eién no súimin

Wenn alles auf ein mal anders wird

Normal day?

Der nächste Tag begann für Bemoku ziemlich normal, nur das er ausnahmsweise ausgeschlafen war. „Huch, Moku-kun, was ist den mit dir los?“ fragte seine Oma als sie ihn leise vor sich her summend, ins Bad spazieren sah. Bemoku hielt inne. „Ich hab gut geschlafen.“ sagte er und ging duschen. Seine Oma lief kopfschüttelnd davon. Als Moku in Richtung Bus lief fühlte er sich fast schon wohl in seiner Schuluniform und mit einem breiten Grinsen betrat er den Bus. Dort erwartete ihn auch schon Bemokus Schulfreund, Takeru. „Hey Moccasen wie geht’s?“ fragte der und lehnte sich zurück. „Ziemlich gut.“ meinte Moku und setzte sich neben Takeru. Als sie in der Schul ankamen war Bemoku noch immer bester Laune. „Keine Angst vor der Mathearbeit?“ fragte Takeru und lächelte wissend vor sich hin. „Nö wieso?“ fragte Moku zurück und Takeru entglitten alle Gesichtzüge. „Bemoku-kun du bist echt… keine Ahnung du hast einen an der Waffel.“ meinte Takeru und zog seinen Freund ins Klassenzimmer. „Sagt der Krieger.“ brummelte Bemoku vor sich hin. Moku setzte sich neben seinen Freund und erwartete den Lehrer mit einem lächeln.

Eine Stunde später hatte Bemoku die Arbeit hinter sich und zum ersten Mal seit er so wenig schlief hatte er das ganze Blatt ausgefüllt. „Moku jetzt komm endlich.“ meinte Takeru und stürmte den Gang entlang ins nächste Zimmer. Bemoku konnte über seinen Freund nur den Kopf schütteln und lief ihm hinterher.

Bemoku verließ das Schulhaus eiligen Schrittes. Als ihm jemand auf die Schulter tippte. Er wirbelte herum und blickte in das Gesicht von Mai. „Mai-chan, musst du mich so erschrecken!“ rief Bemoku aus. Mai lächelte nur. „Also wie läuft das jetzt mit dir und Yumei-san?“ fragte sie und zog ihn hinter sich her in Richtung Bus. Bemoku zuckte mit den Schultern. „Ich weis es nicht, sie hat mir keine Nummer hinterlassen, aber wir können ja gleich lernen, sie wird bestimmt irgendwann auftauchen, so dass ich es trotzdem noch schaffe ein paar Takoyaki-Bällchen zu verkaufen.“ meinte er hoffnungsvoll. Mai zuckte mit den Schultern und zog ihn in den Bus. Während sie fuhren begann Mai ihn in English abzufragen. „Kannst du mir nicht fünf Minuten Pause gönnen?“ fragte Bemoku. Mai schüttelte den Kopf und machte weiter. Als der Bus hielt hatten sie schon eine ganze Palette an Wörtern hinter sich. Sie stiegen aus, überquerten die Straße und gingen dann ins Haus. „Ich würde vorschlagen wir machen mit Mathe weiter, wie ist eigentlich die Arbeit gelaufen?“ fragte Mai und setzte sich. Moku grinste. „Ich glaube ganz gut, es könnte vielleicht sogar eine drei geben.“ meinte er fröhlich. Mai lächelte und begann mit ihm Mathe zu machen.

Zwei Stunden später. Mai hatte es sich neben Bemoku auf dem Sofa gemütlich gemacht und aß ein Takoyaki-Bällchen. „Und was läuft zwischen dir und Yumei-san?“ fragte Mai und setzte sich ein Stück auf um in Bemokus Augen schauen zu können. „Nichts. In China war sie meine Beste Freundin.“ meinte er. Mai runzelte die Stirn. „Das sieht sie aber anders.“ gab sie zu bedenken. Moku seufzte. „Sie ist ziemlich schnell eifersüchtig, aber im Prinzip auf alles. Das ist das einzig nervige an ihr. Aber sie ist und bleibt meine Beste Freundin.“ meinte er und schloss die Augen um Mais Blick auszuweichen. Mai seufzte und stand auf. „Dann sollte ich mal besser gehen.“ meinet Mai und lief in Richtung Tür. Im selben Moment klingelte es. Bemoku schoss in die Höhe und rannte zur Tür. Kaum hatte er sie geöffnet hatte er Yumei in den Armen. Mai lächelte die beiden an und wollte gerade gehen als Yumeis Stimme ertönte. „Komm ja nicht wieder!“ knurrte diese und befreite sich aus Bemokus Armen. Mai drehte sich zu ihr um. Schlagartig war ihr lächeln verschwunden. Ihr Gesicht war jetzt hart und ihre Augen funkelten wie Smaragde. „Sagt die Freundin die eigentlich immer in China ist.“ meinte Mai provozierend und stellte sich in die Tür. „Mh und was bist du? Die Nachhilfelehrerin?“ fragte Yumei die nun auch ein böses Funkeln in den Augen hatte. Mai lachte kühl auf. „Dein Argument ist ziemlich einfältig, findest du nicht?“ fragte Mai. Yumei knurrte leicht. „Du bist eine elendige…“ weiter kam sie nicht, denn Bemoku hatte seine Hand auf ihren Mund gelegt. „Verschwinde Mai.“ sagte er kalt und zog Yumei ins Wohnzimmer. Mai blieb verdattert stehen, was war denn nun wider los, sie hatte doch nur Spaß gemacht. Mit hängendem Kopf und Tränen in den Augen ging sie davon.

Bemoku setzte Yumei auf das Sofa. „Mokusen, was war denn das jetzt schon wieder?“ fragte sie verärgert. Moku seufzte. „Hör mir mal zu Yuyu.“ Wenn er den Kosenamen benutzte war Yumei immer Still. „Ich möchte nicht, dass du auf Mai-chan losgehst. Sie ist meine Nachhilfelehrerein und eine Freundin von mir. Ich weis auch, dass sie ziemlich arrogant ist und dass ich an deiner Stelle genauso reagiert hätte.“ Bemoku atmete tief durch. „Du bist meine Beste Freundin, aber du bist in China und das ist hier ziemlich weit weg. Mai ist hier, aber auch sie ist NUR eine Freundin von mir.“ stellte er klar. Yumei lies den Kopf in ihre Hände sinken. „Du hast ja recht, du kennst mich besser als alle anderen, aber du bist für mich so etwas wie mein Bruder und ich habe immer das Gefühl das du mich für dumm hältst.“ sagte sie. Bemoku lachte leicht und nahm sie in die Arme. „Ach Yuyu mach dir mal keine Gedanken, ja. Das wird schon und wenn ich dich mal besuchen komme möchte ich dich als großen Ballett-Star sehen.“ meint er und drückte die kleine Elfe an sich. Diese seufzte. „Warum kann man dir eigentlich nicht böse sein?“ fragte sie. „Zja gute Frage. Vielleicht weil ich sooo lieb schauen kann.“ meinte er und machte Katzenbabyaugen. Yumei schlug im leicht auf den Hinterkopf. „Du weist das ich dich ganz doll lieb hab?“ fragte sie ihn. Bemoku lachte. „Hab ich Onee-chan.“ meinte er liebevoll. In Yumeis Gesicht spiegelte sich Verwirrung. „Das heißt kleine Schwester! Dein japanisch ist wirklich schlecht.“ meinet Bemoku und drückte Yumei an sich. Yumei grinste. „Ja du bist auch mein Gege.“ meinte sie. (Achtung! Gege ist chinesisch und bedeutet so viel wie großer Bruder) Bemoku lachte. „So und ich geh dann mal, du musst sicherlich noch arbeiten.“ meinte Yumei und verschwand noch ehe er etwas dagegen einwenden konnte. seufzend stand Bemoku auf und machte sich daran heute noch ein paar Takoyaki-Bällchen zu verkaufen.

Moku ging fröhlich hüpfend in Richtung Haus. Er hatte gut verkauft und er würde morgen ausgeschlafen in der Schule erscheinen. Plötzlich hielt er an. Da war ein Typ er sah ziemlich gefährlich aus und vor allem hielt er ein Mädchen am Arm, so fest das ihr Gesicht schmerzverzerrt war. Bemoku hielt die Luft an. Das war Mai. Ihn packte die Wut und er ließ seinen Wagen stehen. Mit ein paar Sprüngen war er schon neben Mai und schlug dem Typen mit der Faust direkt ins Gesicht. Dieser stolperte ein paar Schritte zurück. „Bleib ihr fern.“ knurrte Bemoku. „Ach ja, und wie willst du mich aufhalten?“ fragte der Typ und zog ein Messer. Mai schrie auf. „Vorsichtig Moku.“ flüsterte sie panisch. Bemoku brachte tatsächlich ein lächeln zustand und schob Mai hinter sich. Der Typ lief langsam auf sie zu und holte aus. Bemoku packte blitzschnell die Hand mit dem Messer, verdrehte sie und schlug mit der anderen Faust dem Typen ins Gesicht. „So und habe ich dich jetzt daran gehindert?“ fragte Bemoku. Der Typ rührte sich nicht mehr. Bemoku schnappte Mai und zog sich in Richtung Wagen. Gemeinsam liefen sie mit dem Takoyaki-Wagen zum Haus. Mai weinte immer noch. „Hey Mai. Es ist alle gut.“ versuchte Bemoku sie zu trösten. Sie schniefte. „Tut mir leid.“ sagte sie leise. Bemoku schüttelte eilig den Kopf. „Doch, ich hätte heute nicht so zu Yumei-san sein dürfen.“ meinte sie. Moku zog sie in seine Arme. „Das ist doch nicht schlimm. Warst du deshalb noch draußen?“ fragte er. Mai nickte schniefend. Bemoku seufzte und zog sie ins Haus, dort traf er auf seine Großeltern. „Hallo Moku-kun. Huch was ist den passiert?“ fragte seine Oma und betrachtete Mai mitleidig. „Irgend so ein Typ wollte ihr wehtun. Ich hab ihr geholfen. Mai-chan, du solltest besser deinen Vater anrufen.“ Mai nickte und lief zum Telefon. Bemoku seufzte. „Oh Gott Moku! Was ist den das?“ fragte sein Großmutter und zeigte auf den Schnitt an seinem Arm. „Der Typ wollte sein Messer nicht gleich hergeben.“ brummelte er. Seine Oma sprang davon und kam Sekunden später mit den Verbadkasten wieder.

Eine halbe Stund später kehrte Ruhe ein. Mai war weg, ihr Vater hatte sich nach einer Lobesrede an Bemoku mit Mai von ihnen verabschiedet. Bemokus Oma hatte seinen Arm verbunden und nun lag er im Bett. Seine Gedanken kreisten wild um her. Aber vor allem kreisten sie um Mai.