L'Arc~en~Ciel

sich und fächelte sich mit der Hand Luft zu.

Es war eine schwüle Sommernacht und bald brach der neue Tag an.

Yozora war müde, aber sie zwang sich wach zu bleiben und zwickte sich in ihr Knie.

Sie schlief dennoch fast inm Sitzen ein, als sie sich in den Armen von Tatsurou wiederfand und schlagartig

wach wurde.

„Du bist fast umgekippt...“, erklärte er, „Tut mir Leid. Ich muss dich sehr erschreckt haben! Vergiss es! Bitte

erwähne es nicht mehr!“, fügte er bitterlich hinzu.

Damit wäre das Problem eigentlich aus der Welt geschafft, aber warum fühlte sich Yozora so traurig, so

bedrückt?

„Nein“, hörte sie sich sagen, „Ich werde es nicht vergessen, genauso wenig wie du!“, ihre Stimme bebte.

Was tat sie da?! Sie wollte ihn doch nicht!

Aber sie sprach von alleine... Es war die Stimme ihres Herzes.

„Tatsurou... Waren es deine wahren Gefühle?“, fragte sie beschämt.

Er nickte, unffähig etwas zu sagen und starrte sie an.

„Bist du mutig genug ein langes Leben zu führen?“, fragte Yozora weiter.

Diesmal überlegte Tatsurou, er schien zu verstehen, „Du hast Angst, nicht? Ich verstehe dich. Du hast alles auf

einmal verloren, deswegen scheust du dich! Yozora, es sind meine wahren Gefühle! Ich verspreche dir, ich

werde dich immer beschützen! Und ich versuche nicht vor dir zu sterben! Mein Ehrenwort als

Schwertkämpfer!“

Yozora nickte, einige Tränen kullerten aus ihren Augen.

>Jetzt ist alles gut.. Ich bin nicht mehr alleine...!<

Sie hatte jetzt jemanden, den sie liebte und dies tröstete sie sehr in dieser kalten Welt.

Die Vögel zwitscherten schon, als Yozora erwachte.

„Na, endlich wach du Schlafpelz?“, fragte Tatsurou leise lachend.

Yozora rieb sich die Augen und streckte sich ein wenig, sie lag noch immer in Tatsurou’s Armen.

„Gestern Nacht ist keiner gekommen.“, sagte er, seine Stimme war rauh, da er die ganze Nacht wach war.

„Wo sind alle?“

„Die Sensei’s bereiten ihren Angriff gegen die ... Rebellen vor“, antwortete er.

„Erzählst du mir jetzt wer die Rebellen sind?“, fragte Yozora bittend.

Tatsurou nickte ernst, „Es sind Schwertkämpfer ohne Herren. Sie sind sehr unabhängig und widesetzen sich

dem kaiserlichem Herrscher. Sie rebellieren gegen ihn und verpfutschen seine Pläne. Das ist das Einzig

bekannte über ihnen. Man weiß nicht einmal wer der Anführer ist!“

Yozora verstand langsam.

>Sie haben das Sommerfest ausgesucht, weil niemand damit rechnete!<

Tatsurou beugte sich vor und strich ihr einige Haare aus dem Gesicht und lächelte sie an.

Yozora lächelte zurück, sie war glücklich und ihr Herz pochte.

>Wir haben jetzt eine andere Beziehung zueinander... Muss ich mich jetzt anders benehmen?<

Es war ihre erste Liebe, wenn sie zuhause wäre, würde man es ihr niemals erlauben!

Da würde sie einfach irgendeinem Mann verlobt werden, der gute Geschäfte hatte.

Man wird nur auf das geschäftliche anchten, anstatt auf die Gefühle der Verheirateten.

Yozora war glücklich wie es jetzt war, glücklicher als sonst.

Tatsurou nutzte jetzt jede Gelegenheit um sie zu umarmen und um sie sanft zu küssen.

Yozora genoß dieses Nähe, schon seit langem wurde sie nicht mehr so innig umarmt und auch nie geküsst.

Vater und Mutter waren immer am arbeiten, Mafuyu war bei ihrer Amme und sie war immer in der Schule,

einem Internat für junge Mädchen.

Tatsurou war aber immer bei ihr, jetzt im Augenblick und dies genügte ihr, zumindestens jetzt.

„Ich liebe dich, Yozora!“, flüsterte er ihr sanft ins Ohr.

Yozora errötete, ihr war es immer noch so unheimlich peinlich, „Ich dich auch.“, murmelte sie.

>Jetzt könnte die Zeit stehen bleiben...< dachte sie erleichtert in den Armen von Tatsurou.

Auf einmal zwitscherten di eYögel wild und flogen schreiend aus dem Bambuswald.

Tatsurou verkrampfte sich und zog sie zügig hoch.

Ohne ein Wort sammelte er ihre Sachen auf: Das Schwert, die Schuhe und eine Decke.

Diese Sachen stopfte er in einen kleinen Sack, nur das Schwert band er sich um seine Hüfte.

Dann nahm er Yozora an die Hand und verließ leise das Zimmer.

Sie schlichen in den Bambuswald, in der Nähe des Geheimganges.

Jetzt pochte das Herz von Yozora vor Angst, es war schmerzhaft.

„Ich werde nachsehen!“, flüsterte Tatsurou und stand auf.

Yozora hielt ihn aber am Ärmel fest, „Geh nicht!“, wisperte soe flehend.

„Bleib hier. Bitte! Tatsurou!“

Er lächelte, beugte sich hinunter und küsste sie sanft, es war ein wilder aber doch inniger Kuss.

Yozora war nicht so erschrocken wie beim erstem Mal, aber dennoch war es so fremd!

„Alles wird gut, meine Sternschnuppe!“, raunte er ihr zu und umarmte sie fest.

Dannach verschwand er hinter dem Bambus und sie war alleine.

Yozora versuchte ruhig zu bleiben, aber sie hatte so Angst!

>Was passiert bloß?! Hoffentlich passiert nichts!<

Sie machte sich Vorwürfem wieso hat sie ihn gehen lassen? Sie hätten beide verschwinden können!

Während Yozora sich Sorgen machte, kam Tatsurou zurück und Asahi-sensei war bei ihm!

„Sensei!“, rief Yozora erleichtert und lief zu ihnen.

Asahi-Sensei lächelte und sagte: „Kommt. Ich werde euch beide zu einem sicheren Ort führen!“

Beide nickten dankend und folgten ihn durch den Geheimgang.

Als Yozora nach Asahi-Sensei herauskrabbelte, spürte sie eine kalte Klinge an ihrem Hals.

>Nein! Eine Falle! Tatsurou! Komm nicht heraus!<

Sie trat in den Gang und die Tür fiel zu.

Yozora wusste, dass es nur von außen geöffnet werden konnte, deswegen hatten sie es gestern nur angelehnt.

„Du beschützteinen Freund statt dich selbst?“, fragte Asahi höhnisch.

„Sensei! Was - “, sie bekam mitten im Satz eine knallende Ohrfeige.

Die Gruppe lachte über ihren entsetzten Ausdruck und zog sie auf die Füße.

>Die Rebellen?! Aber ... Asahi-Sensei..?<

Plötzlich wurde ihr alles klar, Asahi war ein Verräter! Deswegen war er als Erster im Restaurant

herausgestürmt!

>Oh nein! Und er war mein Sensei!< dachte Yozora bitterlich.

Asahi hob ihr Gesicht und blickte sie grinsend an, „Ja... Ich bin der Anführer der sogenannten Rebellen!

Arashi!“, sprach er herabblickend.

Er lachte, „Ab heute wirst du meine Sklavin sein!“

>Nein!< sie versuchte sich zu wehren, sich zu befreien, aber die Griffe der Männer waren fest.

>Hoffentlich kommt Tatsurou nicht in diese Falle!<

Die Gruppe ging und führten Yozora mit sich, sie bekam eine Augenbinde.

Anscheinend waren sie in der Kanalisation, denn es wurde feucht.

Yozora ekelte sich, als sie den Gestank roch, versuchte aber keine Miene zu ziehen.

So liefen sie eine Weile.

Plötzlich hielt sie niemand mehr fest und man nahm ihr die Augenbinde ab.

Sie war alleine... mit Arashi!

Yozora hatte wieder Angst und versuchte diese zu verbergen, aber sie stand alleine vor dem Anführer der

Rebellen! Der Feind des Kaisers!

Er grinste spöttisch und sagte: „Du bist eine gute Schwertkämpferin. Ich werde dich weiter ausbildebn. Wenn

du alles beherrscht, wirst du mir sehr nützlich sein! Aber für jeden Fehler... wirst du von mir bestraft! Es wäre

nämlich eine Verschwendung dich zu töten!“

>Bestraft? Wie meint er das?< dachte Yozora verblüfft, sie hatte schlimmeres erwartet.

„Du scheinst mich nicht ernst zu nehem!“, es war keine Frage, sondern eine Feststellung.

Arashi grinste, „Ich werde es dir schon beibringen! Du wirst schon sehen!“

Er drückte ihr ein Bambusschwert wie am ersten Tag in die Hand, „Kämpfe!“

Es war wie ein Training, aber Yozora wusste, dass es kein Training war, es war ein Test!

Sie kämpften fünf Minuten, als Arashi ihr das Schwert aus der Hand schlug.

Das Schwert flog im hohen Bogen weg und fiel scheppernd auf den Steinboden.

„Das war ein Fehler“, meinte er gelassen, „Dafür wirst du bestraft.“

Yozora wartete zitternd, er näherte sich ihr langsam, „Es ist besser dich seelisch als körperlich zu verletzen!“,

murmelte er verschwörerisch.

„Ich weiß, dass du Takeru liebst, ebenso wie er dich! Was wird wohl passieren, wenn er erfährt, dass seine

Liebste von einem Anderem, einem Fremden, geküsst worden ist?“

Mit diesen Worten beugte er sich vor und küsste sie, seine Lippen pressten sich auf die bebenden Lippen von

Yozora.

Als sie sich lösten, fühlte sich Yozora beschmutzt-

Es war überhaupt nicht so schön wie bei Tatsurou!

>Er hat meine Liebe beschmutzt! Das Einzigste woran ich mich festhalten konnte!!!< dachte Yozora verbittert

und kämpfte gegen ihre Tränen an.

„Das war eine Bestrafung. Die nächste wird noch tragischer!“

So ging das weiter und immer wenn Yozora einen Fehler begann, wurde die Strafe schlimmer.

Aber Yozora musste nicht nur Schwertkampf trainieren, sie musste auch arbeiten.

Sie musste Tee zubereiten, Essen kochen und putzen.

Dazu noch viele andere Sachen, sie hatte immer etwas zu tun und war beschäftigt.

Es vergingen vier Monate.

Yorzora bekam genug zu Essen, aber sie aß wenig und ohne Appetit, so war es, dass Yozora immer dünner

Wurde und immer magerer.

Manchmal zwang Arashi sie mehr zu essen, aber sie bekam kein Bissen mehr herunter.

>Es ist wie in einem Gefängnis! Aber viel viel schlimmer!<

Aber diesmal musste sie Mut zeigen, sie wollte stark werden!

>Für Tatsurou! Ich will ihn wiedersehen! Ich hoffe ihn geht es gut...!<

Yozora hatte stumm ihren eigenen Geburtstag vor zwei Monaten gefeiert, jetzt stand das neue Jahr bevor.

„Yozora!“, sprach Arashi zwei Tage vor Neujahr zu ihr, „Deine Schwertkampfkunst ist jetzt Fortgeschritten.

Ab heute wirst du die Kampfkunst der Ninjas erlernen!“

Sie nickte, Yozora wagte es nicht zu widersprechen, denn er war hier der