Black-Wolves

Die Bösen

Trainingstag

Der nächste morgen begann für mich ziemlich entspannt. Zwar wurde ich wieder durch das grausame klingeln wach, aber ich hatte mich daran gewöhnt. Aber ich spürte schnell, dass mir das gestrige Gemetzel noch in den Knochen saß, außerdem hatte ich ja noch die Wunden am ganzen Körper. Ich desinfizierte sie, ich nahm den Arzneikasten. Ich nahm mir vor Verbände, Pflaster und Desinfektionsmittel zu kaufen, sollte ich dazu kommen. Es klopfte. „Was ist los?“ fragte ich Blacky der vor meiner Tür stand. „Wir haben heute frei. Sollen wir gemeinsam trainieren?“ Ich zog eine Augenbraue hoch, woher dieser Wandel. Schließlich zuckte ich mit den Schultern, schnappte mir meine Waffen und lief ihm hinterher. „Hey warte gefälligst und warum willst du mit mir trainieren.“ Das „du“ hatte ich regelrecht ausgespuckt. „Nein ich warte nicht. Ich will wissen was du drauf hast. Ich habe bis jetzt nur einen kleinen teil deiner Möglichkeiten gesehen.“ Meinte er eiskalt. „Na toll.“ Brummte ich und stellte mich auf ein hartes Training ein. Und so kam es dann auch als wir fünf Minuten später auf dem Platzt standen. Er war ein mieser Nahkämpfer aber sobald es um Waffen ging war er absolut perfekt. Wir trainierten im Kampf und er reizte mich solange, mit Sprüchen wie „Hey Kleines, da ist jedes Baby besser als du.“, bis ich Explodierte. Ich schnappte mir meine Waffen und schaltete meinen Kopf ab. Ich sah nur noch die Mission, ihn um jeden Preis fertig machen. Es war so einfach nur das Ziel zu sehen. Ich hatte auch all meine Gefühle abgeschaltet und spürte nichts. Während dem Training erwischte ich ihn ein paar Mal sogar, zwar waren es nur Kratzer aber ich war gut, denn er erwischte mich auch nicht.
So verging der morgen und als ich in meine Wohnung dappte folgte mir Blacky. Wir wollten essen und danach weiter machen. „Und wie kommt’s das du jetzt mit mir isst?“ fragte ich ihn und machte Spagetti. „Keine Ahnung, ich muss schließlich mit dir klarkommen. Boss, hat mir das vorher deutlich gesagt.“ „Ah du wolltest alleine weiter machen und er hat dich in Bedrängnis gebracht bis du mich als deinen vorübergehenden Partner akzeptiert hast. Richtig?“ „Ja schon. Was meinst du mit vorübergehend?“ „Ich glaube nicht, dass ich hier so lange überlebe.“ Meinte ich und stellte ihm einen Teller Spagetti hin. Dann schnappte ich mir auch einen und aß. „Hast du keine Hoffnung hier lebend raus zu kommen?“ fragte er mich und vermochte einen Hauch von Interesse aus seiner Stimme zu hören. „Nein, wenn ich das hier überlebe, werde ich spätestens dann abgeknallt, wenn ich zu alt bin.“ Meinte ich eisig und die Temperatur sank. „Mein Gott, bist du pessimistisch. Du hättest die Chance als Übermittlerin oder Lehrerin zu überleben.“ „Aber das würde mir nichts bringen. Das könnte ich nicht. So wie machen wir nachher weiter?“ fragte ich um das Thema zu wechseln. Seine Augen wurden zu Schlitzen, trotzdem ging er auf das neue Thema ein. „Wie wär’s mit Autofahren und Fliegen?“ „Was?“ stotterte ich und blickte ihn verwirrt an. „Du kannst nicht Auto fahren und fliegen auch nicht, da so was aber brauchbar ist, werde ich es dir beibringen.“ Meinte genervt und schob sich die letzte Portion Spagetti in den Mund, ehe er Aufstand. „Los geht’s:“ meinte er und lief schon los, während ich schnell alle zusammen räumte und ihm nach joggte. Er brachte mir innerhalb eines Nachmittages Autofahren und fliegen bei, wobei fliegen doch um ein wesentliches komplizierter war. Als ich abends dann in meine Wohnung ging schien ich alles wieder vergessen zu haben. Es war für mich ein langer aber ruhiger Tag gewesen, doch der nächste sollte schlimmer werden.
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Ich weis ein ziemlich kurzes Kapitel aber ich brauche Zeit um Luft zu holen, das nächste wird wieder länger und spannender.