L'Arc~en~Ciel

kam an ihr altes Heim an und blickte sich um.

Blitzschnell sprang sie über die Mauer und schlich ins Haus.

Da sie dies geplant hatte, hatte sie extra unauffällige Kleidung angezogen, wie die eines Dieners.

Leise lief sie durch das alte, wohlvertraute Haus, alles war ruhig.

Plötzlich hörte Yozora ein Lachen.

Es war ihre Mutter >Mutter lacht? Warum und worüber?<

Sie ging näher zu den Raum, aus dem das Lachen kam und öffnete ide Tür einen kleinen Spalt.

Dann spähte sie hinein, ihr Herz machte einen Sprung.

Vater, Mutter und Tante saßen an einem Tisch und dabei war ein kleiner Junge!

„Mein Sohn! Deine Mutter und ich sind sehr stolz auf dich!“, hörte sie Vater sprechen, „Wir sind froh dich als

unseren einzigsten Erben zu haben! Du warst unser größtes Glück!“

Tante Ayumi kicherte und Mutter nickte lächelnd.

Yozora konnte ihren Augen und Ohren nicht trauen. Sohn?! Einzigsten Erben?!

>Sie haben ein weiteres Kind, obwohl sie fast bankrott waren!?<

Unbeschreibliche Wut stieg in Yozora hoch, wozu wurden sie dann verkauft?!

Wofür ist Mafuyu gestroben?! Wofür hat sie gekämpft und gelitten!?

Kalter Zorn packte sie und stieß knallend die Tür auf.

Die anscheinend glückliche Familie erschrak und zuckten zusammen.

„Dafür... Dafür wurden wir verkauft?!“, stieß Yozora zornig aus.

Mutter, Vater und Tante Ayumi blickten sie entsetzt an.

„Yozora...!“, wisperte Mutter und fing leise an zu weinen.

„Was tust du hier?!“, fragte Vater erstaunt und erschrocken zugleich.

Yozora lächelte kalt, „Ich habe überlebt und gekämpft! Aber offentsichtlich ... bin ich hier nicht mehr

willkommen?“, sie blickte den Jungen vielsprechend an.

„Wer ist dieses Fräulein, Mutter?“, fragte der Junge ängstlich.

„Sei still, Hizashi!“, zischte Tante Ayumi zu ihn.

Hizashi! So hieß also ihr kleiner Bruder, Hizashi, wie der Sonnenstrahl!

Und was ist mir ihr?! Mit Mafuyu?!

„Wo ist ... Mafuyu?“, quetschte Vater mühsam heraus.

Yozora kniete sich und reichte eine Gedenktafel hinüber, „Tot“, antwortete sie knapp und frostig.

Jetzt brach Mutter in Tränen aus, „Mafuyu! Mafuyu!! Meine Tochter!! Yozora! Warum hast du nicht auf

Mafuyu aufgepasst?! Neiiiin!!“, weinte sie und schniefte.

>>Auf einmal ist es meione Schuld?< dachte Yozora ungläubig und wurde noch wütender.

„Dafür kann ich nichts. Wir wurden getrennt.“, sagte sie kühl und reserviert.

„Aber... Meine Geschichte interssiert euch bestimmt wenig. Wollt ihr mir nicht meinen Bruder vorstellen?“

Da fuhr der Vater hoch, „Wer bist du?! Raus hier!! Wer hat dir erlaubt mein Anwesen zu betreten?! Ich erlaube

es nicht! Finger weg von meiner Familie!“, er holte aus zur Ohrfeige.

Plötzlich stand Tatsurou im Zimmer und hielt die hand von Vater fest.

Tatsurou schaute ihn eisig an, „Willst du die Hand etwa gegen den neuen Kaiser erheben?“, fragte er kalt.

Sogar Yozora lief es kalt den Rücken hinunter, aber was suchte Tatsurou hier?

Er ist ihr doch nicht etwa... Doch! Er ist ihr gefolgt!! Er hatte Angst und Sorgen um sie gehabt!!

Aber das war jetzt von zweiter Bedeutung, das was tatsurou gesagt hatte ließ sie nicht mehr los.

>Kaiser?!<

Der Vate rieß sich los, „Wer seid ihr?! Raus hier!“

„Tatsurou...!“, rief Yozora leise und kam zu ihn, „Kaiser?“, sie blickte ihn mit großen Augen an.

Er lächelte sie an, „Ja. Ich bin der jüngere Sohn des Kaisers und Thronerbe! Tut mir Leid, dass ich dir nichts

erzählt habe! Aber es war alles streng geheim!“

>Heißt das etwa.. Der neue Kaiser,,, Ist Tatsurou ... und ich..!<

Yozora’s Gedanken überschlugen sich wild und nahmen verschiedene Formen an.

„Der neue Kaiser?“, fragte Vater ebenfalls ungläubig.

Tatsurou hielt das kaiserlicheAbzeichen hoch, welches er aus seinem Kimono nahm und rief: „Im Namen der

Kaisers, beschlagnahme ich euer Vermögen! Ihr, der Besitzer des Hauses, werdet verurteilt wegen Versklaverei

der eigenen Kinder!“

Yozora sagte nichts, auch als Vater und Mutter sie anflehten und nach Erbarmen riefen, sagte sie nichts.

Alles geschah wie es Tatsurou verlangte und Yozora blickte weg.

Diese Familie war Teil ihrer Vergangenheit, Teil des Vergessens.

Aber dennoch hatte sie ein wenig Mitleid mit dem kleinen Jungen, ihren Bruder, dennoch, wer hatte sich um

sie gekümmert, als sie einsam und verloren war?

Sie zwang sich nicht daran zu denken und verschloss ihre Gedanken davor.

Yozora zog mit Tatsurou in den Kaiserpalast von Kyoto und feierten die Krönung des Kaisers.

Dann, nach ihrer gemeinsamen Heirat, erklärte Tatsurou einige ungeklärte Geheimnise.

„Arashi... Der Anführer der Rebellen, war mein Bruder.“, erzählte er.

Yozora schnappte nach Luft, erwiderte jedoch nichts und ließ ihn weitererzählen.

„Arashi war... ein Sohn von seiner Geliebten und deswegen nicht als Thronerbe zugelassen, obwohl er älter

war... Ich, der Sohn der Kaiserin, bin der rechtmäßige Erbe. Dies gefiel ihn natürlich nicht! Er fing an zu

rebellieren, als er verstand, dass er niemals Kaiser werden konnte!“

Yozora verstand, sie verstand Arashi sehr gut!

Ihr Vater war immer verzweifelt, dass sie kein Junge war.

Er hatte keinen männlichen Erben....

Aber sie verstand auch den alten Kaiser, er konnte natürlich keinen als Erben ernennen, wenn es der Sohn einer

Geliebten war!

Yozora merkte, dass Tatsurou eine sehr schwere Last hatte, sie wollte ihn aufmuntern.

Sie nahm ihren Mut zusammen und offenbarte ihn, dass sie ein Kind von ihm erwartete.

Yozora machte sich mental bereit auf seine Reaktion gefasst.

Alles hatte sie erwartet, aber er rieß sie mit einen kleinen Freudenschrei an sich und umarmte sich, als wollte

er sie erdrücken, er strahlte vor Freude.

Jetzt war auch Yozora glücklich und kam sich nicht mehr so hilflos vor und gab Tatsurou einen Kuss.

„Ich liebe dich.“, säuselte er in ihr Ohr.

„Ich liebe dich auch!“, wisperte sie zurück.

Der kaiserliche Palast war riesig, aber am meisten mochte sie den Garten.

Sie liebte es in diesen zu spazieren und die Blumen zu betrachten, aber die meiste Zeit verbrachte sie mit

Tatsurou und half so gut es ging.

Zusammen bauten sie das Land auf und brachten eine Friedenszeit mit sich die in der vollen Blüte glänzte.

Yozora benutzte jetzt nie wieder die Kunst des Tötens und schwor es sich nie wieder zu benutzen.

Das einzige woran sie sich noch nicht gewöhnt hatte, war, dass sie jetzt Kaiserin war!

Sie war Kaiserin dieses Landes und Tatsurou war der Kaiser... ihr Liebster!

Es war so ungewohnt!

Beide waren wunderbare Herrscher und bauten es zu einem reichen, friedlichen und glücklichen Reich auf,

auch wenn es manchmal nicht leicht, sie schafften es.

An einem Wintertag gebar Yozora das Kind, es war ein Junge.

„Der Thronfolger wurde geboren!“, verkündigte man fröhlich auf den Straßen des ganzen Landes.

Yozora hielt ihren Sohn im Arm und Tatsurou umarmte sie und blickte stolz zu seinem Sohn hinunter.

Beide beschlossen sich, den Säugling Yuwabi zu nennen.

Mächtiges Feuer... Wie die Zuneigung die sie für das Kind empfinden.

Abend lächelte Yozora und dachte an ihr Glück.

>Es hätte alles anders kommen können!<

Sie blickte zu Yuwabi in ihren Armen und zu Tatsurou, der neben ihr friedlich schlief.

>Ich danke Gott für dieses Glück!<

Yozora war glücklich und hatte das größte Glück auf Erden gefunden.

Sie war nicht mehr so einsam und allein, wie sie es war, als sie zuerst nach Kyoto kam.

>Ja... Ich habe Freunde und Liebende... Nur manchmal ... merkt man es nicht. Man muss nur die Aufen öffnen!

Man ist nie allein...!<

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Nachgeschichte:

Sie regierten das Land noch lange und friedlich in ihrer vollen Pracht...

Später gebar Yozora noch ein Mädchen, welches Mafuyu genannt worden war, weil sie ihrer Schwester so

ähnlich sah.

Yozora und Tatsurou lebten noch lange und glücklich miteinander, ohne eine einzige Konkubine.

Beide starben zusammen, Hand in Hand und gelten im Volk als Befreier des Landes.