Fanfic: History of Love

Kapitel: Der erste Tag

3. Der erste Tag

Sie spürte wie etwas ihre Wange berührte. Etwas sanftes und warmes. Langsam öffnete Yumi die Augen, sie wurde etwas vom Licht geblendet und blinzelte. Itachi sah sie an, seine Hand war es die ihre Wange streichelte.
„Guten Morgen Yumi.“
„Morgen.“
Sie nuschelte noch etwas und setzte sich verschlafen auf.
„Wie spät ist es denn?“
„Es ist um sechs Uhr. Um sieben musst du in der Akademie sein, deswegen hab ich dich geweckt, Schwester.“
„Stimmt ja. Heute ist ja der erste Tag.“
„Dir ist nicht ganz wohl dabei oder? Aber Sasuke ist doch auch mit dabei, du bist nicht alleine dort.“
„Aber die kennen mich doch alle gar nicht, außer unser Bruder.“
Er strich ihr behutsam eine Haarsträhne hinter das Ohr und streifte ihre Wange als er seine Hand wieder zurücknahm. Sie sah ihm in die Augen, etwas ängstlich und unsicher. Er lächelte etwas.
"Du schaffst das schon. Nach der Schule hol ich dich und Sasuke ab. Und jetzt beeil dich."
Er stand auf und schloss das Fenster. Yumi bemerkte das er schon angezogen und sein Bett ebenfalls schon gemacht war. Sie erhob sich und verließ das Zimmer. Im Bad lag ihre alte Kleidung. Heute würde sie neue bekommen, vielleicht sortierte man diese schon bald aus. Sie nahm ihr Oberteil und roch daran. Vor allem ihr eigener Geruch war es, aber auch der ihrer Eltern. Ihr wurde wieder bewusst was sie eigentlich verloren hatte. Sie sank auf den Boden, das T-Shirt immer noch in den Händen. Die Gedanken nur noch bei ihrer Familie. Yumi dachte an ihre Mutter. Sie war immer für sie da gewesen. Ihr Name war Haruka, er bedeute "weit entfernt", wie wahr dies nun war. Bei ihr konnte Yumi sich immer ausweinen, konnte immer Hilfe erwarten. Auch ihr Vater, Masao, tat viel dafür. Das aber eher wenn es um handwerkliche Dinge ging. Einmal baute er ihr ein Baumhaus, indem sie mit ihm ihren Freunden spielen konnte. Auch wenn er die Liebe zu seiner Tochter nicht sehr in der Öffentlichkeit zeigte, wusste Yumi wie wichtig sie ihm war.
Plötzlich spürte sie etwas warmes auf ihrer Wange, danach wie sie in die Arme geschlossen wurde. Sie bemerkte das sie wieder weinte. Es war ihr egal. Jemand war da der sich um sie kümmerte, der sie tröstete. Sie hatte nicht gesehen wer es war, aber das war ebenfalls unwichtig. Sie ließ jetzt alles raus, ließ den Tränen freien Lauf. Danach würde es besser werden, daran glaubte sie fest.
Nach ein paar Augenblicken löste sie sich aus der Umarmung und sah in Itachis besorgte Augen. Seine Hand lag immer noch auf ihrer Schulter. Sie bemerkte das sein Oberteil nass von ihren Tränen war. Sie berührte die Stelle mit ihren Fingern.
"Tut mir Leid."
"Yumi, das muss dir nicht Leid tun. Geht es dir besser?"
"Ja, danke Bruder. Es geht schon wieder. Ich musste nur an sie denken."
Sie senkte den Blick, starrte etwas. Er hob ihr Gesicht an und sah ihr fest in die Augen.
"Wenn du Hilfe brauchst, ich bin für dich da."
Yumi nickte und erhob sich dann wieder um sich fertig zumachen. Ihr Bruder lief langsam zur Tür.
"Ich warte in der Küche."
Daraufhin verließ er den Raum. Yumi wusch und zog sich so schnell es ging an. Sie hatte eh schon zu viel Zeit verschwendet. Hoffentlich würde sie es noch rechtzeitig in die Akademie schaffen. Sie eilte in die Küche, wo Itachi wartete. Auch Sasuke saß am Tisch und winkte ihr fröhlich zu, als sie den Raum betrat.
"Können wir dann los?"
Er war ziemlich aufgeregt, freute sich offensichtlich auf das Lernen. Itachi winkte seine Frage ab.
"Lass sie doch auch erstmal etwas essen."
Er deutete auf den Tisch, an einem Platz stand noch ein Teller mit einem Brötchen und einer Tasse Milch. Sie setzte sich und aß und trank eilig. Sie sah die Uhr an der Wand, sie hatten noch knapp zehn Minuten bis sie in der Akademie sein sollten. Itachi schien auch ziemlich ungeduldig, es sah so aus als würde er nicht wissen, was er in diesem Moment am besten tun sollte. Dann stand er ganz plötzlich auf.
"Sasuke, du kennst den Weg zur Akademie. Ich muss jetzt zu meinem Team, ich kann nicht länger warten. Tut mir Leid."
"Aber du holst uns dann ab?"
"Ja das werde ich."

„Das wird total klasse in der Akademie.“
Sasuke strahlte über das ganze Gesicht, als sie die Straße entlang liefen. Die Sonne leuchtete ihnen entgegen. Noch war es ein sehr frischer Frühlingsmorgen, doch der Sonnenschein versprach einen warmen Tag.
„Meinst du wirklich das es so toll wird wie du denkst?“
Yumi war unsicher, sie wusste nicht was auf sie zukommen würde, ob sie gemocht werden würde.
„Ja, bin ich. Was wir wohl alles lernen werden?“
Sie beantwortete seine Frage nicht, lieber schwieg sie, denn sie konnte seinen Enthusiasmus einfach nicht teilen. Vielleicht würde das noch kommen, vielleicht aber auch nicht. Momentan hatte sie keine Ahnung. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, dann würde sie jetzt lieber noch in ihrem Bett liegen und den Tag verschlafen. Ihr Leben ging bis jetzt immer einen geregelten Gang und alles war ihr vertraut gewesen. Nur jetzt war alles anders. So viele Fremde Menschen. Im Dorf der Hiroshis kannte sie jeden, doch nun niemanden. Sie selbst war ein Niemand hier. Die Angst nicht akzeptiert zu werden wurde immer größer, je näher sie dem Akademiegebäude kamen.
„Autsch!“
Yumi fand sich plötzlich auf dem Boden wieder. Verwirrt schaute sie sich um, als sie nach oben blickte sah sie einen blonden Jungen über sich stehen.
„Oh, das tut mir aber wirklich leid, echt jetzt. Das wollte ich nicht.“
Er hielt ihr die Hand hin, die sie nahm. Dann stand sie wieder, zwar noch etwas wackelig, auf den Beinen.
„I-ist schon okay.“
„Ich heiße Naruto Uzumaki und wie heißt du?“
Der blonde Junge mit den blauen Augen sah sie neugierig an, aber er lächelte auch breit. Anscheinend schien er sich genauso zu freuen wie Sasuke. Vielleicht war es alles gar nicht so schlimm wie sie dachte.
„Ich heiße Yumi Hiroshi.“
„Wir haben sie bei uns aufgenommen, weil sie ihre Familie verloren hat“, ergänzte Sasuke.
Yumi blickte traurig zu Boden. Eigentlich wollte sie das nicht erwähnen, wollte nicht wieder traurig werden. Narutos Lächeln verschwand. Auch er blickte betrübt zu Boden.
„Ich weiß wie du dich fühlen musst Yumi... Ich habe ebenfalls meine Familie verloren, versuch einfach, nicht so sehr daran zu denken.“
Naruto hob den Kopf wieder und sein Grinsen breitete sich wieder auf seinem Gesicht aus. Dann lief er schnell in die Akademie, sicherlich waren sie schon spät dran.
„Komm Yumi, wir sollten auch reingehen.“
Sie lief Sasuke hinterher bis sie in einem großen Raum mit vielen aneinander gereihten Tischen und Stühlen ankamen. An den Tischen saßen schon viele neue Schüler, Sasuke und Yumi setzten sich auf die letzten freien Plätze. Vorn stand ein junger Mann, der wohl der Lehrer sein musste.
„So. Da nun endlich alle da sind, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Iruka und ich bin euer Lehrer in der Zeit, in der ihr die Akademie besucht. Hier bekommt ihr die Grundlagen gelehrt, in Nin-, Tai- und Genjutsu. Die Jutsu sind allerdings allesamt des Ranges E. Das heißt es sind die leichtesten, was für die Grundlagen schließlich reicht. Am Ende gibt es praktische und theoretische Prüfungen. Wenn ihr sie nicht besteht müsst ihr warten bis die nächsten Prüfungen sind. In der Regel sind sie alle halbe Jahre. Die Prüfungen werden von den Lehrern geleitet.
Heute müsst ihr noch nicht allzu viel machen. Ich werde euch lediglich ein paar Ninjutsu zeigen und anschließend beginnen wir mit der Verwendung von Kunais.“
Yumi hatte zwar gut zugehört was Sensei Iruka zu sagen hatte, dennoch hatte sie nicht allzu sehr den Blick auf ihn gerichtet. Trotzdem bemerkte sie das ihr Lehrer sich verdreifacht hatte. Einer der drei Irukas sprach weiter.
„Dieses Jutsu nennt sich ‚Bunshin no Jutsu’, ihr erzeugt damit Schattendoppelgänger von euch, so weiß der Gegner nicht wer der Echte ist.“
Nun ließ er die Doppelgänger wieder in einer weißen Wolke verpuffen. Yumi sah gespannt zu. Jetzt verstand sie warum Sasuke und Naruto so begeistert waren. Auch sie wollte all diese unglaublichen Dinge lernen, selbst wenn sie bis jetzt nur das Bunshin no Jutsu gesehen hatte. Die anderen Justu würden bestimmt genauso toll sein, wenn nicht noch besser.
„Nun kommen wir zum nächsten Jutsu. Das ‚Henge no Jutsu’. Kann mir jemand sagen was es bewirkt? Sasuke du vielleicht?”
Iruka blickte ihn freundlich an, Sasukes Augen strahlten. Er wusste die Antwort, dass merkte man ihm deutlich an. Die ganze Klasse hatte sich ihm nun zugedreht und wartete gespannt. Einige schauten fragend, sie wussten die Antwort anscheinend nicht, genau wie Yumi.
„Mit diesem Jutsu kann man sich in jemand anderes verwandeln.“
„Exakt. Ich werde es euch gleich einmal demonstrieren.“
Wieder formte er Fingerzeichen und verwandelte sich sogleich in Sasuke. Wenn die beiden nebeneinander gestanden hätten, dann hätte man sie nicht voneinander unterscheiden können.
Doch er nahm schnell wieder seine Gestalt an, um noch weitere Jutsu zu erläutern.
„So nun möchte ich euch noch zwei andere Jutsu erläutern, aber noch nicht präsentieren. Zum einen werdet ihr die Technik des Körpertauschens erlernen. Dabei könnt ihr eure Position mit, zum Beispiel, einem Stück Holz tauschen, um so vor feindlichen Angriffen geschützt zu sein. Denn diese bekommt dann das Stück Holz ab.
Als letztes theoretisches für heute, erkläre ich euch jetzt die Technik der Fesselentfernung. Dabei muss der Anwender die Gelenke auskugeln um sich von den Fesseln zu befreien. Klingt sehr schmerzhaft, aber mit der richtigen Technik ist es das nicht.
So jetzt kommt mal alle mit mir mit nach draußen. Wir machen noch ein wenig praktisches Training und dann habt ihr den ersten