L'Arc~en~Ciel
Herr.
Yozora hatte das Gefühl, als würde sie nichts mehr spüren, kein Leid, keine Freude...
Sie klammerte sich nur noch an die Liebe zu Tatsurou.
>Ich will hier raus!!<
Aber sie kam nicht heraus, sie sah nicht mal Sonnenlicht!
Sie saß nur tagein, tagaus in dem großem Zimmer, welches so groß wie die Übungshalle in der Dojo war.
Yozora fühlte sich so einsam!
Manchmal erzählte Arashi von den Plänen der Rebellen und von ihren Siegen gegen den Kaiser.
Yozora tat das Herz weh wenn er darüber sprach, aber sie hörte nur zu und widersprach nicht.
>Ich hoffe Tatsurou hat mich nicht aufgegeben!<
Wieder verging mehr als ein halbes Jahr und Yozora hatte auch schon die Ninjakünste erlernt.
Sie bewegte sich kunstvoll und doch tötlich, ihr Kampfstil glich wie ein Todestanz.
Niemals hatte sie sich geweigert irgendetwas zu tun, sie hatte die Erfahrung, dass es sehr sehr schlimm wurde.
Einmal hatte sie sich geweigert und er hatte ihr etwas unglaublich schreckliches erzählt.
„Der Kaiser ist tot! Ich habe ihn getötet!“, hatte er ihr ins Ohr geflüstert.
Damals wäre sie beinahe bewusstlos geworden, hätte Arashi ihr nicht eine Ohrfeige gegeben.
Jetzt wusste sie, dass sie nicht widersprechen sollte, vielleicht hätte er eine noch schmerzvollere Nachricht!
Yozora machte jetzt viel weniger Fehler und sie war sehr froh darüber.
Sie bevorzugte Langschwerter oder zwei Kurzschwerter, aber auch mal einen großen Shuriken und Kunais.
Sie bekam Ninjakleidung und steckte ihre Haare hoch, damit sie nicht störten.
Yozora hatte jetzt schnelle Reflexe und bewegte sich wie der Wind, sie sprang hoch und kann sich blitzschnell
in eine andere Person verkleiden und spielen.
Bis sie dies alles meisterhaft beherrschte wurde sie 18 Jahre alt.
>Drei Jahre... Man hat mich drei Jahre hier festgehalten!< dachte sie verbittert an ihrem Geburtstag.
An diesem Tag kam Arashi mit einer Frau zurück, es war noch ein halbes Kind, aber sie war wunderschön und
es wird mit den Jahren bestimmt noch schöner werden!
„Das ist Fuyu“, stellte der Anführer die junge Geisha vor.
Diese verbeugte sich, „Freut mich euch kennen zu lernen, Yozora-san!“
Yozora verbeugte sich auch und beobachtete sie abschätzend.
>Wer ist diese Frau? Es ist noch ein Kind!!<
Yozora beschloss sie nicht weiter zu beachten, denn bei dieser Geisha würde sie nur an Mafuyu denken.
>Wenn ich nicht hier wäre, hätte ich sie schon längst gesucht!<
Es wurde Abends, jedenfalls kam es Yozora so vor, da sie hier unten kein Zeitgefühl hatte.
Wenn sie müde war, schlief sie, wenn nicht, war sie wach oder putzte aus Langeweile das Zimmer.
Arashi war gegangen und ließ Fuyu alleine mit Yozora zurück.
„Puh! Ist es hier unten heiß!, seufzte die junge Geisha und öffnete ihr Yukata ein wenig.
Da kam ihre Kette zum Vorschein, ein purpurner Flügel!
>Nein!< dachte Yozora erschrocken >Das kann nicht Mafuyu sein! Sie... Sie ist mit Arashi zusammen?!<
Sie versuchte sich zu beruhigen.
„Du hast eine wunderschöne Kettem Fuyu-Chan!Es muss nichts heißen! Es gibt viele solcher Ketten!< redete sie sich ein, auch wenn es eine Lüge war.
„In irgendeiner Samurai Dojo oder... tot“, antwortete Fuyu kühl.
Yozora setzte sich langsam, „Wieso seid ihr nicht zusammen?“
Sie lächelte: „Ich bin froh, das ich an ein Geisha Haus verkauft worden bin! Es heißt, die Retter werden alle
Samurai umbringen, die sich ihren nicht anschließen! In Kyoto haben sie ja schon gewütet. Arme Onee-Chan!“
>Sie lächelt! Es ist ihr egal was mit ihrer Schwester passiert?! Das kann nicht Mafuyu sein! Nein!! Soe spricht
sie nicht und schon gar nicht von ’’Rettern’’!<
„Ah... Sag, wie ist dein Nachname?“, mit dieser letzten Frage wollte Yozora Gewissenheit schaffen.
„Tsuyu. Ich hieß Tsuyu Mafuyu! Seit ich eine wahre Geisha bin, werde ich nur noch Fuyu genannt!“
Yozora erstarrte >Es ist Mafuyu! Wie konnte sie nur so werden?!<
Sie nickte nur, „Ein schöner Name!“, antwortete sie kanpp und ging schnell in die Küche.
>Es ist Mafuyu! Sie ist eine wahre Geisha! Und Arashi’s Freundin!!<
Ihr Herz pochte, was sollte sie tun? Nach fast vier Jahren sieht sie ihre Schwester wieder und sie war zu den
Feinden übergelaufen! Und dann auch noch als Geliebte!
„Yozora-San?“, ertönte Fuyu’s Stimme, Yozora fuhr zusammen und schöpfte schnell Wasser aus dem Brunnen.
„Ja?“, antwortete sie schnell und nahm zwei Tassen.
„Euer Name ist auch sehr schön! So hieß meine Schwester auch.“, sagte sie und lächelte zuckersüß.
Yozora lächelte gezwungen zurück und fragte sich, wie sie nur so ruhig bleiben konnte.
>Ich hoffe nur, dass es Tatsurou gut geht! Und dass es nicht - < sie brach den Gedanken ab und schüttelte
ungläubig den Kopf.
Daran darf sie nicht denken! Es ist zu grausam!
Jetzt wohnte Mafuyu auch bei ihnen, Yozora zog in eine andere Ecke des Zimmers, weiter weg von
Arashi und der jungen Geisha.