Fanfic: Memories are gone - 365 Days
Kapitel: Prolog
"Es ist seltsam... Als ich dachte ich wäre darüber überrascht... War ich es nicht...",
erzählte ich und sah den Jungen mit den mittellangen blonden Haaren an. Ich werde
euch diese Geschichte erzählen... MEINE Geschichte...
Er sah mich verwundert an. Ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus und
auch er begann zu lächeln. "Du bist echt seltsam", stellte er lachend fest. "So bin
ich eben", argumentierte ich und sah wieder gen Himmel, der sich dank des
Sonnenuntergangs rot färbte. "Ich weiß nicht wie lange uns noch diese Zeit bleibt...
Aber versuchen wir einfach das beste daraus zu machen", schlug ich vor und
mein Lächeln wich einem Grinsen. "Ja...", antwortete er und ich sah wieder zu ihm.
"Hey! Warum so trübsinnig?", stellte ich die Frage und legte den Kopf leicht schief.
"Ach nichts...", entgegnete er. Lügen konnte er noch nie gut. Ich seufzte leise und
wandte meinen Blick dann wieder dem Horizont zu. Eine Weile sagte niemand
etwas, doch dann begann er zu sprechen. "Weißt du... Ich denke die ganze Zeit
daran ob wir vielleicht doch keine Menschen sind...", wechselte er das Thema
und richtete seinen Blick nach unten. Ich blickte erneut zu ihm und lächelte wieder
leicht, als ich ihn da so nieder geschlagen sah... Diese Bewegung hatte er nicht bemerkt
weshalb ich dann wieder den Sonnenuntergang betrachtete. "Also... Du brauchst
dir definitiv keine Sorgen machen", begann ich und ich sah aus den Augenwinkeln
heraus, dass er mich überrascht ansah. "Wenn du kein Mensch wärst... würdest
du niemals fühlen können... Niemals von Herzen lachen, niemals von Herzen weinen
und niemals von Herzen dich freuen können... Der beste Beweiß dafür bist aber immer
noch du selbst",
"Ein Herz...", wiederholte er und ich er blickte wieder gerade aus. Ich sah wieder zu
ihm hin. "Vielleicht ist ein Herz nicht etwas, dass man sehen kann... sondern etwas,
dass man fühlen kann...Das wäre meine Theorie", erschreckte uns eine bekannte Stimme
und riss uns aus unseren Gedanken. Wir sahen hinter uns, wo ein braunhaariger Typ stand... Ja
wir kannten ihn und er war unser bester Freund. Beide hier Anwesenden waren meine
besten Freunde. "Reed!", er grinste und setzte sich zu uns. Er lehnte sich an der Wand
des höheren Gebäudes an und verschränkte die Arme hinterm Kopf. "Was soll jetzt
aus uns drei werden?", fragte er und wir sahen ihn verdattert an. Er blickte zu uns
und seufzte auf unsere ratlosen Gesichter. "Ich meine... Wir können nicht ewig zusammen
bleiben... Zeiten ändern sich eben", erklärte er und grinste wieder. "Und Leute
verschwinden...", bemerkte ich traurig und sah auf meine Handflächen. Sie begannen
zu leuchten. "Was ist das?", fragte Ven während Reed zur gleichen Zeit "Was meinst
du damit?", fragte. Die beiden waren aufgesprungen und sahen mich entsetzt an.
Ich sah zu den beiden auf und brachte ein Lächeln heraus. Plötzlich begann mein
ganzer Körper hell zu leuchten und sich langsam in kleine Glitzerteilchen aufzulösen.
"Kahlan! Du darfst noch nicht gehen!", rief der Blondschopf und versuchte mein Handgelenk
zu greifen, fasste aber nur ins Leere... Ich spürte wie sich meine Augen mit Tränen füllten
und kurze Zeit später diese meine Wange hinunter flossen... Schlussendlich hatte
ich mich gänzlich aufgelöst während diese Glitzerteilchen gen Himmel flogen, doch
konnte ich noch während die letzte Träne auf das Dach fiel wichtige Worte meiner
Seits los werden "Ven... Reed... Das Herz ist der Schlüssel aus der Dunkelheit...Auch
wenn wir uns nicht sehen können... Unsere Erinnerungen sind durch unsere Herzen verbunden...
Darin werdet ihr immer sein... In meinem Herzen...", sprach ich und meine Stimme musste
sich für die beiden wie von weit entfernt anhören...´