Fanfic: White Shadow

und Kage mein Freund war. Und das nächste, was ich wusste, war auch nur, dass ich irgendwann sterben würde und alles vorbei sein wird. Was brachten da einem Gefühle schon?

Die Sonne brannte erbarmungslos auf Konohagakure herab, während die Passanten in ihren Häusern verschwanden, um der Hitze zu entkommen. Es war einer dieser typisch gnadenlos heißen Hochsommertage, obwohl wir eigentlich schon lange im Herbst waren. Anscheinend wollte das das Wetter nicht wahr haben.
Gelangweilt stieß ich einen tiefen Seufzer aus und überlegte, was ich machen könnte. Es war ein bisschen verwirrend, keinen Gesprächspartner hierbei zu haben, doch es war eine recht angenehme Abwechslung.
Morgen früh sollten wir uns zum ersten Mal mit unserem zukünftigen Sensei treffen. Bis dahin war noch reichlich viel Zeit, die scheinbar gar nicht daran dachte, schneller zu verstreichen.
Ein Training in dieser Hitze wäre undenkbar gewesen, es wäre purer Selbstmord. Was konnte ich also tun?
Nun, viel Auswahl hatte ich wohl nicht. Malen, Schreiben, Waffen polieren… was noch? Zimmer aufräumen, Putzen, Kochen üben? Letzteres fiel schon mal weg. Wozu Kochen üben, wenn man doch eh so selten aß?
Was tun?
Allmählich fing der Gedanke an, mich wirklich zu quälen. Allmählich wurde die Langweile wirklich zu groß.
Allmählich vermisste ich es wirklich, mit Kage zu reden…
*Kage… rede mit mir… bitte…*, bat ich mit sanfter Stimme.
*Nein.*, kam es nur knapp und gefühllos von ihm.
*Was ist mit dir los?*, fragte ich irritiert. Also war er doch wütend? Doch kein Beweis der Freundschaft?
*Nichts. Ich halte mich nur an deine Worte.*, antwortete er ruhig.
*Bist du wütend? Oder verletzt?* Ich war verwirrt.
*Nein.* Wieder so knapp wie vorhin.
Irgendetwas stimmte doch nicht mit ihm, oder?
Na ja, ich hatte ja momentan ein größeres Problem, also dachte ich nicht weiter darüber nach. War auch besser so, wenn Kage das mitbekommen hätte… Und er hätte es auch, wenn ich darüber nachgedacht hätte.
Was nun?
*Du weißt nicht zufällig, was ich tun könnte?*
*Nein.*
Super, also musste ich mich doch mit Malen oder ähnlichem zufrieden geben müssen. Kurzerhand entschied ich mich also dazu, doch meine Kochkünste etwas aufzufrischen. Falls Naruto mich mal besuchen kommen würde, hätte ich so etwas zu essen für ihn. So wie er aussieht, ernährt er sich aussschließlich von Ramen, und so wäre etwas frisch Gekochtes eine Art Segen für ihn.

Die nächsten paar Stunden verbrachte ich mit zusammenfallenden Soufflés, versalzten Pizzas, zähen Fleischklumpen und undefinierbar schmeckenden Soßen. Umso stolzer war ich also, als ich es endlich schaffte, überhaupt einen normalen Kuchen zu backen. Kochen schien nicht meine geheime Stärke zu sein. Vielleicht lag das aber auch an der schlechten Konzentration, die ich zusammenbrachte. Viel zu oft kam mir der Gedanke an Kage in den Sinn und lenkte mich ab.
*Verdammt, wieso redest du nicht mit mir?*
*Weil du es mir befohlen hast. Und schließlich bist du meine Meisterin.*
*Bitte! Du hast doch auch deinen eigenen Willen!*
*Vielleicht will ich gar nicht mit dir reden?*
*Aber…*
Mehr fiel mir nicht ein. Ein schlauer Zug von ihm… Ich konnte nicht viel einwenden, schließlich war ich es, die ihm gesagt hatte, er hätte einen eigenen Willen. Und den hatte er ja auch.
Mit anderen Worten konnte ich nur noch warten… auf den Tag, der mir heute nur als ‚morgen’ bekannt war.

Die Sonne kam gähnend langsam hinter den Wolken hervor, als der Morgen anbrach. Konoha’s Wege waren jetzt schon voll von Bewohnern. So wie ich es noch nicht anders erwartet hätte. Die Nacht verlief nicht sonderlich merkwürdig oder ähnliches, Kage jagte, er trank Blut und er verschonte diesmal sein Opfer, einen Hasen. In etwa einer Stunde sollte unser neuer Lehrer uns am Trainingsplatz erwarten, bei der kurzen Zeitspanne lohnte sich eine andere Tätigkeit als warten nicht.
„Hallo, Rin!“, hörte ich Naruto’s allzu bekannte Stimme.
„Hallo…“, gab ich knapp zurück.
„Naaa, gut geschlafen?“
„Ich… schlafe nicht…“
„Wirklich nicht? Na ja, das würde zumindest diese leichten Augenringe erklären. Wieso schläfst du nicht?“
„Das ist eine lange Geschichte, ich erzähle sie dir irgendwann anders.“
„In Ordnung! Du, sag mal… wieso hast du andauernd diese Stulpe an deinem rechten Arm an?“
Ich starrte Naruto mit großen, tiefblauen Augen an.
„Das ist etwas Persönliches…“
Ich warf einen Blick auf meinen Arm und versuchte dann, Naruto mit einem anderen Thema abzulenken. Ein Gespräch entwickelte sich, welches sich schon bald über Stunden zog. Inzwischen waren Sakura und Sasuke schon lange hier, als ich das Gespräch beendete.
„Du, Naruto, hast du eine Ahnung wo unser Lehrer bleibt?“, kam es dann von mir.
Der Blonde zuckte mit den Achseln und starrte den Boden an.
Endlich war ein Rascheln zu hören, welches unseren Trainer ankündigte.
„Hallo, Leute! Entschuldigung, dass ich zu spät bin aber… ich habe mich auf dem Pfad des Lebens verlaufen!“, war es nun von einem Ninja mit Maske und schräg abstehenden, weiß-grauen Haaren zu hören.
„Das ist keine richtige Entschuldigung!“, schrie Naruto ihn sofort an.
„Na ja, jedenfalls bin ich euer neuer Sensei. Mein Name ist Kakashi. Hatake, Kakashi.“

Ja also...zweites Kappi! xD hoffe es gefaellt euch...oder es liest ueberhaupt irgendwer xDDD ueber kommis wuerde ich mich uebrigens auch freuen...und ich werde schon bald das 3. kappi hochladen! kann sich nur noch um ein paar tage handeln!^^