Fanfic: Forever Friends! Oder?
Kapitel: Wenn zwei Fronten aufeinander prallen!
Misaki hatte ihm zugesehen, als er das Abendbrot gemacht hatte und wusste trotzdem nicht, vor was sie nun saß. Forschend betrachtete sie ihre Suppe mit den Nudeln, wo sie wahrscheinlich wirklich nicht wusste, was sie dort zu essen hatte. "Schmeckts dir nicht", fragte Kakashi. Sie zuckte mit den Schultern. "Schon gut, man kann ja nicht alles mögen. Möchtest du was anderes haben?" Sie sah ihn an und meinte: "Nein, das ist es nicht. Ich, ähm, weiß nicht, was das... sein soll." Schon im nächsten Moment senkte sie den Kopf und wurde rot: "Und ich denke, dass hört sich jetzt doof an, weil das bestimmt oft gegessen wird... hier in Konoha." "Da hast du schon Recht, mit dem oft essen und so. Aber probieren geht ja bekanntlich über studieren, nicht? Pass auf, ich zeige dir, wie man sowas isst." Er stand auf und stellte sich hinter sie. Dann nahm er ihre rechte Hand und fragte: "Bist doch Rechtshänder, oder?" Sie nickte. "Gut..." Er zeigte ihr, wie man die Stäbchen halten musste und wie man damit etwas isst. "Und du musst dann aber auch schlürfen..." "Warum denn schlürfen", fragte sie verwirrt. "Naja, das gilt hier als Kompliment an den Koch, weißt du. Ich meine, du musst das nicht machen, aber das ist so 'ne Tradition." Die ersten Versuchen nach ihrem 'Wie-esse-ich-Ramen-Kurs' gingen noch ziemlich daneben. Einmal hatte sie die Nudeln nicht richtig festhalten können und sie klatschten ihr auf den Umhang. Sie fluchte leise vor sich hin. "Na dann steh ma auf...", schmunzelte Kakashi. Er nahm ihr den Umhang ab und entdeckte jetzt erst den riesigen pinken Fächer auf ihrem Rücken.
Als er den Umhang in die Wäsche getan hatte, ging er wieder in die Küche. Vorsichtig fragte er: "Was... ist das?" Sie sah ihn fragend an. Er deutete mit dem Finger auf ihren Rücken und sie begriff. "Ach das meinen Sie! Das ist mein Fächer." "Aber der ist doch nicht zum Luftzuwedeln zu verwenden, oder?" Sie lächelte und fuhr fort: "Nein, den benutzt man im Kampf." Er betrachtete sie von oben bis unten, musterte ihren ganzen Körper. Sie errötete heftig und fragte: "W-was ist denn?" Sie fühlte sich unbehaglich und senkte den Kopf. Kakashi fand in die Realität zurück und antwortete: "Ich seh nur grad deine verzierte Kleidung. Ist das nicht zu auffällig?" Gekränkt antwortete sie: "Ich meine immer, wem es nicht gefällt, soll nicht hinsehen!" "Nein, das verstehst du falsch", beschwichtigte Kakashi. "Ich meine, wenn du dich vor Feinden versteckst oder so. Dann ist doch so eine Kleidung unpraktisch..." Sie sah ihn wieder an und wurde knallrot: "A-ach so... Eigentlich schon, aber... naja... das kommt daher, dass... also..." Sie senkte den Kopf. Sie wollte nicht sagen, dass sie eigentlich viel Reichtum besaß und aus einer adligen angesehen Familie aus Suna stammte. "Wenn du nichts sagen willst, lass es lieber. Ich zwing dich ja zu nichts..."
Bald schon stand sie vor der Entscheidung: "Was soll ich zum Schlafen anziehen?" Sie hatte keine Schlafsachen mit. Also rief sie, nur in ein Handtuch eingewickelt, da sie schon geduscht hatte, nach Kakashi. Dieser kam auch schon bald zur Tür herein und erblickte sie dann, wie sie ihn hilflos ansah. "Ist irgendwas passiert...?" Man merkte ihm an, dass er Schwierigkeiten hatte, auf ihr Gesicht zu achten. Schließlich war er ja auch nur ein Mann! Sie lief wieder rot an und meinte: "Ich weiß nicht, was ich anziehen soll..." >Dann bleib doch einfach so<, dachte Kakashi frech und grinste in sich hinein. Misaki schien ihm das anzumerken und wurde noch roter. Er kehrte wieder in die Realität zurück und räusperte sich. "Also, warte kurz..." Er war nach einigen Sekunden wieder da und gab ihr einen dunkelblauen Pullover von sich. Er wartete draußen, bis sie sich fertig angezogen hatte. Dann kam sie raus und stand ein wenig nervös vor ihm. Er war schon ein wenig kurz und sie stotterte: "Eigentlich, ähm..." "Was eigentlich", fragte Kakashi. Sie senkte den Kopf. "Naja, normalerweise, ähm, schlafe ich ja ohne..." Sie schluckte. "Unterwäsche", fragte Kakashi. Sie nickte und biss sich auf die Unterlippe. "Schon gut... ich hol dir was, vorrausgesetzt du bist mit 'ner Boxer zufrieden...?" Sie nickte wieder und lächelte ihn an.
Als sie endlich fertig war, meinte Kakashi, sie könne sich schonmal ins Bett legen und versuchen zu schlafen. Er musste noch was erledigen. Sie ging also hoch. Aber bevor sie ins Bett ging, sah sie aus dem Fenster. Sie seufzte bei dem Anblick der funkelnden Sterne, unter denen sie am liebsten draußen liegen würde. Aber sie musste ehrlich zugeben, dass sie hier ein Dach über dem Kopf hatte. Für Versorgung war gesorgt und es war warm. Was wollte sie schon mehr? Sie entschloss sich schließlich doch, nicht ins Bett zu gehen und stieg die Treppe hinab. Kakashi hörte sie, aber tat so, als wüsste er von nichts. Sie ging zur Tür und schloss sie auf. Kakashi wusste nicht, was er tun sollte, also stellte er sich erstmal nur an die Tür vom Wohzimmer und beobachtete sie. Sie kniete sich auf den Boden und bastelte dort irgendwie rum. Kakashi stellte sich unbemerkt hinter sie und fragte dann: "Was machsten da?" Sie schrak auf und drehte sich um. Dann senkte sie den Kopf und hielt ihm seinen Schlüssel hin. Kakashi nahm ihn entgegen und stotterte: "A-ach so... d-danke..." Dann räusperte er sich wieder und ging ins Haus. Er wollte grade zuschließen, als Misaki sich dazwischendrängte. "Darf ich", fragte sie mit unschuldiger Miene und leiser Stimmer. Kakashi sah sie nur fragend an und ließ sie dann machen. Sie schloss die Tür ab und drehte sich dann wieder zu ihm um. "Wann sind Sie denn fertig mit ihrer Arbeit?" Er antwortete: "Bin grade fertig geworden. Wieso?" Sie senkte den Kopf und schämte sich ein bisschen. "Ich kann nicht einschlafen. Und dann ist mir der Schlüssel eingefallen und ich dachte, ich hol ihn, um Ihnen einen Gefallen zu tun und... ja..." "Schon in Ordnung. War ja ganz schön mutig von dir, dich ohne Erlaubnis rauszuschleichen." "Ja, ich wollte eigentlich nicht, dass Sie was Falsches denken und um ehrlich zu sein, weiß ich auch nicht, warum ich hier bin."
Sie hatten sich nochmal ins Wohnzimmer gesetzt. Kakashi fragte: "Wie meinst du das: 'Du weißt nicht, warum du hier bist'?" Misaki erklärte ruhig: "Naja, ich komme ja aus Suna und bin schon so ziemlich überall gewesen. Ich reise eben gerne und da hab ich gedacht, ich gehe mal nach Konoha." "Alles schön und gut", meinte Kakashi, "aber musstest du denn gleich die Wächter außer Gefecht setzen?" Sie senkte den Kopf und fuhr fort: "Ja, musste ich. Sonst wäre ich ja nicht reingekommen. Wer lässt denn bitte schon freiwillig eine dunkle Gestalt in die Stadt, sagen Sie mir das? Viele andere Städte hatten nie eine Schutzmauer und wenn doch, bin ich ohne Schwierigkeiten hineingekommen. Und da ich viel höre und sehe, wenn ich so reise, hab ich gemerkt, dass ihr hier extra Wächter habt." "Das hat aber auch alles seine Gründe..." "Was hätte ich denn tun sollen?!" Sie stand auf und war sauer, dass er sie nicht verstand. "Irgendwo musste ich doch unterkommen, am besten halt in einer großen Stadt, die vor Überfällen gut gesichert ist!" Kakashi stand auch auf und murmelte: "Ganz ruhig, Misaki..." Dabei legte er eine Hand auf ihre Schulter. Sie schlug seine Hand weg und sprach weiterhin laut: "Warum denken alle eigentlich immer, dass ich nicht allein klarkomme?! Ich hatte überhaupt nicht Böses vor und hab die Wächter auch gar nicht verletzt! Und trotzdem hab ich jetzt Ärger mit dieser blöden, aufdringlichen Ziege! Und grade hier dachte ich, dass ich Ruhe hätte, aber-" Kakashi nahm sie in den Arm. Er hatte ihr die ganze Zeit über mitleidig in die Augen gesehen. Sie riss sich los und rannte raus in die Kälte. Er hatte gehört, wie sie angefangen hatte, zu weinen. Er rief ihr oft nach und lief ihr hinterher, aber irgendwann verlor er sie aus den Augen.
Barfüßig und weinend verließ sie die Stadt. Ihren Fächer und ihre Kleidung hatte sie noch bei Kakashi. Und zurück wollte sie nun nicht. Die Wächter sahen ihr beirrt nach und schüttelten fragend den Kopf, sahen sich fragend an. Dann kam Kakashi angelaufen. Er hatte wenigsten noch Schuhe an, aber war trotzdem in Schlafsachen. Er fragte: "Ist hier grade ein kleines Mädchen vorbeigelaufen?!" Einer der Wächter erklärte: "Ja, sie ist raus in den Wald." Ohne ihn aussprechen zu lassen, lief er los. Er fluchte vor sich hin und machte sich Vorwürfe, weil er ihr welche gemacht hatte.
Misaki blieb an einer Lichtung mit einer Wasserquelle stehen. Der Mond schien geheimnisvoll durch das dichte Laub und sein Licht fiel auf das weinende Mädchen. Sie sank auf die Knie zusammen und versteckte ihr Gesicht in ihren Händen. Leise schluchzte sie in die Stille der Nacht, von der sie umgeben war. Nicht mal die Vögel gaben einen Mucks von sich. Es dauerte nicht lange, bis jemand kam. Sie hörte Schritte. Aber sie nahm keine Stimme war. Plötzlich krachte es im Gebüsch hinter ihr. Sie stellte sich in Kampfstellung und blickte mit ihren verweinten Augen in Richtung des Busches. "Wer ist da", fragte sie mit starker Stimme. Sie musste sich zusammenreißen, nicht wieder loszuweinen. Das Gebüsch bewegte sich und sie ballte die Fäuste vor ihren Körper. Dann rannte sie auf das Gebüsch zu und stürzte sich auf ihren Feind. Es gelang ihr, ihn zu Boden zu drücken, aber kurz bevor sie zuschlug, hielt sie inne. Sie