Fanfic: Wenn der Mund schweigt und die Seele schreit
Kapitel: Prolog
Tag, Nacht, Tag, Nacht, Tag, Nacht und immer so weiter. Ein geregelter Ablauf der Natur. Eine Selbstverständlichkeit. Und doch etwas Besonderes.
Jeden Morgen, an dem man aufwachte. Ja, fast schon ein Wunder. Wenn man bedachte, was die Sklaven jeden Tag zu tun hatten. Eine Arbeit, bei der nicht nur körperliche Schmerzen verursacht wurden, sondern auch seelische. Risse der Seele, bis man an sich selbst zerbricht.
Und irgendwann hat man keine Schmerzen mehr, denn dann, ist alles nur noch Routine. Man hat nicht mehr die Kraft, Schmerz zu empfinden. Wie gelähmt. Unfähig überhaupt noch etwas zu empfinden. Man wird kalt.
Das wird nach da geschleppt und dies nach dort. Der Tagesablauf eines Sklaven, wenn er Glück hatte. Wenn ein Sklave jedoch Pech hatte, musste er mehr als nur körperliche Schmerzen ertragen. Mehr als normale Schmerzen, die durch die 'einfache' Arbeit eines Sklaven zustande kam.
Seelische Qualen. Etwas, dass den Sklaven den Rest gibt.
Herren, können mit ihren Sklaven machen, was sie wollen. Daher gab es etwas, das nicht als Misshandlung galt, sondern etwas 'Altägliches' war. Selten hatte ein reicher, der Sklaven besaß, auch jemanden, an dem er seine Fantasien auslebte.
Es wurde nicht bestraft. Auch wenn es jemand erfahren würde, so würde es gleichgültig behandelt. Wie Luft. Egal ob er Frau, Mann oder Kinder hatte.
Sklaven hatten nichts zu sagen. Rechte, gab es für sie nicht. Sie mussten schweigend ihr Arbeit verrichten und bekamen ihr Gnadenbrot. Wenn auch sehr wenig, manchmal auch so gut wie nichts.
Jeder Herr, hatte seine eigenen Regeln. Doch gab es etwas, das überall gleichermaßen galt.
Sollte ein Sklave, seinen Herren in irgendeiner Weise verraten, wurde er sofort gehängt. Eine Regel, vor der die Gefangenen am meisten Angst hatten. Deswegen gab es so gut wie nie jemanden, der zu fliehen versuchte. Wenn es jedoch jemanden gab, wurde er meistens schon vor dem verlassen des Dorfes wieder eingefangen. Sie wussten, dass man sie finden würde und die Folge ihres verschwinden nicht als barmherzig galt.
Menschen, die es besser als sie hatten, hätten nie mit ihnen getauscht. Nicht mal im Traum. Meist waren nur die Sklaven, deren Eltern arm waren, sie keine mehr hatten oder sie es selbst waren, so dass sie auch hart dafür arbeiteten, um wenigstens etwas zu bekommen. Oder sie waren Lebensmüde.
~ ~ ~ ~
„Naruto?“
Ein Mann, mit schwarzen Haaren und stechend gelben Augen schrie den jungen Sklaven an. Es musste sein Herr sein.
„Ja, Herr?“, antwortete der Blonschopf. Sein Blick war gesenkt.
„Sieh mich gefälligst an, wenn ich mit dir rede“, zischte der schwarz haarige.
„Ja, Herr“, meinte er monoton. Langsam, wie in Zeitlupe hob er sein Haupt. Sah man genau hin, konnte man eine kleine Spur Hass erkennen.
„Aber aber, Naruto“, grinste er höhnisch. „Wer will den hier unartig sein?“
„Wird nie wieder vorkommen, Herr“
Etwas, was er nie gesagt hätte, wäre es nicht sein Herr gewesen. Wie er ihn doch hasste, Orochimaru. Die falsche Schlange.
Seine Stimme hatte keinen Ton von Reue gezeigt, weswegen der blonde fürchtete, sein Herr hätte es ihm nicht geglaubt.
„Na also, geht doch“, lachte er. „Ich erwarte dich in den Abendstunden in meinem Zimmer“, fuhr er fort.
Nachdem er geendet hatte, war er wortlos an dem Jungen vorbei geschritten. Jedoch nicht Tatenlos. Er streichelte seinem Sklaven einmal über die Wange. Fast schon grob. Zu grob.
Ein hasserfüllter Blick, legte sich auf das Gesicht des Sklaven. Orochimarus Sklaven. Auch, wenn er ihm versprochen hatte, nicht mehr 'unartig' zu sein, konnte er seine Wut nicht zurück halten und schlug gegen eine Wand, die neben ihm stand.
Nichts regte sich. Er hatte keine Kraft mehr. Körperlich nicht und seelisch erst recht nicht. Seine dünne und vor allem kaputte Kleidung. Man musste zugeben, dass es bald keine Kleidung mehr war, sondern nur noch ein paar Stofffetzen, die das nötigste verdeckten.
Mit gesenkten Kopf wendete er sich wieder seiner Arbeit zu. Auch wenn sie keinen Spaß machte, lenkte sie ihn doch davon ab, was nach Sonnenuntergang passieren würde.
Zwar waren es die wohl gleichen Schmerzen wie immer und doch hatte er angst vor ihnen.
Da man sich mit körperlicher Arbeit allein jedoch nicht wirklich ablenken konnte, fing er an ein leises Lied zu summen.
„Hör auf zu summen und arbeitete schneller weiter“, schrie ihn ein Sklaventreiber an. Es war Kabuto, der auch als Rechte Hand Orochimarus bekannt war. Manchmal der schlimmste Fluch, den es gab und manchmal benahm er sich wiederum wie der beste Freud der Sklaven. Ein Rätsel für sich.
Naruto warf ihm einen kalten Blick zu, hörte auf zu summen und arbeitete weiter, wenn auch nicht sehr viel schneller als vorher. Doch Kabuto ließ es darauf beruhen und suchte sich den nächsten Sklaven zum anschreien.
Als die Sonne Untergang und die Finsternis alles Licht der Erde verschlang und die Menschen genug Sonnenlicht getankt hatten, machte Naruto sich auf den Weg zu seinem Herrn.
Er hatte es nicht so gut wie die meisten anderen Sklaven, die unter der Obhut Orochimarus lebten, welche jetzt schön schlafen gehen konnten und all den Schmerz des Alltags vergessen konnten.
Nein, er wurde von seinem Herrn höchst persönlich zu seinem Herrn geschickt, damit dieser ihm noch mehr Schmerz und Leid antun konnte, als er jetzt schon ertragen musste.
Vorsichtig klopfte er an. Als er keine Antwort bekam, klopfte er abermals. Dieses mal lauter als beim mal zuvor.
Wieder keine Antwort. Nach dem dritten mal, als er immer noch keine Antwort bekam, öffnete er die Tür seines Herrn, in der Hoffnung, dieser würde ihn gleich wieder wegschicken und hatte nur nicht geantwortet, damit er wieder verschwand. So unglaubwürdig es ihm auch erschien. Schon das die Tür nicht abgeschlossen war, erschien ihm merkwürdig.
Doch es war niemand da. Der Raum war wie ausgestorben.
Gerade, als er sich wieder umdrehen wollte, kam ihm Orochimaru entgegen.
„Hallo Naruto“
Soo, das wars auch schon wieder^^
Die nächsten Kapitel werden länger, versprochen! Aber es war ja auch nur der (kurze) Prolog.
Solltet ihr noch Fragen haben, dann stellt sie, ich helfe so gut es geht :)
Wollt ihr überhaupt, dass ich weiter schreibe? (Ich kann das ganze auch abbrechen)
Bekomme ich Kommis? Ich würde mich freuen ;)
lg HeaRtii