Fanfic: The Path

Untertitel: ~Hand in Hand mit dem Schicksal~

Kapitel: Daily dose of news

~The show must go on *Konfetti schmeiß* Ich maaag dieses Pitel ^o^ ~

Dem doch ein wenig turbulenten Training folgte ein schweigsames Mittagessen, teils aus Erschöpfung, teils aufgrund zwischenmenschlicher Diskrepanzen. Obwohl Tyson und Max vor lauter Wiedersehensfreude am liebsten lautstark über die jeweiligen Erlebnisse diskutiert hätten, war das Training letztendlich anstrengend genug gewesen um selbst die, augenscheinlich unter ADS* leidenden, Blader ruhig zu stellen. Leylan starrte lustlos ihren, mit Reis und Hähnchen, gefüllten Teller an und versuchte krampfhaft die unangenehme Stille auszublenden; mit wenig Erfolg. Kai hingegen hatte seine wohl abweisendste und hochmütigste Miene aufgesetzt, um bei ja keinem den Eindruck zu erwecken er sei an einem Gespräch interessiert oder hätte auch nur das geringste Problem mit dieser vollkommenen Stille.

>So soll es bleiben, jetzt und bis in alle Ewigkeit.<, dachte er sehnsüchtig und widmete sich selig seinem Hühnchen. Es war Tala, welcher die Stille durchbrach, mehr oder weniger gleichgültig klingend: „Ich übernehme jetzt mal den Part unserer hochgeschätzten Managerin.“ Ein ironisches Lächeln umspielte seine schmalen Lippen. „Jedenfalls Ray, dein neuer Studienplan ist eingetroffen und Tyson, eine weitere Uni in Tokio hat eine Einladung geschickt- drück dich endlich mal klar und deutlich aus, sonst können wir die zig Einladungen bald als Kaminfeuer benutzen. Max, die Presse hat Wind von deiner Rückkehr bekommen und somit blieb diesen Aasgeiern auch dein kurzer Aufenthalt Drüben nicht verborgen; die bitten um eine ´Unterredung´.“
Er hielt kurz inne, die Angesprochenen nicht aus den Augen lassend. Tyson und Max seufzten beinahe synchron; beide waren sie nicht Freunde schneller Entscheidungen, Tala dafür umso mehr. Aufbrausend wie immer rief Tyson: „Was soll ich diesen Honks denn erzählen, he? Ich hab doch nie um ne´ Einladung gebeten und denen oft genug gesagt, ich hab kein Interesse, mann! Bin doch nicht bescheuert und geh studieren, bei dem Abschluss.“
Tala warf ihm einen undefinierbaren Blick zu und antwortete dann betont langsam: „Vielleicht haben sie dein „Weiß nich, mann“ nicht unbedingt als eine aussagekräftige Absage verstanden und bauen noch immer auf deinen geistigen Reichtum...möglicherweise würde ein „Nein danke, ich habe kein Interesse zu studieren“ ihre Hoffnungen auf einen solch gebildeten Studenten effektiver zerstören.“

Während die anderen krampfhaft ein Grinsen zu unterdrücken versuchten und dabei in alles sich in Reichweite befindende bissen, sah Tyson Tala fragend und mit gerümpfter Nase an- ihm war die Verwirrung deutlich ins Gesicht geschrieben. Dementsprechend fahrig fiel seine Antwort aus: „Wenn die mich nicht verstehen, ts dann sag ich´s denen eben noch mal. Vielleicht sag ich einfach ´Nein´...“
„Schön.“ Hinter Talas spiegelglatten, eisblauen Augen lachte er sich halb krank, lediglich seine kurzweilig zuckenden Mundwinkel zeugten von seiner überlegenen Art sich zu amüsieren. Er wandte sich Max zu, welcher angesichts des über alle Maßen geduldigen Ausdruckes auf Talas Gesicht, das Grinsen aus seinem Gesicht vertrieb und unsicher ansetzte: „Jaah, ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie ich das machen soll... was geht die das an, wo ich war und weshalb? Meine Mutter kämpft gegen den Krebs und ich werde nicht zulassen, dass sich darüber die halbe Welt das Maul zerreißt!“
Mit einem Mal mischte sich unterschwelliger Ärger in seine Stimme und Tala hob beschwichtigend die Hände.
„Reg dich ab Kleiner, dazu wird es nicht kommen. Kai, wann steht die offizielle Pressekonferenz an?“
Ohne aufzublicken und, angesichts der zerstörten Stille, sichtlich verstimmt brummte der Teamleader genervt: „Nächste Woche Mittwoch.“
>Einsilbiger ging´s nicht, oder?<, dachte Leylan, die das Ganze ohnehin mit höchst amüsierter Miene verfolgte. Tala ergriff erneut das Wort und wandte sich wieder dem zerstreuten Max zu: „Da hast du´s. Heute ist Dienstag, in acht Tagen treten wir vor die Presse. Bis dahin lässt du dir bitte was überzeugendes einfallen... Aha, das ist aber interessant.“

Talas Blick glitt über zwei weitere Schreiben, Überraschung und sichtliche Belustigung zeichneten sich auf seinen ernsten Gesichtszügen ab, als er, den Blick auf die Briefe in seinen Händen gerichtet, verkündete: „Ihr kennt doch alle Giorgio Armani... nun, seine Sekretärin schreibt, der Modezar sei hin und weg von Kai weshalb er um ein persönliches Gespräch mit unserem Teamleader bittet. Er bietet dir eine Werbekampagne für seine Parfüm- und Modelinie an und sogar einen festen Job als Model. Bei einer Zusage könnte er sich ´zu den glücklichsten Menschen auf dieser wunderschönen Erde´ zählen, also wenn das kein triftiger Grund ist Kai, dann weiß ich auch nicht.“
Mit einem klirrenden Geräusch entglitten Kai die Stäbchen und er sah Tala ungläubig an. Während Kai ernsthaft über eine zu verschickende Briefbombe nachdachte, amüsierten sich das Team königlich. Es war Tyson der den Damm zurückgedrängter Lachattacken nicht mehr fähig war aufrechtzuerhalten- er grölte und schlug, mit Tränen in den Augen, haltlos auf den Tisch. Angesichts dieses befreienden Lachens konnten auch Ray und Max nicht mehr an sich halten und stimmten lautstark in das von Tyson begonnene Lachorchester ein, dass es nur so schallte. Aus Respekt vor Kai und jahrelanger Selbstbeherrschung entwich Leylan kein Ton, den Blick starr auf ihren Teller gerichtet fixierte sie ihr Hühnchen mit einer solchen Intensität, als würde sie ein plötzliches ´davonflattern´ erwarten. Auch wenn sie ihrem Geist mit aller Macht verbieten musste sich Kai, Suspekterweise in Frauenkleiden, auf dem Laufsteg vorzustellen...

Langsam fand der eigensinnige Halbrusse die Sprache wieder und selbst die Verbindung zwischen Gehirn und Sprachorgan schien mittlerweile erneut intakt zu sein, wobei er sich dennoch nicht die Mühe machte seine Teamkollegen in ihre Schranken zu verweisen... es hätte ohnehin keinen Sinn gehabt. Er ignorierte das, in seinen Augen obszön klingende, Gelächter und fragte mit einer scheinbar aus dem Ärmel geschüttelten Liebenswürdigkeit: „Falls das ein Scherz sein sollte, Tala, gebe ich dir 3 Minuten um so viel Land zwischen uns zu bringen wie nur irgend möglich...“
Tala unterdrückte gewaltsam den zarten Drang eines weiteren ironischen Grinsens, wusste er doch um Kais oftmals fehlenden Humor und die fatalen Folgen, sollte man versäumen ihn ernst zu nehmen. Schnell schob er Kai das blütenweiße Papier mit der belustigenden Neuigkeit zu und wartete.
Angesichts dieser Wende, verstummten Tyson, Max und Ray- wenn auch nur unter größtem Aufgebot ihrer Kräfte. Stille trat ein und Kai überflog den Brief mit einer ausdruckslosen Maske.

...

Gefühlte Ewigkeiten vergingen und keiner traute sich auch nur einen Mucks zu machen, als Kai kommentarlos aufstand, den Brief in den Händen, und sich im Nebenzimmer das Telefon griff. Unter den überraschten Blicken seiner Teamkollegen ließ er die Tür mit einem hochmütigen Grinsen ins Schloss fallen.
„Der hat ja wohl nen´ Knacks im Hirn.“, raunte Tyson um gleich darauf zu erstarren, als Kais Stimme von drüben klar und deutlich tönte: „Das habe ich gehört!“
„Oh shit, solang werd ich gar nicht leben um all die Runden zu laufen, die er mir morgen aufdrücken wird.“, jammerte der vorlaute junge Mann und Max tätschelte ihm lachend den Kopf. Tala warf einen abschätzenden Blick in die Runde und räusperte sich dann vernehmlich. Erst als vier Augenpaare auf den rothaarigen Russen gerichtet waren, fuhr er mit nölender Stimme fort: „Oh Wunder, oh Wunder, Leylans Rückkehr ist der hochgeschätzten Presse nicht verborgen geblieben und auch die Unis haben Wind davon bekommen. Kurz gesagt, Leylan: Hier ist deine erste Universitätsvorladung, irgendeine am westlichen Stadtrand mit tollem Campus, großer Bibliothek bla bla und so weiter und so fort. Hier steht auch eine Nummer unter der du dich melden kannst für eine Terminvereinbarung. Aber tu mir bitte den Gefallen und gib denen möglichst deutlich zu verstehen, falls kein Interesse besteht... diese Papierverschwendung aufgrund von Tysons Mangel an ausdrucksfähigem Vokabular geht mir ziemlich nahe.“
Mit einem weiteren ironischen Blick ließ er seine Augen kurz auf dem tobenden Tyson verweilen und wandte sich dann Leylan zu. Diese konnte sich ein verhaltenes Grinsen kaum verkneifen- Tala war einfach unverbesserlich wenn es um die Benutzung eines gebildeten Vokabulars ging; jedes Wort schien genausten überlegt und erreichte oftmals genau die Reaktion, welche der junge Mann beabsichtigte. Seine ´Neuigkeit´ ließ sie jedoch nachdenklich werden und sie nahm den schlichten Brief, den Tala ihr hinhielt, zerstreut entgegen.
„Was denkst du?“, drang Talas Stimme zu ihr und sie hob den Kopf, den rothaarigen Russen fixierend. Seit ihrem Streit vor knapp 1 ½ Wochen befand sich ihr Verhältnis allmählich wieder auf dem Weg der Besserung. Obwohl harte Worte zwischen ihnen gefallen waren, sahen beide mittlerweile darüber hinweg und ein stilles Einverständnis gegenseitigen Verzeihens, ließ sie zu alter Freundschaft zurückfinden. Leylan ließ ihren Blick seufzend zurück auf das Blatt Papier in ihren Händen gleiten und zuckte dann ratlos mit den Schultern.

„Ehrlich gesagt: Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wie ich auf ein solches Angebot reagieren soll.“
„Was bieten sie?“ Talas Ton hörte sich so an, als hätte er diese Frage schon mehrere Male gestellt und meist die selbe Antwort darauf erhalten.
„Du klingst wie ein Profi, hahaha. Jedenfalls bieten sie mir eine vorläufige Finanzierung über einen Zeitraum von einem halben Jahr um mich, wie sie sagen ´zu akklimatisieren´. Weiterhin kann ich die