Fanfic: The Lie Of The Life

Kapitel: Eine Hiobsbotschaft... und eine neue Freundin?

Eine Hiobsbotschaft... und eine neue Freundin?

Eine große Schiebetür ging auf und ein paar Leute in roten Jacken und roten Hosen gingen mit einer Barre zügig durch die Gänge. Es waren Sanitäter die Alex mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus brachten. Während sie zielsicher durch die Gänge gingen kam ein Mensch mit weißem Kittel zu ihnen. „Was ist los?“ fragte der Arzt mit einer gelassenen und ruhigen Stimme. „17 jähriger Junge aus dem Waisenhaus, hat hohes Fieber, Blutdruck 170 zu 120, Puls bei 105 und ist Bewusstlos. Wir haben ihm auf dem Weg hierher zwei Infusionen Ringer-Lösung (weis jetzt nicht genau ob die Blutdruck senkend oder erhöhend ist^^) gegeben.“ Sagte einer der Sanitäter. „Gut. Bringt ihn auf die 1. Interne“ sagte der Arzt, nahm seine Akte und war dann auch schon wieder weg. Nicki hatte das alles verfolgt. Aber sie blieb beim Eingang im Krankenhaus stehen und schaute nur in diese Richtung in der die Sanitäter mit Alex verschwunden waren. Tom kam zu ihr und legte ihr eine Hand auf ihre Schulter um sie zu trösten. „Komm. Lass uns mitgehen.“ Sagte er mit einer außergewöhnlich ruhiger Stimmer bevor er losging. Er und Nicki waren mit dem Krankenwagen mitgefahren um bei Alex zu bleiben. Die ganze Zeit im Krankenwagen hielt Nicke Alex Hand. Immer mit dem Hintergedanken sie könnte ihn verlieren. Sie hatte kein gutes Gefühl im Bauch. Tom war schon ein paar Schritte gegangen als er sich umdrehte und zu Nicki sagte „Was ist?“ Nicki sah ihn an. Sie sah ihn nur an und brachte kein Wort heraus. „Ihm wird nichts passieren. Glaub mir. Die Ärzte werden alles tun was sie können und es wird ihm schon bald wieder besser gehen. Ich versprech’s dir.“ Sagte er zu Nicki, ging zu ihr und nahm sie an der Hand. „Jetzt komm. Lass uns zu Alex gehen.“ „Ok.“ Sagte Nicki und beide gingen los.

Als sie im 14 Stock der Krankenhauses angekommen waren, gingen sie auf die Station zum Schwesternstützpunk und fragten in welchem Zimmer Alex liegt. „Ja Alex MacAllister, er liegt auf Zimmer 723. Aber er ist zurzeit nicht dort, weil er gerade von Dr. Walker untersucht wird. Sie können derweil dort drüben warten.“ Sagte die Schwester zu den beiden. Nicki nickte nur und ging dann zu den Stühlen. Tom tat es ihr gleich.

3 Stunden später...

„Was dauert da so lange?“ kam es plötzlich von Nicki nachdem sie und Tom sich die letzten drei Stunden angeschweigt hatten. „Ich...weiß es nicht.“ Sagte Tom. „Ich mach mir sorgen. Wahnsinnige sorgen. Ich weiß nicht was ich tun soll.“ Sagte Nicki nervös. „Du kannst auch nichts tun.“ Sagte Tom und versuchte sie zu beruhigen. „Die Ärzte kümmern sich um ihn. Es wird alles gut werden.“ Sprach er weiter. „Aber warum wird er dann schon seit 3 Stunden untersucht? Ich versteh das nicht. Warum kommt nicht endlich jemand und sagt uns was mit ihm los ist?“ sagte sie nun ziemlich aufgeregt. „Ich...ich weis es nicht Nicki. Tut mir leid.“ Nickis erwartungsvoller Blick zu Tom wurde nicht erwidert. Sie hoffte von ihm zu hören dass er weiß das es Alex gut geht. Aber das hörte sie nicht. Sie wusste dass sie es nicht hören würde, dennoch wollte sie es. Aber er konnte es ihr nicht sagen. Weil er es selbst nicht wusste.
Plötzlich stand Tom auf und ging davon. „Wo willst du hin?“ fragte Nicki. „Ich werde versuchen etwas herauszufinden. Warte derweil hier auf mich.“ Sagte er mit abgewandten Blick zu ihr. Nicki erwiderte nichts, sondern senke ihren Kopf ebenfalls zu Boden.

Als Tom aber nach einer halben Stunde nicht zurück kam, stand Nicki auf und ging davon. Sie wusste nicht wo sie hin gehen sollte. Sie wollte auch nicht fort gehen und Alex allein lassen, nur wollte sie auch nicht mehr auf dieser verdammten Station sitzen und ein Loch in den Boden starren. So ging sie also zum Aufzug und fuhr in das Erdgeschoss hinunter.
Unten angekommen stand sie eine weile in der großen Eingangshalle. Sie schaute sich um und sah so viele Menschen. Sie sah Patienten die etwas herum gingen. Dann sah sie verwandte mit Blumen und Grußkarten die auf den Lift warteten. Widerrum sah sie auf der Ambulanz die unten war, das sie irre voll war und viele Leute nur darauf warteten endlich aufgerufen zu werden. Als sie sich umdrehte sah sie eine große Tür die in den Krankenhausgarten führt. Sie sah eine Zeit in diese Richtung und beschloss dorthin zu gehen. Sie wollte etwas die Sonne auf ihrer Haut spüren. Als sie los gehen wollte hielt sie auf einmal eine Stimme auf, die nach ihr rief. „Hey Nicki, warte!“ rief Tom ihr hinterher. Sie drehte sich um und sah Tom auf sie zugehen. „Nicki, wo wolltest du hin?“ fragte er sie. Sie schaute ihn an und sagte dann: „ich wollte nach draußen. Weißt du etwas von Alex?“ fügte sie gleich anschließend an. Tom schaute auf einmal zu Boden. „Was ist? Was ist los mit ihm. Jetzt sag es mir schon! Haben dir es die Ärzte gesagt?“ fragte sie ganz aufgeregt und mit einem funken Hoffnung das es ihm gut geht, aber auch einem etwas schlechten Gefühl als sie Toms Blick sah. „Ja...haben sie.“ Sagte er nur. „Und? Was ist? Worauf wartest du? Sag es mir! Bitte!“ flehte sie ihn an. „Nun ja...Nicki...du musst jetzt stark sein. Ich weiß dass das nicht leicht ist. Es ist auch nicht für mich leicht. Und ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll.“ „Tom...wovon redest du?“ Nicki kannte sich nicht mehr aus. Sie hatte nur so ein richtig beschissenes Gefühl das mit Alex nichts in Ordnung war. Tom konnte ihr nun nicht mehr in die Augen schauen. „Nicki...Alex hat...er hat Krebs.“ Nach diesem ausgesprochenen Satz herrschte für ein paar Minuten stille zwischen den beiden. Man konnte nur die Kinder hören die mit ihren Eltern unterwegs waren um Verwandte zu besuchen. Man konnte die Sprechanlage der verschiedenen Ambulanzen hören die ihre Patienten aufriefen. Und man konnte das Getuschel verschiedenster Personen hören. Aber eines konnte man nicht hören. Nicki und Tom. Nicki schaute Tom wie erstarrt an und brachte kein Wort heraus. Tom schaute noch immer zu Boden. Er wollte etwas sagen, konnte es aber nicht. Er wusste nicht was. Diese Nachricht hat ihn wie ein Schlag in das Gesicht getroffen. Aber noch härter war es für Nicki. Für sie fühlte es sich so an als ob man ihr ein Messer in der Rücken gerammt hätte. Es schmerzte. Plötzlich drehte sie den Kopf zur Seite und ihr Lippen formten ein paar Worte. „Bist...bist du dir sicher?“ fragte sie Tom mit einer zittrigen Stimme. „Ähm...ja. Der Dr. hat es mir vorher gesagt. Es hat deswegen so lange gedauert weil sie sich sicher sein wollten. Es besteht kein Zweifel. Es tut mir leid.“ Tom sah Nicki nun an. Diese hatte ihr Gesicht jedoch immer noch zur Seite gedreht. Aber trotzdem konnte er sehen, dass Tränen sich in ihrem Gesicht breit machten. Eine nach der anderen kullerte ihr zartes Gesicht hinunter. „Nicki...?“ fragte Tom etwas zögernd. „Aber er ist doch nur mit Fieber hier her gekommen...Wie kann das sein?“ fragte sie monoton und ohne Emotionen. Sie drehte sich um und ging davon. „Hey warte. Wo willst du hin?“ fragte er sie und hielt sie am Handgelenk fest. „Lass mich bitte allein.“ Sagte sie zu ihm ohne sich umzudrehen. Tom lies ohne wiederrede ihre Hand los und sie ging davon. Tom beobachtete sie noch etwas um zu sehen wo sie hin wollte. Er sah wie sie durch die Tür in den Garten ging. Als sie draußen war, drehte er sich um, und ging zurück zum Aufzug um wieder auf die Station zu fahren.

Im Krankenhausgarten...

Nicki ging wie versteinert durch den Garten und setzte sich letztendlich auf eine Gartenbank. In ihrem Kopf drehten sich nur so die Gedanken. //Das kann nicht sein. Nicht Alex! Das darf nicht sein. Nein// sie wollte sich immer wieder einreden dass es nicht stimmte, doch irgendwie funktionierte es nicht. Und dann, für einen Bruchteil einer Sekunde, da kam ein Gedanke. //Was ist...wenn er stirbt?// „Nein.“ Sagte sie leise vor sich hin. Am liebsten hätte sie diesen Gedanken nie gedacht. Doch es war zu spät. Nun machte er sich breit in ihrem Kopf und verschlang alles andere. //Er darf nicht sterben. Nicht so. Nicht bevor ich es ihm gesagt hab.// Nun konnte Nicki ihre Tränen nicht mehr zurückhalten und fing furchtbar zu weinen an.
„Hey. Ist alles Ok?“ sagte plötzlich eine fremde Stimme. Nicki sah hoch und erkannt in ihren verschwommenen Augen ein schwarzhaariges Mädchen vor ihr knien. Nicki antwortete nicht auf ihre frage und legte ihren Kopf wieder in ihren Schoß und weinte weiter. „Hey...hör auf zu weinen. Hmm? Ich hab dich von da drüben gesehen und dich beobachtet. Ich weis das gehört sich nicht. Aber ich hab dich schon oben auf der Station gesehen. Liegt ein Freund von dir hier im Krankenhaus?“ fragte sie Nicki weiter. Doch diese antwortete immer noch nicht. „Ok. Also ich bin Alina. Alina Parker. Und du?“ fragte sie erneut Nicki. Doch diesmal antwortete sie. Wenn auch ziemlich verheult. „Ich bin....ich bin Nicole Milano.“ „Nicole. Das ist ein schöner Name. Darf ich fragen was passiert ist?“ fragte Alina erneut. „Mein bester....bester Freund liegt...hier im...Krankenhaus.“ sagte sie stotternd. „Oh...Das tut mir leid. Ein Bekannter von mir liegt auch hier. Ich war ihn heute Besuchen. Ihm geht es aber schon wieder besser. Er liegt auf der Station wo du vorher warst.“ Sagte sie anschließend. „Nicole. Darf ich fragen was mit deinem besten Freund passiert ist?“ fragte sie vorsichtig. Nicki hob den Kopf und sah sie an. Irgendwie kam Alina ihr sympathisch vor. Und irgendwie mochte sie sie. Obwohl sie Alina vielleicht erst 10 Minuten kannte. „Er...er hat Krebs.“ Als sie dies sagte senkte sie wieder ihren Kopf. „Das tut mir leid. Deswegen warst du auch auf der 14. Station. Mein Freund hatte auch Krebs. Aber er hat es überstanden.“ Diese Worte von Alina ließen Nicki aufhorchen. „Warst du denn schon bei ihm?“ fragte Alina Nicki