Kiara, the life Legend
"2"
Als sie ins Haus kamen saßen Anschy, Majet und Joana im Gemeinschaftsraum.
„Hey Mikey!“
„Na Anschy.“
„Hast du sie überzeugen können mit zu kommen?“ fragte Joana.
„Ja, Kiara hat sich aber mit Händen und Füßen gewehrt.“ Er fing an zu lachen.
„Kenia, Fesser, Keyn!“ reif Majet nach oben.
„Toja, Toai, Dark, Shad…“
„Die drei Idioten brauchst du nicht zu rufen, die trainieren…“ Anschy seufzte.
„Du meist Shadow, Natasha und Dark?“ fragte Mikey.
„Ja“, antwortete Anschy.
„Sie wollen stärker werden, um zu beweisen das Don-Shadow schon immer der Beste war.“
Mikey schüttelte den Kopf.
„Sie vergessen dabei aber, dass sie einen erfahrenen Trainer brauchen und das bin ich.“
„Ja.“
Kiara und Shandini sahen sich um.
„Was meinst du?“ wisperte Shandini Kiara zu.
Die zuckte mit den Schultern.
„Was habt ihr auf dem Herzen Mädels?“ fragte Anschy.
„Wir wollen wissen wie es weiter geht“, so Shandini.
„Wie wohl? Ihr zieht hier her.“
„Aber… wie?“
„Alles schon erledigt. Eure Sachen sind Morgen früh da. Shandini schläft heute Nacht erstmal bei Anschy und du Kiara schläft bei Majet, okay?“
Kiara wollte schon etwas sagen, aber Mikey warf ihr einen Beschwörenden Blick zu.
„Gut, dann los.“
Er ging durch eine Tür in ein anderes Zimmer. Anschy, Majet Shandini und Kiara gingen die Treppe hinauf in die Zimmer.
Kiara ließ sich auf Majets Bett sinken und blickte sie erwartungsvoll an.
„Pass bloß auf Natasha auf, sie würde nicht zögern dich zu töten. Jedenfalls, so lange du schwach bist. Mikey wird deine Kräfte schon in Schwung bringen“, sagte Majet.
„Wie… Kräfte?“
„Was denkst du denn wie Saga- Krieger kämpfen? Mit Wattestäbchen? Nein, du musst lernen ein Schwert zu beherrschen.“
„Aber ich könnte das nicht.“
„Ach was. Das hast du im Blut.“
„Wenn du meinst?“
„Ja.“
Jemand streichelte durch Kiaras Haar. Sie regte sich.
„Ach, meine Kleine…“ Kiara blinzelte.
„Na komm aufstehen.“
„Nöööö… noch nicht, ich bin müde Shandini!“ Sie öffnete die Augen. „Oh, hi Mikey.“ Sie gähnte.
„Eure Sachen sind da. Anschy richtet es so ein wie es war, für uns gibt es wichtigeres zu tun. Kommst du mit Frühstücken.“
Im Haus war keine Menschenseele außer ihr, Mikey und Anschy die oben die Zimmer einrichtete.
„Wo ist Shandini?“
„Mit Majet bei den Pferden.“
„Die sind echt süß. Aber dieser weiße Araber Hengst… Er birgt ein Geheimnis oder?“
„Er hat dir etwas aus deiner Vergangenheit gezeigt? Ja, ihr seid für einander bestimmt. Du wirst bald sehen, ihr seid ein eingespieltes Team. Phönix ist der Prinz der Dämonen. Er kann auch menschliche Gestalt annehmen, aber nicht, dass er mir Konkurrenz macht. Er sieht nämlich wirklich gut aus. Als Mensch und auch als Pferd. Na los? Ich will deinen Fraulichen Rat hören?“ Er lachte.
„Ha, ha. Mikey, ich muss dir gestehen das du ein total süßer Kerl bist. Aber ich verliebe mich sicher nicht in ein Pferd.“ Kiara bog sich vor Lachen.
Mikey war stolz.
„Ich glaube dein Vater hat bei uns mal wieder richtig gelegen. Wir sind doch ein schönes Paar oder?“
„Hmmm… Ich glaube schon… aber so genau kenne ich dich ja noch gar nicht? ...“
„Na, dann wird es aber Zeit! Unser Mike ist echt ein toller Kerl, verspreche ich dir.“
Majet und Shandini kamen rein.
„Nenn mich nicht Mike!“ sagte Mikey und strich Kiara das Nutella von den Lippen.
„Ich brauche kein Kindermädchen“, lachte diese.
„Ach…“ seufzte er.
„Er findet dich süß, musste dich mit abfinden. Der lässt nicht so leicht locker wie andere Typen, viel Spaß!“ Majet lachte los.
„Werde nicht frech!“ Mikey grinste.
Shandini und Majet gingen raus. Dafür kam aber Natasha dazu.
„Mikey, wo bleibt ihr denn?“
„Komm Kiara.“
Er zog das Mädchen mit nach draußen.
Der Araber Hengst kam auf sie zu getrabt.
„Geh ruhig zu ihm auf die Weide.“
„Was!?“
„Ja, mach schon.“
„Mikey, ich kenne ich mit Pferden überhaupt nicht aus.“
„Na, mach schon.“
Kiara näherte sich Phönix. Der trottete auf sie zu und ließ sich plötzlich auf die Vorderhufe fallen. Er verbeugte sich tief und sprach dann mit einer donnernden Stimme:
„Kiara, Prinzessin von Galaria. Endlich seid Ihr da!“ Plötzlich bäumte er sich auf und wieherte drohend.
„Die Dark-Knights. Verdammt! Warum jetzt?!“ fluchte Mikey.
Acht Krieger standen plötzlich vor ihnen. Kiara zitterte. Blaire stand ganz vorne. Es war wirklich Kiaras Chef! Der und der Anführer von einer Gruppe böser Krieger die ihr an den Kragen wollten? Unmöglich! Dann waren da noch ein blonder Typ, ein schwarzhaariger mit roten Dämonen äugen und ein schwarzhaariger mit grünen Augen. Dann noch der nicht so böse aussehende Typ mit dem weißen Haar und den blauen Augen. Eine Frau die so ähnlich wie Anschy aussah nur das sie böser war. Dann noch die Frau mit den dunkelbraunen Haaren und den roten Augen.
„Na, Kiaralein?!“ sprach Blaire.
„Verschwinde! Was willst du schon wieder?“ rief Mikey.
„Was wohl?! Die Prinzessinnen und zwar tot!“
Kiara schreckte zurück. Blaires Blick viel auf Shandini. Er hob die Hand und zeigte mit dem Zeigefinger auf Kiaras kleine Schwester. Ganz plötzlich sank sie zusammen.
„Woher hast du diese Fähigkeit?!“ brüllte Mikey und fühlte Shandinis Puls.
Er schluckte.
„Kiara! Verschwinde! Lauf weg!“ rief er.
Blaire packte sie am Hals und würgte sie. Kiara hielt still. Sie schloss die Augen ganz fest und hielt den Atem an.
Plötzlich sprang ein riesiger Nachtwolf aus dem Gebüsch und brüllte Blaire wütend an:
„Verschwinde!“
Der ließ Kiara los.
„Rückzug! Das ist Don-Zerberus´ Nachtwolf Horus!“ Die Dark-Knights verschwanden.
Kiara lief hustend zu Shandini.
„Mikey was ist mit ihr?!“
Er schluchzte.
„Sie ist tot.“
Kiara sank zusammen und beugte sich über ihre Schwester.
„Shandini?“ fragte sie.
Mikey zog sie von der kleinen Schwester weg und drückte das verwirrte Mädchen an sich.
„Ist schon gut…“
Der riesige Wolf legte sich zu ihnen. Zärtlich fuhr seine Zunge über Kiaras Hand. Mikey hielt das leise wimmernde Mädchen im Arm.
„Oh nein“, flüsterte Anschy.
Kiara begriff das Blaire Shandini ermordet hatte. Sie riss sich aus Mikeys Umarmung und rannte zu Phönix. Sie schwang sich auf seinen Rücken und jagte ihn zum Zaun. Sie prangen rüber und galoppierten in Richtung Wald.
„Anschy, sattle mir Dragon. Toja, Toai, helft mir Shandini Weg zu bringen!“
Tränen rannen unermüdlich über Mikeys Wangen. Er brachte sie zusammen mit den Jungen in den Keller zu einem Portal. Es war ein Tor zu einem anderen Planeten. Gaydan…
Phönix raste über den Waldweg. Kiara klammerte sich an seine lange milchgelbe Mähne.
„Wo sind sie lang Phönix?“ fragte sie.
„Ich weiß schon, keine angst.“
Der Dämonen Hengst jagte mitten durch den Wald, dann wieder auf einen Weg, wieder durchs Gestrüpp. Außer Atem kam er auf einer riesigen Lichtung an. Dort stand ein Haus. Das Haus der Dark-Knights. Es war fast so groß wie das von Mikey.
„Hier wohnen sie. Sag Mikey aber nicht, das ich dich hergebracht habe. Es ist normaler weise viel zu gefährlich. Aber ohne ihn hättest du das irgendwann auch durchstehen müssen.“
Phönix ließ sie absteigen.
„Ich warte hier auf dich.“
Als Kiara das Haus betrat, war ihr nicht wohl dabei, aber sie hatte keine Wahl mehr. Sie ging durch eine langen Gang, bis sie zu einer großen Tür kam. Kurz entschlossen, riss sie sie auf. Im Saal verteilt standen die Typen, die wohl den Namen Dark-Knights trugen. Kiara warf den Kopf hoch und schritt auf Blaire zu, der ein bisschen überrascht war.
„Oh, welch hoher Besuch!“ höhnte er.
Kiara fragte vor Wut zitternd:
„Warum haben Sie das getan? Meine Schwester und ich… haben Ihnen doch gar nichts getan! Warum haben Sie Shandini umgebracht?!“
Blaire kam zu ihr, strich ihr mit gespielter Zärtlichkeit über die Wangen und holte aus. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihre Wange. Ohne dass sie es kontrollieren konnte, rannen Tränen über ihre Wangen.
„Tja Kleine. Das weißt du doch. Unsere Planeten führen Krieg, ihr unterwerft euch nicht, also sind wir gezwungen die ganze Königfamilie aus zu rotten, damit wir den Planeten übernehmen können.“
„Ich… ich weiß gar nichts über diese Planeten! Ich wurde über nichts aufgeklärt! Ich…“
Blaire hob seine rechte Hand und wollte sie sterben lassen wie er es mit Shandini getan hatte. Ein böses Grinsen durchfuhr sein Gesicht. Kiara ließ den Kopf hängen.
„Tu, was du nicht lassen kannst…“ sagte sie leise.
Blaire wollte sie sterben lassen, doch in diesem Augenblick stürmten Mikey und die anderen in den Saal. Blaire knurrte. Er und die Dark-Knights verschwanden urplötzlich.
Kiara stand da, die Augen geschlossen.
„Kiara! Was hast du dir dabei gedacht?! Es ist doch viel zu gefährlich! Du bist noch überhaupt nicht trainiert!“ rief Mikey und schlang seine Arme um sie.
„Wenn ich dich verloren hätte!“
Er schluchzte los und vergrub sein Gesicht in ihrem weißen Haar. Kiara seufzte. Anschy und die anderen, bis auf die Shadow Kids, atmeten auf, da es ihr gut ging.
Natasha sprach:
„Ohne sie wären wir so wie so besser dran!“
Mikey warf ihr einen bitterbösen Blick zu und sagte:
„Nein, ohne dich wären wir besser dran!“
Natasha preschte davon.
Kiara zog sich aus Mikeys Umarmung und ging aus dem Saal, aus dem Haus und zu Phönix. Sie schwang sich auf seine Rücken und jagte davon. Zu Hause angekommen brachte sie den Hengst auf die Weide und ging ins Haus. Sie setzte sich an ihren Computer und suchte im Internet nach irgendwelchen Sachen über Kampfsport. Denn sie hatte sich in den Kopf gesetzt, Blaire zu vernichten!