Fanfic: The Path
Kapitel: Surprise, Surprise!
~Ich hoffe euch gefällt meine Fan-Fic... wenn nicht, dann einfach drauflos kritisieren, aber bitte nicht hauen Q__Q ~
„Telefon! Teeeelefooon- Herr Gott noch mal, seid ihr denn alle taub oder was?!“
Hilary schrie aus Leibeskräften, kämpfte sie auf der Veranda doch gerade mit einem widerspenstigen Gartenstuhl. Plötzlich ertönte eine neckende Stimme aus dem Fenster im 1. Stock, direkt über ihr: „Hey Hilary, du bist die Managerin, für so was sind normalerweise die Telefon-Tipsen zuständig!“
Tyson hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt und ließ sich die Sonne wohlig ins Gesicht scheinen. Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.
Erbost hob Hilary die Faust, die andere Hand hielt mit Hilfe der Beine den gefährlichen Gartenstuhl auseinander: „Du hast überhaupt keinen Manager verdient, Trottel, außerdem könnte der Anruf wichtig sein; Mr. Dickenson- schon vergessen?“
Tiefblaue Augen wurden groß und man mchte meinen, dem vorlauten Balder ginge ein Lichtlein auf. In sekundenschnelle war Tyson am Telefon und Hilary ließ ein zufriedenes „Ha!“ verlauten.
„Ja?“
„Hallo Tyson, hier ist Mr. Dickenson. Ich hatte ja schon angekündigt eine Lösung für euer „Problem“ zu finden. Nach langer Suche habe ich den perfekten Ersatzblader für die Bladebreakers gefunden, im Laufe des Tages werdet ihr also Besuch bekommen.“
„Fantastisch, Mr. Dickenson! Für die kommenden Matches brauchen wir unbedingt unsren 5. Mann, jetzt wo Ray ausfällt. Und hey- wir freuen uns eh immer über Teamzuwachs!“
Tyson war hellauf begeistert, worüber Mr. Dickenson gutmütig lachen musste.
„Na dann viel Erfolg zusammen- Bis bald.“
„Warten Sie Mr. Dickenson- kennen wir den Typen denn?“
-KLICK-
Doch Mr. Dickenson hatte schon aufgelegt- wenn auch nicht ganz grundlos. Tyson warf einen letzten verwirrten Blick auf den nun schweigenden Telefonhörer, knallte das unschuldige Opfer in seiner Aufregung rüde auf den Tisch und stürmte in das große, geräumige Wohnzimmer, wo er auf Ray, Mariah und Tala traf.
„Leute, ich hab tolle Neuigkeiten am Start- UNSER NEUES TEAMMITGLIED KOMMT HEUTE AN!“
„Was echt? Klasse!“, freute sich Mariah und machte Anstalten aufzustehen um dann jedoch, mit einem Stöhnen zurück in die Sofakissen zu sinken. Ray legte ihr besorgt eine Hand auf den hochschwangeren Bauch und Mariah schloss für einen Moment die Augen.
„Dann kommt also heute mein Ersatz... ein irgendwie komisches Gefühl.“, murmelte Ray.
Sofort war Tyson bei seinem hoch geschätzten Freund und boxte ihn leicht in die Seite: „Hey Kumpel, wer auch immer hier reinschneien sollte, ersetzten wird er dich 100 pro nicht- nur vertreten.“
Und er grinste sein typisches Tyson- Grinsen.
„Recht hat er.“, meldete sich nun auch Tala zu Wort.
„Außerdem kannst du dich in der Zeit etwas intensiver um unsere Einrichtung, die ´Bladebreakers Association Group´, kümmern."
Ray lächelte zuversichtlich und sagte dann: „Jap- hast Recht, mann. Mich erwartet ja ohnehin etwas ganz und gar großartiges hier zu Hause!“
Er drückte Mariah einen zärtlichen Kuss in die rosafarbene Haarmähne und strich dann gedankenverloren über ihren kugelrunden Bauch. Tala lehnte sich in seinem bequemen Sessel zurück und lockerte den Kragen seines weiß- grau gestreiften Hemdes. Der rothaarige Russe war in Gedanken versunken.
>Schon komisch, wie das Leben sich zu ändern vermag. Noch vor knapp 3 ½ Jahren umfing mich in der Abtei tagtäglich nur Dunkelheit und Resignation, keine Wärme, kein Spaß und schon gar keine Liebe. Und jetzt? Ich wohne in einem traumhaften Haus umgeben von einem wahren Kindergarten, gehöre zur weltweiten Beyblade- Elite und kann nebenbei noch meinem Traumjob nachgehen. Doch das größte Geschenk ist Eve, ohne die meine Sonne nie wieder aufgehen würde.<
Tala musste leise lachen- seine Welt könnte perfekter nicht sein, auch wenn seine momentane Lage bedeutete, sich das eine oder andere zusätzliche Wort abzuringen.
„Was ist so komisch, Tala?“, fragte Ray und auch Tyson und Mariah sahen ihn neugierig an. Doch in seiner gewohnt süffisanten Art, warf er ihnen nur ein ironisches Lächeln zu.
Da stürmte Hilary herein.
„Und? Wer war dran?“, brachte sie hervor und lehnte dann völlig außer Atem am Türrahmen.
„Oh mann, du kommst aber früh.“, bemerkte Tyson und eröffnete ihr dann die Neuigkeit: „Mr. Dickenson war dran; der Neue ist auf dem Weg zu uns.“
„Was, heute schon? Ja, was sitzt ihr dann hier noch rum, los, das Essen muss auf dem Tisch stehen und ein Zimmer hergerichtet sein!“
Dabei fuchtelte sie wild mit den Armen, sodass ein langer Kratzer auf ihrem linken Unterarm zu sehen war. Während Ray, Mariah und Tala lachend aufstanden, ging Tyson langsam zu Hilary und zog sanft ihren Arm zu sich heran.
„Du hast dir ja wehgetan.“, sagte er leise mit einer angenehm rauen Stimme.
Sanft ließ er Luft zwischen seinen Lippen entweichen und richtete den Blick dann auf Hilary, welche mittlerweile zart rosa angelaufen war. Dann lachte er lauthals und schlug ihr kumpelhaft auf die Schulter: „Du weißt ja wo das Verbandszeug steht.“
Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und einem breiten Grinsen im Gesicht, machte er sich aus dem Staub.
„Ich... ich habe noch Papierkram zu erledigen. Macht ihr bitte Essen und kümmert euch um das Zimmer?“, fragte Hilary, auf einmal müde und abgespannt wirkend.
„Klar, mach dir darüber mal keine Gedanken. Wir rufen dich wenn der Neue da ist.“, antwortete Mariah sanft. Sir hörten Hilary die Treppe hochsteigen und dann, wie eine Zimmertür zuknallte. Die drei sahen sich betreten an, dachten sie doch alle das selbe: Tyson spielt ein Spiel, dessen Regeln er selbst bestimmt. Dabei hatte er Hilary noch nicht einmal gefragt, ob sie denn überhaupt gewillt war mitzuspielen.
Eine Stunde später war ein Zimmer bezugsfertig und das Abendessen stand duftend auf dem mahagonifarbenen Esstisch. Ray und seine Verlobte verteilten gerade das Besteck, als Mariah bemerkte: „Wo steckt eigentlich Kai?“
„Hier.“, ertönte eine harte, kalte Stimme hinter ihnen. Kai trat in seiner gewohnt lässigen Art in das Esszimmer und ließ sich, ein wenig erschöpft, auf dem nächst besten Stuhl nieder.
„Sieh an, sieh an, unser unverbesserlicher Leader verschläft den einzigen trainingsfreien Tag, dabei ist der doch schon selten genug.“
Dafür erntete er einen Kai-Blick der Stufe 6- nicht ganz ungefährlich also.
„Eigentlich bin ich dir ja nun wirklich keine Erklärung schuldig... die Nacht war halt kurz, verstanden!“
Dabei ließ es Ray klugerweise bleiben, warf Mariah jedoch einen vielsagenden Blick zu- Kai trieb sich definitiv zu viel draußen herum.
Genüsslich zog Tala, der gerade das Esszimmer betrat, den Geruch von frischem Reis und Krabben ein, als sein Blick auf Kai fiel, die Haare noch feucht vom Duschen waren und dem jungen Russen tropfend ins Gesicht hingen.
Er setzte sich ihm gegenüber und suchte dessen Blick.
„Was?“, fragte Kai abweisend. Tala kannte das. Kai begegnete jedem mit einer Welle der Abneigung, gewürzt mit eisiger Gleichgültigkeit. Ihm war die Kälte und Schwere der Abtei nie ganz aus den Knochen gewichen. Doch Tala liebte seinen besten Freund, wie man nur einen Seelenverwandten lieben konnte. Dies war keine naive Freundschaft, sondern tiefe Verbundenheit und grenzenloses Vertrauen. So hochmütig und eisig Kai wirkte, so wissend und voller Hohn wirkte Tala. Sie waren wie zwei aus dem ewigen Eis Sibiriens geschaffene Wesen- Zwillinge in Geist und Körper.
Er wusste jeden Blick des verschlossenen Halbrussen zu deuten und verstand ihn auch ohne Worte. Doch manchmal waren Worte eben doch von Nöten.
„Du solltest die Nacht zur Abwechslung mal im Bett verbringen- alleine wohlbemerkt. Was denn? Du brauchst mich gar nicht so giftig anzusehen, gibt schließlich nicht viel was man Nachts noch draußen treiben könnte.“
Kai machte sich nicht die Mühe darauf zu antworten, auch wenn er keineswegs jede Nacht mit jemandem verbrachte. Es sei denn, Dranzer zählte als Person.
„Ach ja, unser neues Teammitglied wird heut ankommen, nur dass du´s weißt.“
„Hn.“ Kai wandte den Blick ab und sah auf die Uhr: 16:14. Gerne hätte er bis 20:00 Uhr durchgeschlafen, so erschlagen fühlte er sich.
Mariah und Ray waren wieder einmal in ihre ewige Diskussion über die Namensgebung vertieft, als Tysons Stimme vom Flur her ertönte: „Hey Leute, ich hol von Kenny mal eben die neuen Hochgeschwindigkeitsringe für Ray und mich ab.“
Er wollte gerade die Tür öffnen, als die Türklingel läutete.
„Oh mein Gott- da wird er sein“, rief Mariah und plötzlich kam sie um einiges schneller vom Sofa hoch als es zuvor der Fall gewesen war. gefolgt von den beiden Jungs, eilte sie zur Tür. An der Treppe wurde lautstark nach Hilary gerufen, dann richtete ein jeder von ihnen den Blick gepsannt gen Haustür.
Kai lehnte sich betont lässig am Türrahmen und knöpfte fahrig sein schwarzes Hemd, bis auf die ersten vier Knöpfe, zu.
Die Spannung machte sie alle unruhig und wirkte beinahe schon elektrisierend, sodass Tyson die Tür förmlich aufriss und arg ins Straucheln geriet. Was er dann erblickte ließ ihn wahrlich zweifeln: Vor ihm stand nicht wie erwartet ein männlicher, unbekannter Blader, sondern eine junge Frau von 20 Jahren, mit hüftlangem, ebenholzfarbenen Haar. Über die Schulter trug sie eine, zur Reisetasche umfunktionierte, Sporttasche und neben ihr stand ein olivgrüner Koffer.
Auf Talas Gesicht breitete sich ein Lächeln aus und Ray klatschte erfreut, jedoch nicht minder sprachlos, in die Hände. Tyson wischte sich verschämt über die Augen.
Mariah stürmte der jungen Frau entgegen und umarmte sie so stürmisch, dass diese ihre Reistetasche zu Boden gleiten ließ. Mariah schluchzte hemmungslos an der Schulter des Neuankömmlings und stammelte: „Oh