Fanfic: The Path

Untertitel: ~Hand in Hand mit dem Schicksal~

Kapitel: Game Over

~Uuuund Action! XD
Es ist lang, voll von philosophischem Zeugs und verwirrt... ich hoffe es gefällt euch dennoch ^v^ ~

Abendessen im Hause der Bladebreakers: Laut, turbulent, unübersichtlich und stressig.
Zumindest für diejenigen, denen Ruhe über alles geht.
Kai, Leylan und Tala hockten mehr oder weniger lustlos auf ihren Stühlen, stocherten genervt im Essen rum und dachten alle in etwa das selbe.
Leylan: >Ohrenschützer- ich wusste ich hatte was vergessen...<
Tala:> Ich hätte Regisseur werden sollen; eine Dokumentation mit dem Titel: „Wenn die Natur zurückschlägt- fehlgeschlagene Evolution, sie leben unter uns!“<
Kai: >Wozu zum Henker bin ich eigentlich der Leader, wenn eh keiner auf mich hört?
Für jedes weitere Wort außerhalb der normalen Lautstärke gibt´s eine extra Runde, mal sehen...zehn, elf, zwölf...<

Der Rest der Truppe bekam von diesen weniger schmeichelhaften Gedanken herzlich wenig mit und so wurde weiter gelacht, gebrüllt, gestoßen und geschaufelt. Mariah schien dabei die Rolle des Dompteurs inne zu haben, immer wieder langte sie über den Tisch und bewahrte die ein oder andere Schüssel vor einem Sturz in die Tiefe, da Tyson sich nicht nur laut sondern auch äußerst gestenreich mitteilte. Wurde nach ´mehr´ gekräht war es ebenfalls Mariah, welche beeindruckende Portionen verteilte und gleichzeitig Hilary und Tyson von einem Wettessen abhielt.

Eve schien von alle dem eher unbeeindruckt und aß seelenruhig ihr Essen, so als säße sie mutterseelenallein im Raum. Nur hin und wieder warf sie, dem mittlerweile äußerst schlecht gelaunten, Tala einen liebevollen Blick zu und strich ihm über die roten Haare.
>Wie kann man nur so ruhig bleiben? Während mein Trommelfell wohl irreparable Schäden davontragen wird, bleibt sie völlig cool.<, dachte Leylan und musterte Eve beeindruckt.
>Sie sieht mich an...was denkst du, Leylan? Was siehst du in mir?<
Azurblaue traf auf Nachtschwarz, die Lippen zu einem ironischen Lächeln verzogen erwiderte Eve Leylans Blick ungerührt, die Augen leicht verengt, wartete sie auf die Reaktion der schwarzhaarigen Bladerin.
>Huch, was´n nu los?<
Leylan konnte ihre Überraschung nur schwer verbergen, sie wurde aus Eves Verhalten nicht wirklich schlau. Aus einem plötzlichen Impuls heraus versuchte sie ein zaghaftes Lächeln, ein wenig schüchtern und unsicher, worauf Eves Grinsen nur noch spöttischer wurde. Leylans Freundlichkeit prallte an Eve ungerührt ab, ohne mit der Wimper zu zucken schickte die blonde Frau einen weiteren höhnischen Blick über den Tisch und senkte dann langsam den Kopf. Belustigung zeichnete sich auf ihren sonst so sanften Zügen ab, Leylans
Sprachlosigkeit bereitete ihr enormes Vergnügen.

>Na Leylan, ich dachte du wärst schlagkräftig und hast eine scharfe Zunge... war wohl doch nur heiße Luft.<, lächelte Eve in sich hinein und widmete sich erneut voller Gelassenheit ihrem Essen. Leylan hingegen, war alles andere als gelassen. War sie anfangs noch sprachlos und irritiert, meldete sich nun Zorn und eine deutliche Antipathie gegen Eve. Heftig stieß sie die Gabel in die Lauchklöschen auf ihrem Teller, die Lippen fest aufeinander gepresst und die Brauen zu einer geraden Linie verzogen.
>Was-für-ein-Flittchen!<, empörte sich Leylan, den Blick starr auf ihren Teller gerichtet. Sie verstand Eves plötzliche Feindseligkeit in keinster Weise, fühlte sich grundlos angegriffen.

„So was lass ich nicht auf mir sitzen, du falsche Schlange. Nicht mit mir.“, zischte die junge Frau an ihre Klöschen gewandt. Tala der neben ihr saß, hob verwundert den Kopf, der miesepetrige Ausdruck auf seinem Gesicht verschwand für einen kurzen Moment. Mittlerweile schlug ihm die Lautstärke dermaßen auf den Magen, dass er seine Klöße unberührt auf dem Teller kalt werden ließ. Er wandte den Kopf nach rechts und beobachtete Leylan, wie sie mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck ihren Teller anstarrte, die Hände unter dem Tisch zu Fäusten geballt. Ein kurzer Blick in die Runde sagte ihm, dass dies sonst keinem aufgefallen war. Möglichst unauffällig berührte er leicht ihre Schulter und murmelte: „Alles ok? Du siehst ein wenig... angespannt aus.“
Es dauerte einen Moment bis sie den Kopf hob, die Lippen zu einem gezwungenen Lächeln verzogen, und mit gesenkter Stimme antwortete: „Nein, alles klar. Mir geht’s gut. Ich hab heute irgendwie keinen Hunger, ich glaub ich geh nach oben.“
Obwohl Tala ihr kein Wort glaubte, dass Lächeln erreichte ihre Augen nicht, nickte er knapp und schob sich lustlos eine Klößchenhälfte in den Mund. Auf der anderen Seite des Tisches, wo Tyson und Co. eine lautstarke Essenorgie veranstalteten, bemerkte niemand Leylans vorzeitigen Abgang. Kai blickte kurz auf um sich dann, scheinbar gleichgültig, erneut seinem Essen zuzuwenden, doch als Talas Blick auf Eve fiel, bemerkte er ein verhaltenes Schmunzeln, das jedoch sofort wieder verschwand, als sie sich seines Blickes bewusst wurde.
Das Kinn auf ihre Handflächen gestützt, schickte sie ihm einen koketten Blick und wandte sich dann ab. Arglos lächelnd verweilte Talas Blick auf seiner blonden Freundin.
~

„Arrrgh, Leylan! Was soll das?! Wir wollen trainieren und nicht unsre Blades schrotten!“, brüllte Max aufgebracht. Er stand wutentbrannt auf einer Seite der Arena und hatte seine Liebe Müh und Not Draciel vor Clovers aggressiven Attacken in Sicherheit zu bringen. „Leylan! Hörst du mir überhaupt zu?“
Erst jetzt blickte die Schwarzhaarige auf und obwohl sie Max in die Augen sah, schien sie ihn zu durchdringen als wäre er Luft. Clover hörte auf Draciel hinterher zu jagen und verharrte auf der Stelle- Leylan schien mit dürftiger Konzentration bei der Sache zu sein. Und dennoch konzentriert genug um Max seit knapp zehn Minuten kontinuierlich durch den Ring zu jagen, eine Attacke heftiger als die andere. Max jammerte schon die ganze Zeit ohne das Leylan sich sonderlich dafür interessierte, doch sein wütendes Gebrüll hatte sie aufgeschreckt. Zerstreut fuhr sie sich durch die hochgebundenen Haare und sah Max entschuldigend an.
„Tut mir Leid, Max. Clover- hierher.”
Clover surrte und landete in ihrer ausgestreckten Hand, welche sich zärtlich um ihn schloss.
„Sollen wir Schluss machen? Irgendwie ist das hier kaum effizient.“, schlug Leylan vor, mit den Gedanken schon wieder ganz woanders.
Stirnrunzelnd sah Max sie an, nickte schließlich zweifelnd und umrundete schnellen Schrittes die Arena. Vor Leylan blieb er stehen und fasste sie an den Schultern: „Ist was? Du bist überhaupt nicht bei der Sache... erst jagst du mich durch die Arena und willst Draciel kurz und klein hauen und plötzlich wirkst du, als wäre bei dir die Luft raus.“
In seinem Blick lag echte Sorge, worauf Leylan unwillkürlich lächeln musste- er lag vollkommen falsch, doch die Wahrheit konnte sie ihm unmöglich anvertrauen.
Ihm sanft den Kopf tätschelnd versuchte Leylan ihn mit fester Stimme zu überzeugen: „Bei mir ist alles in Ordnung, ok? Mach dir keine Gedanken darüber, ich fühl mich nur ein wenig...erschöpft, ja... vielleicht brauch ich einfach mal ne´ Pause. Ich meld mich eben ab und dann ist das Training für heute gelaufen.“

Max warf ihr einen weiteren misstrauischen Blick zu, nickte dann aber und begann sein Einzeltraining. Obwohl sie sich ein wenig schämte die treue Seele Max anzulügen, riss sie sich zusammen und steuerte auf die andere Seite des Geländes zu, wo Kai mit Dranzer versuchte einen Baum umzunieten.
Sie verlangsamte ihre Schritte und trat behutsamer auf, darauf bedacht keinen Laut von sich zu geben.
„Wie oft willst du dich eigentlich noch anschleichen? Versteh´s doch mal, bei mir funktioniert das nicht.“
Genervt drehte Kai sich um und sah sie mit, vor der Brust verschränkten Armen, an. Peinlich berührt so schändlich entdeckt worden zu sein, richtete Leylan sich wieder auf und antwortete spöttisch: „Hast du etwa ein schwaches Herz?“
Doch Kai warf ihr nur einen weiteren ungeduldigen Blick zu und verlangte kalt: „Solltest du nicht trainieren? Wenn du es nicht für nötig hältst- dein Problem. Ich jedenfalls, würde mein Training gerne fortsetzen- also sag, was willst du?“
Angesichts dieser kalten und harschen Umgangsform, fühlte sie sich seltsam verunsichert, beinahe schon eingeschüchtert. Obwohl er ihr gegenüber dieses Verhalten schon seit einiger Zeit an den Tag legte, verwirrte und traf es sie noch immer. Hatte sie geglaubt ihre Beziehung befände sich nach dem gemeinsamen Duett auf dem Weg der Besserung, musste sie sich nun eine schwere Enttäuschung eingestehen- Kai verhielt sich abweisend und gleichgültig, wenn nicht sogar genervt, wann immer sie das Wort an ihn richtete. Die vage gespürte Nähe, als er ´ihr´ Stück am Flügel spielte, empfand sie nun als trügerisches Wunschdenken, eine Farce ihrer Gefühle.

>Freunde, Leylan. Wir wollen Freunde werden und Freunde verzeihen einander.<, läutete es in ihrem Kopf, woraufhin sie sich zusammenriss und Kai verkrampft anlächelte.

„Ich wollte mich abmelden weil,... weil ich mich unwohl fühle. Ich glaub kaum, dass Training heute noch Sinn hat.“
Verwundert hob Kai eine Augenbraue und maß sie mit einem abschätzigen Blick- er hatte offensichtlich etwas anderes erwartet. Eine bleierne Stille entstand und hing wie ein schwerer Mantel über Leylan, von Kais plötzlichem Schweigen verwirrt, erschrak sie umso mehr, als wie aus dem Nichts Dranzer vor ihren Füßen eine tiefe Spur in den Sand trieb, wobei er sie nur haarscharf verfehlte. Erschrocken sah sie auf den kreiselnden Blade, riss dann den Kopf hoch und wandte sich mit entsetztem Gesichtsausdruck an Kai. Dieser hielt den Kopf gesenkt und schien Dranzers Eskapade höchst interessiert zu beobachten, als hätte er