Die Ewigkeit der Nacht

Tech PC fuhr aus einer kleinen Luke empor. Er stellte das richtige Programm ein, so dass die Mail anschließend direkt an seinen Bruder geschickt werden konnte. Dann überließ er es nun Frau Kuzuki die Mail zu verfassen.
Naomie erhob sich aus dem Sessel und setzte sich vor den PC. Aus Gewohnheit überschlug sie die Beine und schimpfte sich innerlich dafür selbst. Sie wartete einen Augenblick und änderte die Position ihrer Beine, so dass sie nicht mehr überschlagen waren.
Ihr Blick ruhte ruhig auf den Monitor und dem E-Mail Programm, dass wohl von Seto Kaiba selbst entwickelt worden war, denn es war der LC zugeschnitten worden. Deutlich spürte sie, wie Mokuba sie beobachtete und seine Abneigung gegen sie als Nanny.
Naomie zog sich ihre Bewerbungsunterlagen zu sich und schlug sie auf. Schnell und sicher tippte sie einen Text in das Programm und versuchte schriftlich Seto Kaiba mitzuteilen, dass sie die richtige für den Job sei. Bevor sie die Mail abschickte, las sie sich diese noch einmal durch und korrigierte hier und da ein paar Tippfehler oder stellte einen Satz um. Naomie lag gut in der Zeit und sie schickte die Mail ab. Sofort stand sie auf, nahm ihre Bewerbungsunterlagen und ließ den jüngeren Kaiba wieder Platz nehmen.
„Ich bin fertig mit der Mail und habe sie auch schon an ihren Bruder geschickt.“, sagte sie und setzte sich wieder.
Seto Kaiba wartete ungeduldig auf die Mail. Als diese kam überprüfte er diese sofort und war damit zufrieden. Er schrieb sofort zurück. ‚Sie sind engagiert. Kümmern Sie sich für heute um meinen Bruder.‘
„Okay, lass sie meine Antwort öffnen und lesen. Anschließend kannst du ihr zeigen, wo sie als meine Sekretärin arbeiten wird, aber lass sie noch nicht ran. Ich will sie mir persönlich vorknöpfen und einarbeiten.“
Mokuba seufzte. Doch plötzlich kam ihm eine Idee. Siegessicher faltete er die Hände ineinander und lächelte.
„Gut, frau Kuzuki, das wäre alles für heute. Sie können gehen. Betrachten Sie sich als angestellt. Mein Bruder wird Ihnen alles Weitere persönlich mitteilen, wenn er wieder da ist.“
„Mokuba, du kleinen Aas! Ich bring dich um!“ Mit einem lauten Knall brach die Verbindung ab und Seto warf sein Head Set auf den Tisch. Es war bereits das siebte mal, dass Mokuba einen neuen Mitarbeiter verarschte, bloß weil dieser nicht nach seinem Geschmack war. Nun würde er wohl oder übel doch zu seiner Firma fahren müssen, um seinen kleinen Bruder die Leviten zu lesen.
Mokuba sprang aus dem Sessel. „Ich begleite Sie noch zur Tür.“, sagte er überfreundlich und grinste in sich hinein. Er musste sich beeilen, denn er wusste, dass sein Bruder nicht lange aus sich würde warten lassen und ihn einen Kopf kleiner machen, wenn er ihn rechtzeitig in die Finger bekam.
Sobald Frau Kuzuki gegangen war, fuhr er wieder in die Chefetage und machte es sich dort bequem.