Fanfic: Todesschrei

Untertitel: Wenn alles zu spät ist....

Kapitel: Todesschrei

So hoffe es wird euch gefallen!

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Es war schon dunkel als man eine Gestalt durch die leeren Straßen Konohas gehen sehen konnte. Trotz der Dunkelheit konnte man erkennen dass es ein Mädchen sein musste. Sie war recht dünn und lief mit gesenktem kopf. Die Straßen waren leer und es herrschte eine Totenstille. Nach ein paar Minuten blieb sie dann stehen. Sie befand sich nun vor einer Steinbank, die sich etwas außerhalb der Stadt befand und hebte langsam ihren Kopf in Richtung Himmel und sah hoch zum Mond. Auf ihrem Gesicht spiegelte sich pure Verzweiflung aber auch Hoffnung wieder. So blieb sie ein paar Minuten stehen.
Dann konnte sie aus der Ferne schritte hören. Sie bewegten sich auf sie zu und ihr Herz fing an, schneller zu schlagen. Sie schaute nun wie gebannt in die Richtung aus der sie die Geräusche vernahm.
Dann, nach endlosen Sekunden wie es ihr vorkam, erschien die Person auf die sie gewartet hatte.

Sasuke.

"So hier bin ich Sakura. Warum wolltest du dass ich mich hier mit dir treffe?" fragte er.
Sie schaute in seine schwarzen Seelenspiegel und versank wortwörtlich in ihnen. //Wie kann man denn nur so schöne, tiefschwarze Augen haben?// Ging es ihr durch den Kopf. Sein Gesicht spiegelte wie immer keine Emotionen wieder und seine helle Haut leuchtete regelrecht im Mondlicht.
Ein paar Sekunden verstrichen als Sakura ihre Stimme erhob.
"Ich...ich wollte dir etwas Wichtiges sagen und bitte dich mir zuzuhören." "Dann fang an." wurde sie von Sasuke angewiesen. "Ich weis du hörst dass fast jeden Tag, aber..." Ihre Stimme versagte. Langsam bahnte sich ihr eine Träne übers Gesicht. Sie schaute Sasuke dann direkt in die Augen und sagte ihm dass, was sie schon längere Zeit auf dem Herzen hatte.
"Ich liebe dich!"
Stille. Eine unerträglich Stille herrschte über ihnen.
Es verstrichen ein paar Sekunden in denen die beiden sich gegenseitig in die Augen sahen als Sasuke den Blickkontakt abbrach, sich halb umdrehte und mit einer leisen, beklemmten Stimme erwiderte: "Meinst du wirklich ich glaub dir das? Es stimmt. So etwas höre ich fast jeden Tag. Genau so wie mir jeden Tag klar wird dass ihr mich nur wegen meinem Aussehen mögt. Ihr kennt mich doch gar nicht richtig und sprecht von Liebe?! Ihr seid einfach nur Oberflächlich. Wenn es das war, was du zu sagen hattest geh ich jetzt!" Mit diesen Worten drehte er sich vollends um und verschwand in der Dunkelheit.

//Nein, nein, nein! Ich kann es nicht glauben. Sasuke, Sasuke meint ich will ihn nur verarschen? Ich...ich bin doch gar nicht so wie die anderen. Nein. Ich kenne ihn doch. Und vor allem...Ich liebe ihn!//
War Sakuras letzter Gedanke ehe sie von einem Tränenschwall übermannt wurde. Sie viel auf die Knie und fing an zu schluchzen.
//Wie erbärmlich. Dabei...dabei wollte ich doch...ach Sasuke! Was hab ich bloß falsch gemacht!//

Nun saß Sakura zusammengekauert auf dem Boden und fing an zu zittern. Und dann kamen die ersten Regentropfen. Erst wenige und dann immer mehr. Sakura war nun völlig durchnässt und fror, ignorierte es aber. Langsam, fast schon wie in Zeitlupe hob sie ihren Kopf und schaute in den Himmel. Ein Regentropfen nach dem anderen landete auf ihrem Gesicht und vermischte sich mit ihren Tränen. Sie bebte und wünschte sich nichts sehnlicher als dass dieser unendliche Schmerz der sich immer weiter in ihr ausbreitete nachlassen würde. Doch nichts geschah. Sie wusste nicht wie lang sie da schon saß, stand dann aber auf wackligen Beinen auf und beschloss nicht nur rum zu Sitzen und sich zu Bemitleiden. Sakura machte vorsichtig ein paar Schritte, als ihre Beine die sich wie Pudding anfühlten nachgaben und Sakura schmerzhaft mit dem Boden konfrontiert wäre, wenn sie sich nicht in letzter Sekunde noch an der Bank abgestützt hätte. Sie stand wieder auf und ging wieder ein paar Schritte. Erst langsam und vorsichtig, dann aber immer gewagter. Irgendwann hatte sie sich dann wieder so unter Kontrolle, dass sie normal gehen konnte. Das tat sie dann auch in der Hoffnung auf andere Gedanken zu kommen. Wer weiß. Vielleicht würde sie ja eine Lösung finden?!

Sakura ging nun durch die Straßen, ihr Herz war leer und ihr Leben, ja ihr Leben wollte sie nicht mehr. Sie wusste einfach nicht was sie tun sollte. Wie sollte sie mit dem Gedanken dass Sasuke, ihre große Liebe sie für so eine Oberflächliche Tussi hielt wie es die anderen Mädchen waren, weiterleben können?! Sie war einfach mit den Nerven am Ende. Die Last auf ihren Schultern und der tiefe Schmerz hörte einfach nicht auf. Nein. Es wurde von Sekunde zu Sekunde nur schlimmer. Sie hatte kein Ziel vor Augen und lief einfach nur dahin, wo ihre Beine sie hintrugen.

Nach etlicher Zeit stolperte sie über ihren eigenen Fuß und fand sich auf dem Boden wieder. Was war aus ihr bloß nur geworden. Aus ihr, dem sonst so fröhlichen Mädchen, dass immer ein offenes Ohr für ihre Freunde hatte und sich nie von irgendwas untergriegen lies? // Wie erbärmlich!// dachte sie. Und diese Worte hallte immer wieder in ihrem Kopf nach. Wie ein Echo. Ein Echo, das anscheinend kein Ende fand. Trotz einer tiefen Wunde am Knie, die Sakura von ihrem Sturz davon getragen hatte stand sie wieder auf und lief weiter. So, als ob sie vor den Schlimmen Gedanken die einfach nicht aufhörten fliehen konnte. Als Sakura das nächste mal aufblickte fand sie sich am Bahnhof wieder. Mit ihren 4 besten Freundinnen Ino, Hinata, Tenten und Temari hatte sie sich hier schon öfters getroffen um in die nächst größere Stadt zum shoppen zu Fahren. Sie hatte gute Erinnerungen an diese Zeit, die aber an den Gedanken an Sasuke fort geblasen wurden. Wieder stiegen neue Tränen in ihre Augen und bahnten sich ihren Weg, Sakuras Backen entlang. Ihr wurde abwechselnd warm und kalt und sie fühlte sich, als hätte ihr jemand einen gewaltigen Schlag in die Magengrube verpasst. Dass es die ganze Zeit über regnete, merkte sie noch nicht einmal. Langsam, Stück für Stück näherte sie sich den Schienen. Sie wirkten irgendwie anziehend auf Sakura. Auf die Ampel die rot zeigte nicht achtend setzte sie ihren Weg unbeirrt fort.

Sie stand nun auf den Schienen und hörte den Zug kommen. //Sasuke. Der Tod löst zwar meine Probleme nicht, aber er beendet sie! Ich…ich hoffe du wirst einmal glücklich werden!// War ihr letzter Gedanke. Dann kam der Zug. Näher, näher und immer näher. Sakura schloss die Augen und lächelte. Ein trauriges lächeln dass von ihren Tränen nur untermalt wurden. Und dann erfassten sie die Scheinwerfer. Sie spürte einen gewaltigen Luftzug und dann...nichts.
Ihr Todesschrei.

~Zur gleichen Zeit bei Sasuke~

Er kam gerade an seiner Wohnung an, die er alleine Bewohnte, ging hinein und setzte sich auf sein Bett und dachte noch einmal über den Abend nach. //Ach Sakura. Hattest du es wirklich ernst gemeint? Ich weis einfach nicht ob ich dir vertrauen kann. Als ich dass nämlich das letzte mal bei jemandem gemacht habe, wurde ich nur enttäuscht. Die seelischen Schmerzen, die ich davon getragen hatte waren furchtbar. Am besten ich spreche morgen noch einmal mit dir. Hoffentlich liebst du mich wirklich, denn ich, ich.....//
Er konnte seinen Gedanken nicht zu Ende denken da auf einmal ein schmerzvoller Stich in seinem Herz war. Er presste seine Hand auf seine Brust und keuchte schmerzvoll auf. Und so schnell wie er gekommen war, war der Schmerz auch wieder verflogen. "Was...was war denn das?" Fragte er sich selbst und schaute aus dem Fenster. Als er seinen Kopf Richtung dieses gewendet hatte, streifte sein Blick seinen Wecker. 21:46. Er schaute nun aus dem Fenster, konnte aber nicht viel erkennen. Es regnete immer noch in Strömen und dann...dann sah er auf Einmal...Sakura? Aber nein! Das hatte er sich doch nur gerade eingebildet...oder? "Ich haluziniere ja schon! Jetzt hab ich doch tatsächlich vor meinem inneren Auge gesehen wie mich Sakura tränenüberströmt traurig anlächelt und sich dann in Luft auflöst! Ich sollte mich besser hinlegen und ausruhen!" murmelte er vor sich hin, machte sich Bettfertig, legte sich wieder in sein Bett und war schon kurze Zeit darauf in einen tiefen Schlaf verfallen.

~ Am nächsten Morgen ~

Sasuke war schon früh aufgewacht, hatte sich fertiggemacht und war nun auf dem Weg zur Schule. Da er mit dem Fahrrad fuhr kam er auch schon nach fünf Minuten an. Er bemerkte sofort dass was nicht stimmte. Ganz vorne das wo eigentlich immer eine gutgelaunte Ino stand die ihm zuwinkte und sich dann mit Sakura und ihren restlichen Freunden unterhielt, stand eine in Tränen aufgelöste Hinata, die von Ino getröstet wurde. Doch auch sie weinte wie aus Eimern. Sasuke schaute sich um. Fast die ganze Schule hatte sich um sie versammelt und alle Schüler schauten traurig und schockiert drein. Nun bemerkte er auch Tenten, Temari, Naruto, Shikamaru und Sai die sich mit Sakuras weinender Mutter unterhielten.
Momentmal! Sakuras weinender Mutter? Sasuke sprang so schnell er konnte von seinem Fahrrad ab und sprintete zu seinen Freunden und Frau Haruno. Aber was er dann erfuhr änderte sein ganzes Leben.

~ Eine Woche später ~

Heute war es so weit. Sakuras Beerdingung.
Sasuke lag momentan noch auf seinem Bett und starrte an die Decke.
//Wieso? Wieso habe ich ihr nur nicht geglaubt? Sie hatte doch die Wahrheit gesagt! Es ist alles meine Schuld! Und dabei...dabei empfinde ich doch etwas für sie!//
Er trug eine Schwarze Hose wie auch ein Schwarzes Oberteil. Seine Augen waren so wie schon seit dem Morgen an dem er erfuhr dass sich Sakura vor lauter Liebeskummer vor einen Zug geschmissen hatte gerötet. Seine Tränen die seitdem sein ständiger Begleiter waren brannten ihm noch immer in den Augen. Aber dass, was ihn so sehr beschäftigte war der Zeitpunkt an dem sie gestorben war. 21:46. Der Zeitpunkt an