mit mehr Glück als Verstand. Ich fühlte mich dennoch langsam sicherer und probierte einen kleinen Gegenangriff. Ein klarer Fehler, denn Edward nahm dies offensichtlich zum Anlass das Level etwas zu steigern und entwaffnete mich prompt mit dem nächsten Schlag. Das Schwert flog polternd zu Boden. „Macht nichts. Für das erste Mal hast du dich wirklich gut geschlagen.“ Sagte Edward „Probieren wir was anderes.“ Wir übten mit Kunais, und dem klassischen Tanto, einem Katana, einem Wakizashi, einem Tachi, einem Paar Kusarigama –den Kettensicheln. Mir fiel auf, dass Edward offenbar die Asiatischen Waffen bevorzugte. Tom erzählte mir, dass Edward früher oft mit dem Daisho, der Kombination aus kurz und Langschwert gekämpft hatte. Doch wirkliches Talent zeigte ich mit keiner der Waffen. Obwohl mir der Umgang mit dem Kunai und dem Tanto leichter viel, als der Umgang mit den Schwertern. Doch das Kunai war, wie ich bald bemerkte dadurch, dass es zweischneidig war, vielfältiger einsetzbar. Nachdem ich auch die Hellebarde als unpraktisch abgewiesen hatte, gab ich es auf und lies mich erschöpft ins Gras fallen. Einen strengeren Vampir hätte ich mir als Lehrmeister wohl kaum aussuchen können, doch entgegen meiner Erwartung scheuchte er mich diesmal nicht wieder auf. Doch viel Zeit zum ausruhen blieb mir trotzdem nicht, denn schon nach etwa einer halben Stunde, verblassten die Sterne bereits. Es war Zeit wieder schlafen zu gehen. Ich schleppte mich in meinen Sarg und kaum hatte ich den Deckel geschlossen, war ich auch schon eingeschlafen.
Am nächsten Abend stand Edward voll bewaffnet und in Reisekleidung an der Tür. „tut mir Leid Anna, ich muss für ein paar Tage weg, es sind Gerüchte im Umlauf denen auf den Grund gegangen werden muss. Du wirst die nächsten Tage mit Tom trainieren, ich lasse Ceredas bei dir… nur für alle Fälle… In ein paar Tagen bin ich wieder zurück.“
Mit diesen Worten war er verschwunden noch bevor ich etwas sagen konnte. Ich hatte ein ungutes Gefühl, wenn Edward einer Sache nachgehen musste könnte es sich eigentlich nur um ein Problem mit Werwölfen handeln. Hatten sie den Clan entdeckt und planten einen Angriff? Ich hoffte, dass ich mit dieser Vermutung falsch lag. Ich beschloss gleich mit dem Training zu beginnen, damit ich vielleicht endlich eine Waffe gefunden hatte wenn Edward zurückkehrte. Ich ging zu Toms Hütte, Ceredas folgte mir auf den Fuß, ich war mir ziemlich sicher, dass Edward ihm befohlen hatte mich nicht aus den Augen zu lassen. Tom erwartete mich bereits. Er hatte ein großes Netz geschultert, in dem sich wohl sämtliche Waffen die er besaß befanden. Er nickte mir zum Gruß kurz zu und marschierte zu dem Platz wo wir bereits die Nacht zuvor geübt hatten. Dort angekommen, ließ er ächzend die Schwere Last zu Boden sinken. Ceredas suchte sich einen Felsbrocken auf dem er sich niederließ und uns beobachtete. „Nun, mit welcher Waffe willst du beginnen?“ fragte mich Tom. Ich musterte das gigantische Waffen-Wirrwarr und griff ziellos hinein. Hervor kam ein gigantisches Schwert. Es war verdammt lang … und verdammt schwer ich hatte so meine zweifel, dass es mir im Kampf etwas bringen würde, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren und daher behielt ich es in der Hand. Tom zog nun ebenfalls sein Schwert, machte aber keine Anstalten mich anzugreifen. Eigentlich wollte ich keinen alten Mann angreifen, aber irgendjemand musste ja den Anfang machen. Ich griff ihn halbherzig an, zugegeben ich hatte Angst ihn zu verletzen, zu meiner Überraschung wich Tom aus und ging sofort zum Gegenangriff über, dem ich nur knapp entging. Er war doch schneller als ich dachte. Und er war auf jeden fall besser als ich. Denn schon nach kurzer Zeit hatte er mich entwaffnet. Das Schwert flog mir aus der Hand und fiel polternd zu Boden, in meinem Rücken ertönte lautes Gejohle und jemand machte sich darüber lustig, dass ich tatsächlich von einem greisen Vampir geschlagen wurde. Ich drehte mich um, hinter mir standen Drake und ein paar seiner Freunde und Berater. „Mir kam zu Ohren du seist so ein Naturtalent! Und jetzt komme ich um mir das mal genauer anzusehen, und was sehe ich? Einen ungeschickten Vampir, der von Tom besiegt wird. Von Tom!“ Höhnte er. Lachend kamen er und seine Kumpanen näher. Offenbar wollten sie die Chance mich verspotten zu können, solange nutzen wie Edward nicht hier war. Drake stand nur noch ein paar Schritte von mir entfernt, aber er achtete darauf nicht hat in meine Reichweite zu kommen, anscheinend wusste er doch, dass er nicht einmal gegen einen Grünschnabel wie mich eine große Chance hatte. Ceredas sprang von seinem Felsen und stellte sich knurrend vor Drake. Drake erschrak, doch versuchte er es zu überspielen in dem er mich weiter verspottete. „Oh Edward hat sein Haustier da gelassen damit