Another World

Es gibt mehr als man sich vorstellen kann

Traum

(So, viel spaß beim lesen und dieses Kapitel hat meine Freundin geschrieben und nicht ich ^^)

~1129 ~Raya~
Tod. Sie ist tod! An der Pest gestorben. Wieso? Wieso Gwendoline? Was hat meine Ziehmutter getan um so bestraft zu werden? Ich bin schuld, hätte ich sie nicht vor dem Feuer gerettet.....moment, Ryan hatte sie gerettet.
>Er ist schuld! Er hat sie auf dem Gewissen!<, flüsterte mir meine innere Stimme ins Ohr. "Nein, das glaub ich nich!", flüsterte ich während ich auf das Grab meine Ziehmutter Gwendolin starrte.
>>Hier ruht Gwendoline! Eine weise, alte Frau und Ziehmutter, die immer einen guten Rat hatte und niemals aufgab. Möge sie ihn Frieden ruhen!<<, stand auf dem Grabstein. Inziwschen konnte ich die Worte auswendig, so oft wie ich sie gelesen hatte. Ja, ich hoffte sie hätte jetzt ein besseres Leben. Ohne Schmerzen. Ohne Leid.
>Du musst verschwinden! Er hat den Vertrag gebrochen, und er wird dich nicht feriwillig gehn lassen also lauf! Du bist frei!<, rief mir die Stimme zu. Und sie hatte verdammt nochmal recht. Ich rappelte mich auf, und meine Knie protestierten, da ich die letzten zwei Tage vor dem Grab gesessen hatte. Ich strich mir mit dem Ärmel übers Gesicht und wischte die dummen Tränen weg, die beschlossen hatten nicht mehr aufzuhören zu fließen. Ich schniefte, küsste meine Handfläche und drückte diese auf den Grabstein.
"Leb wohl Mum, ich liebe dich!", dann wandte ich mich um und strich mein Kleid glatt. Ich mochte eigentlich keine Kleider, doch meine Mum meinte, dass es sich für junge Frauen nicht ziemte in Lederhosen rumzulaufen. Es stimmte, wo ich hinblickte liefen Frauen in einfachen Baumwollkleidern herum und trugen darüber eine Schürtze. Ich trug nur wegen Gwendoline Kleider.
Ich ging so schnell, dass es unauffällig war, über den Marktplatz und an verschiedenen, mit Stroh bedeckten Häusern vorbei. Ich kam an der Metzgerei des Dorfes und am Wirtshaus vorbei. Dann schlüpfte ich in eine Seitengasse. Da ich immer wieder über die Schulter schaute, knallte ich mit voller Wucht gegen ein Holzfass. Schnell blickte ich mich um, doch keiner hatte etwas mitbekommen. Mein Herz raste wie bei einem Marathon. Ryan könnte jede Minute auftauchen und dann würde mir die Flucht niemals gelingen. Ryan hatte das Talent immer am falschen Ort zu falschen Zeit aufzutauchen. Doch zum Glück waren die Götter heute auf meiner Seite und ich kam unentdeckt bis zu meinem Häuschen, welches ich mir mit Gwendoline geteil hatte.
Jetzt war es seltsam dunkel, groß und kalt. Mir lief eine Gänsehaut den Rücken hinunter, und ich dachte einen Augenblick lang ich hätte etwas gespürt. Geister gab es, das wusste ich aus >den Unterrichtsstunden über die andere Welt<, wie er es immer nannte. Dort hatte ich alles über Feen, Elfen, Werwölfe, Vampire, Trolle und der Gleichen gelernt. Natürlich auch über meines Gleichen. Dämonen.
Ich suchte rasch meine wenigen Habseligkeiten zusammen und stopfte alles in eine Ledertasche, ich zog das Kleid aus und schlüpfte in meine Lederhose und zog darüber ein Mider an. Beides in dunklen Lilatönen, die fast schon an Bordaux grenzten. Noch in die kniehohen Stiefel geschlüpft, Dolche positioniert und das Schwert übergebunden, und den schwarzen Mantel darüber und schon schlich ich mich hinterm Haus durch, Richtung Osten.
Dort lag der Wald. Zum Glück lag unser Haus sehr nahe an der östlichen Grenze, von Ryans Dorf. Ryan wollte zuerst, dass ich und Gwendoline bei ihm im Schloss wohnten, doch ich war strikt dagegen und so behielten wir unser kleines Häuschen.
Ich lief den ganzen Tag. Ich kam durch ein Dorf, in dem ich Halt machte, um etwas zu Essen, und schlug jetzt mein Nachtlager am Waldrand auf. Ich machte ein Lagerfeuer und setzte mich hin.
Ich würde sicher keine Auge zu tun, doch die Nacht durch laufen wollte ich ebenso wenig. Ich setzte mich also auf den Boden und genoß den letzten Sommerwind an diesem Tag. Irgendwann musste ich dann doch eingenickt sein, denn als ich die Augen wieder aufschlug, stand die Sonne schon hoch am Himmel, tronte über ihrer Welt und lies sie in wunderschönen Farben erstrahlen.
Ich machte mich an einem nahe gelegenen Bach frisch und nahm wieder meinen Weg auf mich. Ich hatte den letzten Tag damit verbracht zu überlegen wo ich jetzt eigentlich hin wollte. Denn die meisten Menschen mieden mich aus reinem Instinkt.
Sie spürten, dass ich anders war und stempelten mich gleich als >böse< ab. Mir war das Ganze recht, da ich ohnehin nicht der soziale Typ war. Ich hatte also beschlossen zur Monsterbehörde zu gehn. Dort, so hatte mir ryan erzählt, konnte ich ein neues Leben anfangen, sie würden mir eine Wohnung und einen Job geben. Als hieß es für mich jetzt: Auf nach Abbedon. Abbedon war soviel ich wusste eine sehr große Brug. Doch die Dofbewohner erzählten sich dass niemand je dass innere des Schlosses gesehen hat. Und die die sich hineinwagten wurden nie wieder gesehn. Ich hatte Ryan danach gefragt, und er hat mir erzählt dass das innere der Burg sozusagen die Eingangshalle der anderen Welt sei. Abbedon war ungefähr ein zwei Tages Fußmarsch. Und da ich hauptsächlich auf neben straßen ging konnte ich auch eine meiner neu gewonnene Fähigkeite benutzen. Das Super-schnell-rennen. Natürlich musste ich darauf achten dass mich niemand sah. Aber bis jetz war ich jediglich an einem Wandersänger und zwei Bauern vorbei gekommen.
Ich erreichte Abbedon schon nach einem Tag da ich eine Nacht durchgelaufen war. Knapp eine Meile vor den Toren des Dorfes, zog ich meinen schwarzen Mantel an und die kapuze tief in mein Gesicht. Ich wusste nicht wer alles unter Ryans Schutz stand. Denn diejenigen waren verpflichtet ihm die Wahrheit zu sagen......
Also wenn er beschloss sich unter seinen Gefolgsleuten umzuhören konnten sie nicht anders als ihm alles zu sagen. Ich lief durch das Tor und bekam glücklicherweise nur einen kurzen moment die aufmerksamkeit der Wachen zu spüren. Ich lief über die Hauptstraße entlang und schaute mich dabei vorsichtig um. Ich beschloss bis zur Nacht zu warten um in das Schloss zu gelangen. Ich bog in eine Seitenstraße ein und stieß dabei versehentlich gegen eine alte Frau die sich auf ihrem Stock stütze und anfing zu schreien als mein arm ihren streifte. Ich sah mich entsetzt um, und sah schon die ersten Leute die herbeigeeilt kamen. Ich schenkte der Frau einen vernichtenden Blick was zu folge hatte dass sie mich mit noch größeren Augen ansah und noch lauter kreischte. Bevor die ersten Passanten die alte Frau erreichten, war ich schon über alle Berge. Wieder ein Plus Punkt für das Super-schnelle-Rennen, dachte ich und betrat einen heruntergekommenen Pub. Drinne stank es nach Bier,Heu und anderen Ekligen Sachen. Ich zog nie Nase kraus und ging auf den Wirt zu. Der hinter der Theke stand und ein schmutziges Glas mit einem noch schmutzigeren Lappen wischte. Ok, hier würde ich weder essen noch trinken. Doch in solchen Pub konnte man sich gut verstecken und nützliche Dinge erfahren. Ich sah den Wirt an und bestelle einen Wiskey. Obwohl ich ihn nicht einmal anrühren würde. Ich setzte mich an den Tisch am weitesten von der Tür und dem Tresen entfernt, aber doch so dass ich alles im Blick hatte. Wenn jemand das Wirtshaus betragt erhaschte ich druch meine verbesserten Augen einen Blick nach drausen und wusste dass es ungefähr später Nachmittag war, als ein Mann den Pub betrat. Der Man trug den gleichen langen Umhang wie ich und hatte die Kapuze ebenso tief in sein Gesichtgezogen. Er ging zielstrebig auf den Wirt zu, sagte etwas zu ihm dass ich nicht verstehen konnte. Dem Wirt schien das was ihm eben gesagt wurde gar nicht zugefallen, denn er zog eine Grimasse und nickte aber schließlich.
Der Mann setzte sich an einen Tisch der auf der anderen Seite des Raumes war, und von dem er allerdings einen guten Blick sowohl auf die Tür und den Tresen hatte als auch auf die Gäste, mich mit eingeschlossen. Zum Glück verbarg meine Kapuze mein Gesicht, so sah er nicht wie ich ihn beobachtete. Der Wirt kam an meinen Tisch und stellte mir mein Glas hin, ich nickte ihm zu und beobachtete wie er dem Man ebenfalls einen Wiskey brachte.
Dieser nahm das Glas und kippte es in einem Zug hinunter, er gab dem Wirt ein Zeichen woraufhin dieser hinter der Theke verschwand und kurz danach mit der Flasche wieder kam und sie dem Fremden hinstellte. Er goss sich gleich das zweite ein und kippte diese auf hinunter. Ich zwang mich den Blick von ihm zu nehmen, denn einerseits faszinierte er mich und andererseit bekam ich eine Heidenangst wenn ich ihn auch nur ansah. Ich beschrenkte mich darauf die anderen Gäste zu beobachte, und ihre Gespräche zu belauschen. Zwei ältere Männer unterhielten sich über etwas sehr interessantes. Ich konzentrierte mich auf dass was der größere der beiden gerade in seinen bart nuschelte. "Ja, ja, du hast richtig gehört, alter Freund. Lord Ryan sucht nach einer jungen Frau, sie soll abgehauen sein, diese törichte Ding. Er hat eine belohnung auf sie ausgesetzt, anscheinend will er sie unbeingt zurück.", er nickte eifrig doch der andere beugte sie ein stück weiter zu seinen Partner. "Was glaubst du warum sie erst abgehauen ist? Ich sag dir an diesem Lord simmt etwas nicht! Sage ich dir.", der kleinere hatte eine schweren Akzent wodurch ich ihn kaum verstand. Also suchte Ryan bereits nach mir. Na toll. Ich bekam den rest nicht mehr mit, denn meine Aufmerksamkeit galt einem Jungen mit knallroten Haaren, der direkt auf den Tisch meines geheimnissvollen Fremden zusteuerte.
Die beiden Männer - dobei der eine wie 16 aussah und doch eine ausstrahlung von Jahrhunderten hatte- begrüßten sich und der junge setzte sich so hin das ich beide sehen konnte. Ich strengte mich an und hörte genau zu was die beiden sagten."Also wirklich Devon, es ist unhöflich wenn du nicht von angesicht zu