Mondjäger
Wie alles anfing...
Die junge Frau lief den Weg der vom Vollmond beschienen Straße entlang. Sie atmete nur noch stoßweise, aber sie musste weiter, sie konnte es sich nicht leisten stehen zu bleiben. Sie schaute nicht zurück, sie starrte auf die Straße. Hinter ihr hörte sie einen wütenden Schrei, aber sie lief weiter, es interessierte sie nicht. Sie lief weiter, ohne sich um zu sehen. Ihr weißes Haar leuchtete im Mondschein, sie hörte ein Pferd näher kommen, aber sie blieb nicht stehen. Sie lief einen Waldweg entlang, bog in den Weg zum See ein. Erst dort hielt sie inne.
Hinter ihr hielt das Pferd an. Jemand stieg ab und kam mit schnellen Schritten näher. Die junge Frau wandte sich nicht um, sie spürte wie ihr jemand ein Messer an die Kehle legte. Wütend packte sie nach seinem Arm und riss ihn auf den Boden. Dabei zog sie ihr Schwert und drehte den Spieß um. Der junge Mann, der ihr gegenüber stand, starrte sie verwirrt an. Sie nahm das Schwert nicht herunter.
„Was willst du?“ fragte sie eisig und starrte ihn aus ihren kalten, blauen Augen an.
Er stammelte etwas, aber sie grinste nur, dann sagte sie kühl:
„Zu spät!“
Ein Schrei hallte durch die Nacht. Die junge Frau wandte sich ab und ging weiter, ohne sich noch einmal nach dem eben getöteten Mann um zu drehen...
Pain seufzte tief und schüttelte den Kopf. Wie konnte ein Mensch nur so etwas tun? Der Typ hatte dem, der ihn umgebracht hatte nichts getan, das hatten sie schon heraus gefunden. Was sollten sie tun? Von dem Mörder war keine Spur geblieben, bis auf eine Halskette. Einem schwarzen Stein. Aber damit konnte Pain nichts anfangen. Er schwang sich auf den Rücken seines Pferdes und ritt den Waldweg entlang. Irgendwo musste doch hier etwas sein?! Wer hatte den Mann umgebracht? Er kam aus Pains Dorf, hatte Familie gehabt. Pain wollte seiner Frau Bescheid geben und dann gleich fragen, ob er hinter etwas her war. Er dachte nach. Was oder wer hatte ihn getötet?
„Ja, er… Hat eine junge Frau verfolgt. Sie wollte ein Pferd aus unserem Stall stehlen und er ist ihr nach geritten. Sie war unglaublich schnell…“ die Frau seufzte tief und schaute mit Tränen nassen Augen ins Feuer. Pain hatte den Kopf noch immer gesenkt.
„Ich werde nach ihr suchen. Mein Verdacht ist, dass sie ihn getötet hat…“ meinte der junge Mann ruhig.
Die Frau sah auf, ihm in die Augen, Kälte und Einsamkeit sprachen daraus.
„Sie hat ihn...? Das junge Mädchen? Ja… Sie hatte ein Schwert… Aber… Er war so ein guter Krieger… Ich meine, wie kann eine junge Frau im Alter von vielleicht 16 oder 17 Jahren, meinen Mann…“ sie konnte nicht mehr weiter sprechen, ihr Herz schmerzte zu sehr.
Pain verstand sie.
„Ich werde dann mal gehen…“ sagte er leise und nickte ihr zu. „Ich werde alles tun um sie zu töten…“
„Du warst ein guter Freund meines Mannes, deshalb werde ich dir vertrauen. Ja, ich würde gern mit dir kommen, aber das Baby…“ die junge Frau sah zu ihrem Bauch herunter.
„Es wäre so wie so nicht so gut, wenn du siehst, wie ich… jemanden tötet… Ich glaube das hältst du nicht aus…“
„Du hast Recht Pain…“ sie seufzte wieder und sah ihn an.
„Gut, ich komme so bald wie möglich zurück…“Pain lief aus dem Haus, schwang sich auf seinen schwarzen Hengst und jagte den Hügel hinauf, hinter dem die Sonne glutrot aufging…
So, das war der Prolog ^^'''
Am ersten Kappi arbeite ich bereits xD''''
Und bitte nich die Kommis vergessen!!!!
Lg Nahira